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27.02.2008, 12:55 von CarmenProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterhöhung
Hallo,

ich brauche mal Euren Rat!
Wir haben gestern von unserer Vermieterin die Nebenkostenabrechnung bekommen und gleichzeit eine Mieterhöung.
Die Begründung liegt in der bestehenden Miethöhe und dass, seit wir in der Wohnung wohnen (01.2.05), die Miete nicht erhöht wurde.
Wir zahlen momentan einen Quadratmeterpreis von 4.04 Euro- ich weiß, dass das sehr niedrig ist. Nun wurde die Miete auf einen Quadratmeterpreis von 4.33 Euro erhöht. (von 550 Euro auf 590 Euro bei 136 qm Wohnfläche in Bogen, bei Straubing).
Die Vermieterin begründet außerdem, dass aufgrund des im Mietspiegel aufgeführten Vergleichwertes von 4.95 Euro/qm der Mietpreis erhöht wird, außerdem würde der Mietpreis von 550 Euro nicht mehr der üblichen Miete für Wohnraum vergleichbarer Art entsprechen.
Kann mir jemand sagen, ob diese Mieterhöhung ok, bzw. rechtens ist?

Vielen Dank schon mal für die Antworten und noch einen schönen Tag!
Alle 6 Antworten
28.02.2008, 10:48 von CMAX_65
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Hi,

Zitat:
Alternativ könnte es auch passieren, dass der Vermieter nicht die Erhöhung um 40 € einklagt, sondern mit einem neuen Mieterhöhungsverlangen die Zustimmung zu einer Mieterhöhung bis zur Kappungsgrenze um dann 110 € verlangen und vielleicht auch einklagen wird.


korrekt, so ist es !

MFG
28.02.2008, 10:43 von RMHV
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Zitat:
CMAX_65 » 28.02.08 10:12 «
Statt einer möglichen Mieterhöhung von € 110,00 haben Sie nun eine Mieterhöhung von € 40,00 bekommen.

Ich würde dem zustimmen und zufrieden sein, dass der VM sine Möglichkeiten nicht aussschöpft (alternativ könnte er es).

Wenn Sie nicht zustimmen würden, haben Sie ein nicht unerhebliches Prozessrisiko (wenn noch vom Gericht ein Gutachten bestellt wird ist dieses Risiko 4 stellig, ca € 1500-2000 ), wenn die Mieterhöhung begründet ist !


Alternativ könnte es auch passieren, dass der Vermieter nicht die Erhöhung um 40 € einklagt, sondern mit einem neuen Mieterhöhungsverlangen die Zustimmung zu einer Mieterhöhung bis zur Kappungsgrenze um dann 110 € verlangen und vielleicht auch einklagen wird.
28.02.2008, 10:12 von CMAX_65
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Hi Carmen,

ich unterstelle dass alle Formalia korrekt abgelaufen sind (Mieterhöhungsschreiben) und ich unterstelle, dass der Mietspiegelwert 4,95 korrekt ist (Der Mietespiegel der Stadt Straubing kostet laut Internet bei der Stadtinfo € 3,00, würde ich mir zulegen, es gibt in der Regel zahlreiche Bewertungskriterien, die sollten Sie einzeln prüfen)

.....dann finde ich die Mieterhöhung sehr moderat. Es hätte auch eine Mieterhöhung von € 550,00 auf € 660,00(rechnerisch 673,20) erfolgen können.(€ 4,95 * 136 = € 673,20, aber Kappungsgrenze 20% d.h. € 660,00).

Statt einer möglichen Mieterhöhung von € 110,00 haben Sie nun eine Mieterhöhung von € 40,00 bekommen.

Ich würde dem zustimmen und zufrieden sein, dass der VM sine Möglichkeiten nicht aussschöpft (alternativ könnte er es).

Wenn Sie nicht zustimmen würden, haben Sie ein nicht unerhebliches Prozessrisiko (wenn noch vom Gericht ein Gutachten bestellt wird ist dieses Risiko 4 stellig, ca € 1500-2000 ), wenn die Mieterhöhung begründet ist !

MFG
27.02.2008, 13:46 von JollyJumper
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Ich nehme mal an dass es in München einen qualifizierten Mietspiegel gibt.
Darin ist die ortsübliche Vergleichmiete festgelegt, nach Lage, Größe Baujahr, etc.
Ansonsten gilt:
Zitat:
BGB § 558, Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete

(1) Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden. Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 werden nicht berücksichtigt.

(§§ 559 bis 560 berücksichtigt darin Mieterhöhung infolge Modernisierung bzw. Betriebskostenerhöhung)
In sofern scheint die Mieterhöhung ohne weitere Infos zu kennen
einwandfrei zu sein, wenn sämtlöich daran geknüpften Formalien auch eingehalten wurden.

Gruß JJ
27.02.2008, 13:23 von Cora
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da Sie selbst wissen, dass die Miete niedrig war, und alle formellen Vorschriften für eine Mieterhöhungsverlangen in Ordnung sind, liegt es an Ihnen zuzustimmen oder nicht, d.h. der Vermieter kann die Miete nicht per se erhöhen, sondern muss Ihnen das "Verlangen" mitteilen und Sie müssen diesem verlangen zustimmen oder nicht.

Hat der Vermieter diese Formalien nicht beachtet, ist die Erhöhung unwirksam.

Vielleicht ein paar mehr Infos zur Mieterhöhungsform
27.02.2008, 13:17 von Sledge_Hammer
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Versuchen Sie mal den aktuellen Mietspiegel für diese Gegend zu bekommen und vergleichen dann dieses.

Ich denke mal die Erhöhung können Sie verschmerzen, 40 € bei 136 qm.

Mfg S. Hammer
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