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13.07.2007, 20:44 von charivarinProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietminderung E-Herd
Mietvertrag seit 1.2., Mieterin 27.01. ohne Zusatzkosten reingelassen.

Mein Mann war zu dieser Zeit 6 Wochen fast täglich dort, um Pflasterarbeiten zu erledigen. Mitte Februar, der E-Herd war angeschlossen und funktionierte, wurden die Hängeschränke aufgehängt, die Aufhänger fragten nach dem Kabelverlauf für den E-Herd, da ziemlich genau dort ein Bohrloch nötig wäre. Tipp: setzen sie eine Holzleiste über die komplette Breite, die können sie bohren, wie sie möchten. Mieter machte es nicht, bohrte. Einige Tage später: 2 Platten des Herdes ausgefallen, der (nach ihrer Aussage Elektriker) ihr den Herd angeschlossen hatte wurde von ihr bestellt, Nachfrage: ja, der hat irgendetwas überbrückt, nun gehts wieder. 12. März: E-
Herd ganz ausgefallen und Frage, ob ich die Kosten für Elektriker übernehme.

Bei diesem Ablauf war ich mir zu 98 % sicher, dass die Leitung gebufft wurde und lehnte ab, es sei, dass sich herausstellt, dass der Schaden nicht daherrührt. Hm, sie hätte wg Umzug und Kaution gerade nicht das Geld. Angebot von mir, ich habe eine Mikrowelle für die Übergangszeit, oder eine günstige Doppelkochplatte kaufen .... alles kein Problem, sie kommt schon klar.

Nichts passierte, außer stinkende Pizzakartons im Treppenhaus, keine Hausreinigung. Darauf ordentlich (!) angesprochen schnippisch vom feinsten. Nachfrage, was ist jetzt mit dem Herd, noch nichts, aber kein Problem.

Dann setzten wir Termin zur Instandsetzung für Ende Mai. Anfang Juni Anruf und Mitteilung, dass es bis Mitte Juni erledigt wird (immerhin Information!!). Dann Anruf in meinem Urlaub, es war ein Elektriker da, der hätte jetzt aufgemacht (an der Bohrung) Leitung nicht getroffen, könnte an der Anschlussdose liegen. Aber nichts genaues. Sagte ihr, jetzt warten wir die paar Tage noch, bis ich aus dem Urlaub bin, kommen dann hin. Zurück aus Urlaub 'unseren' Elektriker beauftragt, der macht Termin mit ihr und repariert. (Ich hatte beauftragt, da ich ihr dann angeboten hätte, die Kosten in Raten zu zahlen - sie hat ein Kind von 13 Monaten und ich wollte, dass sie dies ordentlich versorgen kann).

Elektriker hat repariert, sofort Anruf und Beschimpfungen von Mieterin, es sei Dreck hinterm Sicherungskasten gewesen, es seien Kabel "explodiert" und jetzt: Mietminderung Schadenersatz etc.
Anspruch auf fachgerechte Renovierung und Fristsetzung ... (es wurde ein überstrichener Kabelkanal geöffnet, 15 cm neue Farbe war der Schaden, außer dem Loch "ihres" Elektrikers).

Gebeten, Ton zu verändern und Termin für nächsten Tag, komme um zu sehen, was gemacht werden muß....
Zur Mieterin hin, versucht, den Hergang mit ihr zu erörtern - immer noch nicht klar, ob der Dreck (der sich lt. Elektriker als Putz auf den Kabeln beschreiben lies und Kabel verschmort hinter dem Sicherungskasten, könne oxydiert sein - dann wäre ganz klar die Rechnung meine Sache allein). So Infos über Mietminderung gegoogelt, zwischen 2 - 5 % umgerechnet kam ich für 3 Monate bei 3 % auf 50 Euro. Angeboten, da Schaden nicht ganz klar zu definieren ich zahl Rechnung und 25 Euro Mietminderung bekommt sie von mir. Ganz ausgeglichenes Gespräch, ok, Doppelkochplatte kaufe ich ihr auch ab (25 Euro, aber auch Mitnahme!!) und mein Mann macht auch das Loch in der Küche zu ... - nö, das wäre ihr nun zu wenig, sie müsse darüber nachdenken und RA konsultieren.

War gerade eine Stunde zu Hause Anruf: ob ich sie mit meinem Angebot verarschen wolle ... sie möchte 120 Euro und keine Renovierung, RA soll sich das erst ansehen.

Nur bestätigt, dass sie keine "Renovierung" des Kabelkanals wünscht (das Loch in der Küche nicht angesprochen, da dies nicht von 'meinem' Elektriker war und ich denke, dass Leitungen nicht durch aufschlagen der Wand gemessen werden können).

