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02.07.2007, 14:34 von CoraProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietminderung angekündigt
Hallo

meine Lieblingsmieterin, die wegen Fogging mittlerweile 50% der Miete mindert, hat ein neues Problem:

Fenster im Badezimmer lässt sich nicht mehr schließen

(ist in 2002 neu eingebaut - wie kann so was kaputt gehen?)

Badewannenarmatur funktioniert immer noch nicht

(Mieterin im Okt. 2005 eingezogen, kam anfangs nicht mit der Technik klar, dann ging es. Bisher noch keine Beschwerde deswegen)

angeblich zugesichert von mir, dass neue Fenster in SZ und WZ eingebaut werden sollten. Bisher noch nicht geschehen, da die Fenster (Holz) angeblich faulen ??? müssten diese strichen werden.

(Von mir wurde damals lediglich erwähnt, dass in den kommenden Jahren die restlichen Fenster noch erneuert werden)

Weitere Minderung von 10% angekündigt.
Schreiben vom 29.06. - Termin bis 7.7. ansonsten Minderung.

Was würdet ihr machen?

Gruß
Alle 34 Antworten
03.07.2007, 14:46 von Cora
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Ich doch auch nicht, Morti, ich doch auch nicht.

Deswegen werde ich, wenn wir vor Gericht gehen, meinem RA den Auftrag geben, das Urteil mitzunehmen und dem Richter unter die Nase zu halten.

Gruß
03.07.2007, 14:39 von Mortinghale
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Wenn ein Mieter selbst seine z.B. Möbel zerstört, kann er keinen Schadensersatz verlangen.

Wenn ein Mieter selbst einen Schaden an der Wohnung des Vermieters herbeiführt, kann er keine Mietminderung vornehmen.

Tut mir leid, ich sehe da immer noch keinen Unterschied.

03.07.2007, 14:34 von Cora
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Hallo Morti

Zitat:
Wo ist denn da der Unterschied ?



also: Schadenersatz wäre, wenn durch Fogging Möbel etc. beschädigt wären oder Kleidung oder die neue Frisur der Mieterin.

Schadenersatz ist nicht gleichzustellen mit Mietminderung, sind lt. RA 2 Paar Schuhe.

So sind sie unsere § und Gesetze, schwer durchschaubar und von jedem subjektiv auszulegen.
03.07.2007, 14:31 von Mortinghale
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Mietminderung ist genauso gut ein Schadensersatz (der eben direkt mit Mietzahlungen verrechnet wird).

03.07.2007, 14:22 von Dernie
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Schadensersatz ist eine Anspruchsgrundlage.
Bei Mietminderung bin ich mir da nicht so ganz sicher.

Auf jeden Fall sind es unterschiedliche Paragraphen in BGB und damit hat der RA wohl Recht!

Gruß,
Dernie
03.07.2007, 14:12 von Mortinghale
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Zitat:
Schadensersatz vom Vermieter verlangt, meine Mieterin will keinen Schaden ersetzt haben, sondern mindert die Miete.



Wo ist denn da der Unterschied ?

Was ist das denn für ein RA ?

03.07.2007, 14:05 von Cora
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Hallo Morti, Rita

das Urteil kenne ich natürlich - habe mich ja fast tot gegoogelt vor lauter Wut.
Nur - mein RA sagt - das Urteil trifft auf meinen Fall nicht zu, da der Mieter in der Urteilssache Schadensersatz vom Vermieter verlangt, meine Mieterin will keinen Schaden ersetzt haben, sondern mindert die Miete.

Verstehen kann ich diese Wortspielereien auch nicht, aber seinem RA sollte man schon glauben...
03.07.2007, 10:08 von Rita
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Da dieses Urteil sehr wichtig für uns Vermieter ist, möchte ich auch nochmal ausdrücklich beipflichten.
Eine Kurzfassung des BGH-Urteil's gibt's z.B. hier
Amtlicher Leitsatz: Die Voraussetzungen für den von einem Mieter wegen des sogenannten Fogging gegen den Vermieter geltend gemachten Schadensersatzanspruch aus § 536 a Abs. 1 Alt. 2 BGB einschließlich des Verschuldens des Vermieters sind vom Mieter darzulegen und zu beweisen. Insoweit gilt nur dann etwas anderes, wenn feststeht, dass die Schadensursache im Herrschafts- und Einflussbereich des Vermieters gesetzt worden ist; in diesem Fall muss sich der Vermieter hinsichtlich des Verschuldens entlasten.

