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16.11.2007, 15:21 von SisterActionProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietminderung wegen Hund
Hallöchen

bin neu hier und kein Vermieter. Würde aber gerne mein Problem aus der Sicht des Vermieters sehen.

Ich wohne seit 24 Jahren in der gleichen Wohnung und Haus. Bisher waren bei uns im Haus keine Haltung von Katzen und Hunden erlaubt. Jetzt nach dem neuen Urteil hat sich eine Dame im Haus einen 2 Jahre alten Jackrussel aus dem Tierheim angeschafft .Leider kläfft der Hund den ganzen Tag . Bei jeder kleinen Bewegung im Haus , meldet er sich. Selbst in der vergangenen Nacht hat er gekläfft und war kaum zu beruhigen als vor dem Haus ein Taxi hielt. Da ich morgens immer sehr früh aufstehen muss 4.3o Uhr brauche ich nachts meinen Schlaf.
Habe die Dame auch schon freundlich angesprochen auf die nächtliche Störung. Aber sie meinte nur: das ist nun mal ein Hund und Hunde bellen nun mal .Ausserdem darf ich jetzt einen Hund halten, weil er zu den kleinen Rassen gehört. ( Kleintier)
Nun habe ich mir überlegt die Miete zu mindern so um die 200 € im Monat. Von diesem Geld möchte ich dann ab und zu am Wochenende in einem Hotel nächtigen um dann mal wieder Ruhe zu haben.
Nun, was meint ihr Vermieter dazu ?? Muß der Vermieter die Minderung akzeptieren oder kann er dagegen angehen??

Alle 21 Antworten
18.11.2007, 18:43 von Lilibeth
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Zitat:
wann lernen manche Menschen eigentlich ihr bisschen Hirn zu nutzen


finde so was auch unmöglich Tiere müssen unter dem Egoismus der unverantwortlichen Mieter leiden.

Hätte der Mieter mal richtig die Zeitung gelesen bzw. das Urteil verstanden,wäre der arme Hund nicht wieder im Tierheim gelandet .
Eigentlich hätte die Mieterin die Konsequenzen daraus ziehen müssen und sich eine Bleibe suchen sollen, wo Hunde willkommen sind. Es ist ja einfacher ein Tier abzugeben
18.11.2007, 18:43 von Mortinghale
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Dog-to-go.

18.11.2007, 17:47 von Cora
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Zitat:
die Mieterin hat den Hund heute wieder ins Tierheim zurück gebracht. Unser Vermieter hat ihr damit gedroht rechtliche Schritte gegen die unerwünschte Hundehaltung ein zu leiten.


Ja, klar - Hund holen und wieder ab - wann lernen manche Menschen eigentlich ihr bisschen Hirn zu nutzen?
17.11.2007, 18:56 von SisterAction
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Hallo

die Mieterin hat den Hund heute wieder ins Tierheim zurück gebracht. Unser Vermieter hat ihr damit gedroht rechtliche Schritte gegen die unerwünschte Hundehaltung ein zu leiten.

Für den Hund ist es schade .Hätte sie vorher unserem Vermieter gefragt, wäre dem Tier dieses Leid erspart geblieben.

Danke für Eure Antworten

Gruß

SisterAction
17.11.2007, 09:43 von chum
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Sie sollten Ihrem VM einen Brief schreiben und den Fall schildern und auch ankündigen, dass der Mieterbund Ihnen eine Mietminderung empfohlen hat, da es praktisch auch in den Ruhezeiten bzw. während der Nacht pausenlos zu grossen beinträchtigungen kommt, Sie aber aufgrund des guten Verhältnisses hoffen, das Ihr VM diese Angelegenheit mit der Dame klärt und um eine Stellungnahme bis zum tt.mm.2007 bitten.

Teilen Sie in dem Schreiben auch Ihren "Kontakt" mit der Hundebesitzerin mit und das Sie das Gefühl hatten, das eine geduldete Hundehaltung für die Dame gleichzeitig bedeutet, dass Sie sich aufführen kann als ob das gesamte Haus Ihr gehört und Sie den Hund nicht erziehen muss.
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Auch wenn die Mieterin einen kleinen Hund halten darf (meines erachtens bezieht sich das neue Urteil auf Kleintierhaltung in Käfigen - sollte aber hier auch kein Diskussionspunkt sein), hat die Mieterin dafür zu sorgen, dass der "Kläffer" nicht die ganze Zeit durch bellt bzw. falls nicht anders möglich sollte Sie eine Hundeschule aufsuchen. (unnötiges bellen kann man "ab"-dressieren)

Ich würde im Schreiben direkt den schwarzen Peter der Mieterin mit dem Kläffer zuschieben bzw. auch dem Mieterbund.
........................................
Zitat:
Der Beitrag ist ein Fake von unserem Forentroll damit es etwas Selbsgespräche führen kann.


