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17.07.2007, 19:05 von stevenrw59Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietkürzung ohne Vorankündigung
Hallo,
habe seit Mitte letzes Jahr einen neuen Mieter meines Einfamilienhauses, der lt. Übergabeprotokoll keine Mängel sah. Dann aber zog er Anfang diesen Jahres überraschend und ohne Vorankündigung 10 % der Miete wegen einer defekten Balkontüre ab. Der Mangel wurde umgehend beseitigt (Austausch der Türe). Nun sind aber lt. Anwalt meines Mieters plötzlich alle Fenster und die Haustüre in desolatem Zustand, demzufolge wird weiter gekürzt. Was soll ich machen? Hat mein Mieter eigentlich alle Rechte auf seiner Seite?
Danke für jede hilfreiche Info
Alle 35 Antworten
24.07.2007, 10:30 von Augenroll
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Zitat:
Du bist in Köln gewesen und hast mich nicht besucht ?


Schon mehrmals (verlängerte Dienstreisen). Die Bauten, Geschichte und Museen sind einfach umwerfend.
24.07.2007, 10:15 von Mortinghale
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Zitat:
Ich hatte mal das Vergnügen eine Hetzpredigt von Kardinal Meißner im Kölner Dom zu hören


Du bist in Köln gewesen und hast mich nicht besucht ?

Sowas aber auch.

24.07.2007, 10:11 von Augenroll
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Hallo Verzweifelter,

Zitat:
Aber es gibt ausser den Paragraphen der weltlichen Justiz noch andere Gesetze. Diese Gesetze verstehen leider nicht alle Leute.


Sind Sie Katholik? Denn imho sagen eigentlich nur Katholiken so etwas in der Art.

Ich hatte mal das Vergnügen eine Hetzpredigt von Kardinal Meißner im Kölner Dom zu hören, die all mein Wissen über die katholische Kirche voll bestätigte.

Seitdem lasse ich mir die Moralkeule von Katholiken nicht mehr ohne Protest überziehen. Und von Vermietern erst recht nicht...

Kehren Sie mal lieber erst vor Ihrer eigenen Tür!
18.07.2007, 23:35 von verzweifelter
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Hallo,

Zitat:
Erben ist genau so freiwillig wie Vermieten.

Rechtlich gesehen ja, denn man kann das Erbe ja ausschlagen.

Aber es gibt ausser den Paragraphen der weltlichen Justiz noch andere Gesetze. Diese Gesetze verstehen leider nicht alle Leute.

Und die werde ich hier öffentlich nicht breit treten.

verzweifelter
18.07.2007, 19:54 von stevenrw59
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Hallo Smilies,

ich habe den RA raushalten wollen, weil ich bisher dachte, die Lage ist so sonnenklar, da kommt schnell der Rückzug von der anderen Seite und alles ist wieder gut.
Aber das Mietrecht scheint so mieterlastig zu sein, dass die absurdesten Dinge möglich sind.

Für einen Menschen mit gesundem Rechtsverständnis muss es doch klar sein, dass man
1. einen Mangel anzeigt,
2. mahnt und Fristen setzt
3. dann die Konsequenzen zieht.

Das funktioniert überall, scheint aber im Mietrecht nicht notwendig.
Im Mietrecht heisst es wohl:
1. schiessen
2. gucken


Gruß
18.07.2007, 19:42 von stevenrw59
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@Augenroll
dass Sie einen blöden Kommentar schreiben war klar!
Wie wärs mit ner schönen Demo gegen Atomkraft? Da können Sie doch sogar den Sonnenschein genießen ...
18.07.2007, 18:34 von Smilies
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Hallo Stevenrw59,

ich hatte dieses Problem auch.
Meine Mieter haben die Miete um 20 % für einen Schaden gekürzt, den sie selber verursacht hatten. Ich habe so früh wie möglich bei meinem Anwalt auf Klage gedrängt, da ich meine Aussagen alle beweisen konnte. Dies hat den Schaden und die Rechtskosten in erträglichem Rahmen gehalten. Vor Gericht braucht man meines Wissens im Mietrecht keinen Anwalt. Der Mieter ist auch beweispflichtig für seine Aussagen.
Es gab einen Vergleich und das Mietverhältnis wurde aufgelöst. Ich werde bei dem Mietrecht nicht mehr vermieten.
Viel Glück!
Grundstückseigentümerverbände geben Rechtsberatung.

MfG Smilies
18.07.2007, 17:43 von Mortinghale
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Das:

Zitat:
das letztes Jahr vor Einzug des neuen Mieters ein neues Dach und neue Fassade, eine neue Heizungsanlage, neue Sanitärobjekte und vieles mehr erhalten hat.

