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14.02.2006, 14:31 von StefanHProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterhöhung
Hallo zusammen,

ich bin Mieter in einer Wohnung (seit 01.04.05), die durch die Stadt subvenzioniert ist. Hierfür benötigen wir somit einen WBS-Schein.
Soweit alles IO.

Nun meine Frage:
Im Zuge der NKA hat der Vermieter die Miete um 1,5% erhöht. Auf der Abrechnung steht, dass er das Recht habe, dies "jährlich" zu tun.

Kann ich also davon ausgehen, dass wenn ich 10 jahre dort wohne, ich jedes Jahr mit 1,5% mehr Miete rechnen darf?

Danke schonmal für eure Antworten.

gruß
Stefan
Alle 5 Antworten
17.02.2006, 19:13 von cavalier
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Zitat:
Im Rahmen dieser Förderung ist eine Mieterhöhung um 1,5% bezogen auf die Ausgangsmiete für jedes Jahr nach der Bezugsfertigkeit zulässig.

Heißt das nun, das der VM die Miete jedes Jahr erhöhen darf

Kann, muß aber nicht. Egibt sich jährlich aus der Berechnung.

Zitat:
Was bedeutet "Umlageausfallwagnis" ?


Aus Vermieternetz:

"Dabei handelt es sich um einen Zuschlag zur Umlage in Höhe von 2 % der Betriebskosten. Das Umlageausfallwagnis bezeichnet also keine besondere Betriebskostenart, sondern nur einen Unterfall des Mietausfallwagnisses. Ansetzen können Sie die Ihnen entstehenden Kosten nur, wenn Sie preisgebundenen Wohnraum vermieten (§ 25 a NMV). Selbst dann, wenn Sie zur Absicherung bereits eine Kaution vom Mieter erhalten haben."

Zitat:
Ist die ZählerEichung auf den Mieter umlegbar?


Ja, Miete, Eichung, Wartung der Zähler ist auf die MieterInnen umlegbar.

Zitat:
Welche Versicherungen müssen wir mit bezahlen und reicht es, wenn in der NKA nur "Versicherungen" steht??


Haftpflicht, Gebäude (Feuer,Sturm, Hagel, Leitungswasser, Elemantarschäden, Glas der Allgemeinräume)

17.02.2006, 18:48 von StefanH
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Hallo nochmal,

bin mir mit der Mieterhöhung noch nicht ganz sicher...

Folgender Text steht in der NKA:
"Im Rahmen dieser Förderung ist eine Mieterhöhung um 1,5% bezogen auf die Ausgangsmiete für jedes Jahr nach der Bezugsfertigkeit zulässig"

Heißt das nun, das der VM die Miete jedes Jahr erhöhen darf?

Dann noch etwas zur den Abrechnungsposten:
Was bedeutet "Umlageausfallwagnis" ?
Ist die ZählerEichung auf den Mieter umlegbar?
Welche Versicherungen müssen wir mit bezahlen und reicht es, wenn in der NKA nur "Versicherungen" steht??

Ich bin noch ein wenig der Anfänger unter den Mietern...wie man sicher merkt

Nochmal danke für die Teilnahme
15.02.2006, 13:01 von StefanH
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habt vielen Dank für eure Beiträge und Ratschläge.
Werde mir dann nochmals genau ansehen, wie der Wortlaut in der NKA in Bezug auf die Mieterhöhung ist und ob zudem noch etwas im MV steht. Dann werde ich einmal beim VM anfragen.

Vielen Dank
Stefan
15.02.2006, 11:17 von Rita
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Neben den "normalen" Sozialwohnungen gibt es noch diverse unterschiedliche Förderwege, bei denen der Eigentümer/Vermieter ebenfalls entsprechende Rahmenbedingungen (max. Mietpreishöhe, evtl. vertragl. geregelte Mieterhöhungsmöglichkeiten) einhalten muss.

In meinem (inzwischen ausgelaufenen) Fördervertrag hatte ich aber z.B. auch die Verpflichtung, den Mieter über die ihn betreffenden Punkte bei Mietvertragsabschluss zu informieren.
Einer dieser Punkte war z.B. zwecks Anpassung der reduzierter Miete bis zum Ende des Förderzeitraums an die normalen ortsüblichen Mietpreise ist jeweils zu Beginn des 3., 5., 7. und 9. Förderjahres eine Mieterhöhung um max. ... Euro/m² möglich, wenn ....

Grundsätzlich muss jede Mieterhöhung begründet werden, wenn diese Erhöhung nicht bereits im Mietvertrag fest vereinbart ist.

Das beste wird es also sein, den VM hier zunächst einmal nach der Rechtsgrundlage für die Mieterhöhung zu fragen, da "Rätselraten" letztendlich nichts bringt.
14.02.2006, 14:50 von cavalier
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Hallo,

Zitat:
Kann ich also davon ausgehen, dass wenn ich 10 jahre dort wohne, ich jedes Jahr mit 1,5% mehr Miete rechnen darf?


Ist bei Sozialwohnungen eine Mieterhöhung zulässig?
Im Prinzip nein. Als Höchstmiete bleibt die Kostenmiete, auch wenn sich die ortsübliche Vergleichsmiete erhöht. Der Vermieter kann nur erhöhte Kosten auf die Miete umlegen. Kostenmiete ist das Entgelt, das notwendig ist, um die Kosten der Immobilie zu decken, vor allem die Kosten der Finanzierung, der Instandhaltung und die Umlagen.

Bei Deiner Erhöhung wird es sich um die Erhöhung für Verwaltungs- sowie die Instandhaltungspauschle handeln. Diese können nach meine Meinung in jedem darauf folgenden dritten Jahres um den Prozentsatz, um den sich seit der letzten Veränderung der vom Statistischen Bundesamt festgestellte Verbraucherpreisindex für Deutschland erhöht oder verringert hat.

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