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08.04.2007, 09:49 von PhamProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietminderung bei Umbau
Hallo,

ich habe noch ein neues Thema, was mir auf den Herzen liegt:

ich baue gerade im besagten MFH um. Eine Wohnung ist bewohnt/vermietet. Durch den Umbau (seit März-vor. Juli) entsteht viel Lärm und Schmutz, unter anderem auch im Treppenhaus. Diese versuche ich immer möglichst sauberzuhalten, doch Staub findet immer seinen Weg.
Bevor nun mein Mieter auf die Idee kommt mit Mietminderung, wollte ich mich vorab bei Euch erkundigen und "Munition" sammeln.
Baulärm ist hauptsächlich Mo-Sa von 8-12 und 13-17 Uhr. Muss ich da was befürchten?

Liebe Grüsse

Pham
Alle 18 Antworten
11.04.2007, 22:52 von Pham
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Hallo Jobo,

ich habe dem Mieter schon vor den Sanierungsmaßnahmen mein Vorhaben angekündigt.
Der Stein kam erst ins Rollen, als er mich des öfteren im Dachboden arbeiten sah (Sat/Tel/Netzwerk-Kabel für die untere Wohnungen) und nachfragte ob ich den Dachboden auch ausbauen würde. Rest kennt Ihr ja schon.
Im Anschluss kam ich ins Denken und schlußfolgerte, dass der Mieter mir evtl. noch was nachschieben möchte, daher meine Anfragen hier.

Liebe Grüsse

Pham
10.04.2007, 18:17 von Jobo
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Hallo Pham,
mit dem vorab habe ich jetzt ein Problem,
Wenn ich es richtig verstehe, baust du ja schon seit März um und fragst erst Mitte April nach ?
Ich finde dein Mieter sollte vor den Umbaumaßnahmen von dir etwas über Umfang und geplanter Dauer erfahren.
Wird einfach mal mit dem Lärm und Dreck angefangen herrscht eine Zeit die dafür sorgt, dass die Toleranzgrenze der Mitbewohner sehr eng gezogen wird. Zumal wenn nicht abzusehen ist, wie lange mit der Beeinträchtigung zu rechnen ist.
Du treibst die Mieter dann auch förmlich in die Arme von "Fachleuten" und dann wird sehr viel mehr gefordert als dir lieb ist.
Jobo
10.04.2007, 17:05 von Augenroll
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Hallo Pham,

Ist schon ok, hatte ich etwas missverstanden. Sie haben ja nun trotzdem fundierte Anwtorten bekommen.

Grüße AR
10.04.2007, 15:30 von Pham
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Hallo

Zitat:
wollte ich mich vorab bei Euch erkundigen und "Munition" sammeln

... damit meinte ich, dass ich mich als Vermieter vorab über meine Rechte und Pflichten informieren wollte. Ich mag es nicht, wenn jmd. vor mir tritt, argumentiert und ich darauf keine Antwort weiss (damit war Munition) gemeint.
Dieser "Sinn" hatte ich von Anfang an, ein "Wandel" ist nicht eingetreten

LG

Pham
10.04.2007, 13:48 von Augenroll
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Zitat:
ich will niemanden seine Rechte absprechen, jedoch will ich auch um meine Rechte/Pflichten Bescheid wissen, daher meine Anfrage hier. Ich kann mich durchaus in die Lage des Mieters (und dessen Umstände) versetzen und möchte auch sobald wie möglich meine Arbeiten erledigen.


Und wie hörte sich das an?
Zitat:
Bevor nun mein Mieter auf die Idee kommt mit Mietminderung, wollte ich mich vorab bei Euch erkundigen und "Munition" sammeln.

Ich würde gern hoffen, dieser Sinneswandel ist ernst gemeint.
10.04.2007, 13:09 von Jobo
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Hallo Pham,
ich würde meinem Mieter vor der Umbauaktion ein Angebot zur Minderung in der Umbauzeit machen.
Dass eine Minderung eintritt ist wohl unbestitten, wenn du auch noch selber umbaust wird sich das ganze auch noch länger hinzieht, um so nerviger kann das sein. Wichtig ist auch, dass der Mieter über den Stand der Dinge informiert wird. Zudem solltes du die Mittagsruhe einhalten wenn du als Privatmann umbaust.
Jobo
10.04.2007, 11:14 von Pham
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Hallo,

ich will niemanden seine Rechte absprechen, jedoch will ich auch um meine Rechte/Pflichten Bescheid wissen, daher meine Anfrage hier. Ich kann mich durchaus in die Lage des Mieters (und dessen Umstände) versetzen und möchte auch sobald wie möglich meine Arbeiten erledigen. Ich danke Euch bis hierher für Eure Beiträge!

Liebe Grüsse

Pham
10.04.2007, 08:57 von Augenroll
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Hallo Pham,

finden Sie es eigentlich korrekt und fair, Ihrem Mieter schon von vornherein seine Rechte (z.B. auf Mietminderung) abzusprechen?

Also ich finde das ziemlich inpham. Aber ich bin ja auch nur Mieter und meine Meinung ist daher sicher auch von vornherein unmaßgeblich.

Grüße AR
09.04.2007, 21:05 von Mortinghale
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@Sommer

Das sehe ich vollkommen anders; grundsätzlich magst Du recht haben (erst mal kommen lassen), aber in so einem Fall besteht die Gefahr, daß wenn der Mieter sich erst mal erkundigt, ihm dubiose Quellen irgendwelche Phantasiebeträge vorgaukeln, die er problemlos mindern könnte.
Als nächsten Schritt gibt der Mieter diese Beträge in Gedanken bereits aus und wenn die Angelegenheit lange genug dauert (so ab 2 Monate) hält er die gekürzte Miete bereits für die richtige Miete. Ihn auf die alte Miete zurückzuführen, wird dann schon schwierig genug werden (dem Mieter fallen permanent neue Minderungsgründe ein); von einer eigentlich notwendigen Mieterhöhung garnicht mehr zu reden.