So etwas kann kostenmäßig schon mal den Verkehrswert des Hauses vor Sanierung übersteigen.


Kann man ja wohl kaum als "Nichtstun" bezeichnen, oder ?

18.07.2007, 17:33 von Augenroll
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Zitat:
Du willst es also einfach nicht lesen/verstehen.

Was denn?
18.07.2007, 17:32 von Mortinghale
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Du willst es also einfach nicht lesen/verstehen.

18.07.2007, 16:57 von Augenroll
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Ich fass es ja nicht, die Leute tun selber nichts, erben Häuser und stellen dann noch Ansprüche.

Erben ist genau so freiwillig wie Vermieten.
18.07.2007, 16:29 von Mortinghale
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Zitat:
Hmm, interessanter Aspekt....


Wieder mal nicht weitergelesen ?

Zitat:
das letztes Jahr vor Einzug des neuen Mieters ein neues Dach und neue Fassade, eine neue Heizungsanlage, neue Sanitärobjekte und vieles mehr erhalten hat.


So etwas kann kostenmäßig schon mal den Verkehrswert des Hauses vor Sanierung übersteigen.

18.07.2007, 16:19 von Augenroll
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Zitat:
Es handelt sich übrigens um ein geerbtes 1-FH, ...

Hmm, interessanter Aspekt....

Zitat:
Warum das alles? Weil mir was an dem Haus und an einem zufriedenen Mieter liegt

Ja alles klar, wer's glaubt *totlach*.

18.07.2007, 14:53 von stevenrw59
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Hallo,
wie ich eingangs schilderte war ja die Balkontüre wirklich defekt. Das war der Grund für die Mietminderung und diese wurde umgehend ausgetauscht.
Cora hat es wohl in dem ersten Kommentar getroffen: ist erstmal die Miete gekürzt, dann gewöhnt sich der streitlustige Mieter an den Zustand.
In meinem Fall sind es nun die Fenster, die jetzt als Grund herhalten - wenn die nicht, dann irgendwas anderes.
Scheinbar findet sich doch immer was, wenn ich die anderen Beiträge hier lese ...
Es handelt sich übrigens um ein geerbtes 1-FH, das letztes Jahr vor Einzug des neuen Mieters ein neues Dach und neue Fassade, eine neue Heizungsanlage, neue Sanitärobjekte und vieles mehr erhalten hat. Warum das alles? Weil mir was an dem Haus und an einem zufriedenen Mieter liegt
Gruß
18.07.2007, 14:28 von Susanne
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Du musst doch nur nachweisen, dass es sich um eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit, wenn überhaupt, handelt. Und das hast Du doch schon, weil Du es von einem Fachmann hast begutachten lassen- das hab ich doch richtig verstanden, oder?

Zitat:
ich muss als Vermieter ackern wie blöde, damit die Herren Mieter nicht die ihnen angenehme statt der vereinbarten Miete zahlen

Du musst ja nicht vermieten! Es geht ja nur um Vertragsvereinbarungen und den vertragsgemässen Zustand. Wenn Du natürlich als Vermieter ackern musst wie blöde, um die Wohnung Instand zu halten, hast Du ins falsche Objekt investiert.

PS: Ich hätte mich auf Deinen dämlichen Vergleich mit dem Arbeitsrecht nicht einlassen sollen. Äpfel mit Birnen vergleichen, schon mal davon gehört?
18.07.2007, 14:13 von stevenrw59
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Hallo Susanne,
ein interessanter Vergleich ...
bedeutet im Umkehrschluss: ich muss als Vermieter ackern wie blöde, damit die Herren Mieter nicht die ihnen angenehme statt der vereinbarten Miete zahlen
18.07.2007, 12:59 von Susanne
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Mietrecht und Arbeitsrecht sind sicher nicht zu vergleichen.

In bestimmten Fällen könntest Du allerdings recht haben: wenn im Vertrag eine bestimmte Leistung, z.B. bei Akkordarbeit festgelegt ist.
18.07.2007, 12:33 von stevenrw59
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@Susanne + Frischebrise
zunächst mal danke!!!

@Susanne
wow, ist das so? Das würde ja bedeuten, dass bei gleicher Rechtsauslegung ein Arbeitgeber ohne Vorankündigung den Lohn seines Mitarbeiters kürzen kann, wenn er meint, dass dieser nicht mit voller Leistung arbeitet?!
Aber nun gut, wenn dem so ist, dann muss ich in der Tat meine Argumentation daraufhin überprüfen ...
Schade nur, dass der Mieterschutz den Vermieterschutz aushebelt, aber ich denke, daran sind die Vermieter im allgemeinen nicht unschuldig - das aber nur am Rande
Hallo,

Zitat:
Ich bin halt in einer Sache immer noch unsicher, nämlich ob die Form der unangekündigten Mietminderung an sich nicht schon unrechtmäßig war? Geht das überhaupt?



