> zur Übersicht Forum
24.10.2007, 13:29 von IchProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterverein
Mal eine Frage: Muss ich, wenn der Mieter den Mieterverein bevollmächtigt hat, zwangsweise NUR noch mit dem Mieterverein kommunizieren? Der Mieterverein ist der Meinung, dass die Kündigung, die dem Mieter zugestellt wurde, nicht rechtskräftig ist, weil der Mieterbund vom Mieter bevollmächtigt wurde und die Kündigung ihm gegenüber ausgesprochen werden müsste.

Ich bin der Auffassung, dass der Mieteerverein keine anwaltliche Institution ist und solange der Mieter mein Vertragspartner ist, muss ich doch IHM die Kündigung zukommen lassen. Oder sehe ich das falsch?

Gibt es dazu irgendwelche Urteile oder Gesetzestexte?

Alle 21 Antworten
24.10.2007, 17:16 von Mortinghale
Profil ansehen
@Ich

Zitat:
Gibt es dazu irgendeinen gesetzestext oder ähnliches


OLG Düsseldorf, ZMR 2002, 189, 190

Dort meinte ein Mieter, eine dem Anwalt zugegangene Kündigung sei nicht wirksam. Sie wurde vom Gericht für auch wirksam erklärt.
Also wurde das schon als Ausnahmefall behandelt, der Normalfall ist die Kündigung an den Mieter.

24.10.2007, 16:11 von Kiovar
Profil ansehen
@ ich

Als erstes würde ich kurz folgende Frage klären:

1. Hat der Mieterverein die Vollmacht bei dir angezeigt und ich welchem Umfang die Vollmacht wirken soll, also Dir eine Kopie o.ä. zugestellt bzw. hat der Mieter dir gegenüber erklärt dass er jetzt aussschließlich vom Mieterverein vertreten wird ??

Ansonsten findest Du zum Thema Vollmacht und Vertretung alles im BGB §§164-181

Kiovar

Zusätzlich noch ein Tipp vom Mieterbund:

Zitat:
Das Kündigungsschreiben muß immer an alle Mieter gerichtet werden, die im Mietvertrag unterschrieben haben.


Quelle: http://www.bremermieterschutzbund.de/294.html

Das würde ich so interpretieren, dass Dein Kündigung an die Mieter zu gehen hat... also hast Du m. E. n. richtig gehandelt
Kündigungen richte ich immer an meinen Vertragspartner, also meinen Mieter.

Wenn schon ein Anwalt eingeschaltet ist und der bereits eine Vollmacht übersandt hat, ist es eigentlich üblich, Korrespondenz nur noch an den zu richten (steht auch so in der Vollmacht), aber verpflichtet bin ich dazu nicht! Wenn der Mieter rechtlichen Rat braucht, kann er das Schreiben ja weiterleiten.

Mieterverein interessiert mich überhaupt nicht, ist kein Anwalt, obwohl ja entsprechend zur rechtlichen Beratung befugt, aber wie gesagt, wenn ich beim Anwalt nicht zur Korrespondenz verpflichtet bin (ist nur Goodwill von mir), warum soll ich dann die Leute vom Mieterschutz unterstützen???

Rechtlich ist das einwandfrei, der Vertragspartner ODER/UND sein Bevollmächtigter erhalten die Korrespondenz, aber wen ich mir aussuche, bleibt mir überlassen.

Gruß aus dem schönen Frankenland!

Stefan
24.10.2007, 14:31 von Ich
Profil ansehen

In diesem Fall ist ja noch nichtmal ein Anwalt eingeschaltet, also von einem Richter noch lang keine Sicht

@Morti
Zitat:

Wenn auf der "Gegenseite" ein Anwalt wäre, würde es auch nicht anders aussehen (es sei denn, der Anwalt wäre gesetzlicher Vertreter, weil der Mieter geschäftsunfähig ist).


Gibt es dazu irgendeinen gesetzestext oder ähnliches, was ich dem Mieterverein darauf antworten könnte?
24.10.2007, 14:25 von Mortinghale
Profil ansehen
@Ich

Wenn auf der "Gegenseite" ein Anwalt wäre, würde es auch nicht anders aussehen (es sei denn, der Anwalt wäre gesetzlicher Vertreter, weil der Mieter geschäftsunfähig ist).

24.10.2007, 14:23 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
Ja, das wird man dann auch


Ja das wird man ja dann sehen, was der Richter dazu sagt....
24.10.2007, 14:22 von Musti1000
Profil ansehen
@augen(t)roll alias andreasM
Zitat:
Ob berechtigt, wird man ja sehen.....


Ja, das wird man dann auch - Kündigungen gehen immer an den Vertragspartner- und das ist nun mal der Mieter!
24.10.2007, 14:18 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
Dann habe ich meiner Pflicht genüge getan und meinen VERTRAGSPARTNER (Mieter!!!) gekündigt.