Deshalb sollte alles, was im Vorfeld geklärt werden kann, auch im Vorfeld geklärt werden.

09.04.2007, 20:44 von Sommer
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Nu warte doch erst einmal ab bevor Du jetzt schon hier sammelst - der Mieter wird - sofern er mindern will - das schriftlich bekanntgeben; falls er das nicht tut, dann fordere ihn sofort auf, darzulegen, weshalb er nihct mehr die volle Miete bezahlt. Soll der doch sich die Mühe machen und recherchieren und Dir dann darlegen was er für gerechtfertigt hält. Vielleicht ist es viel weniger als Du denkst und dann kannst Du Dich grosszügig zeigen und zustimmen.
Oder er mindert nicht weil er sich nicht mit Dir streiten will. Oder weil er auch Vorteile durch den Umbau hat (neues Treppenhaus oder ähnlich).

Also cool bleiben und abwarten - wenn DU was von Deinem Mieter hast, schreib wieder hier rein!

S.
08.04.2007, 22:35 von Mortinghale
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Deshalb habe ich ja in dem anderen Beitrag (Dachboden) vorgeschlagen, mit dem Mieter eine entsprechende Vereinbarung zu treffen und als Gegenleistung einen Verzicht auf Mieterhöhung für einen gewissen Zeitraum zu garantieren.
08.04.2007, 20:20 von Mieterliebe
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es ist zu befürchten:

Mietzahlung minus Zwanzig Prozent.

Wenn Du Glück hast, dann mindert der Mieter nur die Kalt- / Grundmiete um 20 %. Zustehen würde eine Minderung auf die gesamte Mietzahlung, also auch die Neben-/Betriebskosten.

Du kannst ankündigen so viel und oft Du willst - ferner kannst Du eine Putzfrau hinter Dir herlaufen lassen, wenn Du einen Bauschutteimer hinunter trägst .... alles egal - der Mieter ist sogar berechtigt die Miete zu mindern, wenn im Nachbarhaus umgebaut wird, oder die Stadt eine Maßnahme im Straßenbau in Angriff nimmt.

Vermieter zu sein ist schön?


Liebe Grüße
08.04.2007, 10:59 von Melanie
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Naja,
dann wird es auch nicht soooo schlimm sein...
Wir haben auch alles selbst gemacht.
Jahrelang - natürlich nicht am Stück!
Bei besonders lauten langanhaltenden Arbeiten (Bohrhammer ect.) haben wir versucht eine Zeit zu finden in der die Mieter nicht zu Hause waren...
Teilweise haben wir sogar gefragt wann sie außer Haus sind, und es kam sogar vor das sie nach Ankündigung besonders lauter Arbeiten extra ihre Termine/Besuche auf diese Zeit legten
Mietminderung kam nicht!
LG Melanie
08.04.2007, 10:57 von frischebrise
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Hallo @ Pham,

auch VM. müssen sich gelegentlich einmal kritisch hinterfragen, was einem Mieter zuzumuten ist und was nicht.

Selbst wenn die Maßnahme nun ordentlich angekündigt wurde und in Absprache - mit einem einzigen Mieter - doch auch einfach zu bewerkstelligen ist, muss VM. aber auch einsehen, dass es für M. auch eine Belastung ist.

Er zahlt Miete und hier darf auch ein Entgegenkommen vom VM. durchaus erwartet werden, besonders dann, wenn er nicht mindert und stillhält.
08.04.2007, 10:19 von Pham
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Hallo nochmal Melanie,

so ist es mit dem Mieter. Der Dachboden kam deshalb ins Spiel, da ich in dieser Bauphase den Dachboden auch mit umbauen wollte. Ist aber jetzt zurückgestellt und versuche den Ärger kleinzuhalten.

Grüsse
Pham
08.04.2007, 10:17 von Pham
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Hallo Melanie,

die Bauzeit ist daher so lang, weil ich alles selber mache. Die Zeit, die ich angegeben habe ist die ungefähre Spanne, die ich dazu brauche. Aber zur Entschärfung: ist wird nicht permanent von morgens bis abend gebohrt, ich habe es so beim Mieter angeküdigt, dass in/während dieser Zeit zu Lärm-und Schmutzbelästigung kommen kann. Am Abend wird das Treppenhaus wieder gefegt, wenn nötig gewischt. Das Problem ist halt der stundenweise Lärm (über mehrere Monate) und der Dreck, was der Mieter zwangsläufig mit in seine Wohnung trägt, wenn er durch das Treppenhaus gegangen ist.

LG

Pham
08.04.2007, 10:15 von Melanie
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Achso,
was mir noch einfällt.....Du schreibst es ist nur eine Wohnung in Deinem MFH bewohnt!
Also ist es wohl der Mieter mit dem Dachboden?!
Dann würde ich nämlich erst mal schön die Füße still halten mit Mieterhöhung und Dachbodenbenutzung untersagen.....
Sonst provozierst Du es ja geradezu das der Mieter eine Mietminderung vornimmt!
Meine Meinung!
08.04.2007, 10:06 von Melanie
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Sei mir net böse, aber 5 Monate lang 6 Tage die Woche Dreck und Lärm.....und das 8 Stunden täglich.....das mindert nunmal die Wohnqualität!
Was willst Du da für Munition sammeln?
Versteh ich nicht!
Wenn Du im Urlaub bist und plötzlich ohne das es vorher beschrieben war neben Dir ein riesiger neuer Hotelkomplex gebaut wird, würdest Du dann nicht den Reisepreis mindern wollen?
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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