Schön, dass auch Gerichte dazulernen und dass die Beweislastumkehr nun hier nicht mehr gilt. Ggfs. muss der Vermieter "nur" noch darlegen/beweisen, dass er nichts in die Mietsache eingebracht hat bzw. nichts an der Mietsache verändert hat, was zu Fogging führen könnte.

"Mein" Fogging-Fall war übrigens 2003 - in der ersten Heizperiode nach dem Einzug der neuen Mieterin - Whng durch Mieter kpl. neu tapeziert, gestrichen, möbliert.
Auch nach Meinung des damals schon gut informierten Sachverständigen war die Sache eigentlich klar - trotzdem hätte nach den bis damals hierzu ergangenen Urteilen zunächst ich mich durch teure Gutachten entlasten müssen (was den Streitwert dann locker mal verdoppelt/verdreifacht hätte), denn mit halbe-halbe wollte sich die Mieterin nicht zufrieden geben ... (schließlich hätte sie lt. Mieterbund Recht!)
Zum Glück hatte der Sachverständige gleich den richtigen Riecher und der herbeizitierte Außendienst des Tapetenherstellers hatte sich verplappert > es gab bereits zuvor Fogging-Probleme mit genau dieser besonders "hochwertigen" SVOC-haltigen Tapete in Verbindung mit nicht-fachgerechter Tapezierung (lt. Aussage des Tapetenherstellers) - d.h. an manchen Stellen nicht ausreichend Kleister, dadurch Tapeten dort nicht an der Wand anliegend. Gerade an diesen Stellen entstanden dann die dunklen Verfärbungen ... (vermutlich durch erhöhte Ausdünstungen auch aus den neuen Möbeln)

Den Vorschlag > Strafrecht halte ich für überzogen. Aber dass die Mieterin bereits praktische Erfahrung mit Fogging hat und trotzdem überhöhte, unberechtigte Forderungen stellt, das sollte man m.E. schon ins Spiel bringen bei der Klage/Verhandlung ...

Zitat:
(Ursache ist übrigens meistens die Farbe)

So einfach kann man das m.E. nicht sagen - die Ursachen sind recht vielfältig > ich arbeite nämlich auch im damals involvierten Sachverständigen-/Architekturbüro und seitdem hatten wir nun schon einige Foggingfälle ... heutzutage enthält fast alles schwerflüchtige Kohlenwasserstoffe (SVOC) - im Zweifel müsste man nach und nach alles labortechnisch untersuchen lassen, was zuletzt in die Räume eingebracht wurde - und selbst bei nachgewiesener erhöhter SVOC-Belastung muss es nicht zwangsläufig zu Fogging kommen.
Liebe Cora,

Zitat:
max. wären 14-17% anzusetzen


Wieso das denn ?

Nochmal:

Zitat:
Mieter hat keine Ansprüche, wenn er nicht beweisen kann, daß der Vermieter für das Fogging verantwortlich ist (BGH v. 25.1.2006, VIII ZR 223/04)


(Ursache ist übrigens meistens die Farbe)

02.07.2007, 23:17 von Cora
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Hallo verzweifelter

Fakt ist, dass sie mit 50% weit über das Maß hinaus geschossen ist, max. wären 14-17% anzusetzen, bei dem was ich an spärlichen Infos bei Fogging gefunden habe. Da es sich bei ihr ja noch nicht einmal um 1 ganzes Zimmer sondern lediglich um die Wand über dem HK im Essbereich handelt, sind auch diese Angaben noch zu hoch.
Selbstverständlich hat sie beim Mieterverein Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmer, Bad und Schlafzimmer angegeben!!!
Die übernehmen das ja alles so wunderbar.

Meine Fotos beweisen jedoch das Gegenteil. Und die blöde Kuh, entschuldige bitte, hat mir auch noch die Erlaubnis zum fotografieren gegeben. Natürlich war ein Zeuge anwesend.

Grüsse und gute Nacht
02.07.2007, 23:02 von Cora
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ok, dein "Maler". Und wer hat festgestellt welche Ursache das Fogging hatte?
Es hätte ja auch etwas anderes als die Farbe sein können.

und wenn meine gute Mieterin das Fenster puttemacht hat, muss sie die Kosten übernehmen, alles klar.