Schreiben vom Rechtsanwalt: Er mach Mietminderung geltend vom 1. Tag des Einzugs bis 26. Juni 5 % = 87 Euro, Reparatur des Lochs in der Küche bis 23. Juli ansonsten Schadenersatz etc.. 25 Euro für die Herdplatte ....

'Meinen Elektriker' angerufen und ihn gebeten, mit ihr erneuten Termin zu machen, da ich die 'Verschmorung' hinter dem Sicherungskasten sehen möchte und Hinweis, dass irgendwann irgendwo etwas überbrückt wurde, ob der Schaden auch durch diese Aktion entstanden sein könne. Theoretisch ja, und dadurch auch evtl. Putz auf den Leitungen. UND: sie wollte von ihm einen Bericht, den er natürlich verweigerte, da ich Auftraggeberin bin.

Meine Frage: Lässt sich vom Gutachter (ich bin bereit zu investieren, da ich vermute, dass Mietminderung wann und wo auch immer das Ziel sein wird, im persönlichen Gespräch ganz normal, am Telefon rastet sie aus) wirklich feststellen, woher der Schaden resultiert?

Kann durch Putz auf den Kabeln so etwas entstehen?

Für mich 'Laien' könnte auch die Überbrückung mit ständigem Sicherung rausfliegen die 'Explosion' und Putz (Mauerwerk ??) ausschlaggebend sein.

Jemand 'n tipp? Gutachter ja/nein - (Leitungen und Sicherungskasten 1997 kpl. neu, damals wurde der Herd der Mieter angeschlossen, die zogen im Januar aus, kein weiterer Mieterwechsel)

Danke im voraus

Chari
Alle 49 Antworten
09.02.2008, 22:23 von charivarin
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*lach* - ja, fast, wie dein Einwand lautet weil ....

Der Mieteranwalt hat um Fristverlängerung gebeten, um mit der Mieterin ein abschliessendes Gespräch zu führen - die Post kam grad heute.

Und: dem ist stattgegeben worden, mal sehen, was nun wird.

LG chari
07.02.2008, 19:20 von Sommer
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Super..da könnte man ja fast wieder an diesen Rechtsstaat glauben...

S.
07.02.2008, 18:42 von charivarin
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Hallo Sommer,

die Klage wurde abgelehnt und weitere PKH. Klage hätte keine Aussicht auf Erfolg.

Danke für Gratulation

chari
06.02.2008, 08:47 von Sommer
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Was wurde abgelehnt - die PKH ? Oder war das jetzt schon der Gerichtstermin?

Na auf jeden Fall einen Schritt weiter - Gratulation !!

S.
05.02.2008, 21:02 von charivarin
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So, nun der Ausgang des Versuches der Mietminderung, zur Erinnerung: Mieterin nimmt über PKH Anwalt, Vermieterin nimmt sich Zeit. Ergebnis:

Abgelehnt, ohne Verhandlung !!! yeah

Der Anwalt hat sich dann auf Mieterfluktuation verschossen, die ich widerlegen konnte. In unserem 2-Fam-Haus hat eine Familie mit uns gewohnt, deren Sohn mit Familie unbedingt in das Mietshaus ziehen wollte - vor 12 Jahren mitgekaufte Mieter sind immer noch da ... Im Gegenteil hat seine Mandantin nur Monate in der Vorwohnung verbracht, gemerkt Monate!!

Hab ihn dezent madig gemacht, ob ihm denn die Argumente ausgehen und er tatsächlich meint, auf Steuerzahlerkosten eine "Minderklage" (zur Erinnerung: ich hatte 50 Euro geboten für Mietminderung und Abkauf der Kochplatte, ohne auf Verschulden einzugehen) bei seinem Klageentwurf blieben dann 42 Euro übrig ...

Dann meinte er, bei Abkauf der Kochplatte würde ich auch noch eine Gewährleistung in Anspruch nehmen, was seine Mandantin nun gar nicht möchte >>> ER Anwalt
Ich: Mir reicht die Garantie bei Übergabe der Rechnung - Gewährleistung an Mandantin schliesse ich aus ...

Hat mich schon motiviert, nicht immer der letzte A.... zu sein. Nun bin ich die Hausordnung angegangen und .... DIESE Mieterin macht mit.

Ergebnis für mich: dranbleiben ... dranbleiben ... dranbleiben

Über welche kleinen Dinge sich ein Vermieter freuen kann, wir sind wirklich anspruchslos geworden,

meint,
Chari
29.08.2007, 00:10 von verzweifelter
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Hallo charivarin,

Zitat:
Wenn da PKH bewilligt wird, mobilisiere ich die Presse.

