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23.09.2006, 18:44 von Susi81Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterhöhung
Hallo,

wie hoch kann eine Mieterhöhung höchstens gehen? Wie lange vorher muss diese Mieterhöhung dem Mieter bekannt sein?

Gruß Susi
Alle 5 Antworten
25.09.2006, 17:42 von johanni
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Hallo Susi,

Zitat:
die Miete soll nach BGB erhöht werden. Gelten diese Grenzen von 20% in 3 Jahren auch für ein gewerbliches Mietverhältnis?


Was steht denn zu diesem Punkt in dem Mietvertrag????

In der Regel steht eine Wertsicherungsklausel drin, in der der Preisindex für Lebenshaltung der 4-Personen-Haushalte von Arbeitern und Angestellten mit mittlerem Einkommen, Basis 200... = 100, um mehr als 10 % gerechnet ab, so erhöht oder vermindert sich de Mietzins aus Antrag einer Vertragspartei um ...%. Die Änderung tritt am folgenden Quartalsende nach Antragstellung in Kraft.

LG Johanni

25.09.2006, 09:02 von RMHV
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Zitat:
Sommer » 24.09.06 21:17 «

Also die Kappungsgrenze (20%) gilt für Mietwohnverhältnisse - Gewerbe ist im Regelfall mit allem toleranter; kann sein, daß es da keine gibt...weniger aber wohl auf keinen Fall.


Für Mietverhältnisse über Grundstücke und Räume ist in § 578 BGB geregelt, welche Rechtsvorschriften aus dem Wohnraummietrecht gelten. Dazu zählt nicht § 558 BGB. Es gibt daher in diesem Bereich weder die Begrenzung einer Mieterhöhung auf eine ortsübliche Vergleichsmiete noch eine Kappungsgrenze für eine Mieterhöhung. Das gilt auch nicht nur für Gewerberäume, sondern für alle Grundstücke und Räume mit Ausnahme von Wohnräumen.

Da es für Mietverhältnisse über andere als Wohnräume kein normiertes Verfahren für eine Mieterhöhung gibt, kann dies nur ausgehandelt werden. Ist der Mieter nicht zum Abschluss einer neuen Mietvereinbarung bereit, bleibt nur der Verzicht auf eine Mieterhöhung oder die Kündigung.
24.09.2006, 21:17 von Sommer
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Also die Kappungsgrenze (20%) gilt für Mietwohnverhältnisse - Gewerbe ist im Regelfall mit allem toleranter; kann sein, daß es da keine gibt...weniger aber wohl auf keinen Fall.

Wenn der Mieter nicht einverstanden ist; die Mieterhöhung an sich aber korrekt ist und formal ordentlich gemacht wurde, dann kann der Vermieter auf Zustimmung klagen - macht es dann also erheblich teurer für den Mieter, denn das geht zu seinen Lasten wenn das Verlangen o.k. ist.

S.
23.09.2006, 22:31 von Susi81
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Hallo,

die Miete soll nach BGB erhöht werden. Gelten diese Grenzen von 20% in 3 Jahren auch für ein gewerbliches Mietverhältnis?

Was passiert eigentlich, wenn der Mieter mit der Erhöhung nicht einverstanden ist?

Gruß Susi
23.09.2006, 21:19 von Sommer
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Mieterhöhung auf welcher Basis?
Modernisierung?
Oder "klassisch" nach BGB 5??
In letzterem Falle: 20% in drei Jahren wobei die letzte Erhöhung min 1 Jahr zurückliegen muß und der Mietpreisspiegel die Limits setzt (oder Gutachen oder Vergleichswohnungen...was eben der VM aufführt). Die Bitte um Zustimmung zur Erhöhung muß min. 2 volle Monate vorher beim Mieter eintreffen (also z.B. Ende September eingehend, Erhöhung zum 1. 12.)

S.
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