Gruß
02.07.2007, 23:01 von verzweifelter
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Hallo,

Zitat:
bei der Vorgeschichte müsste doch die Ausgangslage gar nicht so schlecht sein. Klar gibts beknackte Richter/innen, aber an der Vorgeschichte können die doch nicht so einfach "vorbeigehen".

Ist nicht gesagt, dass die Richter sich für die Vorgeschichte interessieren. Würde aber trotzdem bei den vorherigen Vermietern mir genaue Infos (Aktenzeichen ...) geben lassen.

Zitat:
Deine Mieterin zieht dir ja 50% von der Kaltmiete ab, obwohl nur 20% zulässig sind. Wenn ich mich nicht täusche, kannst du sogar die 30% die sie dir zu viel abgezogen hat zurückfordnern?

Wieviel % die Mieterin in diesem Fall mindern dürfte, das weiss ich nicht. Aber: Sollte sich später herausstellen, dass sie zuviel oder zu unrecht gemindert hat, so kann der Schuss für Deine Mieterin nach hinten losgehen.

Viel Erfolg,
verzweifelter
02.07.2007, 22:56 von Mortinghale
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"Verschuldet" hatte es mein Maler; allerdings war Fogging damals noch nicht so gängig.
Da es meine eigene Wohnung war, habe ich es natürlich bezahlt.

Bedienungsfehler sind vom "Fehlbediener" zu tragen.

02.07.2007, 22:51 von Cora
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Hallo Morti

und wer bzw. was hat das Fogging verschuldet? Du oder Mieter?

Und wenn ein Bedienungsfehler beim Fenster vorliegt, wer zahlt dann den Spaß? Der doofe Vermieter oder die nette Mieterin?

Gruß

Bedienungsfehler sollte ein Fachmann wohl erkennen, oder?
02.07.2007, 22:48 von Mortinghale
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Liebe Cora,

Zitat:
"Ach, ich hatte ja so eine Ärger mit meinem Vermieter"


Das ist, zumindest bei mir, ein absolutes "No No" für einen Mietinteressenten; der ist damit schon aus dem Rennen.

Fogging habe ich selbst gehabt. Neu gestrichen (diesmal mit der richtigen Farbe) und alles war ok.

Dreh-Kipp-Fenster wurde wahrscheinlich falsch bedient.

Wenn man den Griff bereits dreht, während man das Fenster noch schließt (es also noch nicht zu ist), verbiegt ich das Gestänge bzw. springt aus der Führung/Halterung.

02.07.2007, 20:03 von Cora
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Hallo Prinz

das wollte ich auch machen. Aber wie soll die Anklage lauten:

Betrug? Dummdreistheit?

Habe mich schon mit meinem RA unterhalten, schlechte Karten.

Gruß
02.07.2007, 19:49 von prinzregent
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Zitat:
Im Nachhinein vom Vorvermieter erfahren: dort hat sie es genau so gemacht und bei der Vorvorvermieterin ebenso.


wunderbar. Sich mit diesen 2 Vermietern kurz schliessen, am besten mal treffen. Unterlagen sammeln. Auf zu einem FACHanwalt für STRAFRECHT !. Anzeige machen . StGB ! KEIN Privatrecht ! Nebenklage machen.

Achtung ! Diese Verfahren werden M Ü N D L I C H verhandelt !

Beim ersten Mal könnte es zu einer Verurteilung wegen Betruges reichen, wohl auf Bewährung. Aber aller Anfang ist schwer...
02.07.2007, 19:46 von Cora
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Hallo

Zitat:
Deine Mieterin zieht dir ja 50% von der Kaltmiete ab, obwohl nur 20% zulässig sind. Wenn ich mich nicht täusche, kannst du sogar die 30% die sie dir zu viel abgezogen hat zurückfordnern?



bei einem schwarzen Fleck an der Wand, für den sie lt. Ursache des Foggings, auch noch selbst verantwortlich ist, will ich eigentlich die ganzen Mietminderungen zurück.
Werde alle Bilder mit zum Gericht nehmen, damit man einen Einblick in die Sache bekommt und sich gemeinsam über diese 50% Einbehaltung "amüsiert".

Fragt sich nur, wer zuletzt lacht
denn bei unserer Rechtsprechung muss man mit allem rechnen.