... und den Bund der Steuerzahler ... und was mir noch einfällt.


Mach das! Und lass uns das Ergebnis wissen.

verzweifelter
29.08.2007, 00:04 von charivarin
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nun habe ich zum PKH-Antrag und Klageentwurf Stellung genommen. Was das Zeit kostet ...

Vermieterselbstauskunft 1.400 Euro netto - gut könnte sich verändert haben, war aber Arge und nach Einzug in die Wohnung Geschäftsführerin ....

Gefordert werden im Klageentwurf 292 Euro, 250 Euro für das Verschliessen eines 3 cm großen Loches und Aufhängen eines 50 cm Hängeschrankes. Mietminderung von 17 Euro und Abkaufen einer Doppelkochplatte 25 Euro.

Ich hab zugesagt, dass wir das Loch verschliessen und den Schrank aufhängen, unabhängig, wie der Schaden entstand, MIETERIN lehnte ab und wollte vom Rechtsanwalt das Loch anschaun lassen - schriftlich die Ablehnung bestätigt.

Angebot von mir war: 25 Euro (nicht angekündigte) Mietminderung und Abkauf des 2-Platten-Herdes (aber auch Mitnahme) in Höhe von 25 Euro.
Macht 50 Euro! und Schadensbehebung, geringer Aufwand, machen wir.

Nun also 292 Euro gefordert, davon 250 Euro für Verschliessen und Aufhängen des Schrankes (was von Mieterin nicht mehr durch mich/meinen Mann gewünscht wurde), bleiben 42 Euro - ich hab 50 Euro angeboten.

Wenn da PKH bewilligt wird, mobilisiere ich die Presse.

... und den Bund der Steuerzahler ... und was mir noch einfällt.

Chari, díe dem Vorgang mit Spannung entgegensieht

25.08.2007, 23:33 von Coba
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also der hund zählt nicht zur pkh oder ist es ein rassehund mit enormem wert ???
ansonsten schreib mich mal an per pn, hab da ein merkbltt als pdf bezüglich phk gespeichert zwecks schicken.

ansonsten bibt es etliches kurioses bei pkh; bei dem einen wird es gewährt und bei dem anderen nicht, obwohl identische "sachwerte" vorliegen; scheint alos menschliches / richerliches ermessen zu sein.

grüssle coba
25.08.2007, 23:04 von charivarin
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Meine Mieterin möchte nun klagen und ich habe vom Gericht die Möglichkeit zur Stellungnahme binnen 2 Wochen erhalten, wegen Antrag auf Prozesskostenhilfe.

In der Mieterselbstauskunft wurde ein Nettoeinkommen von 1.400 Euro angegeben. Habe versucht zu googlen, aber keine Tabelle gefunden. Als einleitenden Satz würde ich jetzt gern auf eine falsche "Urkunde" gehen, hat jemand einen Tipp oder eine Ahnung, ob es bei 1.400 Euro netto (1 Erw, 1 Kind, 1 Hund) PKH gibt?

Dazu noch: Das was ich ihr seinerzeit anbot, Sie aber ablehnte, fordert nun ihr Anwalt. Und das soll nun zu Lasten der Steuerzahler geschehen? Bin mir nicht mehr sicher, ob ich an meinem Verstand zweifeln muß....

Hilfreich wäre die Formulierung der falschen Aussage in der Mieterselbstauskunft und ab wann PKH/Einkommen ... etc.

Danke, Chari
24.07.2007, 10:13 von Augenroll
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hallo smilies,
Zitat:
genauso meine Vermietung.
ich vermiete nicht mehr, ich verkaufe oder das Haus bleibt leer.
Die Mieter dürfen sich ruhig wundern, wenn der Wohnraum wieder kanpper wird und die Mieten steigen.


Falls Sie verkaufen, passen Sie schön auf, dass nicht eigentumsbildende Mieter zuschlagen, sonst geht Ihre "Rechnung" nicht auf.

*kaputtlach*
18.07.2007, 23:23 von verzweifelter
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Hallo,

Zitat:
Je später der Handwerkertermin zustande kommt, desto länger läuft die Mietminderung.

Genau das ist die Rechnung mancher Mieter.

Zitat:
Hat der VM aber schon mal quergeschossen oder ist unverträglich, so ist der M eben nicht verpflichtet mit dem HW Termine auszumachen. M ist schon gar nicht verpflichtet seine Tel-Nr. dem HW zu geben bzw. der Weiterleitung durch VM zuzustimmen bzw. Briefe oder Zettelchen vom HW mit Termin"wünschen" anzunehmen.

