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15.08.2007, 21:34 von klausiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterhöhung richtig?
Hallo Leidengenossinnen und Leidensgenossen,

habe meinem Mieter ein Mieterhöhungsbegehren zukommen lassen. Dummerweise ist mir ein Fehler unterlaufen.

Folgender Sachverhalt:

Haus (mehrere Wohnung) gebaut ca. 1900
Wohnung groß instandgesetzt 1965/66

Im Mieterhöhungsschreiben habe ich folgende Formulierung gewählt: "Das Haus ist im Jahre 1965/66 erbaut worden." (Eigentlich wollte ich sagen: "Wohnung groß instandgesetzt 165/66 und deshalb auch in diese Baualtersklasse einzustufen.")

Mein Mieter hat der Mieterhöhung widersprochen und die Zustimmung beim AG eingeklagt.

Kann ich nun im Klageverfahren (noch schriftliches Verfahren - ist vom Gericht so angeordnet worden) meinen Fehler heilen? Oder muss ich die Klage zurückziehen und ein neues Mieterhöhungsschreiben loslassen?

Wenn möglich bitte Antworten mit Angabe von Fundstellen.

Danke für die Mithilfe.
Alle 15 Antworten
16.08.2007, 19:38 von Mortinghale
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Wie schon eingangs gesagt, macht das nichts aus, weil ohnehin ein Mietwertgutachten erstellt werden wird.

16.08.2007, 18:31 von klausi
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Ja Mortinghale,

ich habe die Zustimmung der Mieterhöhung eingeklagt. Allerdings, wie schon berichtet, habe ich in der Klageschrift angegeben "Das Haus wurde 1965/66 erbaut." Fakt ist aber, das Haus wurde 19o0 erbaut, und die Wohnung eben groß instand gesetzt in den Jahren 1965/66.

Gruß Klausi
16.08.2007, 17:42 von Mortinghale
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Zitat:
(was einige hier wissen)


Ja, wie kommt das denn ?

(Also bei mir war es kein Zufall)

16.08.2007, 16:41 von Augenroll
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Hmm, zufällig heiße ich auch Klaus (was einige hier wissen). Daher meine verquere Antwort.
16.08.2007, 16:25 von Mortinghale
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Phili,

das hatten wir doch schon

Zitat:
Der Mieter muss doch gar nicht klagen, er braucht lediglich widersprechen


Ich wollte nur sicherstellen, daß Klausi nur "krumm" formuliert hat.

16.08.2007, 16:11 von Augenroll
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In diesem Falle muss stets der VERmieter vor Gericht ziehen und sich die Mieterhöhung feststellen lassen.

Der Mieter braucht gar nichts tun (bei unberechtigter Mieterhöhung oder formalen Fehlern) nur erstmal abwarten.
16.08.2007, 12:49 von Mortinghale
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Hallo Klausi,

nur um das nochmal klarzustellen.
Nicht der Mieter ist vor Gericht gezogen, sondern Du, oder ?

16.08.2007, 11:09 von Augenroll
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Mortinghale hat recht, hatte ich übersehen.

Das mag daran liegen, das ich persönlich bisher immer vorsichtshalber (ohne Anerkennung einer Rechtspflicht) widersprochen habe.
16.08.2007, 09:59 von Mortinghale
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Phili,

jetzt bin ich aber enttäuscht.

Zitat:
er braucht lediglich widersprechen.


Der Mieter braucht nicht mal das.

16.08.2007, 09:53 von Augenroll
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Zitat:
Mein Mieter hat der Mieterhöhung widersprochen und die Zustimmung beim AG eingeklagt.


Der Mieter muss doch gar nicht klagen, er braucht lediglich widersprechen. Der Vermieter muss auf Zustimmung klagen.

Imho war der Widerspruch des Mieters rechtens. Sie haben jedoch jetzt die Möglichkeit, eine komplett neue Mieterhöhung zu erstellen.
16.08.2007, 09:43 von Mortinghale
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Hallo Klausi,

das steht in keinem Gesetz, sondern ergibt sich aus der Struktur des Mietspiegels (müßte in den Erläuterungen stehen).

Bei Kernsanierung und umfassender Modernisierung gilt als Baujahr das Jahr der Maßnahmen.

16.08.2007, 09:40 von klausi
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Danke, Mortinghale.

Doch das hilft mir letztlich nicht weiter. Es soll in irgendeinem Gesetz stehen, wenn die Wohnung in den 60-er-Jahren mit großem Aufwand umgestaltet worden ist, ist dieses als Baujahr anzugeben. Ansonsten weiß ich auch, dass die Mieterhöhung ins leere geht.

Kann mir jemand diese Fundstelle mitteilen?

Klausi
15.08.2007, 23:13 von Mortinghale
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Zitat:
schaut man sich den aktuellen Mietspiegel an,


und in dem wird nach Baujahr/Bezugsfertigkeit unterschieden.

15.08.2007, 21:52 von kathi2007
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Hä???
Kann da jetzt nicht nachvollziehen, was diese Sachen überhaupt in der Mieterhöhungsbegründung zu suchen haben. Da zählen doch andere Sachen, wie Lage der Wohnung, Ausstattung, letzte Modernisierung etc. (war die 1965 ist das sicher KEIN Grund für ne Mieterhöhung) Baujahr würde ich auch nicht zählen. Man kann ne uralte Burg in ne Luxusimmobilie verwandeln wenn man genug reinsteckt. Daher versteh ich die Frage nicht. Bei Mieterhöhungen schaut man sich den aktuellen Mietspiegel an, vergleicht dann mit den eigenen Wohnungen und passt dann an. Fertig
15.08.2007, 21:50 von Mortinghale
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Hallo Klausi,

da brauchst Du nichts zu "heilen"; das Gericht wird ohnehin ein Mietwertgutachten einholen.

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