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06.12.2006, 16:26 von danikullerkeksProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietminderung wegen zu warmer Wohnung im Sommer
Hallo Ihr Lieben,

sagt mal gibt es Möglichkeit zur Mietminderung wegen einer warmen Wohnung im Sommer, weil man auf der Sonnenseite lebt und die Sonnen dauerhaft auf die Wohnung steht.

Muss der Vermieter vorsichtsmaßnahmen treffen, dass es nicht zu warm in der Wohnung wird?? Rollos, Klebefolien etc.

Ich hab sowas noch nie gehört jedoch nun angekündigt bekommen.

Bitte helft mir.

Danke
Alle 13 Antworten
08.12.2006, 09:35 von danikullerkeks
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Vielen Dank euch allen und besonders Rita - das scheint mir die beste Idee zu sein - mal schaun - erstmal werden wir wohl gar nicht darauf reagieren.

Ansonsten euch allen ein schönes Wochenende
07.12.2006, 21:00 von ChristophL
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Aber so ist es wohl in Deutschland, Mieter bekommen immer mehr Rechte.

Gruß Christoph
07.12.2006, 20:49 von frankyboy
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Hallo
Ich als Mieter habe noch nie, auch nicht als ich damals unterm Dach gewohnt habe, auch nur die Idee gehabt das der Vermieter an der Wärme in meiner Wohnung irgendwie schuld sein könnte.
Die spinnen die Richter.
Gruss Frank
07.12.2006, 19:56 von lysan
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Hallo,
wir haben unseren Mietern in der DG-Wohnung angeboten, eine Klimaanlage einzubauen. Sie haben sehr lange überlegt und dann war es doch nicht mehr zu warm für das Kind...
07.12.2006, 11:51 von ChristophL
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Das ist wahr so ein Argument könnte man gut vorbringen um die Mieter klein zu halten.

Gruß Christoph
07.12.2006, 10:47 von Rita
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Einen 100%igen Richterspruch (evtl. sogar noch in deinem Sinne) wirst du dazu auch nicht finden.

Aber oft ist ein vom Mieter geschildertes Problem plötzlich gar nicht mehr so schlimm, wenn sich der Vermieter kooperativ zeigt, evtl. freiwillig etwas zu machen ... und mal überschlägig vorrechnet, dass die Mieterhöhung wegen der Modernisierung/Wohnwertverbesserung/Gebrauchswertverbesserung bei z.B. geschätzten Kosten von 10.000 € * 11 % = 1.100 € p.a. = rund 92 € höhere Miete je Monat ausmacht ...
http://dejure.org/gesetze/BGB/559.html
07.12.2006, 09:54 von danikullerkeks
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Hallo Ihr Lieben,

ich danke euch allen für eure Antworten.

Nach dem ich mich belesen habe, habe ich eigentlich nur Urteile für Gewerbeeinheiten gefunden, also wo Angestellter arbeiten und wo man von Patienten bzw. Kunden abhängig ist.

Aber ein Urteil für normale Mieter in normalen Mietwohnungen hab ich nicht gefunden. Die 6 Grad Regelung kann bestimmt nicht für alles gelten oder?

Der Mieter wohnt im obersten Stock, wie gesagt mit Südausrichtung etc.
Rollos oder Rollladen hat der Mieter nicht dran und auch nicht vom Vermieter gestellt.

Es will halt dass wir ihm solche bezahlen und anbringen lassen, damit er es nicht so warm hat. (Wie warm es nun wird kann auch keiner sagen).

Das Haus ist ein Neubau und hat eine Top Dämmung.

Naja mehr kann ich nun nicht mehr sagen, außer dass das eine äußert dreiste Art ist, sich Sonnenschutz zu beschaffen.

Okay vorab wieder ein Danke, falls jemand noch mehr dazu weiß.
Danikullerkeks
07.12.2006, 07:36 von ChristophL
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Nein ich bin selber Vermieter. Aber Schadenserstz kann man nicht erheben, die Wohnungen sind heutzutage so gut isoliert das wenn es erst einmal warm ist die wärme auch nicht mehr so schnell verschwindet.

Gruß Christoph
06.12.2006, 22:19 von Cora
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...und um wieviel hast du die Miete gemindert - oder falls Eigentümer vielleicht Schadenersatz bei der Baufirma geltend gemacht
06.12.2006, 21:00 von ChristophL
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In diesem Sommer hatte ich auch teilweise 29 Grad in meiner Wohnung, das Haus ist nach Süden hin ausgerichtet und hat noch rießige Terassen Fenster. Es ist quasi unmöglich dort eine geringere Temperatur zu erreichen.

Gruß Christoph
06.12.2006, 19:57 von Cora
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Lustig, was sich manche Mieter so einfallen lassen und das wird dann auch nocht richterlich abgesegnet.