(Ist wohl ein bisschen schwül-heiss gewesen heute?)
Der Mieter hat eine Schadensminderungspflicht, bzw. er muss Handwerker zur Behebung von Mängeln dulden!

Zitat:
Wie sieht es denn mit der Schadensminderungspflicht des Mieters aus ?

Die hat er in der Tat, allerdings kann man auch sehr zeitnah mit dem Vermieter Handwerkertermine abstimmen.

Beispiel: M schreibt VM am Mo Einschreibebrief, in dem steht: HW hat Mi 8:00-10:00 Zutritt zur Whg.

Das schafft der VM doch locker, das zu organisieren!!!

Angenommen, der Brief kommt tatsächlich schon am Di an, und der VM ist auch noch zufälligerweise zur Postaustragezeit zuhause erreichbar, dann ist das trotzdem viel zu knapp für einen Handwerkertermin am Mi. Und sollte der VM gerade zur Postaustragezeit nicht zu hause sein (vielleicht arbeitet er ja?), so hat er vielleicht einen Zettel im Kasten, dass er ein Einschreiben auf dem Postamt holen soll, aber nur vielleicht, dann manche Postboten probieren es zwei- oder dreimal, bevor sie einen entsprechenden Zettel hinterlassen, da wird dann also locker mal Donnerstag als Empfangstag. (Ich hätte mir nie gedacht, dass man solche Dinge noch erklären muss, es muss schon extrem heiss und schwül gewesen sein heute.)

Ich sehe zu der Sache mit dem Einlass von Handwerkern auf die schnelle drei mögliche Lösungen.
1: Der VM fragt den Mieter, ob er (der VM) den Handwerker in die Wohnung einlassen und seine Arbeiten am Ende anschauen darf. Stimmt der Mieter zu, und ist die Reparatur nicht gerade supereilig, so hat der VM die Möglichkeit, evtl. eine weitere Reparatur ähnlicher Art in einem Zug erledigen zu lassen (ich kenne das von den in bestimmten Abständen durchgeführten Instandsetzungs-Maler-Arbeiten an den Fenstern der Wetterseite, hier tun sich manchmal gerne 2 oder mehr Immo-Besitzer bzw. VM zusammen und sparen an der Anfahrt, auch für den Handwerker ist es einfacher, nur einmal anrücken zu müssen). Und für den Mieter ist es die bequemste Art, er muss sich um nichts kümmern (ausser die zu reparierende Stelle zugänglich zu machen).
2: Der VM beauftragt einen Handwerker mit der Reparatur und mit der Bitte, sich mit seinem Mieter in Verbindung zu setzen, gleichzeitig bittet er den Mieter, sich mit dem Handwerker in Verbindung zu setzen. Mieter und Handwerker können sich auf einen Termin einigen und es wird repariert.
3: Der Mieter lässt weder Lösung 1 noch Lösung 2 zu, er lässt niemanden in die gemietete Wohnung, weder Handwerker, noch VM (zum Einlass des Handwerkers). Hier heisst die Lösung: Gericht.

verzweifelter
18.07.2007, 20:14 von Smilies
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genauso meine Vermietung.
ich vermiete nicht mehr, ich verkaufe oder das Haus bleibt leer.
Die Mieter dürfen sich ruhig wundern, wenn der Wohnraum wieder kanpper wird und die Mieten steigen.

MfG Smilies
18.07.2007, 17:36 von Mortinghale
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und wenn man Miete sparen kann.

18.07.2007, 17:10 von Augenroll
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Zitat:
Klar, mein Mieter gibt mir seine Telefon-Nummer nicht - ich schreibe ihm ein Einschreiben (kostet ja nix) um einen Termin abzustimmen?!

Und was ist, wenn der Vermieter den Zugang des Telefonanrufes abstreitet???

Ich hatte aber eingangs gesagt, dass solches Vorgehen nur bei bereits zerütteten Mietverhältnissen und wenn es gar nicht anders geht, zum Zuge kommt.
18.07.2007, 17:07 von Cora
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Hallo

ich danke allen guten Mächten, dass nicht alle Menschen so sind wie augentroll, der anscheinend nur auf Konfrontation aus ist.

Klar, mein Mieter gibt mir seine Telefon-Nummer nicht - ich schreibe ihm ein Einschreiben (kostet ja nix) um einen Termin abzustimmen?!