Werde euch aber zu gegebener Zeit vom Ausgang berichten

Das ärgerliche an den ganzen Dingen ist, dass sie auch noch lügt wie gedruckt. Wir hatten vereinbart, falls sie die Wand entfernen will, dass sie sich die Erlaubnis von mir einholt (schriftlich) und wir einen Zusatz zum MV machen, in dem sie sich verpflichtet, den Urzustand bei Auszug wieder herzustellen.

Nein, die Dame lügt mir nach vollendeter Tatsache frech ins Gesicht: "das haben Sie mir doch erlaubt"... und eine diesbezügliche Vereinbarung hat sie nicht unterschrieben:
"nein, das unterschreibe ich nicht".

Ist das nicht zum kotzen? Entschuldigung.

Gruß
02.07.2007, 19:07 von michael_aug
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Wenn deine Mieterin es auch schon bei anderen Vermietern ausprobiert hat, dann würde ich gegen die Mieterin klagen. Seit ca. einem Jahr gehört mir ja ein Haus mit 3 Parteien. Habe mir vor 4 Monaten eine Rechtsschutzversicherung geholt, damit ich wenigstens ein Schutz habe und nur eine Selbstbeteiligung dafür zahlen muss sofern ich einen Prozess starte ...

Deine Mieterin zieht dir ja 50% von der Kaltmiete ab, obwohl nur 20% zulässig sind. Wenn ich mich nicht täusche, kannst du sogar die 30% die sie dir zu viel abgezogen hat zurückfordnern?

Außerdem darf sie ohne deine Genehmigung keine Fliesen abtragen und neue legen lassen aber ich denke das ist dir schon klar.
02.07.2007, 17:10 von maralena
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Zitat:
baut eine Wand aus, neue rein, kauft Armaturen - ich kann meine gekauften zurückgeben - reisst neue Fliesen raus - lässt neue legen


Das ist ja schon fast der blanke Horror - wie muss man "drauf" sein, um als Mieter überhaupt ein solches wirtschaftliches "Risiko" (VM könnte sich ja auch ausnahmsweise mal wehren ) einzugehen - wie stellt sie sich vor, die Wohnung am Ende zu übergeben.

Oh man - ich halte Dir alle Daumen, dass Du sie ganz ganz schnell los wirst. Und hoffentlich hört sie irgendwann auf mit dieser Masche. Kann ja für sie selbst auf Dauer auch nur schädlich sein so ein Verhalten...

Oh man!

Gruß
M.
02.07.2007, 17:02 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Auch ich hoffe auf einen Richter/in, die außer Recht auch noch gesunden Menschenverstand im Repertoire hat, denn 50% Mietminderung für eine schwarze Ecke ist ja ein bischen viel.


...wäre zu wünschen.

MFG
02.07.2007, 16:58 von Cora
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"Fast" kriminell???
Die Gute ist so dumm-dreist-frech, stellt Kellerflur voll (kommt jetzt Sperrmüll), baut eine Wand aus, neue rein, kauft Armaturen - ich kann meine gekauften zurückgeben - reisst neue Fliesen raus - lässt neue legen - parkte ständig auf anderen Parkplätzen und das Schönste: sie reagiert auf nichts, kein Brief, keine Antwort...

und da soll man noch die Ruhe bewahren.

Auch ich hoffe auf einen Richter/in, die außer Recht auch noch gesunden Menschenverstand im Repertoire hat, denn 50% Mietminderung für eine schwarze Ecke ist ja ein büschen viel.

Gruß
02.07.2007, 16:29 von maralena
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Der Hammer ist ja wohl, das die Mieterin trotz des letzten Urteils trotzdem mit der Masche weitermacht - das ist doch unfassbar.

ich habe zur Zeit auch so einen Mieter, der zum Glück jetzt ausgezigen ist, und mir Breifchen bezüglich NK-Abrechnungen schickt.

Eigentlich denkt man "die Abrechnung ist so eindeutig korrekt, dass es doch dumm ist, darauf weiter zu pochen", aber es werden trotzdem weiter große Geschosse aufgefahren und man meint, dass es sich für den Mieter doch bei so eindeutiger Sachlage gar nicht lohnen kann.

Aber trotzdem "versuchen" es solche Leute immer wieder, weil sie auf die "gutmütigen" hoffen, die dann 5 gerade sein lassen.