Hat die Wohnungen Rolläden?

Ist es eine Dachgeschoß-Wohnung?

Gruß
06.12.2006, 16:59 von cavalier
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Hallo danikullerkeks,

hier ein Beitrag aus Vermieternetz.de

Zitat:
Wegen Hitze mindern: Erst wenn´s in der Wohnung fast so heiß ist wie draußen


Dieses Urteil klärt, wann Hitze wirklich mehr als heiß ist!



Darf Ihr Mieter die Miete mindern, nur weil er in seinen eigenen 4 Wänden ins Schwitzen gerät?

Nein, denn auch Ihr Mieter muss gewisse Temperaturen aushalten. Welche, klärte jetzt das Oberlandesgericht Rostock (OLG Rostock, Urteil v. 29.12.2000 - 3 U 83/98, NZM 2001, S. 425)

Klettert das Thermometer draußen bis auf 32 Grad (Celsius), dürfen Sie im Raum maximal 26 Grad messen. Bei hohen Außentemperaturen muss es in den Mieträumen also immer 6 Grad "kühler" sein.

Als Faustregel gilt: Drinnen muss es immer 6 Grad kälter sein als draußen

I st es in Ihren Mieträumen im Sommer heißer als im Freien, liegt ein Sachmangel vor. Sogar schon dann, wenn der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen nicht mindestens 6 Grad beträgt, darf Ihr Mieter mindern. Gerade bei Geschäftsräumen ein heikles Thema. Das gilt nicht nur, wenn Sie Vermieter sind, sondern nimmt auch so manchen Chef in die Pflicht! Warum?

Wegen § 6 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung. Danach müssen Sie dafür sorgen, dass es Ihren Mitarbeitern nicht zu heiß in Ihren Mieträumen wird. In den Arbeitsräumen müssen während der Arbeitszeit gesundheitlich zuträgliche Temperaturen herrschen.

Nachts lüften, um Abkühlung zu schaffen? Muss Ihr Mieter nicht!

Der Rostocker Vermieter vermietete an einen Urologen Praxisräume mit großen Fensterflächen. Das Gericht war der Ansicht, dass derjenige, der Praxisräume vermietet, auch dafür gerade stehen muss, dass diese so genutzt werden können. Dem Urologen war es aber eindeutig in seinen Mieträumen zu heiß.

Der Vermieter hatte für ihn eine einfache Lösung parat:

"Lüften Sie doch nachts. Sie können ja die Fenster kippen", schlug er dem Urologen vor. Der war über den Vorschlag empört: "Damit lade ich ja geradezu zum Einbruchsdiebstahl ein."

Auf gekippte Fenster in der Nacht muss sich der Mieter nicht einlassen

Die Rostocker Richter sahen es genauso wie der schwitzende Mieter: Nachts muss der Mieter nicht lüften bzw. die Fenster gekippt halten, um für Abkühlung zu sorgen. Damit würde er ja seinen Versicherungsschutz verlieren.

Da sind die Versicherer streng: Lüftet der Versicherungsnehmer nachts mittels gekippter Fenster, kreiden sie ihm das als grob fahrlässiges Verhalten an. Gemäß § 61 Versicherungsvertragsgesetz verliert er damit seinen Versicherungsschutz.

Der aktuelle Praxis-Hinweis

Falls Ihr Mieter die Miete wegen zu hoher Temperaturen mindern will, gehen Sie so vor: Lassen Sie ihn auf jeden Fall ein Temperatur-Protokoll führen und halten Sie selbst die Tagestemperaturen fest.

Notieren Sie sich, wann es wie heiß wird. Das hilft Ihnen weiter, wenn Ihr Mieter später mit utopischen Temperaturen aufwartet. Dass diese tatsächlich vorlagen, muss Ihr Mieter beweisen. Halten Sie ein Temperatur-Protokoll in Händen, sind Sie bestens für den Ernstfall gewappnet.


06.12.2006, 16:36 von Sommer
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Tatsächlich habe ich davon gehört - google mal; auch in anderen Foren suchen...irgendwo habe ich davon gelesen.

Das ist echt der größte Schwachsinn aller Zeiten - um wieviel wird denn Minderung angedroht?

Mach Dir klar: Die Minderung ist NUR für die Tage statthaft, in denen es nachweislich zu warm wird in der Wohnung. Also würde ich einen Klimalogger in Erwägung ziehen und allenfalls eine geringe Minderung für diese Tage gewähren...und den Mieter für ne dicke Mieterhöhung vorsehen.

Das ist billiger als alles andere - Air Condition frisst Strom und den will der Mieter nicht zahlen; diese Folien bringen nur begrenzt was. Wärmedämmung wäre eine Idee da diese auch gegen Überhitzung schützt - und als Modernisierung auf den Mieter umlegbar ist.

S.
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