Sie haben vollkommen recht.
Eine Mietminderung ist immer an einer Informationspflicht gegenüber dem VM gebunden.
Erst danach kann M. mindern, auch direkt, ohne der Abhilfe durch VM. abzuwarten.
Er hat sofort wieder voll zu zahlen, wenn der Schaden durch den VM abgestellt wurde.

Die Frage ist zu stellen, sind Fenster/Türen in der kurzen Wohndauer derartig verschlechtert, dass die Aussage des M. zutrifft?

Die Beweisführung durch VM kann nur durch SV - Gutachten belegt werden.

Mein Rat:
- Widersprechen, volle Zahlung begehren, Hinweis auf fristlose Kündigung bei Erreichen der 2 fachen MM durch Mietkürzung.

- Abwarten, Ruhig verhalten.
- Bei Erreichen der 2 fachen MM
- Kündigung außerordentlich, ersatzweise hilfsweise ordentlich.
- Gerichtsverlauf mit gerichtlichem SV abwarten.

Die Einschaltung eines Anwaltes zur Durchsetzung der Mietkürzung läßt auf einen hartnäckigen Fall verminderter Mietzahlung schließen.

18.07.2007, 11:46 von stevenrw59
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Hi Maralena,
in der Tat, wo konstruktive Kritik ist, da ist auch destruktive Kritik nicht weit. Im übrigen hab ich auch keine Probleme mit Stänkerern, sie entlarven sich ja selbst.
Ich werde auch weiterhin auf die "guten" Kommentare hoffen
Gruß
18.07.2007, 11:37 von maralena
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@Steven,

hier sind viele verdammt prima User, die wirklich weiterhelfen können und es auch tun - leider geht das in der stürmischen Begrüßungszeremonie für neue User regelmäßig unter.

Deshalb: bitte dran bleiben und sich nicht gleich "in die Flucht schlagen lassen"

Ausserdem kann man sich mit Augenrolls Hilfe gut im Rollenspiel proben: stell Dir mal vor, einer Deiner Mieter, Mitarbeiter, Kunden, oder sonst wer, kommt Dir auf die Tour... Suuuuuper Training

Normalerweise hat man so einen auch in Seminaren in Sachen "Krisenmanagement"/"Kundenmanagement"/De-Eskalationsstrategien" dabei - man muss mit dem Schlimmsten rechnen, damit man "gewappnet" ist

Gruß
Mara
18.07.2007, 11:33 von stevenrw59
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@augenroll
Sie glauben es nicht, den Termin versuche ich gerade über den Anwalt der Mieter zu erwirken ... mal sehen, was daraus wird. Aber sicher haben Sie auch darauf einen "bissigen" Kommentar
18.07.2007, 11:30 von stevenrw59
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Hallo Maralena,
in der Tat musste ich mir anschließend mal die "geistreichen" Kommentare von Augenroll anschauen. Himmel, was für ein Tiefflieger ...
Es scheint, dass da einer zu viel Zeit hat und keine Lust und Kraft mehr hat, auf Demos zu gehen. Heute hat Augenroll Internet-Flatrate und meldet sich in den Foren der "Gegner" an, um zu stänkern. Sicher ist er auch in einem Arbeitgeberforum zu finden, weil arbeitslos ...

Gruß
18.07.2007, 11:22 von maralena
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@Steven:

brauchst Du noch weitere Antworten? - ich denke mal Cora und Morti haben die entscheidenden brauchbaren Ratschläge gegeben - alles andere wäre Wiederholung.

Ich würde nochmal warten, bis unsere "Rechtsexperten" wie bspw. Marie oder Rita (und andere) noch ihre zusätzlich wertvollen Kommentare dazu geben (in Sachen "Rechtssicherheit" des geplanten Vorgehens).

Gruß
Mara

18.07.2007, 11:14 von Augenroll
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Hallo maralena,

was haben Sie denn zu stevenrw59's mietrechtlichem Problem zu sagen???

beste grüße AR
18.07.2007, 11:11 von maralena
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Hallo Steven,

exakt so ist es - also am besten einfach ignorieren - guck Dir mal die letzten 10 Threads an, die "hochgeschubst" wurden von Augenroll. Dann kapierst Du schnell was los ist.