Auch wenn der eine oder andere das Gefühl hat;
im Zweifel für den Angeklagten, ansonsten sind Sie auch nicht besser als die Forentrolle und der Sitebetreiber sollte dann auch solche Kommentare löschen.
16.11.2007, 22:04 von Rita
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Wir haben das ja auch gerade hier
http://www.steuern-online.de/cgi-local/loadforum.cgi?http://f3.webmart.de/f.cfm?id=1028041&r=threadview&a=1&t=3212184
Ich rate mal die amtliche Pressemeldung des BGH zu lesen (Link dort im Text)
Der BGH meint gerade nicht "BGH ab sofort Katzen u. Hunde für alle Mieter"

I.Ü. hat der BGH das Urteil im Volltext bis zur Minute noch immer nicht veröffentlicht
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=2007-11&nr=41727&pos=2&anz=12

Insoweit war die alte Dame mit Hund m.E. tatsächlich etwas vorschnell - grundsätzlich kommt es (auch nach dem neuen BGH-Urteil) darauf an, was eben wortwörtlich in deren Mietvertrag bzgl. Hundehaltung steht, d.h. ob eine evtl. vereinbarte Tierhaltung-nur-mit-Erlaubnis-Klausel auch noch immer wirksam ist.

Außerdem hat der BGH mit seinem neuen Urteil ganz sicher nicht den Grundsatz aus der Welt geschaffen "auch bei erlaubter Tierhaltung kann der Vermieter die Abschaffung verlangen soweit andere Mieter unzumutbar beeinträchtigt werden".
http://wiki25.parsimony.net/cgi-bin/wiki/program/db-view.cgi?wiki63802;MietwohnungUndHund
z.B. auch
... Dauerkläffen ist nicht erlaubt. Deshalb müssen Tierfreunde vor allem von 21.00 bis 07.00 Uhr, zur Mittagszeit und an Sonn- und Feiertagen dafür sorgen, dass ihr Hund ruhig ist -OLG Hamm, Az. 22 U 249/89
Ununterbrochenes Hundegebell von mehr als 10 Minuten muß nicht geduldet werden! OLG Köln Az. 12 U 40/93
Ständiges Hundegebell in einem Mietswohnhaus kann für die Bewohner ärgerlich und sehr belästigend sein. Eine solche Lärmbelästigung kann im Einzelfall so erheblich sein, daß der Mieter berechtigt ist, die Miete zu mindern. Hier muß aber der Mieter schnell handeln. Denn zögert der Mieter und beklagt er sich erst Monate später, so hat er sein Recht auf Mietminderung für die Vergangenheit und für die Zukunft verwirkt. Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Mieter trotz Hundelärmbelästigung länger als 6 Monate vorbehaltslos die volle Miete zahlt. AG Rostock, Az.: 41 C 75/95.

Dazu empfehle ich mal mit "Mietminderung Hundegebell" zu GOOGLEN, um einen möglichst passenden Fall zu finden, da die Höhe der Mietminderung immer Einzelfallabhängig ist. Am besten auch ein Lärmprotokoll führen, da a) der Mieter für den Mangel/Mietminderungsgrund beweispflichtig ist und b) wiederum der Vermieter einen Beweis/eine Zeugenaussage hat um gegen die Hunde-Halterin vorzugehen. Gegenüber dem Vermieter ist der Verursacher der unzumutbaren Beeinträchtigung (bzw. dessen Herrchen/Frauchen) regresspflichtig.

UND: EIN Hinweis auf unseren Forentroll je Thread würde doch wirklich reichen; man muss doch nicht in jeden geistigen Troll-Dünnschiss-Haufen reintreten, den der uns hinlegt.
Zitat:
Selbst die Bildzeitung weiß das es im BGH nur um Kleintiere geht!!!


Jeder weiß das, nur Trolle nicht
Zitat:
Der Beitrag ist ein Fake von unserem Forentroll damit es etwas Selbsgespräche führen kann.


16.11.2007, 18:15 von JollyJumper
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Zitat:
Hallo, ich denke, es sind nur Kleintiere ...

Der Beitrag ist ein Fake von unserem Forentroll damit es etwas Selbsgespräche führen kann.

BEITRAG GESCHLOSSEN
16.11.2007, 18:07 von Neuseeland
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Hallo, ich denke, es sind nur Kleintiere wie Meerschweinchen, Zierfische, usw. erlaubt. Hunde und Katzen müssen weiterhin vom VM genehmigt werden. Oder habe ich da was falsch verstanden? Und ein Hund ist ein Hund, egal, wie klein er ist.
Gruss aus der mieterfreundlichen Hauptstadt.
16.11.2007, 17:23 von Eli
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Zitat:
Jetzt nach dem neuen Urteil hat sich eine Dame im Haus einen 2 Jahre alten Jackrussel aus dem Tierheim angeschafft


.... da war sie aber schnell, das war doch erst vor 2 Tagen, oder?
16.11.2007, 17:06 von det11
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schizo
16.11.2007, 17:04 von nass01
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Führt AR wieder mal Selbstgespräche.
16.11.2007, 16:53 von rrutz
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Originalzitat von augen(t)roll alias andreasM alias ???