Die Antworten, die ich in den letzten Tagen von augendings gelesen habe, können nur einem zutiefst verbitterten Hirn entspringen , oder so ähnlich
18.07.2007, 17:03 von Augenroll
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Zitat:
Wieso?

Das war ein Beispiel.
18.07.2007, 16:58 von cavalier
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Zitat:
Einschreibebrief

Wieso?
18.07.2007, 16:55 von Augenroll
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Zitat:
Wie sieht es denn mit der Schadensminderungspflicht des Mieters aus ?


Die hat er in der Tat, allerdings kann man auch sehr zeitnah mit dem Vermieter Handwerkertermine abstimmen.

Beispiel: M schreibt VM am Mo Einschreibebrief, in dem steht: HW hat Mi 8:00-10:00 Zutritt zur Whg.

Das schafft der VM doch locker, das zu organisieren!!!

Wenn Gefahr in Verzug ist, gelten eh andere Regeln.

18.07.2007, 16:31 von cavalier
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Hallo Mortinghale,

Nachtrag zu vorherigen Beitrag.

Zitat:
Entfällt, wenn der Handwerker nicht in Wohnung gelassen wird.

Ich meine natürlich die Mietminderung
18.07.2007, 16:30 von Mortinghale
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Hallo Cavalier,

war das jetzt ironisch gemeint oder habe ich es nur nicht verstanden ?

18.07.2007, 16:28 von cavalier
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Hallo Mortinghale,

Zitat:
Wie sieht es denn mit der Schadensminderungspflicht des Mieters aus ?

Entfällt, wenn der Handwerker nicht in Wohnung gelassen wird.
18.07.2007, 16:24 von Mortinghale
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Zitat:
Denn der HW ist nicht Vertragspartner des Mieters


Was hat denn das damit zu tun ?

Wie sieht es denn mit der Schadensminderungspflicht des Mieters aus ?

18.07.2007, 16:10 von Augenroll
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Zitat:
Ist es vielleicht zuviel verlangt, dass der Mieter den Termin selbst abmacht? Er muss ja nicht mal anrufen, denn das würde der Handwerker tun.

Ist das Mietverhältnis im Lot, keine Frage: HW macht mit M direkt Termine aus.

Hat der VM aber schon mal quergeschossen oder ist unverträglich, so ist der M eben nicht verpflichtet mit dem HW Termine auszumachen. M ist schon gar nicht verpflichtet seine Tel-Nr. dem HW zu geben bzw. der Weiterleitung durch VM zuzustimmen bzw. Briefe oder Zettelchen vom HW mit Termin"wünschen" anzunehmen.

Denn der HW ist nicht Vertragspartner des Mieters!!!
18.07.2007, 15:33 von dedl
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Moin cora,

das hast Du völlig richtig verstanden: Je später der Handwerkertermin zustande kommt, desto länger läuft die Mietminderung. D(t)rollig gedacht, gell?
18.07.2007, 15:03 von Cora
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Hallo

da muss ich, wie Morti, mal einhaken:
Zitat:
Mit Handwerkern braucht der Mieter nicht kommunizieren, alles wird mit dem Vertragspartner (hier Vermieter) ausgemacht, alles andere ist rechtlich irrelevant.



der Mieter muss also nicht mit den Handwerkern?
Wie verstehe ich das jetzt? Soll der Vermieter den Termin machen - Mieter sagt: nee, passt mir nicht, nehmen wir übermorgen - übermorgen passt dem Handwerker nicht etc. etc.

Ist es vielleicht zuviel verlangt, dass der Mieter den Termin selbst abmacht? Er muss ja nicht mal anrufen, denn das würde der Handwerker tun.

Oder habe ich das total missverstanden?

18.07.2007, 14:40 von Mortinghale
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Zitat:
Mit Handwerkern braucht der Mieter nicht kommunizieren


Immer schön kompliziert machen.

Mietminderung ist ja sooooo schön.

18.07.2007, 14:09 von Cora
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Hallo

da hänge ich mich mal mit einer Frage dran:

Zitat:
"§ 57a ZVG

Der Ersteher ist berechtigt, das Miet- oder Pachtverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Frist zu kündigen. Die Kündigung ist ausgeschlossen, wenn sie nicht für den ersten Termin erfolgt, für den sie zulässig ist."




wie sieht es aus wenn ein Mietobjekt gepachtet ist und der Verpächter verstirbt und im Pachtvertrag steht, dass der Pachtvertrag vom Tod des Verpächters nicht berührt wird?

Gruß
18.07.2007, 10:36 von Augenroll
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Zitat:
Das besagte Sonderkündigungsrecht gibt es schon. Es gilt aber nur für den ehemaligen Eigentümer des ersteigerten Objekts (falls dieser das Objekt selbst bewohnt). Für Mieter im betreffenden Objekt verhält sich alles wie einem regulären Verkauf.

