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15.12.2006, 22:16 von infojoeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterhöhung
Hallo liebe Mitglieder,
ich bin fast ganz neu im Forum und habe so als guter Vermieter so einige Probleme. Ich freue mich, mit meinen "Sorgen" nicht mehr allein zu sein und hoffe mit der Zeit auch im Forum helfen zu können.
Ein Mieter zahlt seine Betriebskosten nur minimal. Er zahlt für eine 99 qm Wohung nur 110,-€ im Monat (Heizung und Nebenkosten), bemängelt jede Abrechnung und zahlt nichts nach.
Nun möchte ich den Mieter mit einer Mieterhöhung zur Kasse bitten. Er zahlt für eine mittlere Wohnlage, in meinem Haus Bj.1981, für 99qm 497,-€ kalt.
Wie kann ich sicher die Miete erhöhen?

Grüße an alle Mitglieder.

Vielen Dank für die Aufnahme im Forum.

infojoe
Alle 6 Antworten
17.12.2006, 13:45 von Sommer
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A & O: HANDELN - nicht zögern.

Fasse alle Punkte zusammen und stelle einen Brief zusammen:

- Widerspruch gegen Mietminderung und kurze Fristsetzung zur Nachzahlung. Das kannst Du eben mit Deiner Untersuchung begründen.
- Einfordern der NK-Zahlung.

Sollte der Rückstand schon so hoch sein, daß zwei Mieten gut (!) erreicht sind, kannst Du auch schon androhen, daß Du ihm die Kündigung aussprechen wirst.

Knappe Frist setzen und dann entscheiden - Mahnbescheid und/oder Kündigung. Wenn das vor Gericht geht mußt Du aber sicher sein, daß die Minderung wirklich nicht berechtigt ist oder zumindest üherzogen ist damit der Mietrückstand hoch genug blebt und damit die Kündigung rechtens.

Der oben genannte Brief ist gerichtsfest (!) zuzustellen - also bitte nicht mit Einschreiben oder so'n Quack. Er ist immer vor Gericht von Vorteil da er Dein Bemühen um friedliche Einigung dokumentiert.

Viel Erfolg - aber bitte TU WAS und lass Dir nicht länger auf der Nase rumtanzen!

S.
16.12.2006, 21:53 von frischebrise
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Hallo,
lade dir aber über das Internet alles über die außerordentliche und hilfsweise fristgerechte Kündigung herrunter.
Führe alle Außenstände genauestens auf oder besser noch, lasse es durch den H&G Verein ausführen.
Die Kündigung ist ein komplexes Gebilde mit vielen Tücken und Fallstricke für den VM.
Im Falle eines Rechtsstreites würde ich auch das Gericht zur Schadensfeststellung ( Gutachten ) heranziehen.
Mahnbescheid in jedem Falle.
16.12.2006, 21:39 von infojoe
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Hallo Villaporta,

das ist schon eine gute Idee. Ich werde der Kürzung widersprechen, eine Zahlungsfrist setzen (oder?) und dann mit dem Mahnbescheid auch kündigen.
Jedoch nehme ich an, dass der Mieter sofort seinen Anwalt und den Mieterschutzbund aktiviert.
Dieser Mieter ist eine Plage. Er vergiftet das friedliche Klima im ganzen Haus.

Vielen Dank für Deine Hilfe
16.12.2006, 01:27 von Wolf
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Hallo infojoe.

Zitat:
Was kann ich unternehmen?


Sofort der Kürzung der Miete widersprechen. Amtliches Mahnverfahren einleiten (Vordrucke gibt es in Schreibwarengeschäften oder Online ausfüllen im Internet z.B. bei http://www.optimahnoffice.de ).

Falls bereits mehr als 2 Monatsmieten Rückstand aufgelaufen sind, dann sofort fristlos und hilfsweise auch fristgerecht kündigen.
Hallo Villaporta,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich habe den Mietspiegel meiner Stadt. Ich habe schon sehr lange keine Mieten erhöht.

Woher bekommt man das Formular, gibt es einen "link"?

Mein Mieter zieht zudem noch einen Betrag von 70,-€ pro Monat von seiner Kaltmiete ab, da er behauptet, dass an einer Stelle, an der Fußbodenheizung, Feuchtigkeit sei.
Dies habe ich durch eine Feuchtemessung von einer Fachfirma, sowie durch "Abdrücken" der Leitungen als nicht haltbar dem Mieter nachgewiesen.
Der Mieter will die einbehaltenen Beträge nicht nachzahlen und auch die Miete nicht wieder anpassen.

Was kann ich unternehmen?

Danke

infojoe

15.12.2006, 22:55 von villaporta
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Hallo infojoe,

zunächst würde ich mir einen Mietspiegel beschaffen und sehen, welche Miethöhe/qm für Dein Haus zutreffend ist. Es gibt im Internet eine erweiterte Funktion zur Miethöhenberechnung, da kannst Du die Features der Wohnung eingeben und die Miethöhe wird exakt berechnet.

Wenn die Miete in den letzten 3 jahren nicht erhöht wurde, kannst Du max. 20 % erhöhen, aber nur, wenn die Kaltmiete nach der Erhöhung noch innerhalb des Mietspiegels liegt, mehr als Mietspiegel geht nur mit Zustimmung des Mieters.

Du musst auch beachten, ob der Mieter einen Netto- oder BruttokaltMV hat. Bruttoverträge sind sehr schwierig zu erhöhen.

Dann besorgst Du Dir ein gültiges Mieterhöhungsformular, weil man das unendlich genau ausfüllen muss, sonst ist die ganze ME formal falsch und somit ungültig und schickst das ganze mit ausreichend Frist an Deinen Mieter. Wenn Du es noch in diesem Monat schickst, könnte die ME zum März gültig werden.

Viel Glück

Villaporta
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