Einfach abwarten, bis Du vernünftige Antworten von anderen Usern bekommst. Haben momentan bei der blöden "Hochschubserei" wahrscheinlich alle keine Lust und keine Zeit - aber kommt noch im Laufe des Tages...

Ist nur die übliche Begrüßungszeremonie von Augenroll an neue User...

gruß
Mara
18.07.2007, 11:10 von Augenroll
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Warum sollen denn Scharniere und Beschläge nicht mit der Zeit ausleiern???

Anstatt hier mit der juristischen Keule auf den Mieter loszugehen, sollten Sie vielleicht mal genau abklären, was wirklich kaputt ist und was nicht.

Haben Sie denn die Mängel selbst mal besichtigt?

18.07.2007, 11:00 von stevenrw59
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Hi augenroll,
soll ich mich für Ihren unqualifizierten Kommentar bedanken? Hab ich es hier mit dem Rächer der "armen" Mieter zu tun? Haben Sie eigentlich meine Frage verstanden? Wie kann es denn sein, dass ein Haus vor einem Jahr anstandslos war und heute eine "Bruchbude"? Diese Frage stell ich mir auch, aber nicht nur - in der Tat.
Es wäre also hilfreich, wenn Sie nicht krampfhaft das "Vermieterschwein" ausmachen wollen. Es gibt sie nämlich durchaus - die guten Vermieter. Und wissen Sie was, es gibt sogar schlechte Mieter - auch wenn Sie sowas in Ihrem Repertoir nicht zu haben scheinen.
Gruß
18.07.2007, 10:42 von Augenroll
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Zitat:
plötzlich alle Fenster und die Haustüre in desolatem Zustand,

Wenn dem aber tatsächlich so ist, dann hat der Mieter auch ein Mietminderungsrecht. Bauen Sie Qualität in Ihre Häuser ein, dann haben Sie mit so etwas auch keine Probleme!

Erst Bruchbuden vermieten und dann zu Luxuswohnungen erklären, funktioniert halt nicht (immer)!

17.07.2007, 23:29 von stevenrw59
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Danke Cora und Mortinghale, ich werde das auf jeden Fall durchziehen. Entsprechende Mahnungen (Stufe 2) laufen auch schon.

Ich bin halt in einer Sache immer noch unsicher, nämlich ob die Form der unangekündigten Mietminderung an sich nicht schon unrechtmäßig war? Geht das überhaupt?
17.07.2007, 22:35 von Cora
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Hallo

Morti hat Recht. Zieh das Mahnverfahren durch. Entweder dein Mieter zahlt oder er legt Einspruch ein und dann geht es in der Regel vor Gericht. Hier muss dein Mieter dann beweisen, dass er zu Recht mindert und das dürfte ihm schwer fallen.

Wenn ich z.B. eine "Bruchbude" miete und dann hinterher aufgrund dessen Mietminderung geltend machen will - ganz schlechte Karten.

Lass dich nicht ins Bockshorn jagen, Mahnbescheid und ab die Post. Legt er wider Erwarten keinen Einspruch ein, zahlt auch nicht, dann Vollstreckungsbescheid.

Gruß
17.07.2007, 21:02 von Mortinghale
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Zitat:
der Minderung habe ich natürlich schon widersprochen


Minderungsbetrag(beträge) anmahnen und dann Mahnbescheid.

Dafür brauchst Du noch keinen RA.

17.07.2007, 20:20 von stevenrw59
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Hallo cora,
der Minderung habe ich natürlich schon widersprochen, aber was kümmerts den Mieter? Der hat alles seinem Anwalt übergeben, der locker alle Argumente übergeht und neue Forderungen aus dem Hut zaubert. Selbst mein Hinweis auf die Aussagen des Fensterbauers, dass alle Fenster passabel seien, scheint vollkommen uninteressant. Muss ich jetzt etwa ein unabhängiges Wertgutachten meines Hauses in Auftrag geben? Hat das überhaupt Sinn? Muss ich jetzt selbst einen Anwalt einschalten, der auch nur sein Geld verdienen will?
Gruß
17.07.2007, 19:23 von Cora
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Hallo

dein Mieter hat besichtigt und gemietet und diese "Mängel" kommen ja nicht von jetzt auf gleich, also widersprech der Minderung mit dem Hinweis, dass die Türen und Fenster bereits bei Mietbeginn im gleichen Zustand wie derzeit waren und der Mieter dies zur Kenntnis genommen und keinen "Einspruch" dagegen eingelegt hat.

Gruß

ein 1-FH-Miethaus kann natürlich "billiger" werden durch Mietminderung
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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