So meinte ich das.

Zitat:
Es zeichnet sich halt immer wieder ab, dass es jede Menge Möglichkeiten gibt und deshalb bin ich so froh, dass es dieses Forum gibt, in denen Erfahrungen mitgeteilt werden und Tipps.

Na was meinten Sie denn, warum hier jede Menge Leute fleißig kiebitzen?

Zitat:
"§ 57a ZVG

Der Ersteher ist berechtigt, das Miet- oder Pachtverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Frist zu kündigen. Die Kündigung ist ausgeschlossen, wenn sie nicht für den ersten Termin erfolgt, für den sie zulässig ist."


Mietrecht geht vor ZVG!

Zitat:
Aber es kann ja nicht jeder Jura studiert haben.

Als ob Juristen immer alles wüssten, bzw. Ihnen immer alles sagen, was Sie wissen. Pah!!!

Zitat:
Hat der Handwerker sich telefonisch angemeldet ? Termine gemacht ? Mehrere ?

Mit Handwerkern braucht der Mieter nicht kommunizieren, alles wird mit dem Vertragspartner (hier Vermieter) ausgemacht, alles andere ist rechtlich irrelevant.

18.07.2007, 07:46 von prinzregent
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Zitat:
Er lässt Handwerker fast nicht rein


Mieter lässt Handwerker nicht rein ? WUNDERBAR. Zugangsverweigerung ! Unbedingt bestätigen lassen schriftlich vom Handwerker.

Hat der Handwerker sich telefonisch angemeldet ? Termine gemacht ? Mehrere ? Mieter hat alle verweigert ? Ei dann wird das nix mit der Mietminderung ...

Aber bitte Termin mit Mieter abmachen ! Nicht einfach vor der Türe eines Mieters stehen. Oder schriftlich per Brief mehrere Termine anbieten.
17.07.2007, 23:24 von avocado
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Das besagte Sonderkündigungsrecht gibt es schon. Es gilt aber nur für den ehemaligen Eigentümer des ersteigerten Objekts (falls dieser das Objekt selbst bewohnt). Für Mieter im betreffenden Objekt verhält sich alles wie einem regulären Verkauf.

17.07.2007, 22:32 von charivarin
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hallo verzweifelter,
diese information habe ich auch. War sogar mal bei einer Versteigerung (um mein Wissen aufzufrischen) dort gab es Aufforderung zur Abgabe von Geboten
1. mit eingetragenem Niessbrauch
2. mit Niessbrauchlöschung (Alterssitz, die Dame war knappe 70).
War genauso neu für mich!

Außerdem noch interessant: Bei Teilungsversteigerung ich hätte das Objekt nicht ersteigert, hätte ich binnen 14 Tagen die Behausung verlassen müssen. Allein aus dem Grund habe ich ersteigert ))

Es zeichnet sich halt immer wieder ab, dass es jede Menge Möglichkeiten gibt und deshalb bin ich so froh, dass es dieses Forum gibt, in denen Erfahrungen mitgeteilt werden und Tipps.
Denke Gesetzestexte lesen kann jeder, sie entsprechend auslegen .... halt nicht.

LG Chari

PS
und vielen Dank für die Ermutigung und Eure Erfahrungen bezüglich 'anfangender' Mietminderung, Gleichklang, sagt auch mein Bauchgefühl!!
17.07.2007, 21:29 von verzweifelter
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Hallo,

"§ 57a ZVG

Der Ersteher ist berechtigt, das Miet- oder Pachtverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Frist zu kündigen. Die Kündigung ist ausgeschlossen, wenn sie nicht für den ersten Termin erfolgt, für den sie zulässig ist."

Juristen sprechen hier auch vom Sonderkündigungsrecht.

Aber es kann ja nicht jeder Jura studiert haben.

verzweifelter
17.07.2007, 10:12 von Augenroll
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Zitat:
Jein. Denn beim Kauf oder der Ersteigerung einer Immobilie hat man meist ein Sonderkündigungsrecht.

Das ist doch totaler Quatsch, es gibt kein Sonderkündigungsrecht von Mietverträgen durch Erwerb (wie auch immer).

Es gibt (nur!) die Eigenbedarskündigung.
16.07.2007, 00:24 von verzweifelter
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Hallo,

Zitat:
Das zählt dann also zum Kaufrisiko.

