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26.05.2006, 16:23 von moonProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mietkauf
Ein liebes Hallo an alle User
Da ich kurz davor bin, meine Eigentumswohnung zu verkaufen, wollte ich mal bei Euch nachfragen, wer hat mir Tipps und vielleicht Info bzgl. Mietkauf ?
Vielleicht habt ihr mir ja auch Tipps, wo ich mich am Besten informieren kann...evtl auch Buchtipps.
Freue mich schon auf Eure Antwort und schonmal einen ganz lieben Dank an alle die mir hlefen können.
Doris
Alle 2 Antworten
26.05.2006, 18:04 von moon
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Vielen Dank Volker für deine Hilfe
Doch möchte ich gerne meine Eigentumswohnung als Mietkauf anbieten....auf was müsste ich achten ?
Wäre es da vielleicht auch sinnvoll eine Anzahlung zu vereinabaren?

Freue mich immer noch auf weitere Beiträge...
und danke Euch allen herzlich
26.05.2006, 16:52 von volker
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Hallo Doris,

nachfolgend ein Artikel aus dem Manager-Magazin vom 24.01.2005

Zitat:
Hohes Risiko beim Mietkauf

Viele Wege führen zur eigenen Immobilie. Mietkauf-Angebote richten sich vor allem an junge Familien ohne Eigenkapital. Verbraucherschützer warnen jedoch vor dieser langfristigen Finanzierung "ohne Bank".

Frankfurt am Main - In den 70er-Jahren war es mal in Mode, jetzt wird es wiederbelebt: das so genannte Mietkauf-Modell ist wieder da - das verlockende Angebot, im Laufe der Jahre vom Mieter ohne Erspartes auf der hohen Kante zum Eigentümer der bewohnten vier Wände aufzusteigen. Angeblich "ohne Bank", "ohne Eigenkapital", "ohne Kreditauskünfte", wie gern blumig geworben wird. Doch Vorsicht, warnt Dirk Weinsheimer von der Verbraucherzentrale Thüringen. Die Immobilienträume könnten im Finanzdesaster enden. Abbezahlt werde manchmal bis ins Rentenalter hinein.

Wer sich auf Versprechen einlasse nach dem Motto "warum Miete zahlen, wenn Haus oder Wohnung sich für das gleiche Geld finanzieren lassen" lande häufig in der finanziellen Sackgasse, mahnt auch Ulrich Ott, Sprecher der Frankfurter Bank "ING-Diba", zur Zurückhaltung. Ohne das nötige Eigenkapital führe kein Weg ins Eigenheim. Daran änderten auch Rechentricks und Schönfärberei der Objektanbieter nichts.

"Zu verschenken hat niemand was", rät auch Josephine Holzhäuser, Bauexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zur Skepsis. "Eine Immobilienanschaffung ist nicht mit links zu schaffen."

Zielgruppe sind junge Familien mit Kindern

Die Möglichkeit zum Mietkauf wird gern von Maklern, Bauträgern und Genossenschaften angeboten, meist in Ballungsgebieten. Besonders eifrig umworben werden junge Familien mit Kindern, Selbstständige und all die, die von der Bank keinen Kredit bekommen.

Auf dem Markt tauchten die unterschiedlichsten Modellvarianten auf, berichtet Weinsheimer. Der klassische Mietkauf laufe nach folgendem Grobschema ab: Der Käufer zieht schon mal als Mieter in das Haus oder die Eigentumswohnung ein. Gleichzeitig muss er sich vertraglich dazu verpflichten, die angemieteten vier Wände innerhalb einer bestimmten Frist, meist nach zehn Jahren, zu kaufen. Auf den künftigen Kaufpreis wird die Miete dann häufig in Teilen angerechnet.

"Klingt gut, birgt aber unzählige Risiken", betont Holzhäuser. Hauptknackpunkt seien - entgegen aller blumigen Versprechen - Spardisziplin und Haushaltskasse. Denn neben seiner monatlichen Mietzahlung muss der Eigentümer in spe ja noch extra Geld auf die hohe Kante legen, um den späteren Kaufpreis zahlen zu können. "Das ist eine echte Doppelbelastung", warnt Weinsheimer. Da kämen schnell 1500 bis 2000 Euro Belastung im Monat zusammen. Hinzu komme, dass die Miete in der Regel deutlich teurer als die sonst übliche Miete sei. "Wer bisher kein Eigenkapital ansparen konnte, der könnte auch künftig Probleme damit haben."

Normales Annuitätendarlehen kann billiger kommen

Weitere Pferdefüße: häufig bedingen sich die Verkäufer aus, dass sich der Mieter in den Jahren bis zum Eigentumsübergang auch noch um die Instandhaltung des Objekts kümmern muss. "Diese Folgekosten sind kaum kalkulierbar", weiß Holzhäuser. Außerdem: Was passiert bei Umzug oder Verkauf? Muss ein Mieter dann Entschädigung an den Besitzer zahlen? Was passiert mit Angespartem, wie kommt man aus dem Modell raus? Die Antworten seien den Käufern bei Vertragsabschluss oft unklar.

Und dann wird ein Baukredit meist doch noch unumgänglich, um die volle Summe zahlen zu können. Aber wo liegen die Zinsen in etwa zehn Jahren? "Was bei unserem heutigen Niedrigzinsniveau von 4,5 bis 5 Prozent locker finanzierbar erscheint, kann künftig 1,5 mal so teuer werden", gibt Weinsheimer zu bedenken. Der späte Kredit könne den Käufer zudem bis ins hohe Rentenalter hinein belasten. "Mit 70 kann man immer noch im Darlehensvertrag stecken, nur ist dann auch noch das Einkommen kleiner."

Besondere Vorsicht ist nach Einschätzung der Verbraucherschützer geboten, wenn der Mietkauf über professionelle Vermittler angepriesen wird, und wenn die monatlichen Anspargelder in einen Aktienfonds oder ähnlich risikoreiche Anlageformen investiert werden sollen. Schlimmstenfalls sei das ganze Kapital futsch, so die Warnung.

Ratsam ist, Mietkauf-Angebote von der örtlichen Verbraucherzentrale abklopfen und auf ihre Rentabilität durchrechnen zu lassen. Unter Verwandten könne das Modell durchaus eine sinnvolle Variante des Eigentumserwerbs sein, betont Weinsheimer. Beispiel: die Großeltern wollen ihrem Enkel schon zu Lebzeiten eine Immobilie überlassen. Ansonsten gelte eher die Empfehlung: Nachrechnen, ob sich der Traum vom Eigenheim mit einem normalen Annuitätendarlehen zu den gegenwärtigen Traumzinsen nicht viel günstiger verwirklichen lässt.

Berrit Gräber, AP


Wenn schon Verkauf, dann solltest du dir den Kaufpreis auch sofort zahlen lassen und gut wieder anlegen.
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