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23.04.2007, 09:36 von KasperkopfProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterin zieht überraschend aus
Hallo liebe Forumianer,

ich fange ganz von vorne an: Ich mache für ein Mehrfamilienhaus die WEG-Verwaltung und für die vermieteten Eigentumswohnungen auch die Mietverwaltung. In einer dieser Wohnungen wohnt seit ewigen Zeiten eine etwas schrullige aber bis dato zuverlässige Mieterin. Asbachuralter Mietvertrag ohne Kaution, der Vermieter hat nicht einmal einen Ersatzschlüssel. So vor knapp zwei Wochen hatte ich auf meinem Anrufbeantworter die Nachricht eines Sozialdienstes, dass ich mal wegen dieser Mieterin zurückrufen soll. Das tat ich auch, erreichte aber auch nur den Anrufbeantworter, sprach drauf und wartete auf Rückmeldung.

Die kam nun in Form eines Briefes an den Vermieter mit folgendem Inhalt:

Zitat:
Sehr geehrte Frau Eigentümerin,

da ich in ein Pflegeheim umgezogen bin, kündige ich hiermit die oben genannte Wohnung zum 30.04.2007. Zu meinem Bedauern muss ich Ihnen mitteilen, dass ich über diesen Zeitpunkt hinaus nicht in der Lage bin weitere Mietzahlungen zu leisten.

Mit freundlichen Grüssen

Mieterin.


Nun habe ich sofort wieder den Sozialdienst angerufen, mir die Handynummer der Betreuerin organisiert und sie dort angerufen. Ja, sie hätte damals nicht mehr zurückgerufen, da sie die Info, die sie brauchte, dann schon selbst herausgefunden hatte. Welche Info, wollte ich wissen. Name und Anschrift des Vermieters, war die Antwort. Daraufhin habe ich gefragt, ob sie den Brief der Mieterin an den Vermieter geschrieben hat, was die Betreuerin bejaht hat. Ich kam gerade noch dazu zu sagen, dass dieser für ziemlich Verärgerung gesorgt hat, als die Leitung unterbrochen wurde. Ob es das mangelnde Funknetz oder die fehlende Lust zu einem unangenehmen Gespräch war, weiß ich nicht.

So, der Vermieter ist natürlich stinkesauer und will den Schaden so gering wie möglich halten. Einerseits will er die Schlüssel, damit er die Wohnung möglichst schnell neu vermieten kann, andererseits will er natürlich auch noch die Miete bis zum Ende der regulären Kündigungsfrist. Ich habe ihm versucht klarzumachen, dass er zwar vor jedem Richter dieser Welt Recht aber kein Geld bekommen wird, da die Rente der Mieterin vermutlich weit unter der Pfändungsfreigrenze liegt. Trotzdem hat mich der Vermieter gebeten, mein möglichstes zu versuchen.

Ich bin so sauer, dass ich gar nicht mehr klar denken kann. Ich grüble schon die ganze Zeit darüber, wie ich den Brief an die Mieterin am besten formuliere, damit ich mir kein Eigentor schieße, so nach dem Motto: Mit der Rückgabe der Schlüssel haben Sie die Beendigung des Mietverhältnisses zugetimmt. Ich hatte mir folgendes überlegt:

Zitat:
Zurückweisung der Kündigung zum 30.04.2007, alternativ wird die Kündigung per 31.07.2007 akzeptiert. Sollte sich vor Ablauf der Kündigung ein neuer Mieter finden, kann das Mietverhältnis auch eher aufgehoben werden. Um den neuen Mieter suchen zu können, muss die Wohnung zugänglich sein, Verweis auf Pflichten des Mieters bei Kündigung einer Wohnung mit Aufforderung, Termine zu nennen, wann Besichtigungen möglich. Da die Mieterin aber offenbar pflegebedürftig ist, wird angeboten, den Schlüssel an die Verwaltung zu übergeben, damit die Mieterin nicht zu jedem Besichtigungstermin antraben muss. Die mindert natürlich nicht die Mietzahlungspflicht bis zum Ende der Kündigungsfrist.

Könnt Ihr mir sonst noch Tips geben? An was muss ich denken?

Gruss Kasperkopf
Alle 64 Antworten
29.04.2007, 09:59 von Rita
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Diese "Betreuerin" scheint ja tatsächlich ihre Kompetenzen, Pflichten und Aufgaben in jeder Hinsicht zu verletzen.

Egal ob freiwillig/selbst-ernannt oder gerichtlich eingesetzt > ein Betreuer kann doch nicht einfach Eigentum der Betreuten verschenken (zudem gepfändetes), dass die Betreute z.B. auch dazu benötigt ihre Schulden bei ihre Gläubigern zu verringern!
Selbst wenn es sich hier nur um Kleinbeträge handelt - solchen "Betreuern" gehört auf die Finger gehauen!

schau z.B. mal hier:
http://betreuungsrecht.wikia.com/wiki/Haftung

Zitat:
Die Galle hoch kam mir dann, als die Betreuerin erzählte, dass "jemand" schon mal den Kühlschrank und "noch ein paar Kleinigkeiten" abgeholt hätte. Auf meinen Einwand, dass sie dazu im Hinblick auf das Vermieterpfandrecht keine Berechtigung hatte, kam dann: "Ach, den Kühlschrank hat eine arme Sozialhilfeempfängerin abgeholt, der war bestenfalls 30 Euro wert." Mein Gegenargument: Kleinvieh macht auch Mist. Hier 30 Euro, da 20 Euro, es läppert sich und außerdem gehört es sich einfach nicht!!!


Also, das finde ich schon ein starkes Stück. Wie kommt die Betreuerin dazu mit einer fremden Person die Wohnung zu betreten und Sache abzugeben???

Da wäre in der Tat eine Beschwerde von Nöten.

Gruß
28.04.2007, 13:55 von zaunkoenig
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Hallo,

habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht und alle Beiträge gelesen.

Hat schon jemand die Frage danach gestellt, um welche Art der Betreuung es sich hier handelt?
Da gibt es unterschiede.

Eine rechtliche Betreuung muss gerichtlich angeordnet werden. Der Betreuer hätte seine Vollmacht in jedem Fall vorzulegen. Hat der Betreuer Dir gegenüber eine solchen gerichtlichen Bestellungsnachweis vorgelegt?

Soweit eine gerichtliche Betreuung angeordnet ist, kann man sich auch den gerichtlichen Gang zunächst sparen. Hier ist einfach mal der Richter zu konsultieren, der dem Betreuungsverhältnis zugestimmt hat. Ein dezenter Hinweis auf Vermögensuntergang, Diebstahl und Veruntreuung machen sich richtig gut.

Zwar bekommt man auf diese Art nicht seine Zahlungsrückstände, kann das Verfahren aber beschleunigen.

Gibt es keinen gerichtlich bestellten Betreuer, so handelt es sich um eine Geschäftsbesorgung im Namen der Person, die sich mit diesen Dingen nicht weiter befassen will.
Das macht rechtlich einen riesigen Unterschied, da hier eine rein zivilrechtliche Vereinbarung getroffen wird und keine "Entmündigung" stattfindet (Rechtlich gibt es den Begriff der Entmündigung nicht mehr).

Es wäre auch zu überprüfen, ob durch die richterliche Betreuungsanordnung nur eine allgemeine Betreuung stattfindet, oder aber der Entzug der Geschäftsfähigkeit angeordnet wurde. Das passiert allerdings nur noch selten, da das Selbstbestimmungsrecht so lange wie möglich erhalten werden soll. Teilweise Unzurechnungsfähigkeit führt lediglich nur noch zu einer eingeschränkten Geschäftsfähigkeit. Um die Geschäftsfähigkeit heutzutage abgesprochen zu bekommen müsste man schon medizinisch als unzurechnungsfähig beurteilt werden.

Wie gesagt, ich habe die Gesamtdiskussion nicht gelesen.

28.04.2007, 09:53 von Kasperkopf
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Hallo Wolf,

ja, das Schreiben an die Mieterin ging raus aber darauf kam keine Reaktion.

Gestern Nachmittag fand dann der zweite Termin mit der Betreuerin statt. Angeblich wäre sie zuvor beim Sozialamt vorstellig gewesen, um anzufragen, ob sie nicht bereit wären, die Räumung zu finanzieren, was jedoch verweigert wurde.

Die Wohnung ist gestopft voll mit allerlei Plunder, es wird also arbeits- und kostenintensiv, die leer zu räumen. Bei Durchsicht der Post purzelte uns ein Anwaltsschreiben entgegen, Quintessenz: die Dame ist diverse Ratenzahlungsverpflichtungen eingegangen und hatte wohl Schwierigkeiten, die zu bedienen.

Die Galle hoch kam mir dann, als die Betreuerin erzählte, dass "jemand" schon mal den Kühlschrank und "noch ein paar Kleinigkeiten" abgeholt hätte. Auf meinen Einwand, dass sie dazu im Hinblick auf das Vermieterpfandrecht keine Berechtigung hatte, kam dann: "Ach, den Kühlschrank hat eine arme Sozialhilfeempfängerin abgeholt, der war bestenfalls 30 Euro wert." Mein Gegenargument: Kleinvieh macht auch Mist. Hier 30 Euro, da 20 Euro, es läppert sich und außerdem gehört es sich einfach nicht!!!

Leider musste ich dann weg, da ich einen anderen Termin hatte aber ich will unbedingt nochmals mti der Eigentümerin sprechen. Meines Erachtens sollte man sich über die Betreuerin beim Vormundschaftsgericht beschweren. Sie kann nicht einfach die Rosinen unter dem Plunder verschenken und dem Eigentümer den Rest aufs Auge drücken!!!

Es wurde nun vereinbart, dass die Betreuerin schriftlich bestätigt, dass alle wichtigen Dokumente aus der Wohnung herausgenommen wurde und sich keine Wertgegenstände mehr darin befinden und der Vermieter berechtigt ist, alles zu entsorgen. Ferner habe ich der Dame klar gemacht, dass das mindeste, was sie nun für den Vermieter tun kann, folgendes ist: Die Titulierung der berechtigten Forderungen des Vermieters nicht zu behindern. Der Vermieter wird Mahn- und Vollstreckungsbescheid beantragen und die Betreuerin soll nicht widersprechen, damit er sich zumindest ein teures Gerichtsverfahren spart. Die Betreurin blökte dann zwar rum, dass das doch eh sinnlos sei, da die Mieterin mittellos wäre aber die Vermieterseite sagt auch: Wer weiß, ob sie nicht doch noch etwas erbt oder im Lotto gewinnt!

Das ist momentan der Stand der Dinge.

Gruss Kasperkopf
28.04.2007, 08:30 von Wolf
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Hallo Kasperkopf,

hab den Beitrag leider erst jetzt gelesen. Ist auch etwas Mühsam sich die relevanten Informationen aus diesem "langgestreckten" Beitrag herauszulesen.

Hast du eigentlich deinen, meiner Meinung nach guten, Entwurf in einen Brief für die Mieterin umgesetzt und zugestellt?

Hat das zweite Treffen nun eigentlich stattgefunden und was kam dabei raus?
27.04.2007, 15:20 von Augenroll
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Solange der Mieter seine Sachen in der Wohnung hat, hat er die Wohnung aber nicht aufgegeben und nutzt sie, also wohnt er dort noch drinnen. Es sei denn, man kann ihm nachweisen, dass er bereits woanders wohnt.
27.04.2007, 12:08 von pbsenn
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Sorry, war beschäftigt, daher jetzt erst weiter.

Zitat:
Der gewaltige Unterschied liegt darin: der Vermieter dringt in die Mietereigene Wohnung ein und verletzt das Grundgesetz. Wenn der Mieter ein Pfandrecht geltend machen möchte, dringt er normalerweise nicht in die selbstgenutzte Wohnung des Vermieters ein und versucht sich dort schadlos zu halten.


Stimmt nicht. Da das Vermieterpfandrecht eigentlich ausschließlich im Zusammenhang mit einer Kündigung ausgeübt wird, erhält der Vermieter erst Besitz an den gepfändeten Sachen, wenn der Mieter die Mieträume verlassen hat (geräumt ist in diesem Zusammenhang der falsche Begriff)

Gruß

Torsten
27.04.2007, 11:34 von pbsenn
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Lieber Augenroll,

die Forderung nach Sachlichkeit gerade von Ihnen gleicht nahezu schon Hohn und Spott. Egal. Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt.

27.04.2007, 10:13 von Augenroll
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Hallo pbsenn,
Zitat:
Also hör auf zu krakelen und steh den Vermietern doch diesen "Vorteil" zu.

Ich bitte um Sachlichkeit.

Zitat:
Warum soll denn genau dieses Recht auf einmal für alle gelten?

Weil der Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz (Artikel 3 Absatz 1)zu beachten ist.

Zitat:
Abgesehen davon habe ich aus ihrem Munde nicht gehört, dass beispielsweise die Ungleichbehandlung hinsichtlich der Kündigungsfristen des Grundsatzes bedarf:...

Ich verweise erneut auf das Grundgesetz: Artikel 13 Unverletzlichkeit der Wohnung. besonders Absatz 1 stellt die eigene Wohnung unter einen besonderen Schutz.

Der gewaltige Unterschied liegt darin: der Vermieter dringt in die Mietereigene Wohnung ein und verletzt das Grundgesetz. Wenn der Mieter ein Pfandrecht geltend machen möchte, dringt er normalerweise nicht in die selbstgenutzte Wohnung des Vermieters ein und versucht sich dort schadlos zu halten.

Konsenz zwischen allen hier schreibenden Usern sollte sein, dass das Grundgesetz zu beachten ist.
27.04.2007, 10:07 von Jutetuetchen
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Hallo,

dann ist zu wünschen dass das noch eine Chance ist die Sache ohne weitere Hürden zu regeln. Besser ist immer eine einvernehmliche Einigung untereinander als der Weg über Anwalt und Co.

LG
27.04.2007, 09:40 von Kasperkopf
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Hallo zusammen,

zweiter Versuch: Die Betreuerin sagt, sie hätte sich eine andere Uhrzeit notiert gehabt und wäre zu dieser auch erschienen. Jetzt haben wir einen neuen Termin für heute Nachmittag vereinbart.

Gruss Kasperkopf
27.04.2007, 09:02 von pbsenn
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Werter Augenroll,

Zitat:
Das Recht muss dann eben für alle gelten.


Warum soll denn genau dieses Recht auf einmal für alle gelten? Sie pochen doch auch immer auf dem BGB herum und halten den Vermietern mindesten jeden 10. Ihrer Beiträge unter die Nase, dass der Gesetzgeber sich etwas bei genau diesem oder jenen Gesetz gedacht hat, bzw. sie stellen die doch recht mieterfreundliche Auslegung der Gesetze nicht in Frage, sondern als allgemeingültig und gottgegeben hin.

Mitunter hat sich der Gesetzgeber also auch bei diesem Vermieterpfandrecht etwas bei gedacht (Meiner Meinung nach nicht weit genug, das es in der Praxis recht wertlos ist).

Abgesehen davon habe ich aus ihrem Munde nicht gehört, dass beispielsweise die Ungleichbehandlung hinsichtlich der Kündigungsfristen des Grundsatzes bedarf:

Zitat:
Das Recht muss dann eben für alle gelten.


Also hör auf zu krakelen und steh den Vermietern doch diesen "Vorteil" zu.

Gruß

Torsten
27.04.2007, 08:12 von Jutetuetchen
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Hallo Kasperkopf,

wenn ich ehrlich bin hab ich mir das schon gedacht dass da niemand erscheint.

Wie ich schon bereits erwähnt hatte würde ich da wirklich nicht mehr lange "fackeln" und einen RA hinzuziehen - anders scheint man da nicht wirklich weiterzukommen vorallem um auch rechtlich vollkommen abgesichert zu sein, traurig aber wahr !

LG
27.04.2007, 07:55 von Kasperkopf
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Guten Morgen zusammen,

gestern sollte ja der Termin mit der Wohnungseigentümerin, mir als Verwalterin und der Betreuerin der Mieterin stattfinden. Wer nicht kam und sich auch nicht meldete, war die Betreuerin. Sie war weder in ihrem Büro noch auf dem Mobiltelefon erreichbar. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass wir ganz schön angesäuert sind. Ich werde der Betreuerin jetzt mal ein Fax schicken, wenn da keine Reaktion darauf kommt, will die Eigentümerin dann doch einen Anwalt in Anspruch nehmen.

Gruss Kasperkopf
25.04.2007, 12:17 von Kasperkopf
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Hallo Augenroll,

Zitat:
Die Kosten für den GV können ja wohl dem Schuldner aufgedrückt werden.

Bevor der Gerichtsvollzieher anrückt, muss der Eigentümer seine Vergütung bezahlen. Er hat zwar das Recht, diesen Betrag beim Schuldner wieder einzufordern aber wenn der nichts hat - und das ist in meinem Fall ja tatsächlich so!!! - bleiben die Kosten genauso wie die ausstehenden Mieten, die Räumung und die Renovierung am Eigentümer hängen!

Gruss Kasperkopf

25.04.2007, 12:02 von Augenroll
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Zitat:
Und wer bezahlt den Gerichtsvollzieher?? Natürlich der Eigentümer!! Und meistens kostet der mehr, als am Ende bei der Anwendung des Vermieterpfandrechts herausschaut.

Die Kosten für den GV können ja wohl dem Schuldner aufgedrückt werden.

Es geht mir nur darum, dass die Pfändung durch eine unabhängige Amtsperson zumindest überwacht wird. Dann sind vielleicht die GV-Gebühren zu hoch?

Zitat:
Nur ist der Weg dahin - genauso wie für Vermieter, die gegen ihren Mieter zwangsvollstrecken wollen - steinig, schwer und mit Kosten gepflastert. Der Mieter kann sogar die private Lebensversicherung seines Vermieters pfänden lassen oder sich in das Grundbuch der selbstgenutzten Immobilie zwangseintragen lassen. Nur braucht er dazu einen vollstreckbaren Titel und bis man den hat und ob man dann überhaupt etwas bekommt -

Das ist die Gleichstellung der Vertragsparteien. Warum sollte es eine Vetragspartei schwerer oder leichter haben sollen, als die Andere.

Zitat:
Klasse, Deine Aussage! Vor allem, da Dich Augenroll noch sooooooo gelobt hatte!!

Ich nehme jeden Beitrag einzeln und lobe jeden Beitrag auch, wenn ich es für richtig halte. da macht es nichts, wenn ich gleichzeitig in einem anderen Beitrag vom selben User beleidigt werde. ich nehm das sportlich.

25.04.2007, 10:44 von Kasperkopf
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Hallo Augenroll,

Zitat:
Ich wollte nicht das Pfandrecht in Frage stellen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass sich der Vermieter dafür eines GV zu bedienen hat. Da der Vermieter keine Amtsperson ist.

Und wer bezahlt den Gerichtsvollzieher?? Natürlich der Eigentümer!! Und meistens kostet der mehr, als am Ende bei der Anwendung des Vermieterpfandrechts herausschaut.

Zitat:
Es gibt auch Fälle, wo Vermieter in Insolvenz gehen und z.B. BK/HK-Vorauszahlungen bzw. -Guthaben veruntreuen. In diesen Fällen sollten die Mieter von Ihrem Mieterpfandrecht Gebrauch machen dürfen und die laufende Grundmiete pfänden und eventuell die Mietwohnung für sich beschlagnahmen (und dieses auch ins Grundbuch eintragen dürfen)!!!

Das Recht muss dann eben für alle gelten.


Diese Aussage beweist mal wieder, wie wenig Ahnung Du tatsächlich von der Materie hast! Selbstverständlich kann jeder Mieter, der einen berechtigten Anspruch gegen seinen Vermieter hat, einen Zwangseintrag im Grundbuch erlangen. Nur ist der Weg dahin - genauso wie für Vermieter, die gegen ihren Mieter zwangsvollstrecken wollen - steinig, schwer und mit Kosten gepflastert. Der Mieter kann sogar die private Lebensversicherung seines Vermieters pfänden lassen oder sich in das Grundbuch der selbstgenutzten Immobilie zwangseintragen lassen. Nur braucht er dazu einen vollstreckbaren Titel und bis man den hat und ob man dann überhaupt etwas bekommt - weil halt auch schon andere Gläubiger im Rang vor Dir auf diese Idee gekommen sind - naja, das liest Du hier jeden Tag im Forum!

Hallo Rita,

Klasse, Deine Aussage! Vor allem, da Dich Augenroll noch sooooooo gelobt hatte!!

Gruss Kasperkopf
25.04.2007, 10:28 von Augenroll
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Ich wollte nicht das Pfandrecht in Frage stellen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass sich der Vermieter dafür eines GV zu bedienen hat. Da der Vermieter keine Amtsperson ist.

Es gibt auch Fälle, wo Vermieter in Insolvenz gehen und z.B. BK/HK-Vorauszahlungen bzw. -Guthaben veruntreuen. In diesen Fällen sollten die Mieter von Ihrem Mieterpfandrecht Gebrauch machen dürfen und die laufende Grundmiete pfänden und eventuell die Mietwohnung für sich beschlagnahmen (und dieses auch ins Grundbuch eintragen dürfen)!!!

Das Recht muss dann eben für alle gelten.
25.04.2007, 10:17 von Rita
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Schade, nicht schnell genug weitergescrollt - jetzt platzt mir aber die Hutschnur!

Das Vermieterpfandrecht dient nach dem Willen des Gesetzgebers dazu, dem Vermieter, der berechtigte, offene Forderungen gegen einen Mieter-Schuldner hat, seinen Schaden möglicherweise etwas zu reduzieren - natürlich nur rein theoretisch, weil i.d.R. kaum verwertbare Pfandsachen vorhanden sind.

Wer dieses gesetzl. Recht als dubios einstuft, der kann unmöglich mehr Gehirnzellen haben als mein Staubsauger!
(wenigstens gibt der nicht ständig unqualifizierte Kommentare ab)

Ich weiss schon, was ich mir bei der nächsten Sternschnuppe wünsche:
Augenroll möge in seinem nächsten Leben als Vermieter wiedergeboren werden - danach sprechen wir uns wieder ...
24.04.2007, 15:12 von Cora
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Was heißt hier dubioses Vermieterpfandrecht ?

Kannst du dich eigentlich auch mal in Vermieterseite versetzen?
Mieterin zieht einfach aus, es kommt keine Miete mehr, die Wohnung bleibt so wie sie ist, alle Sachen drin und du als Vermieter sollst dann sagen: "vielen Dank", liebe Mieterin/Betreuerin - ich mach das schon. Mir fehlen jetzt zwar ein paar Mieten, ausräumen kostet auch Geld, Wohnung instandsetzen ebenso, wann ich einen neuen Mieter finde weiß ich nicht - aber ich hab's ja - bin ja reicher Vermieter. Man hilft ja gern wo man kann.

Also, echt Augenroll, manchmal bleibt mir die Spucke weg.

Gruß
24.04.2007, 13:56 von Augenroll
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Zitat:
bevor was falsch verstanden wird - es geht hier nicht darum dass der VM sich auch die Wertsachen an die Seite schaffen soll .....

Wenn hier dieses dubiose Vermieterpfandrecht geltend gemacht werden soll, geht es aber genau darum!
24.04.2007, 12:25 von Jutetuetchen
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Hallo,

ich würde das erhölrich gesagt auch nicht ohne genaue Auskünfte eines RAs machen - meine Güte es muss da doch irgendwo auch noch ein Recht für den VM sein ... mann, mann kann doch nict sein dass VM nur noch in die Tasche für andere zahlen darf (auch wenn es hier um eine ältere Omi geht die plötzlich ins Pflegheim muss .... langsam aber sicher kommt einem wirklich die Galle hoch !)

Meinst Du nicht es wäre besser wenn du oder der Eigentümer vorher Rechtsauskunft einholt - wie schon hier geschrieben wurde es kann ja wohl nicht angehen dass die Leute sich einfach nur das Rechtwahren um die Wertsachen und was evtl. noch benötigt wird herausholen und die Mietzahlungen z.B. da keine fristgertechte Kündigung und die Räumung der Wohnung sprich Möbel etc. die nicht mitgenommen werden etc. bleibt am VM hängen ......)(bevor was falsch verstanden wird - es geht hier nicht darum dass der VM sich auch die Wertsachen an die Seite schaffen soll ..... schon einmal im Vorfeld klarstellen bevor darauf wieder ein Beitrag bzw. Hinweis geschrieben wird.)

Nachdenkliche Grüsse
24.04.2007, 10:04 von dunkelROOT
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Hallo,

also ganz so geht es ja nun auch nicht drei Ausrufezeichen
Einfach die verwertbaren Sachen aus der Whg nehmen und den Speermüll stehen lassen Donner Kiesel das kann es nicht sein! Ich würde mal dafür Sorge tragen, dass erst einmal gar nichts entfernt wird. Und noch eins, nimm dir einen Anwalt. Als Vermieter sollte man Mitglied in einem Vermieterverein sein und diese Stellen idR auch einen Anwalt zwecks Beratung.

dR
24.04.2007, 08:13 von Kasperkopf
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Guten Morgen zusammen,

bezüglich der Räumung der Wohnung meinte die Betreuerin gestern am Telefon auf meine Frage, ob das nicht auch Sache des Sozialdienstes sei: "Die holen nur die verwertbaren Sachen, den Rest lassen sie stehen".

Termin mit Betreuerin und Wohnungseigentümerin ist nun übermorgen. Bin mal sehr gespannt auf den Zustand der Wohnung und ob der Betreuerin noch etwas eingefallen ist, womit sie der ziemlich fassungslosen Wohnungseigentümerin doch noch entgegen kommen kann (darum hatte ich sie in aller Eindringlichkeit gebeten: herauszufinden, ob es nicht doch noch irgendeine Behörde/Sozialdienst/Verwandten gibt, der zumindest die Räumung der Wohnung veranlassen kann!!).

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 21:43 von Pihoqahiak
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naja, kann gerade bei älteren Leuten wirklich so schnell gehen ... ein Schlaganfall kommt dann oft vor. In diesem Fall aber, glaube ich auch eher, dass die Betreuer vom Sozialdienst alles verschlampt oder einfach schlampig gearbeitet haben. Sonst hätte die Betreuerin am Telefon schon gesagt, Frau Mieterin ist was passiert.

Aber der VM wird wirklich nicht viel holen können - ob die letzten 100 Euros in der Situation tatsächlich gepfändert werden können, bleibt fraglich .... technisch gesehen ja, aber wenn der Sozialdienst aktiv wird und das ganze vor Gericht landet, kann ich mir schon vorstellen, dass ein Richter der alten Dame ihr bisschen Bargeld doch noch gönnt.

Ich würde da nochmal mit dem Sozi-Dienst reden, vielleicht organisieren und finanziert die Räumung der Wohnung (irgendwo meine ich, gehört/gelesen zu haben, dass sie dann doch einspringen, wenn sie für denjenigen zuständig sind, der ins P-Heim muss); dann würde der VM nicht die ganzen 3 Monatsmieten verlieren.
23.04.2007, 18:55 von Cora
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Hallo

alte Dame hin oder her, sicher ist das traurig, aber kommt auch nicht von heute auf morgen, dass man in ein Pflegeheim muss.

Auch wenn momentan nichts zu holen ist, würde ich mir - wie schon geraten - trotzdem einen Titel holen, denn Kleinvieh macht auch Mist und auf den VM kommen ja wohl einige Kosten zu.

Und die Besichtigung der Wohnung würde ich schnellstens mit der Betreuerin vereinbaren und dabei klären was weg soll oder die alte Dame behalten will.

Sollte die Dame noch bei klarem Verstand sein, wird es ihr sicherlich (oder eventuell) auch unangenehm sein und auf fremde Hilfe angewiesen sein, ist immer Sch....
Deshalb hat unser Sohn auch Altenpfleger gelernt, das passt dann, wenn es mal so weit kommen sollte



@augenroll, also wirklich - dein Beitrag, total daneben, echt.

Mein Vorschlag wäre: gibt überhaupt keine Mieter mehr, jeder kauft die Wohnung in der er lebt und bei einer KM von 300 € hat man in 20 Jahren 72.000 € gezahlt, Zinsen brauchen natürlich nicht gezahlt werden, aber ab dem Zeitpunkt kommt der Mieter dann natürlich auch anteilig für alle Reparaturen auf.

Dann hat jeder was Eigenes - entweder ein Jodel-Diplom oder eine Wohnung.

Gruß
23.04.2007, 18:48 von jaegermeister
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Hallo kasperkopf

Ausgeräumt wurde die Bude naturlich auch von einen Betreuungsdienst bzw. Betreutes Wohnen. Die haben zwar 14 Tage gebraucht, Schönheitreparaturen sind nicht gemacht worden. Hauptsache die Bude ist leer.
23.04.2007, 18:17 von Jobo
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@augenroll
Zitat:
Ich finde meine Steuern nicht zu hoch, außer die Grundsteuer die ich über die Betriebskosten bezahlen "darf" (ist ja laut BGB eigentlich Vermietersache )


sie bezahlen etwas was sie gar nicht müßten, da entäuschen sie mich aber sehr. Hat sie Ihr böser VM über den Tisch gezogen ?
das stimmt mich sehr nachdenklich..

Aber ich kann sie ja beruhigen denn selbst die Mietvereine sind der Meinung das, wenn Vertraglich vereinbart, auch zu zahlen ist.

so schreibt zum Beispiel der Mieterverien Hamburg
Zitat:
Nebenkosten - Grundsteuer: Viele Mieter fragen: „Wieso soll ich die Steuern des Vermieters zahlen?“ Leider ist es aber gesetzlich so geregelt, dass der Vermieter die Grundsteuer auf die Mieter umlegen kann - natürlich nur unter der Voraussetzung, dass der Mietvertrag es zulässt.


Der Mieterverien München schreibt
Zitat:
Welche Betriebskosten dürfen umgelegt werden?

Die laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks, insbesondere die Grundsteuer.


Aber wahrscheinlich sind diese Verein von den VM so unterwandert dass die das so schreiben.

Jobo
23.04.2007, 17:05 von Augenroll
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@dROOT:
Zitat:
Huhu, augen(t)rolli
Einsicht ist der beste Weg zur ....?
Zitat:
dass ich gar nicht mehr klar denken kann


Ging das überhaupt schon einmal?


Leider kann ich klar denken und konnte es schon immer, denn ich habe das nicht geschrieben. Richtig lesen bildet!

@Prinzregent:
Zitat:
Und für Augentroll, wenn vermieten ein Renditegeschäft sein soll, sollten Vermieter und Mieter die gleichen Rechte haben. Und der Staat sollte nicht mit Billigmieten den Markt kaputt machen. Denn das muss Augentroll bezahlen, von seinen (zu hohen) Steuern.

Ich finde meine Steuern nicht zu hoch, außer die Grundsteuer die ich über die Betriebskosten bezahlen "darf" (ist ja laut BGB eigentlich Vermietersache )

Wenn kasperkopf meine Frage:
Zitat:
Wieviel Geld hat die Mieterin im Lafe der Jahre insgesamt an den Vermieter gezahlt und wieviel ist dann in die Wohnung/Haus davon zurückgeflossen?

beantwortet hat, können wir gern weiter über Rendite diskutieren.

Rein von der demografischen Entwicklung betrachtet ist es so: Wenn 10 Mieter "altersbedingt" aus dem Markt ausscheiden, wachsen nur 6 Jugendliche dafür nach. daher verstehe ich es auch, wenn die Vermieter die Mieter mit "künstlich verlängerten" Kündigungsfristen halten wollen.
23.04.2007, 16:45 von Hansjuergen
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Hallo Kasperkopf,

ich habe mal mit einem Betreuer (alter Schulfreund) gesprochen. Dieser bestätigte mir, dass ein Großteil der Betreuer so "arbeiten" wie Sie geschildert haben. Die Betreuer gehen wissentlich davon aus, dass bei einem Großteil der Mieter, die ins Altenheim müssen, der Vermieter die A....karte gezogen hat, ob nun kleiner Vermieter oder Wohnungsbaugesellschaft. Bei den Mietern ist halt nichts zu holen. Verwandte sind rechtlich nicht verpflichtet, ausstehende Mietzahlungen zu leisten oder die Wohnung zu entrümpeln bzw. zu renovieren.
Argument der Betreuer: der Vermieter hat über einen langen Zeitraum die Miete erhalten, so kann er auch mit dem Verlust leben. Die Rendite wird doch nur geringfügig schlechter ausfallen.
Sicherlich wäre es vernünftiger gewesen, wenn die Betreuerin mit Ihnen vorher einen Gesprächstermin vereinbart hätte, um die Angelegenheit kostengünstiger zu regeln.

Sie schreiben, die Frau bekommt ca. 1.100,00 € Rente, dann sind monatlich ca. 100,00 pfändbar.
Ich würde die Forderung titulieren lassen und mir dann den pfändbaren Teil der Rente überweisen lassen.
Dann würden die Kosten für das Altenheim nicht langen und das Sozialamt müßte zuschiessen.

Gruß Hans-Jürgen
23.04.2007, 16:19 von Jutetuetchen
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Hallo Kasperkopf,

vielleicht solltest Du mit der Betreuerin einen Termin vereinb. zwecks "Wohnungsabnahme" und im gleichen Zug dann gleich mit ihr zusammen nach persönlichen Sachen und Unterlagen die Wohnung durchsuchen und dass was alles gefunden und mitgegeben wurde schriftlich festlegen und auch über das was "entrümpelt und entsorgt" wird. Notfalls noch evtl. Verwandtschaft mit einbeziehen....

Grüsse
23.04.2007, 16:19 von Melanie
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Kasperkopf,
ich glaub das würde ich lieber mit nem kostenlosen Beratungsgespräch beim H&G klären (seid Ihr doch sicher drin)
Wäre mir zu heikel!
Gerade wegen dem tafelsilber und den 20000€ in der Handtasche neben der Kommode, und so
23.04.2007, 15:56 von Kasperkopf
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Tja, so was habe ich mir fast schon gedacht! Ich denke, da wird das Entrümpeln auch noch am Vermieter hängen bleiben. Hat jemand von Euch schon mal eine schriftliche Vereinbarung mit so einem Mieter bzw. dessen Betreuer übers Entrümpeln getroffen? Nicht, dass es noch heißt, der Vermieter hätte das Tafelsilber unterschlagen oder die Möbel wären doch ach so wertvoll gewesen...

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 15:54 von peter98
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Zitat:
inwieweit man die Verwandtschaft zumindest für das Ausräumen der Wohnung in die Pflicht nehmen kann.


dies dürfte schwierig werden.
Wenn, dann macht es nur Sinn sich an die Kinder der alten Dame zu wenden, da diese als Nachkommen ersten Grades zum Unterhalt verpflichtet werden könnten. Dies kommt aber auch nur zum Tragen, wenn diese in guten finanziellen Verhältnissen leben.
23.04.2007, 15:45 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Was mich interessieren würde, ist, inwieweit man die Verwandtschaft zumindest für das Ausräumen der Wohnung in die Pflicht nehmen kann.


...halte ich für unrealistisch. Wenn ein Sterbefall vorliegen würde und die Verwandten erben würden, wäre es wahrscheinlich anders...

so bleibt wahrscheinlich nur so schnell wie möglich ein paar kräftige Jungs sofort ausräumen renovieren und den Schaden begrenzen. Schreiberei mit Anwälten kostet nur Zeit und Geld und der Ausgang ist Ungewiss...

Meine Meinung

MFG
23.04.2007, 15:27 von Kasperkopf
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Hallo Jägermeister,

diese Betreuerin behauptet, dass der Mieterin nach Abzug der Kosten fürs Pflegeheim nur 90 Euro Taschengeld bleiben. Davon kann die natürlich keine Schulden mehr abbezahlen. Was mich interessieren würde, ist, inwieweit man die Verwandtschaft zumindest für das Ausräumen der Wohnung in die Pflicht nehmen kann.

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 14:41 von jaegermeister
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Hallo Kasperkopf

In meiner Vermietertätigkeit habe ich es auch mit 2 Betreuten Mietern bzw. Exmieter zu tun. Ein Exmieter der über 7000€ Mietschulden und Gerichtsschulden bei mir hat, wird seit 12/2006 betreut. Der Betreuer zahlt mir vom Konto des Betreuten jeden Monat 100€. Der Betreute ist Hartz 4 Emfänger. Nach Aussage des Betreuers ist der Betreuer Angehalten Schulden wenn möglich zu begleichen. Ich rechne mit ca. 8-10 Jahre die das dauern wird aber es kommt etwas. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Ich würde mit dem Betreuer mal Tacheles reden.
23.04.2007, 14:26 von Jutetuetchen
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Hallo Kasperkopf,

dass ist jetzt nicht wahr - oder ????

Leider oder besser Gott sei Dank habe ich diesbzgl. bisher noch keine Erfahrungen sammeln brauchen - aber ich würde jetzt doch wohl eher mal eine RA kontaktieren und mich beraten lassen das wird ja jetzt immer interessanter...die Antwort interessiert mich jetzt auch!

Was soll eigentlich noch alles am VM hängen bleiben....

Ich wünsche Dir dass es doch noch eine schnelle Lösung gefunden werden kann vorallem dass es auch nicht ganz so teuer wird (obwohl dass hört sich nach ganz schönen Kosten an die vermutlich wirklich wieder mal am VM hängen bleiben werden und einen um Monate zurückwerfen werden .....)

LG
23.04.2007, 14:15 von Kasperkopf
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Hallo zusammen,

gerade rief die Betreuerin zurück. Es kommt noch dicker! Laut ihrer Aussage ist die Wohnung in einem schrecklichen, nicht geräumten Zustand. Die Verwandten lehnen die Räumung der Wohnung ab, Guthaben ist keines vorhanden, die Rente bewegt sich bei 1.100 Euro im Monat! Es tät Ihr ja schon irgendwie Leid aber das bliebe jetzt alles beim Vermieter hängen.

Mir schwant ja bereits, dass das so sein wird. Die Frage ist jedoch: Wenn es hier Verwandte gibt, kann man die in irgendeiner Form in die Pflicht nehmen?

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 14:04 von Jutetuetchen
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Hallo,

..... und wieder mal eine Situation wo der VM die A....karte gezogen hat und wieder gibt es Leute die ihre wahre Freude daran haben.... *kopfschüttel* Moralapostel sollte man hier weiterhin fleissig überlesen - scheinbar gibt es wirklich solche Menschen die in ihrem wahren Leben nicht viel zu melden haben und sich dann in einem Forum behaupten müssen ....traurig aber wahr.

Kasperkopf ich kann Deinen Ärger voll und ganz nachvollziehen und dass Schreiben was Du aufgesetzt finde ich vollkommen o.K. und würde es auch so zustellen.

Ich drücke Dir die Daumen dass es gut für Dich ausgeht.

LG



23.04.2007, 13:36 von prinzregent
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au weia, klar, kann ich den Ärger von Kasperkopf perfekt nachvollziehen.

Ein Vermieter muss sich an Recht und Gesetz halten, der Mieter nicht - im Gegenteil.

Ein Vermieter hat ca. 12 Monate Kündigungsfrist ( und kriegt die alte Dame eh nicht raus ) , dagegen die Mieterin, einfach weg und Vermieter bleibt auf dem Schaden sitzen.

Tja, dir Kasperkopf bleibt nur:

1. rein in die Wohnung und "Zustandsprotokoll" machen und ein Angebot einer Malerfirma und einer Rückefirma (0 die den Sperrmüll entsorgen ) Diese Angebote dem Vermieter vorlegen und gleich abraten, gegem die alte Dame was zu machen. Denn es wird nix bei rauskommen. Ausser Spesen nix gewesen.

2. Gegen die alte Dame einen Titel zu erwirken halte auch ich für sinnlos. Die Pfändungsgrenzen werden ja ständig "korrigiert". Da verdient nur der Juristenapparat was.

Und für Augentroll, wenn vermieten ein Renditegeschäft sein soll, sollten Vermieter und Mieter die gleichen Rechte haben. Und der Staat sollte nicht mit Billigmieten den Markt kaputt machen. Denn das muss Augentroll bezahlen, von seinen (zu hohen) Steuern.

Aber, ich weis, in Kanada ist das vermieten auch nicht besser. Zahlt der Mieter nicht, muss der Vermieter sogar noch die Heizung mit zahlen. Und in Spanien solls auch nicht besser sein.



Was stört mich stört ist dieses Ungleichgewicht. Die alte Dame muss zur Pflege und ihr Vermieter bleibt auf den Kosten sitzen. Selbst wenn jahrelang Miete bezahlt wurde, insofern die Wohnung neu saniert werden muss kann von "Gewinn" keine Rede sein. Jeder Bundesschatzbrief bringt mehr Gewinn ein. Oder ein Papier OFFSHORE. Da spart sich Vermieter die Steuer.
23.04.2007, 13:33 von Kasperkopf
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Hallo Melanie,

Zitat:
Aber letztlich würde ich trotzdem dem VM dazu raten kein gutes Geld Schlechtem hinterherzuwerfen!
Lieber so schnell wie möglich versuchen zu vermieten...

Das habe ich dem Vermieter vorhin in einem Telefonat auch gesagt. Ferner habe ich ihm auch gleich klar gemacht, dass seine Schönheitsreparaturenklausel höchstwahrscheinlich nichtig ist und er auch auf eine Renovierung durch die Mieterin gar nicht hoffen braucht.

Werde berichten, wie die Sache weiterging!

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 13:24 von Melanie
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@ Kasperkopf:
Jo, schick das Schreiben so ab!
Aber letztlich würde ich trotzdem dem VM dazu raten kein gutes Geld Schlechtem hinterherzuwerfen!
Lieber so schnell wie möglich versuchen zu vermieten...
23.04.2007, 13:20 von Melanie
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Zitat:
Es ist aber kein "Ausheulforum".

AHA!!!!!!!
Es ist also kein Ausheulforum sondern Du willst wohl drauf hinaus das hier ein RECHTforum ist, stimmts?!
Dann verschone uns doch auch mit Deinem Geheul von Moral, und beantworte die Fragen nach RECHT!
23.04.2007, 13:02 von dunkelROOT
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Huhu, augen(t)rolli
Einsicht ist der beste Weg zur ....?
Zitat:
dass ich gar nicht mehr klar denken kann


Ging das überhaupt schon einmal?

dR
23.04.2007, 12:52 von Kasperkopf
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Hallo Rita,

Danke für Deine qualifizierten Äußerungen. Ich habe mir folgende Formulierungen überlegt:

Zitat:
Gemäß § 2, Absatz 1 des mit Ihnen geschlossenen Mietvertrages vom 13. August 1990 wurde vereinbart, dass das Mietverhältnis mit gesetzlicher Kündigungsfrist zum Ende eines jeden Kalendermonats gekündigt werden kann. Diese beträgt für Mieter drei Monate. Demgemäß weisen wir Ihre Kündigung zum 30. April 2007 als nicht fristgemäß zurück, akzeptieren jedoch Ihre Kündigung per 31. Juli 2007.
...
Um Ihnen entgegen zu kommen, werden wir uns um eine möglichst rasche Neuvermietung der Wohnung bemühen, so dass Sie eventuell auch schon vor dem 31. Juli 2007 aus den vertraglichen Verpflichtungen entlassen werden können. Hierzu ist es jedoch notwendig, dass wir Zutritt zu der Wohnung erhalten, um uns zum einen ein Bild vom Zustand der Wohnung machen zu können und zum anderen, um Besichtigungen mit Interessenten durchführen können. Ihre Verpflichtung zur Mitwirkung ergibt sich aus § 15, Absatz 2 des Mietvertrages. Da Sie bisher die Wohnungsschlüssel nicht zurückgegeben haben und weder Ihre Vermieterin noch wir einen Ersatzschlüssel besitzen, setzen wir hiermit Donnerstag,xxx. April 2007 um xx.00 Uhr als Termin zur Besichtigung der Wohnung fest. An diesem Termin werden sich Ihre Vermieterin und die Verwalterin ein Bild vom Zustand der Wohnung sowie der Vermietbarkeit machen.

Sollte Ihnen dieser Termin nicht passen, bitten wir Sie um Nachricht. Hören wir nichts von Ihnen, gehen wir davon aus, dass Sie selbst oder eine von Ihnen mit schriftlicher Vollmacht ausgestatte Person an dem Termin zugegen sein wird, um die Wohnung zugänglich zu machen. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir Sie bei Nichterscheinen bei gleichzeitig fehlender, rechtzeitiger Absage schadensersatzpflichtig machen und die Anfahrt mit € 35,70 in Rechnung stellen werden.

Während des Termins können wir dann auch besprechen, wie die Terminabstimmung für die Durchführung der Besichtigungen mit Mietinteressenten erfolgen kann. Da Sie offenbar pflegebedürftig geworden sind, können wir Ihnen anbieten, dass Sie uns einen Schlüssel zur Wohnung überlassen, damit sie nicht zu jeder einzelnen Besichtigung mit Mietinteressenten dazu kommen müssen, um die Wohnung aufzusperren. An Ihrer Pflicht zur Zahlung der Miete bis zum 31. Juli 2007 ändert sich dadurch natürlich nichts.


Ist das eindeutig genug??

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 12:40 von Rita
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Hallo Kasperkopf

Bitte verzeiht, falls ich etwas wiederhole - aber störende, unqualifizierte "Zwischenrufe" lese ich nicht mehr durch.

Man ist es ja auch im normalen Leben gewohnt, dass Fehlverhalten von Mietern (oder deren Betreuerin) entschuldigt wird - der Vermieter dagegen grundsätzlich zu "den Bösen" gehört - auch wenn er sich einwandfrei verhält, ihm übel mitgespielt wird und er trotzdem noch so großmütig ist Bereitschaft zu Entgegenkommen zu zeigen ...

Also - zuerst mal tief durchatmen und zählen, bis du wieder runter bist. Den von der Mieterin bzw. deren Betreuerin erforderlich gemachten Antwortbrief möglichst sachlich halten!
z.B.
auf die gesetzlichen Bestimmungen > § 573 c Kündigungsfristen > § 537 Entrichtung der Miete bei persönlicher Verhinderung des Mieters hinweisen
eindeutig formulieren: VM schlägt Annahme eines Schlüssels einzig vor, um der Mieterin die Erfüllung ihrer Pflicht zur Ermöglichung von Besichtigungsterminen leichter zu machen und um möglichst frühzeitig einen Nachfolgemieter finden zu können, in der Absicht der Mieterin bzgl. einer vorzeitigen Mietvertragsaufhebung ohne eigenen finanziellen Schaden entgegenkommen zu können!
> damit nicht irgendein Chaot auf die Idee kommt, der VM hätte den Schlüssel vorzeitig eingefordert, um sich selbst dadurch einen Vorteil zu verschaffen

23.04.2007, 12:32 von Kasperkopf
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@ Augenroll,

ich habe mich hier nicht nur ausgeheult sondern um Rat gefragt, was ich bei meinem Brief alles beachten muss!!

Und wenn mir hierzu noch jemand einen Rat hätte, wäre ich wirklich dankbar!!

Dich bitte ich - sofern Du keine konstruktiven Beiträge zu dem Thema hast - Dich zurück zu halten. Zu Deinen übrigen Äußerungen sage ich nichts mehr, weil es nichts bringt!!

Gruss Kasperkopf

23.04.2007, 12:01 von Augenroll
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Zitat:
das ist hier doch ein Vermieter Forum.
Ergo kann ich verstehen wenn Kasperkopf hier seinem Unmut freien Lauf läßt und nach Lösungen anfragt.

Es ist aber kein "Ausheulforum".

Des Weiteren hatte Kapserkopf kurz vorher etwas in einen anderen Beitrag geschrieben, was kasperkopfs wütende Reaktion ad absurdum führt.

Entweder war also kasperkopfs Äußerung gelogen bzw. nicht durchdacht oder die wütende Reaktion war nicht glaubwürdig.

Das passt eben nicht zusammen.
23.04.2007, 11:54 von Jobo
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das ist hier doch ein Vermieter Forum.
Ergo kann ich verstehen wenn Kasperkopf hier seinem Unmut freien Lauf läßt und nach Lösungen anfragt.
Ihn dann ohne Kenntnisse des genauen Umstandes pauschal moralisch runter machen zu wollen ist hier fehlt am Platz.
Auch der Versuch jemanden der einem alten und gebrechlichen Menschen Wohnraum vermietet zu sagen, dass er sich schämen soll, finde ich auch nicht angemessen.
Auch finde ich es nicht notwendig, dass du als Vermieter ab einem gewissen Alter,oder vielleicht sogar Gesundheitszustand, den Mieter alle paar Monate fragst, wann er den in ein Pflegeheim geht, damit er rechtzeitig daran denkt den Mietvertrag zu kündigen. Da muß die Aktion vom Mieter aus gehen.
Jobo

23.04.2007, 11:53 von Augenroll
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Was ist schon fair?

ich sehe aber auch keine boshafte Absicht bei der Betreuerin. Diese Leute machen einen psychologisch sehr aufreibenden Job und sind oft systembedingt gestresst.

Auch für die Betreuerin kann ich daher nur um Nachsicht bitten. Sie müssen eh alles schriftlich machen, anrufen ist doch Zeitverschwendung und nervt.
23.04.2007, 11:48 von Kasperkopf
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Hallo Melanie,

genau darum geht es!!! Einfach vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden und sich dann noch vor dem gespräch zu drücken. Das Handy der Betreuerin ist nämlich seit unserer Unterbrechung ausgeschaltet. Der Sozialdienst weiß doch genau, dass da nichts bei der Mieterin zu holen ist, also sind sie den einfachsten Weg gegangen. Und das ist nicht fair!!!

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 11:35 von Melanie
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Zitat:
Es sollte aber auch geklärt werden, ob die Mietzahlungen, die Investitionen und die blinde Wut von Kasperkopf in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen!



Die blinde Wut dürfte daher rühren das man als VM einfach vor vollendete Tatsachen gestellt wird!
KAnn keine Miete zahlen.....nun mach mal.....guck mal ob sich ein Verfahren lohnt Du Sack....
Statt vorher zu kommen zu bereden ob was anderes drin ist....ein Entgegenkommen....
Nein, es wird einfach gemacht....und nun sie zu du Blödmann von VM
23.04.2007, 11:33 von Kasperkopf
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Hallo Melanie,

Danke für Deine Anteilnahme! Das tut gut!!!

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 11:31 von Augenroll
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Zitat:
Es wurde dafür ja auich eine Leistung geboten!!!!

Das habe ich nicht bezweifelt.

Es sollte aber auch geklärt werden, ob die Mietzahlungen, die Investitionen und die blinde Wut von Kasperkopf in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen!
23.04.2007, 11:30 von Melanie
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wahrscheinlich sollte ein VM kostendeckend Miete verlangen, oder wie?
Mieter wohnt umsonst....lediglich Reparaturen/Modernisierungen/Betriebskosten dürfen angesetzt werden, oder was?
Die Leistung "Wohnraum zur Verfügung stellen" ist ja kapitalistisch, oder wie?!
Ach.....und Dach decken und son Kram natürlich nicht in die Mietberechnung einfließen lassen, denn der VM erhält sich damit ja seinen Immobilienwert.....darf ja auch net in die Kalkulation rein!
Am Besten setz ich unsere Dachwohnung nur mit Betriebskosten in die Zeitung.......Wohnung ist ja eh da.....
23.04.2007, 11:27 von Melanie
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Zitat:
Wieviel Geld hat die Mieterin im Lafe der Jahre insgesamt an den Vermieter gezahlt und wieviel ist dann in die Wohnung/Haus davon zurückgeflossen?

Verdammt noch mal!!!!!
Es wurde dafür ja auich eine Leistung geboten!!!!
Nämlich dort wohnen zu dürfen!

23.04.2007, 11:26 von Kasperkopf
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Hallo Augenroll,

Zitat:
Bitte beantworten Sie meine Frage:
Wieviel Geld hat die Mieterin im Lafe der Jahre insgesamt an den Vermieter gezahlt und wieviel ist dann in die Wohnung/Haus davon zurückgeflossen?

Das hat zwar überhaupt nichts mit der Sache zu tun aber: in dieses Haus hat die Eigentümergemeinschaft regelmäßig investiert. Jedes Jahr wurde etwas anderes modernisiert. Zuletzt wurde die Heizungsanlage ausgetauscht und momentan bin ich am Angebote einholen für weitere Maßnahmen. Auch in dieser Wohnung wurden sämtliche Mängel stets sofort und vollständig behoben.

Wie Du siehst, liegst Du in diesem Fall mit Deinen Klischees, dass alle vermieter geldgierige Monster, völlig falsch!!!

Und findest Du es anständig, dass die Betreuerin nicht zurückruft und nun ihr Handy ausgeschaltet hat????

Gruss Kasperkopf

23.04.2007, 11:25 von Melanie
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Hab ich nach der letzten Antwort von Kasperkopf, die sich mit meiner überschnitt, ja garnet so falsch gelegen!
23.04.2007, 11:24 von Augenroll
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Die rechtlichen Ansprüche des Vermieters habe ich nicht in Frage gestellt. Um mal eine Summe zu nennen: es geht hier um etwa 3 Monatsmieten und vielleicht einmal Sperrmüllabfuhr!

Ich fand unmöglich, wie Sie persönlich mit diesem Problem umgehen. Ohne jedes Verständnis und Einfühlungsvermögen.

Bitte beantworten Sie meine Frage:
Zitat:
Wieviel Geld hat die Mieterin im Lafe der Jahre insgesamt an den Vermieter gezahlt und wieviel ist dann in die Wohnung/Haus davon zurückgeflossen?
23.04.2007, 11:22 von Melanie
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es geht ja wohl nicht nur drum was Kasperkopf will, sie führt ja nur die "Befehle" ihres Auftraggebers aus!
Ich denke mit schwarz ärgern meint sie sicher das das unangenehme Telefonat einfach unterbrochen wurde, oder?!
Und nichtsdestotrotz ist die rechtliche Frage ja klar!
Von diesem Recht freiwillig abzuweichen liegt weder in Kasperkopfs Aufgabenbreich, noch ist der VM dazu gezwungen.
Was wäre wenn der VM selbst kurz vor der Insolvenz steht und die 3 Monate Miete BRAUCHT!
Außerdem soll hier IMMER der VM nachgeben, aber wehe man fordert etwas Rücksicht vom Mieter ein...
Ja ne is klar....der Mieter ist ja auch immer arm und schutzbedürftig, und der VM immer ein habgieriger alter Sack mit Goldhaufen im Keller!
23.04.2007, 11:19 von Kasperkopf
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Hallo Augenroll,

Zitat:
Sie sollten sich was schämen!

Nein, das muss ich nicht!!!!

Niemand trifft von heute auf morgen die Entscheidung, in ein Pflegeheim zu ziehen. Das bedarf immer einer gewissen Vorlauf- und Wartezeit. Wenn die Mieterin oder die Betreuerin damals angerufen und gesagt hätte: "Hallo, ich werde demnächst in ein Pflegeheim gehen, ich weiß nur nicht genau, wann", dann hätte man schon mal planen können. Aber einfach ausziehen, keine Schlüssel zurückgeben, keine Miete mehr bezahlen, das geht nicht, selbst dann, wenn man alt und hilfebedürftig ist. Wenn sie selbst so verhuscht ist, dass sie das nicht mehr kapiert, dann wäre es Aufgabe des Pflegdienstes gewesen, hier für eine vernünftige und für alle Seiten faire Lösung zu sorgen.

Offenbar sind sowohl die Mieterin, deren Betreurin als auch Du mal wieder der Klischeevorstellung verfallen, dass alle Vermieter reich sind. Das trifft hier aber nicht zu. Die Eigentümerin der Wohnung hat eine Finanzierung laufen, deren Rate von der Bsank pünkltich am Monatsersten abgebucht wird, und zwar unabhängig davon, ob Miete kommt oder nicht. Auch ich als Verwalter muss auf der Hausgeldzahlung bestehen, damit ich die Versorger zufrieden stellen kann, egal, ob die Mieterin bezahlt oder nicht.

Und selbst wenn Bill Gates der Vermieter wäre: Hier wurde ein Vertrag abgeschlossen und nun gebrochen. Was mich vor allem wütend macht, ist die Art und Weise. Nicht das gEspräch über eine einvernehmliche Lösung zu suchen sondern vollendete Tatsachen zu schaffen. Und wenn ich mich darüber aufrege, muss ich mich dafür nicht schämen!!!!!!!!!!!1

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 11:12 von Augenroll
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Zitat:
Ich bin so sauer, dass ich gar nicht mehr klar denken kann.


Das kann echt nicht wahr sein, ich gönne Ihnen die Aussicht, das Sie auch älter werden und Sie ebenfalls mit verschiedenen Gebrechen zu kämpfen haben werden!

Bitte beantworten Sie meine Frage:
Zitat:
Wieviel Geld hat die Mieterin im Lafe der Jahre insgesamt an den Vermieter gezahlt und wieviel ist dann in die Wohnung/Haus davon zurückgeflossen?
23.04.2007, 11:09 von Augenroll
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Zitat:
An was muss ich denken?


Zum Beispiel daran:

Jeder wird mal alt und braucht vielleicht Betreuung.

Die "Boshaftigkeit" ging garantiert von der Betreuung aus und nicht von der Mieterin.

Der Vermieter hat keinen Anspruch auf einen "Reseveschlüssel".

Wieviel Geld hat die Mieterin im Lafe der Jahre insgesamt an den Vermieter gezahlt und wieviel ist dann in die Wohnung/Haus davon zurückgeflossen?

Sie haben gerade in dem Beitrag von Prinzregent "Blumen zertrampelt" geschrieben:
Zitat:
Das ist nunmal heute so: Anstand und Ehrlichkeit werden auf dem Altar einer "Ich bin doch nicht blöd", "Geiz ist geil" und "Zuerst ich und mein Fun!" Gesellschaft geopfert.


Ich hatte darauf geantwortet:
Zitat:
Alle Mitglieder der Gesellschaft formen gerade diese Gesellschaft. Man kann nicht immer nur mit dem Finger auf andere zeigen und meckern.



Jetzt formen Sie genau diese Gesellschaft mit Ihrem kleingeistigen rücksichtslosen Gehabe. Sie regen sich über diese Mieterin auf, als ob diese sonstwas verbrochen hat, dabei ist sie lediglich alt und auf Hilfe angewiesen.

Sie sollten sich was schämen!


Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
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