Jein. Denn beim Kauf oder der Ersteigerung einer Immobilie hat man meist ein Sonderkündigungsrecht. Erbt man eine Immo oder fällt ein Niesbrauch weg, so hat man kein Sonderkündigungsrecht.

verzweifelter
15.07.2007, 22:51 von Mortinghale
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Das zählt dann also zum Kaufrisiko.
Ich habe die meisten meiner Mieter selbst ausgesucht (bei denen es sich keineswegs um einfache Leutchen handelt).

15.07.2007, 22:23 von verzweifelter
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Hallo,

Zitat:
Hast Du den in der Weihnachtslotterie gewonnen oder beim Vermieten selbst ausgesucht ?

Den habe ich bekommen, gratis, zur Immo dazu. Leider. Obwohl ich ihn nicht wollte. Also quasi in der Weihnachtslotterie gewonnen.

verzweifelter
14.07.2007, 23:23 von Mortinghale
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Zitat:
Meiner ist total hartnäckig und abgebrüht. Leider.



Hast Du den in der Weihnachtslotterie gewonnen oder beim Vermieten selbst ausgesucht ?

14.07.2007, 23:07 von verzweifelter
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Hallo,

Zitat:
Und wie machst Du das?

Wenn es einen Mangel geben sollte, wird er behoben.

Liegt kein Mangel vor, gibt es Stress.

Bisher war allerdings nie mehr nötig als ein klärendes Gespräch mit kleinem Ausblick in eine mögliche Zukunft.


Zitat:
in eine mögliche Zukunft

Ja genau das ist es!
Man kann so weiter machen oder aber auch so, dass verstehen die Mieter idR. Mache ic auch so und manchmal komme ich auch schon mal nach 21:00 Uhr zum pers. Gespräch.


Eure Mieter scheinen ja recht einfache Leutchen zu sein. Meiner ist total hartnäckig und abgebrüht. Leider.
Mängel beheben geht nicht: Er lässt Handwerker fast nicht rein (klar, sonst müsste er ja wieder die volle Miete zahlen).
Und Gespräche kann man knicken. Da müsste ich schon einen Baseballschläger als weiteren Gesprächspartner mitbringen (aber das will ich nicht, denn sonst könnte er ja hinterher nicht mehr seine Sachen in eine neue Behausung tragen).

So bleibt mir nichts anderes übrig, als den langen und teuren Weg über die mieterfreundliche Justiz.
Doch ich versuche ihn ein bisschen zu kürzen, vielleicht interessieren sich ja diverse Ämter für ihn.

verzweifelter
14.07.2007, 12:54 von dunkelROOT
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Zitat:
in eine mögliche Zukunft


Ja genau das ist es!
Man kann so weiter machen oder aber auch so, dass verstehen die Mieter idR. Mache ic auch so und manchmal komme ich auch schon mal nach 21:00 Uhr zum pers. Gespräch.

dROOT
14.07.2007, 12:30 von Mortinghale
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Zitat:
Und wie machst Du das?


Wenn es einen Mangel geben sollte, wird er behoben.

Liegt kein Mangel vor, gibt es Stress.

Bisher war allerdings nie mehr nötig als ein klärendes Gespräch mit kleinem Ausblick in eine mögliche Zukunft.

14.07.2007, 12:05 von verzweifelter
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Hallo,

@Mortinghale
Zitat:
Ich habe in meinem ganzen Leben noch niemals irgendeine Art von Mietminderung akzeptiert.

Und wie machst Du das? I.a.R. überweisen solche Mieter einfach weniger Miete und Du darfst erst mal streiten gehen ...

Zitat:
Da erfahrungsgemäß die eine Mietminderei die nächste nach sich
zieht, bis dann die Miete auf-gemindert ist.

Zitat:
Es dauert nicht lange und die Mieter halten die geminderte für die "richtige" Miete. Selbst wenn man den vorgetragenen Mangel behebt, wird dann eben ein anderer "Mangel" zum Ausgleich nachgeschoben.

Genau so.

verzweifelter
14.07.2007, 12:01 von Juliana
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Hallo

Zitat:
@ Irm

Wenn die Mietminderei mal angefangen hat, ist es auf Dauer

so ist es ! ! !

@Mortinghale

Selbst wenn man den vorgetragenen Mangel behebt, wird dann eben ein anderer "Mangel" zum Ausgleich nachgeschoben.

AAAAAACHTUNG.

Ärger ohne Ende.

auch meine Erfahrung !




seit ihr euch wirklich sicher, dass ihr das so allgemein abstempelt?
Ich meine, dass es noch genügend gute Mieter gibt, bei denen die Mieminderung der letzte Schritt ist, weil der Vermieter nicht reagiert.
Meint ihr nicht auch, dass es auch viele krumme Vermieter in Deutschland gibt.
Man soll unterscheiden können und nicht alles auf die gleiche Stufe stellen.