Das ist doch schon fast kriminell.

Gruß
Mara
02.07.2007, 16:23 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
bei der Vorvorvermieterin ist sie nach 1 Jahr ausgezogen, die Vermieterin hatte geklagt und gewonnen, da hat sie die Segel gestrichen.

Auch der Vorvermieter hat sie verklagt, man einigte sich auf einen Vergleich, da sie angab, das Fogging rühre von der neuen Dachdämmung her. Es wurde über die Versicherung (von wem weiß ich nicht) ein Betrag von 1800 € für neue Tapeten etc. kurioserweise nicht an den Vermieter sondern an die Mieterin direkt gezahlt, diese wollte damit neu renovieren, zog es aber vor, dann auszuziehen und wo landete sie: bei mir.

"Ach, ich hatte ja so eine Ärger mit meinem Vermieter" und ich blöde Kuh nickte noch mitleidig.


bei der Vorgeschichte müsste doch die Ausgangslage gar nicht so schlecht sein. Klar gibts beknackte Richter/innen, aber an der Vorgeschichte können die doch nicht so einfach "vorbeigehen".

Ich wünsche es Ihnen jedenfalls und der "Dame".

Möglicherweise kriegt "Sie" ja dann eine Abfuhr und hört irgendwann mit Ihrer Masche auf.

Hoffentlich !

MFG
02.07.2007, 16:16 von Cora
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Hallo

bei der Vorvorvermieterin ist sie nach 1 Jahr ausgezogen, die Vermieterin hatte geklagt und gewonnen, da hat sie die Segel gestrichen.

Auch der Vorvermieter hat sie verklagt, man einigte sich auf einen Vergleich, da sie angab, das Fogging rühre von der neuen Dachdämmung her. Es wurde über die Versicherung (von wem weiß ich nicht) ein Betrag von 1800 € für neue Tapeten etc. kurioserweise nicht an den Vermieter sondern an die Mieterin direkt gezahlt, diese wollte damit neu renovieren, zog es aber vor, dann auszuziehen und wo landete sie: bei mir.

"Ach, ich hatte ja so eine Ärger mit meinem Vermieter" und ich blöde Kuh nickte noch mitleidig.

Wir warten jetzt auf einen Termin, gespannt bin ich auch
02.07.2007, 16:11 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Im Nachhinein vom Vorvermieter erfahren: dort hat sie es genau so gemacht und bei der Vorvorvermieterin ebenso.


haben die (die Vorvermieter) sich gewehrt ? Wenn ja wie,
oder einfach hingenommen ???

Wegen einem "optischen Mangel" 50% die Miete mindern, finde ich krass.

Wahrscheinlich will sie nur abzocken, es ist schwierig da eine Gegenstrategie zu entwickeln. Klage läuft, dann hoffe ich mal, dass sie auch möglichst schnell bearbeitet wird !!!

Viel Glück !!!

MFG
02.07.2007, 16:09 von maralena
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Zitat:
Im Nachhinein vom Vorvermieter erfahren: dort hat sie es genau so gemacht und bei der Vorvorvermieterin ebenso.



Das ist wirklich das allerletzte solche Leute - das ist ja schon ein Mietminderungsprofi. Zieht wahrscheinlich alle 2-3 Jahre um.

Haben die Vormieter eventuelle Prozesse gewonnen?

Gruß
Mara
02.07.2007, 15:44 von Cora
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Hallo

danke für die rege Teilnahme

Fenster ist Dreh/Kipp aus Kunststoff.

Nächste Woche fährt ein Fachmann hin.

Einbauzusage neue Fenster widerspreche ich natürlich.

Badezimmerarmatur hat beim Vormieter einwandfrei funktioniert, hatte sie am 8.9.05 bemängelt, danach war es in Ordnung, ist so eine komische Handhabung.

Jaaa, wie - ihr kennt Fogging nicht?
Ich auch nicht, bis die Mieterin damit ankam.

Fogging ist ein dünner schwarzer Belag, der sich über Heizkörpern (hauptsächlich) bilden kann, ist abwaschbar, kommt aber immer wieder. Ursache zu 99%: Ausdunstungen aus Kleister, Tapeten, Teppichboden, Laminat + Heizverhalten, Kerzen, Rauchen, Lüften.

