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09.12.2006, 08:41 von Smiley78zProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietminderung - berechtigt ja/nein?
Hahllo,

noch ein Problem, mit dem ich mich nunmehr schon eine gewisse Weile rumschlage.

Anfang Dezember 2005 meldeten mir meine Mieter Schimmelbefall und Wassereintropfung durch das Dachschrägenfenster in deren Küche mit Fotos. Aus Gründen, die ich nicht mehr kenne, reagierte ich nicht. Es erfolgten Erinnerungen seitens der Mieter alle zwei Monate, bishin zur letzten Erinnerung im September mit Ankündigung einer rückwirkenden Mietminderung um 20% ab Januar 2006 und Fristsetzung zur Behebung bis 30.09.06.

Wie gesagt, ich weiß nicht mehr, warum mir das durch die Lappen ging. Es sind sonst prima Mieter und es gibt keinen Anlass zur Klage.

Fakt ist, ich schnappte mir am 29.09.06 einen Dachdeckermeister und begab mich auf gut Glück in die Wohnung und traf tatsächlich Mieter an. Wir beschauten uns den Fleck (der Mieter hatte zwischenzeitlich die verschimmelte Tapete entfernt und mit Aceton bepinselt, um den Schimmel loszuwerden). DEr Dachdecker meinte, es könnten zwei Ursachen sein, zum einen eine getackerte und nicht verklebte Folie des Dachfensters oder Wasserdampf, der sich niederschlägt. Es wurde ein Termin gemacht, 16.10.06, an dem der Trockenbau geöffnet werden sollte.

Der Termin konnte vom Mieter nicht zur vereinbarten Uhrzeit wahrgenommen werden, sondern erst 6 Stunden später.

Zwischenzeitlich trat ein Wassereinbruch im Bad durch die Decke auf, den mir der Mieter ebenfalls mitteilte und um sofortige Abhilfe bat und zusätzlich die Mietminderunga nkündigte, rückwirkend ab Januar 2006. Er erstellte eine Aufrechnung der bis dato "zuviel" gezahlten Miete und verrechnete mit der fälligen Miete sowie noch der ausstehenden BKA-Nachzahlung. Im Oktober bekam ich also kein Geld, im November 109,- € von 525 und jetzt im Dezember 420,- statt 525,-.

Der Trockenbau in der Küche ist leider immer noch geöffnet, es liegt wohl doch am Wasserdampf, wobei man dem Mieter hier keinen Vorwurf machen kann, denn bautechnisch kann er weder Hrd noch Spüle oder Spülmaschine anders stellen. Er ist selbst in der Hausverwaltung tätig und kennt und beachtet auch das richtige Lüftungsverhalten.

Nunmehr hat der Mieter fristgemäß zum 28.02.07 gekpndigt. Ich habe darauf erstmals nicht reagiert, sondern den Rückstand von 1125,- € angemahnt mit fristsetzung, der Mietminderung widersprochen und die Kündigung zum 31.12.06 ausgesprochen, wenn der Rückstand nicht ausgeglichen wird.

Ich rechne nunmehr mit einem Widerspruch des Mieters, zumal der Mangel im Bad nicht behoben ist, der Trockenbau in der Küche immer noch offen ist und ich auch der durchgeführten Mietminderung im Oktober sowie der Verrechnungssaufstellung nicht widersprochen habe bzw. im Oktober gemahnt habe?

Was soll ich nun tun? Hat der Mieter recht oder eher nicht? Er bietet freiwillig die rechtrliche Überprüfung der Mietminderung an, aber ich zögere, ob ich wirklich klagen soll...

Bitte entschuldigt, dass meine Anfragen immer so ellenlang sind..

und nun schlagt mich für mein Nichtreagieren
Alle 10 Antworten
10.12.2006, 16:41 von Clausy
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Hallo Smaily!

Na aus meiner Sicht hast Du dir da aber ein Eigentor geschossen.
Wir als Vermieter würden froh sein, wenn jeder Mieter solche Schäden sofort meldet und Du gehst hin und verschlapst so etwas.
Aus meiner Sicht wirst Du vor Gericht ganz schlechte Karten haben, da die Justiz eh schon in 80% aller Fälle zu Gunsten der Mieter entscheidet, es sei denn, wenn der Sachverhalt klar auf der Hand liegt.
Dein Vorgehen ist der mehrzahl der Vermieter. meiner Auffassung, völlig unverständlich, was meinst Du wenn das so vor Gericht geht?

Gruß Clausy
09.12.2006, 23:45 von pbsenn
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Zitat:
So, nachdem sich nun bösartig ausgelassen wurde, möchte ich für die Ratschläge danken und aufklären, dass ich der Gute Mieter selbst bin - war nur der Annahme, dass man hier als Vermieter besser angenommen wird......

Echt der Hammer... und das von einem Namensvetter.

Wenigstens scheinst du autodidaktisch mehr drauf zu haben als empathisch.

Gruß

Torsten
09.12.2006, 18:27 von Smiley78z
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Hallo Wolf,

Entschldigung nochmals. Mein ersteer Beitrag ist aber auch so gemeint, wie er da stand.

Arbeite selbst für eine Hausverwaltung, scheine aber dort leider der einzige zu sein, der auch nur ansatzweise einen Plan hat, wenn auch nur autodidaktisch beigebracht - von daher war mein erster Eintrag kein Versteck.

Trotzdem nochmals Entschuldigung, kommt nicht wieder vor!

Grüße ans Forum,
Torsten
09.12.2006, 18:02 von Wolf
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Schade!

Wenn du dich im Forum hier bereits eingelesen hättest, dann wäre dir sicherlich aufgefallen, dass auch unsere "Gegenseite" durchaus fair behandelt wird. Und dass wir auch untereinander nicht nur freundliche Worte austauschen hast du ja bereist mitbekommen.

Also lass künftig die Spielchen und verhalte dich bitte so ernsthaft wie du es auch von diesem Forum dir gegenüber erwartest.

Bereits bei deinem Ersten Beitrag über Schönheitsreparaturen hättest du dich durchaus outen können.

09.12.2006, 17:37 von Smiley78z
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So, nachdem sich nun bösartig ausgelassen wurde, möchte ich für die Ratschläge danken und aufklären, dass ich der Gute Mieter selbst bin - war nur der Annahme, dass man hier als Vermieter besser angenommen wird......

Die Aussage ich sei ein Guter Mieter stammt aber nun tatsächlich von meiner Hausverwaltung....

Sorry
09.12.2006, 17:07 von Wolf
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Hallo Smiley,

mit diesem Verhalten bringst du doch alle Vermieter in Verruf!

Du weißt schon lange von dem Mangel, für den dein Mieter nix aber auch überhaupt gar nix kann!
Der gutmütige Mieter droht dir "nur" die Mietminderung an und wartet noch lange ab obwohl du keinen Finger rührst.
Jetzt, nach unendlich langem zögern macht der Mieter zu recht seine Androhung nachträglich wahr. Inzwischen hat er ja erkannt, daß du ihm nicht wirklich helfen willst oder kannst!
Und nun kommst du noch daher und kündigst Ihm? Obwohl er aus Verzweiflung vor deiner Unfähigkeit bereits freiwillig das Feld räumen will. Und bereist fristgerecht zum Ende Februar gekündigt hat. Du kündigst Ihm gleich nach seiner Kündigung fristlos zum Ende diesen Jahres? Und das war ein guter Mieter?

Echt der Hammer!

Da verstehe ich die Welt nicht mehr.

Du solltest dir ernsthaft Gedanken darüber machen, deine Hausverwaltung von einem Profi erledigen zu lassen. Oder das Ganze zu verkaufen.

Rechtlich sehe ich hier keinerlei Möglichkeiten für dich.

Ich wünsche deinem Mieter zu seinem gesunden Menschenverstand auch noch einen fähigen RA.

09.12.2006, 16:34 von pbsenn
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So sehe ich das auch. Die schriftliche Ankündigung ist defintiv ausreichend. Und bei dieser Sachlage folgende These zu vertreten:

Zitat:
ich weiß, ich fühlte mich mit der Kndigung auch nicht wohl, aber irgendwie musste ich auch versuchen meine Position durchzudrücken

ist Kinderei, kleinlich und entbehrt bei dieser Sachlage sämtlicher Grundlage. Zumal

Zitat:
Es sind sonst prima Mieter und es gibt keinen Anlass zur Klage.

Was Recht ist, soll auch Recht bleiben.

Gruß

Torsten

09.12.2006, 15:12 von Cora
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Also wenn er schriftlich ankündigt nur noch "unter Vorbehalt" zu zahlen, sollte das wohl reichen und muss nicht noch unbedingt auf der Überweisung stehen, oder?
Das ist Erbsenzählerei...
09.12.2006, 09:39 von Smiley78z
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Er hat ja im Dezember 2005 angekündigt, dass alle folgenden Zahlungen nur noch unter Vorbehalt erfolgen. Den Zusatz "unter Vorbehalt" hat er aber bei der Überweisung vergessen!

ich weiß, ich fühlte mich mit der Kndigung auch nicht wohl, aber irgendwie musste ich auch versuchen meine Position durchzudrücken
09.12.2006, 08:56 von pbsenn
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Hallo Smiley78z,

rein rechtlich ist es so, dass der Mieter die Miete für die Vormonate unter Vorbehalt hätte zahlen müssen um rückwirkend eine Mietminderung geltend machen zu können.

Wenn ich mir deine Story jedoch so durchlese, hätte ich persönlich Skrupel, dem Mieter, sofern er den Vorbehalt nicht angekündigt hat, für die Vormonate keinen Ausgleich zu geben.

Die Kündigung deinerseits halte ich, so wie ich die Angelegenheit interpretiere, für eine absolute Frechheit. Wenn du selber sagst, dass der Mieter seinerseits keine Möglichkeit hatte, den Schimmel zu vermeiden und es sich um einen bauseits bedingten Mangel handelt...

Vielleicht solltest du versuchen, dich mit dem Mieter zu gütlich zu einigen, welches nach deiner Kündigung mitunter schwierig werden könnte.

Ich denke von einer rechtlichen Auseinandersetzung kann man dir an dieser Stelle lediglich abraten. Durch das schuldhafte zögern hast du dich in eine denkbar schlechte Position manövriert.
Gruß

Torsten
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