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22.02.2008, 13:13 von spidertiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietminderung ohne Mängelbeseitigungsaufforderung
Hallo Leute,

könnte mir jemand mitteilen, ob eine Mietminderung ohne eine Mängelbeseitigungsaufforderung, also Aufforderung zur Mängelbeseitigung mit Fristsetzung, rechtens ist.

Habe von einem netten Mieter ein Schreiben erhalten, wo dieser angibt, dass Mängel an der Mietsache vorhanden seien, und dass die Miete daher ab sofort um 30 % gekürzt wird.

Eine Aufforderung zur Mängelbeseitigung erfolgte jedoch nicht.

Danke für Eure Bemühungen
Alle 14 Antworten
22.02.2008, 16:25 von Cora
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Zitat:
"Beiträge", die die Welt nicht braucht !


das wissen wir doch inzwischen, ignorier ihn doch einfach
22.02.2008, 15:40 von webslinger
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Sie sollten schriftlich der Mängelanzeige widersprechen, da es keine gesetzliche Grundlage hierzu gibt.

Schreiben Sie dem Mieter, falls ungerechtfertigterweise Miete gemindert wird, sich der Mieter automatisch in Zahlungsverzug über den geminderten Betrag befindet und dies rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. (u.a. Schadenersatz, Zinsen...)

Weiter würde ich dem Mieter schreiben; dass Sie anregen würden mal beim Mieterbund zu erfahren
a) rechtliche Formalien bzgl. gerechtfertigter Mietminderung
b) bei Mieterbund bzgl. Gradzahltabellen nachfragen

Weiter würde ich abschliessend erwähnen, dass es den Anschein hat als ob mit allen Mitteln etwas konstruiert werden soll um Geld zurückzubehalten und Sie darauf aufmerksam machen - da nicht rechtlich Einwandfrei - es mehr negative Konsequenzen hätte und der Mieter im Endeffekt mit u.a. Gerichtskosten.... nur darauf hinzuzahlen wird nur darauf aufmerksam machen möchten.
22.02.2008, 15:30 von Cora
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Widersprechen musst du auf jeden Fall und einbehalten von Kaution würde ich dann auch und dann sehen wir mal
22.02.2008, 14:15 von jaegermeister
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Zitat:
Ach übrigens, da der Mieter eh Ende April auszieht, ist es da nicht sinnvoll, den Teil der Mietminderung von der Kaution einzubehalten ?

Soll er doch klagen, oder ?


Macht Sinn.

Aber vorher der Minderung widersprechen, und begründen warum.

Mfg Jägermeister
22.02.2008, 14:11 von Mortinghale
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Zitat:
dass die Heizungsanlage keine "angenehme" Temparatur erreicht


Damit kannst Du in aller Seelenruhe vor Gericht ziehen.

Das wird lustig.

22.02.2008, 14:09 von spiderti
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Ach übrigens, da der Mieter eh Ende April auszieht, ist es da nicht sinnvoll, den Teil der Mietminderung von der Kaution einzubehalten ?

Soll er doch klagen, oder ?

Liebe Grüße
22.02.2008, 14:01 von spiderti
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Vielen Dank für die reichlichen Antworten. Das Problem hier ist jedoch auch, dass es gar keine Mängel an der Mietsache gibt. Der Mieter hat in seinem Schreiben eingewendet, dass die Heizungsanlage keine "angenehme" Temparatur erreicht. Ich hatte ihn daraufhin aufgefordert mitzuteilen, was er denn als "angenehm" empfindet. Bislang jedoch ohne Antwort.

Auch ein Besichtigungstermin in der Wohnung des Mieters kam zu dem Ergebnis, dass im Wohnzimmer eine Temparatur von locker 23 Grad Celsius erreicht werden konnte.

Wirklich komisch (besser: merkwürdig) ist eigentlich, dass der Mieter seit dem Zeitpunkt Probleme macht, seitdem er eine neue Mietwohnung gefunden hat. Er hatte zuvor auch angfragt, ob das Mietverhältnis nicht früher (als die gesetzliche Kündigungsfrist) beendet werden könne. Dies hatten wir damals verneint und seitdem gibts halt Ärger.

Wozu gibts eigentlich gesetzl. Kündigungsfristen?
Und nun versucht er natürlich Ärger zu machen...

Zu meinem Vorredner Hr. Mayer:
Eine wirklich objektive Beurteilung des Sachverhalts.
Dabei war der Sachverhalt nicht wirklich bekannt.
Aber es ist mal wieder der (böse) Vermieter an allem Schuld...

Beste Grüße
22.02.2008, 13:59 von Mortinghale
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Ab Auftritt des Mangels besteht das Recht zur entsprechenden Mietminderung.
Wenn der Mieter den Mangel anzeigt, ergibt sich hieraus ja schon konkludent die Aufforderung zur Beseitigung; es sei denn, die Parteien verständigen sich darauf, daß der Mangel bleibt und dafür weniger Miete gezahlt wird.

