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09.09.2008, 08:42 von ADI66Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterhöhung
Ich möchte zum 01.01.2009 die Miete um 10% erhöhen. Mieter wohnt seit 10 Jahren in der Wohnung mit gleicher Miete.
Bereits vor 3 Wochen habe ich mit ihm telefoniert und er hat sofort zugestimmt und fand das in Ordnung. Ich habe ihm gesagt, dass er von mir ein Mieterhöhungsschreiben erhalten wird, dass er bitte unterschreibt und mir zurückschickt.
Muss ich nun trotzdem ausführlich mit Mietspiegel (München) begründen oder 3 Verglöeichswohnungen nennen, oder reicht es aus, wenn ich mich auf seine fernmündliche Zustimmung beziehe. Falls das nicht geht, reicht es dann aus, wenn ich ohne genauere Ausführungen lapidar formuliere, dass sich die neue Miete/qm-Preis in der Preisspanne des Mietspiegels bewegt.
Danke für eine Antwort, ADI
Alle 1 Antworten
09.09.2008, 15:38 von Frau Schlau
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Hallo,

es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Mieterhöhung durchzuführen. Für die förmliche Mieterhöhung nach § 558 BGB brauchen Sie ein Begründungsmittel. Das Gesetz nennt hier 4 Möglichkeiten, wobei die Vergleichswohnungen (mindestens 3) oder ein Sachverständigengutachten nur 2 von 4 Möglichkeiten sind.

Schneller und einfacher ist jedoch der von Ihnen bereits eingeschlagene Weg über eine einvernehmliche Mieterhöhung. Das bedeutet: Sie machen einen Preisvorschlag, Ihr Mieter stimmt zu und damit hätten Sie sich schon auf die neue, höhere Miete geeinigt - ohne die formalen Hürden über die Vergleichwohnungen usw. gehen zu müssen. Der Idealfall, noch dazu wo Sie nach § 558 BGB die Kappungsgrenze von 30 % beachten müssten. 10 % ginge also nicht über § 558 BGB.

Der Haken bei der einvernehmlichen Mieterhöhung: Ihr Mieter kann, muss aber nicht zustimmen. Überlegt er es sich also mit seiner Unterschrift wieder anders, bleibt Ihnen nur der Weg über § 558 BGB.

Also viel Glück!

Frau Schlau
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