Zitat:
Unabhängig davon, stelle ich fest, dass das Halten von mehreren Accounts nicht gegen die Forenregeln verstößt.


... alias SisterAction ???
16.11.2007, 16:29 von Mortinghale
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Zitat:
Die eine Mieterin hat das Recht einen Hund zu halten.

Die andere Mieterin hat das Recht die Miete zu mindern.


Und die Mieterin mit Hund hat diese Mietminderung wieder auszugleichen ?

16.11.2007, 16:24 von Augenroll
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Zitat:
WOW; aus einem durch GG abgesicherten Recht ist auf einmal ein Mangel geworden. Wie konnte das geschehen ?


Die eine Mieterin hat das Recht einen Hund zu halten.

Die andere Mieterin hat das Recht die Miete zu mindern.

Also nicht: "entweder oder" sondern "sowohl als auch"!

Zitat:
Optimal wofür ?

Für einen etwaigen Rechtsstreit!

16.11.2007, 16:20 von Mortinghale
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Zitat:
Sie müssen dem VM den Mangel anzeigen


WOW; aus einem durch GG abgesicherten Recht ist auf einmal ein Mangel geworden. Wie konnte das geschehen ?

Zitat:
Wenn ein paar andere Mieter aus dem Haus mitziehen und Zeugen sind, ist es optimal.


Optimal wofür ?

Zum Thread selber:

Ist ja schon verdammt viel passiert nach einem zwei Tage alten Urteil.

16.11.2007, 16:14 von Augenroll
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Zitat:
Ich denke mal nach 24 Jahren habe ich doch ein Gewohnheitsrecht


Auch wenn Sie mal geschätzt, mit 24 x 12 x 350 € = 100 800,- € fast das ganze Haus bezahlt haben, so haben Sie doch kein Gewohnheitsrecht.

Das nennt sich Kapitalismus und bringt mich auch immer wieder auf die Palme!

Fakt ist: Sie können die Miete mindern, aber mehr als 10% sehe ich da nicht. Es kommt aber wesentlich auf die genauen örtlichen Bedingungen an.

Sie müssen dem VM den Mangel anzeigen (möglichst persönliche Übergabe des Schreibens mit Empfangsbestätigung und dabei die Sache nochmal besprechen) oder Einwurfeinschreiben und die Mietminderung mitteilen.

Gleichzeitig muss die Lärmbelästigung gerichtsfest beweisbar (Lärmprotokoll) dokumetiert werden. Wenn ein paar andere Mieter aus dem Haus mitziehen und Zeugen sind, ist es optimal.

Sie als Mieter sind bei Mietminderungen beweispflichtig. Wenn sie insgesamt mehr als 2 Bruttomonatsmieten einbehalten, kann es Ihnen passieren dass sie eine Kündigung erhalten. erst bei der Räumungsklage wird dann über die Mietminderung entschieden. Das ist ein heikles Pflaster.

Sie hätten auch die Möglichkeit der Feststellungsklage.

Daher empfahl ich, erstmal mit dem VM reden und die Lage sondieren. Bevor sich die Fronten verhärten. Aber lassen sie sich nicht hinhalten.

PS: Ich bin auch Mieter.
16.11.2007, 15:53 von SisterAction
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Zitat:
Das wäre viel zu viel. Ich schätze mal höchstens 10% von der Bruttomiete.



was nur 10 % ?? vor 24 Jahren bin ich in diesem Haus eingezogen , weil dort keine Tierhaltung erlaubt ( Hund Katze)

Der Vermieter möchte diese Hundehaltung auch nicht. Aber was soll er machen wenn das doch jetzt erlaubt ist, es stand doch so in der Zeitung. Das ich die Miete mindern will, davon weiss er noch nichts , weiss mir aber keinen anderen Ausweg.
Ich denke mal nach 24 Jahren habe ich doch ein Gewohnheitsrecht und könnte verlangen das der Hund wieder abgeschafft wird.
16.11.2007, 15:27 von Augenroll
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Zitat:
Nun habe ich mir überlegt die Miete zu mindern so um die 200 € im Monat.


Das wäre viel zu viel. Ich schätze mal höchstens 10% von der Bruttomiete.

Versuchen Sie zuerst ein Gespräch mit Ihrem Vermieter, dann bekommen Sie ein Gefühl, wie er grundsätzlich zu der Angelegenheit steht.

Was sagen denn die anderen Bewohner im Haus? Stört das Gebelle nur Sie oder auch andere?

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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