Ist nur meine Meinung.

Juliana
14.07.2007, 11:19 von prinzregent
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@ Irm

Zitat:
Wenn die Mietminderei mal angefangen hat, ist es auf Dauer


so ist es ! ! !

@Mortinghale

Zitat:
Selbst wenn man den vorgetragenen Mangel behebt, wird dann eben ein anderer "Mangel" zum Ausgleich nachgeschoben.


Zitat:
AAAAAACHTUNG.


Ärger ohne Ende.

auch meine Erfahrung !

14.07.2007, 09:35 von Mortinghale
Profil ansehen
Zitat:
Wenn die Mietminderei mal angefangen hat, ist es auf Dauer


So ist es. Es dauert nicht lange und die Mieter halten die geminderte für die "richtige" Miete. Selbst wenn man den vorgetragenen Mangel behebt, wird dann eben ein anderer "Mangel" zum Ausgleich nachgeschoben.

Ich habe in meinem ganzen Leben noch niemals irgendeine Art von Mietminderung akzeptiert.

14.07.2007, 09:17 von dunkelROOT
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Zitat:
.. aus diesem Grund hab ich mein Mietshaus verkauft. Es ist doch immer das selbe !


Klar da hast Du Recht!
Aber verkaufen wg Mietern -niemals!
Ich gehöre eher zu der Art VM, welche sich gerne durchsetzen dabei bin ich auch nicht so zimperlich! Un wenn ein Mietverhältnis wie hier beschrieben schon beim bzw kurz nach Einzug so anfängt, na dann viel Spaß in Zukunft. Kurz und knapp, die Frau muss raus.

dR
14.07.2007, 08:49 von Irm
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Hallo Prinzregent
Da bin ich nicht mit Dir einer Meinung.
Wenn die Mietminderei mal angefangen hat, ist es auf Dauer
Nerven schonender von Anfang an klare Fronten zu schaffen und nichts einreissen zu lassen.
Da erfahrungsgemäß die eine Mietminderei die nächste nach sich
zieht, bis dann die Miete auf-gemindert ist.
Irm

14.07.2007, 07:31 von prinzregent
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... aus diesem Grund hab ich mein Mietshaus verkauft. Es ist doch immer das selbe !

Es ist übrigens billiger und Nervenschonender den Elektriker zu bezahlen. Bei dem ganzen Streit kommt nix bei raus, ausser, Anwalt und Gericht und Gesundheit sind mit Sicherheit teurer.

Recht haben und Recht kriegen sind zwei ganz verschiedene Abteilungen ...
13.07.2007, 23:27 von charivarin
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Hallo Sommer,

danke dir für die schnelle Antwort. Und dein Hinweis mit schriftlich - den schreib ich mir hinter die Ohren!! Bin bisher immer noch der Meinung gewesen, dass es möglich ist, normal/menschlich/verständlich zu handeln. Werde mir zukünftig immer einen hiesigen user ins Gedächtnis rufen und mir sagen: AAAAAACHTUNG.

Vermutlich wird die Mieterin unseren Elektriker und uns gar nicht mehr in die Wohnung lassen, auch wenn Elektriker versucht, Termin zu machen.

Warum ich ihr zugesagt habe - das wären50 Euro gewesen, dafür möchte ich nicht mal den 3-Seiten-Brief an den RA verfassen. Konstruktive Unterhaltung vorausgesetzt. Mein Bauch sagt mir, dass sie nur abzocken möchte, deshalb gehts auch - egal was es kostet - voran, kann günstiger sein als die weiteren Folgen.

Auf in den Rechtsstreit ...
LG Chari
13.07.2007, 21:48 von Sommer
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Schick einen Gutachter hin - auf Deine Kosten. Einen Elektrofachmeister, jemand mit Ahnung. Der soll das bewerten und auf dieser Bewertung wirst Du Dein Vorgehen abstimmen. Wenn der sagt, es ist wirklich durch den Handwerker der Frau entstanden, dann weisst Du es sicher - aber ohne das geht einfach gar nix. Und bitte KEINE Zusagen zu einem Sachverhalt machen, denn Du nicht zuvor genau analysiert hast. Warum sagst Du der auf die Drohung Mietminderung derart viel zu? Laß das doch erstmal prüfen und entscheide dann...und bitte NIEMALS telefonisch oder mündlich. Immer schön schriftlich - das gilt auch für Mängelmeldungen!

S.
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