Ob berechtigt, wird man ja sehen.....
24.10.2007, 14:15 von Ich
Profil ansehen
andreasM
Zitat:
Zitat:
Der Mieterverein ist der Meinung, dass die Kündigung, die dem Mieter zugestellt wurde, nicht rechtskräftig ist


Das ist völlig richtig! Sie haben da einen entscheidenen Fehler begangen! Wenn Sie den Mieter unbedingt loswerden wollen, warum auch immer, dann unterbreiten Sie dem Mieter ein wirklich großzügiges Angebot. Zahlen Sie den Umzug des Mieters und dessen Spesen! So klappt es für Sie. Und Sie ersparen sich den wesentlich teueren Weg durch die zuständigen Gerichte!


Warum sollte ich?
PS: Wenn Sie Beiträge zitieren, sollten Sie auch den Satz KOMPLETT zitieren. Denn es geht einzig und allein darum, an WEN die Kündigung geschickt werden soll. Die Kündigung und deren Grund steht außer Frage.

Augenroll
Zitat:
Der Mieter wird eh alle Briefe an die Anwälte vom MV weiterleiten.

Warum wollen Sie an den vom Mieter beauftragten Anwälten vorbeikommunizieren? Was bezwecken Sie damit?

Das ist nicht üblich!


Wer sagt denn etwas von Anwälten? Der Mieterverein ist keine Anwaltskanzlei, und die Schreiben sind auch nicht von einem Anwalt!
Wenn der Mieter eh alle Briefe weiterleitet, ist es doch gut. Dann habe ich meiner Pflicht genüge getan und meinen VERTRAGSPARTNER (Mieter!!!) gekündigt.
24.10.2007, 14:06 von andreasM
Profil ansehen
Ach Morti,

darum geht es doch gar nicht!
Hier muss der VM dem Mieter nur ein ordentliches Angebot machen, dann ist das Problem gelöst! Meine Güte, permanent Miete einnehmen und dann zu kleinlich für ein paar tausend Euro. Ich meine, daran soll es doch nicht scheitern oder Morti?

AM
24.10.2007, 13:59 von Mortinghale
Profil ansehen
Ach Andi,

Dein Vortrag kommt mal wieder irgendwie falsch rüber.

Natürlich ist es richtig, daß der Mieterverein diese Meinung hat. Der Mieterverein hat halt viele Meinungen.

Im Ergebnis liegt er aber mit dieser Meinung falsch.

Richtig ist, daß @Ich (entsprechende Vollmacht vorausgesetzt) auch dem Mieterverein gegenüber die Kündigung hätte aussprechen können.

Freie Auswahl also.

24.10.2007, 13:48 von andreasM
Profil ansehen
Zitat:
Der Mieterverein ist der Meinung, dass die Kündigung, die dem Mieter zugestellt wurde, nicht rechtskräftig ist


Das ist völlig richtig! Sie haben da einen entscheidenen Fehler begangen! Wenn Sie den Mieter unbedingt loswerden wollen, warum auch immer, dann unterbreiten Sie dem Mieter ein wirklich großzügiges Angebot. Zahlen Sie den Umzug des Mieters und dessen Spesen! So klappt es für Sie. Und Sie ersparen sich den wesentlich teueren Weg durch die zuständigen Gerichte!

AM
24.10.2007, 13:46 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
Nichts (überrascht Dich das ?)


Nein, eigentlich nicht.
24.10.2007, 13:45 von Augenroll
Profil ansehen
@Jobo,

was hat Ihre Frage mit dem Thema zu tun?
24.10.2007, 13:45 von Mortinghale
Profil ansehen
Nichts (überrascht Dich das ?)

24.10.2007, 13:44 von Jobo
Profil ansehen
was hat die Frage, siehe oben, mit Haus und Grund zu tun ?

Jobo
24.10.2007, 13:40 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
tja wie soll ich sagen: ein bisschen doof.


Haus und Grund ist besser???
24.10.2007, 13:38 von Mortinghale
Profil ansehen
Zitat:
Das ist nicht üblich!


Bei mir schon.

24.10.2007, 13:36 von Cora
Profil ansehen
Zitat:
Der Mieterverein ist der Meinung, dass die Kündigung, die dem Mieter zugestellt wurde, nicht rechtskräftig ist, weil der Mieterbund vom Mieter bevollmächtigt wurde und die Kündigung ihm gegenüber ausgesprochen werden müsste.


d.h. du sollst dem Mieterverein die Wohnung kündigen?

So ein Schwachsinn.
Eine Mieterin von mir arbeitet auch mit dem Mieterverein zusammen und ich behalte mir das Recht vor, entweder an sie direkt oder den Verein zu schreiben. Selbst mein RA hat die Klage nicht an den MV sondern die Mieterin geschickt.
Dürfte man dann ja auch nicht.

Lass dich nicht irre machen, MV ist manchmal , tja wie soll ich sagen: ein bisschen doof.
24.10.2007, 13:32 von Augenroll
Profil ansehen
Der Mieter wird eh alle Briefe an die Anwälte vom MV weiterleiten.

Warum wollen Sie an den vom Mieter beauftragten Anwälten vorbeikommunizieren? Was bezwecken Sie damit?

Das ist nicht üblich!

24.10.2007, 13:31 von Mortinghale
Profil ansehen
Das siehst Du vollkommen richtig.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter