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08.10.2007, 15:52 von StefanusProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterin liest Briefe nicht
Meine Mieterin erzählte mir kürzlich, dass es zwecklos wäre, ihr irgendwelche Briefe zu schicken, das sie sie ohnehin nicht lesen würde.
Was bedeutet das für mich, wenn sie mal einen Wichtigen Brief (Abmahnung, Kündigung...) erhält ?
Alle 18 Antworten
13.10.2007, 16:20 von Cora
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Man kann natürlich auch mit einem Zeugen zu der Dame gehen, den Brief offen übergeben und sich dies bestätigen lassen.
Falls sie dies denn macht. Ansonsten ist die Zustellung durch den GV tatsächlich die sicherste, der Absender hat natürlich Pech wenn die Dame letztendlich behauptet in dem Umschlag sei kein Brief gewesen... der Phantasie der Empfänger sind offensichtlich keine Grenzen gesetzt
13.10.2007, 10:38 von Musti1000
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Zitat:
Also sollte, so wie ich jetzt hier heraus gelesen habe, ein Einwurf-einschreiben ausreichen, oder ?


Nein, auf gar keinen Fall - selbst ein Einschreibebrief persönlich und mit Rückschein reicht nicht aus...

De Empfänger könnte immer noch behaupten, der Brief wäre leer oder nur ein weisses Blatt Papier drin gewesen.

Die beste und sicherste und vor allem Gerichts-verwertbare Zustellung ist immer noch die Zustellung per Gerichtsvollzieher die so um 10- 15 Euro kostet.

Dein Schreiben zweifach an den zuständigen Gerichtsvollzieher oder die Gerichtsvollzieherstelle Deines zuständigen Amtsgerichtes schicken - dieser macht seinen Stempel drauf, tütet es in einen der genannten gelben Umschläge ein und bestätigt Dir auf der Kopie die Zustellung.

Und hier wird dann wieder so verfahren wie schon geschrieben - Umschlag wird vom Postboten eingeworfen - Einwurf von ihm per Unterschrift bestätigt und das Schreiben gilt als zugestellt - egal ob der Empfänger es jemals gelesen hat.

Ob alternativ die Sache mit persönlichen Einwurf und Zeugen Gerichts-verwertbar ist? Bin mir da nicht so sicher - kommt immer auf den Richter an...
13.10.2007, 10:10 von Stefanus
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Also sollte, so wie ich jetzt hier heraus gelesen habe, ein Einwurf-einschreiben ausreichen, oder ?
11.10.2007, 09:04 von Augenroll
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@chum,

Zitat:
(Bei behördlichen Schreiben wird ähnlich verfahren, auf dem gelben Umschlag unterschreibt der Postbote das Datum des Einwurfs und Unterschreibt - und dies wurde vom Gesetz als Gültig befunden - hatte mal ein Urteil gelesen, finde jedoch nicht die Quellenangabe)



Sie verwechseln hier Gesetz und Gesetzeslage. Bzw. benennen Sie bitte das "Gesetz"!
11.10.2007, 07:16 von chum
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Einwurf EBF reicht aus. (Übergabe EBF ist nur unnütz Porto und wird evtl. nicht angenommen)

Ich empfehle jedoch auf wichtigen Anschreiben (z.B. Kündigung...) auf dem Anschreiben selbst (unter dem Adressfeld) "Per Briefkasteneinwurf am tt.MM.2007" zu drucken und bei besonders wichtigen Schreiben, evtl. von neutralen Zeugen bestätigen zu lassen und in den Mieterbriefkasten das Schreiben einzuwerfen.

(Bei behördlichen Schreiben wird ähnlich verfahren, auf dem gelben Umschlag unterschreibt der Postbote das Datum des Einwurfs und Unterschreibt - und dies wurde vom Gesetz als Gültig befunden - hatte mal ein Urteil gelesen, finde jedoch nicht die Quellenangabe)
10.10.2007, 21:30 von nass01
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Zitat:
Gibt es; nennt sich "Singendes Telegramm". Gegen einen kleinen Aufpreis zieht sich der Bote bzw. die Botin während des Vortrags sogar aus (bleibt besser in Erinnerung).



Gilt der Srvice auch bei nicht gezahlten Raten an die Bank?

Fals ja, werde ich meine Zahlungen einstellen.
10.10.2007, 20:35 von Lilibeth
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Zitat:
Gegen einen kleinen Aufpreis zieht sich der Bote bzw. die Botin während des Vortrags sogar aus


lach mich weg

das wäre echt was
10.10.2007, 20:23 von Mortinghale
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@Jobo

Zitat:
Wenn es diesen Dienst noch nicht gibt...


Gibt es; nennt sich "Singendes Telegramm". Gegen einen kleinen Aufpreis zieht sich der Bote bzw. die Botin während des Vortrags sogar aus (bleibt besser in Erinnerung).

10.10.2007, 18:30 von Stefanus
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Würde das bedeuten, dass ein Einwurfeinschreiben ausreicht ?
Bisher hatte ich ganz normale 55Cent Briefe verschickt. Deren Ankunft ich natürlich nicht beweisen kann, obwohl ich jede Kopie zuhause aufgehoben habe.
10.10.2007, 16:33 von chum
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Wie heisst es Dummheit schützt vor Schaden nicht. (Und wenn jemand wirklich seine Post nicht liesst ist dies schon sehr Dumm)

Es gibt Gerichtsurteile, dass Briefe als zugestellt gelten sobald diese nachweislich in den Briefkasten geworfen wurden.

10.10.2007, 08:13 von Augenroll
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@dunkelROOT,

Zitat:
Im Gesetz steht übrigens, dass der Mieter verpflichtet ist, seinen Briefkasten 1x täglich zu besuchen!


Bitte dieses "Gesetz" konkret benennen!

In diesem Gesetz dürfte aber auch stehen, dass VERmieter ihren Briefkasten auch 1 x täglich "besuchen" müssen. Es ist sicher nicht auf Mieter beschränkt.

Des Weiteren bezweifle ich, dass man per Gesetz verpflichtet ist, auch am Sonntag seinen Briefkasten "besuchen" zu müssen.

08.10.2007, 18:18 von Stefanus
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Hallo,

danke für die Meinungen.
Meine Mieterin kann lesen - soviel steht fest.
Sie ist nur nicht sonderlich kooperativ - in vielen Dingen (siehe mein anderer Beitrag - "darf ich in die Wohnung?"
Nach knapp 4 Wochen hat sich meine Mieterin endlich gemeldet, auf ihrer Nummer hatte ich sie nicht mehr erreicht, auf meine Briefe hatte sie (zunächst) nicht geantwortet - gestern eben nur mit der Bemerkung ich könne Briefe schreiben wie ich will, sie würde diese nicht lesen!
In dem Brief ging es um Beschwerden anderer Bewohner (sauberkeit ihrer Terrasse ect. und eines wichtigen Termines zwecks Zähleraustauch, den sie bisher standhaft verweigert!
Ich weis nicht was ich machen soll, wenn ich mit Abmahnung drohe, falls sie nicht kooperativer wird und sie die Briefe tatsächlich ignoriert ??!
08.10.2007, 17:58 von Jobo
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Also Stefanu,
Du kannst den Brief ja auch von einem Vorlesedienst vortragen lassen, natürlich unter Zeugen ! (Wenn es diesen Dienst noch nicht gibt, ist das eine neue Geschäftsidee die nach dem Fall des Briefmonopols angeboten werden kann).
MfG
Jobo
08.10.2007, 17:48 von Lemame
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Hallo,

mal ein anderer Denkansatz:
das sie die Briefe nicht lesen würde, kann ja auch heißen, daß sie es nicht kann.
Ist ja auch ihr Problem, aber dem kann man mit mündlicher Abmahnung und gleichzeitigem überreichen des ganzen in schriftlicher Form, natürlich mit Zeugen begegnen.
Denn nur weil sie sagt sie würde nicht lesen, muß sie ja nicht zugeben das sie es nicht kann, wer weiß das schon.
Grüße Lemame
08.10.2007, 16:34 von dunkelROOT
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@ johanni

Das Wort besuchen steht natürlich nicht im Gesetz.
Aber das wissen wir glaube ich beide!

Kommt jedoch ein feines Brieflein in den Machtbreich des Mieters
also eine Willenserklärung des Vermieters...


dR
08.10.2007, 16:27 von johanni
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Hallo dR,

Zitat:
Im Gesetz steht übrigens, dass der Mieter verpflichtet ist, seinen Briefkasten 1x täglich zu besuchen!


Und was soll man machen, wenn der Mieter zwar seinen Briefkasten täglich besucht aber nicht aufschließt bzw. reinschaut?

Wenn es so tatsächlich im Gesetz steht, einfach zum lachen!!

Johanni
08.10.2007, 15:56 von dunkelROOT
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Zitat:
Was bedeutet das für mich


Das Sie eine dumme Mieterin haben!
Aber egal, der Brief muss nur z.B. durch "Einwurf durch Boten" zugestellt werden, also gerichtsfest. Wenn die Mieter das nicht lesen, ist das nicht das Problem vom VM. Also bedeutet, alle Fristen laufen, ob der Brief gelesen wurde oder nicht und die Konsequenzen tragen dann die Mieter

Im Gesetz steht übrigens, dass der Mieter verpflichtet ist, seinen Briefkasten 1x täglich zu besuchen!

dunkelROOT
08.10.2007, 15:54 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Was bedeutet das für mich, wenn sie mal einen Wichtigen Brief (Abmahnung, Kündigung...) erhält ?


Wenn du beweissicher zugestellt gar nichts, ist ihr Problem.

Aber bis du sicher, dass sie auch lesen kann?

Johanni
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