Um was für einen Mangel handelt es sich denn überhaupt ?

22.02.2008, 13:54 von PHILLIKAUF
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Fakt ist keien MBeseitigungsaufforderung keine Minderung!
Komischer Weise wollen Mieter gerade bei schweren Mängeln nicht kündigen, weil die nämlich dann fast keine Miete zahlen.
22.02.2008, 13:54 von Ruppert1
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Hallo Andilein,

Zitat:
Ich habe Ihren Fall geprüft und komme zu dem Ergebnis, dass der VM hier wohl zuständig sein wird! Dem Mieter kann nicht vorgeworfen werden, dass er die ihm übertragene Wohnung unzweckmäßig genutzt hat


Einzelheiten? Fakten?
22.02.2008, 13:48 von PHILLIKAUF
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Ist nicht rechtens, Mängel schildern lassen, anschauen, wenn gerechtfertigt beheben, bis zur Behebung jede Mietminderung zurückweisen.
Wenn keine Mängel vorhanden und gemindert wird, Mahnbescheid schicken.
22.02.2008, 13:43 von andreasM
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Betrachten wir einmal die Fakten, um eine professionelle Lösung zu Ihrem Problem zu finden!

Wir wollen hier doch nicht pauschalisieren sondern versuchen den Einzelfall sorgsam zu betrachten.

Es ist oft so, dass Wohnungen gerade in älteren Gebäuden diverse latente Mängel aufweisen.

Fakt ist, in Ihrer Whg liegen diverse Mangel vor.
Ich habe Ihren Fall geprüft und komme zu dem Ergebnis, dass der VM hier wohl zuständig sein wird! Dem Mieter kann nicht vorgeworfen werden, dass er die ihm übertragene Wohnung unzweckmäßig genutzt hat

Nach dem Gesetz muss der am Ort ansässige Vermieter Fehler und/oder Mängel der Mietsache beseitigen bzw. reparieren. Macht er das nicht, so kann der Mieter unter Umständen den Mangel selbst zu Lasten des Vermieters beheben lassen, er hat eventuell Schadensersatzansprüche oder ein Zurückbehaltungsrecht an der monatlichen Miete. Bei "schwersten" Mängeln kann er sogar recht schnell fristlos kündigen.
Das bedeutenste Recht eines Mieters bei Wohnungsmängel ist aber derzeit die Mietminderung. Solange Wohnungsmängel vorliegen, kann und sollte der Mieter die Miete kürzen, das heißt, er hat das direkte Recht vermindert Miete zu zahlen. Nach dem deutschen Gesetz (BGB) spielt es keine Rolle, ob der Vermieter den Mangel zu verantworten hat oder auch nicht. Selbst Mängel, die von Dritten hervorgerufen werden, auf die der Vermieter keinen Einfluss hat, und Mängel, die er möglicherweise gar nicht abstellen bzw. beseitigen kann, berechtigen den Mieter zur direkten Minderung, so zum Beispiel der Lärm aus einem Betrieb oder anderer Unternehmung bzw. Störungen, welche von einer angrenzenden Baustelle ausgehen. Entscheidend ist allein, dass ein Mangel vorliegt, welcher den Wohnwert der gemieteten Einheit/Whg mindert.

100 Prozent Miete gibt es nur für 100 Prozent Wohnwert, so wie es beim Mietvertragabschluss vereinbart war. Sinkt der Wohnwert, muss auch die Miete sinken.

Andreas Mayer
ich wünsche Ihnen alles Gute in Ihrem Fall
22.02.2008, 13:25 von chum
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Die Mietminderung ist nicht rechtens.

Es muss Ihnen der Mangel angezeigt werden mit Fristsetzung zur Mangelbeseitigung.

In diesem Fall ist dem VM das Recht genommen worden entsprechnd zu handeln und wenn direkt die Miete gekürzt wird, sieht es so aus als ob mal wieder ein Fall von "Spare beim reichen Vermieter vorliegt"

Es sollte schriftlich der Mietminderung widersprochen werden, das die gesetzlichen Formalien nicht beachtet wurden und dem VM kein Recht auf Beseitigung der Mängel gegeben wurde.

......................................
Sollte die Miete trotzdem gemindert werden, so sollte der VM den Mieter schriftlich in Zahlungsverzug setzen und auf evtl. Konsequenzen (u.a. Kündigungsgrund) hinweisen.

Musterschreiben http://www.redmark.de
gähn - nee ist nicht rechtens, aber ....... vor Gericht und auf hoher See ....

beseitige die Mängel möglichst schnell - dass wird am billigsten sein.

oder - Anwalt und los geht´s - auch mit den kosten

grüße
Mieterliebe
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