Da die gute Dame jedoch selbst bei Einzug renoviert hat:
inkl. tapezieren, streichen, Laminat, PVC in Küche auf Fliesen gelegt liegt die Ursache nicht in meinem Bereich.
Feuchtigkeitsmessungen wurden von Fachfirma durchgeführt, Wohnung ist knochentrocken, keine baulichen Mängel.

Das stört aber weder Mieterin noch Mieterbund.
Mindert seit 10.05 um 30% und seit 05.06 um weitere 20%.

Ich war mit einem Fachmann in der Wohnung, habe alle Wände fotografiert, das einzige ist die Wand über einem HK im Essbereich, dort ist zur Decke hin die Wand etwas dunkel.
Fogging ist nicht gesundheitsschädigend, sondern ein rein optischer Mangel.

Das schöne ist, man kann es entfernen und ggf. überstreichen, aber in der nächsten Heizperiode tritt es wieder auf, d.h. man müsste alle neu eingebrachten Materialien entfernen und neue einbringen...und dazu habe ich natürlich keine Lust, da ich die ersten nicht eingebracht habe.

Mahnbescheid hat sie widersprochen, Klage läuft.

Im Nachhinein vom Vorvermieter erfahren: dort hat sie es genau so gemacht und bei der Vorvorvermieterin ebenso.

Diese Dame hat mir schon einige graue Haare gemacht.

Gruß
02.07.2007, 15:32 von maralena
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@Cora: "Fogging" - das habe ich noch niemals zuvor gehört!! Trifft das tatsächlich auf die Wohnung zu?

Und ist das so signifikant, dass tatsächlich 50% Minderung gerechtfertigt sind?

Ist das "Fogging" auch mit durch den Mieter (Raucher?) verursacht oder liegt die Ursache tatsächlich im Gebäude?

Ich kann mir nicht vorstellen, wie so eine Wohnung aussehen soll, wie sich das nachweisbar bemerkbar machen soll?

Immer mal was Neues...

Gruß
Mara
02.07.2007, 15:27 von Mortinghale
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Zum Fogging:

Steht die Ursache für Fogging in der Wohnung nicht fest, ist der Mieter zur Minderung von 20 % berechtigt. (LG Berlin v. 20.6.2003 63 S 282/02)

Mieter hat keine Ansprüche, wenn er nicht beweisen kann, daß der Vermieter für das Fogging verantwortlich ist (BGH v. 25.1.2006, VIII ZR 223/04)

Und welches ist nun unser Lieblingsgericht ?

02.07.2007, 15:11 von dedl
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Zitat:
...die wegen Fogging mittlerweile 50% der Miete mindert

Ist das nicht ein wenig heftig? Siehe http://tinyurl.com/2herdy, letzter Satz.
Liebe Cora,

Zitat:
Fenster im Badezimmer lässt sich nicht mehr schließen



Dreh-Kipp-Fenster ?

02.07.2007, 15:06 von dedl
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Zitat:
Fenster im Badezimmer lässt sich nicht mehr schließen

(ist in 2002 neu eingebaut - wie kann so was kaputt gehen?)

Holzfenster? Verzogen durch zuviel Feuchtigkeit (möglicherweise fehlerhaftes Lüftungsverhalten)?
02.07.2007, 14:44 von MarieP
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Hallo Cora

Zitat:
angeblich zugesichert von mir, dass neue Fenster in SZ und WZ eingebaut werden sollten. Bisher noch nicht geschehen, da die Fenster (Holz) angeblich faulen ??? müssten diese strichen werden.



dem widersprechen - wenn die Aussage nicht der Tatsache entspricht.

Zitat:
Fenster im Badezimmer lässt sich nicht mehr schließen

(ist in 2002 neu eingebaut - wie kann so was kaputt gehen?)



kann schon - evtl. ein Band gerissen - sollte vom Fachmann überprüft werden. Einbau 2002 - müßte noch Garantie drauf liegen - außer unsachgemäßer Gebrauch.

Zitat:
Badewannenarmatur funktioniert immer noch nicht

(Mieterin im Okt. 2005 eingezogen, kam anfangs nicht mit der Technik klar, dann ging es. Bisher noch keine Beschwerde deswegen)




wenigsten selbst vor Ort überprüfen - sonst Fachmann.

Du als VM solltest bei Mängelmeldungen immer tätig werden - auch wenn es ein unangenehmer Mieter ist.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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