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13.03.2008, 09:48 von PluspointProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterhöhung abgelehnt, was nun?
Eine Mieterhöhung wurde abgelehnt,obgleich sie berechtigt ist, da der Mieter seit einigen Jahren um einiges weniger zahlt als andere Mieter im gleichen Haus. Die Ablehnung erfolgte ohne Angabe der Gründe. Wie verhält man sich am besten weiter? Gleich klagen finde ich etwas übertrieben.
Alle 20 Antworten
14.03.2008, 20:07 von Mortinghale
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Vielleicht legt man gleich zum Schreiben ein Tempo bei

Besser man schreibt gleich auf dem Tempo.

14.03.2008, 17:47 von johanni
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immer scgriftlich, immer formal korrekt und immer mit eine verdekte frage die er antworten muss und wo die antwort dir zugungsten kommt...irgendwann wird er seine grube selbst ausgraben.

Also auf die Idee, dass meine Mieter ihre Taschentücher rauskramen müssen, weil ich eine berechtigte Mieterhöhung schreibe, bin ich noch nicht gekommen

Vielleicht legt man gleich zum Schreiben ein Tempo bei

Johanni
14.03.2008, 17:30 von danielspaziante
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Ich sehe das so: es ist richtig das Mietern mehr Schutz als Vermietern haben, aber du brauchst dich nicht zu schaemen wenn du dein verdienstes geld verlangst. mietern fragen immer sehr gerne, du musst ihm einfach mit der ruhe klar machen dass heute du dran bist mit fragen. ich wuerde ein nette hofliche brief schreiben, so kannst du besser deine worte waehlen.
wenn er schon die ganze zeit weniger als den anderen mietern zahlt, hast du schon deine "liebe" und dein guten willen gezeigt, jetzt muss er seine hand aufs herz legen... und aufs portmonee. tut er das nicht, schreibst du wieder und wieder und wieder...
immer scgriftlich, immer formal korrekt und immer mit eine verdekte frage die er antworten muss und wo die antwort dir zugungsten kommt...irgendwann wird er seine grube selbst ausgraben.
niemals aufgeben!!!
14.03.2008, 15:45 von CMAX_65
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Hi,

der Vordruck den johanni kopiert hat beinhaltet eine sog. einvernehmliche Mieterhöhung. D.h. sozusagen einen Vorschlag, dem beide Seiten zustimmen. Ist durchaus möglich und gangbar bei guten Mietverhältnissen.

In der Regel liegt aber eine einseitige Willenserklärung vor im Sinnne des §§ 558 ff, Erhöhung auf ortsübliche Vergleichsmiete bzw. Modernisierungsmieterhöhung und die ist, da einseitig, vom M zustimmungspflichtig oder eben auch nicht mit der dann folgenden Klage.

Je nachdem ob ein Mietspiegel vorhanden ist sind dort Kriterien z.B. Parkett, Laminat, alter Boden, PVC Boden etc.

Grundpreis (Baualtersklasse/m²)+ Zuschläge (z.B. gute Wohnlage) - Abschläge (z.B. PVC Boden) ergibt einen Mietspiegelpreis. So jedenfalls prinzipiell.

Bei speziellen Fragen (@ cora)einfach nochmal nachhaken !

MFG
14.03.2008, 15:06 von Cora
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aha, aber bei mir sind alle Wohnungen gleich ausgestattet, einziger Unterschied Teppichboden und teilweise Laminat.

Na, ich werde schon einen Grund finden
14.03.2008, 14:53 von johanni
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Hallo Cora,

höher wertige Ausstattung müßte doch im Mietspiegel berücksichtigt sein

Johanni
14.03.2008, 14:44 von Cora
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Hallo Johanni

fehlt hier nicht der Vergleich zu anderen gleichwertigen Wohnungen? Habe noch keine Mieterhöhung vorgenommen, steht aber irgendwann mal an
14.03.2008, 14:14 von Steinar
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?
Trollt es hier immer noch so wie früher?

Peter Steinar
14.03.2008, 11:39 von Sommer
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Also so würde ich auch verfahren: Noch einmal versuchen, direkten Kontakt mit dem Mieter aufzunehmen (einfach mal anrufen z.B.), ansonsten höflich schreiben und dabei darauf hinweisen, daß dann leider nur noch der Klageweg offen bliebe. Kurze Frist zur Beantwortung setzen und dann eben klagen.

S.
14.03.2008, 11:18 von CMAX_65
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Hi,

ok,

wenn alles korrekt ist, dann würde ich das dem Mieter deutlich sagen und bei Uneinsichtigkeit klagen.

Einen anderen (gesetzlichen) Weg gibt es nicht ! ....ausser nachgeben, dann machen Sie sich unglaubwürdig für die Zukunft !

MFG
14.03.2008, 11:13 von Pluspoint
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Vielen Dank für die Rückmeldungen, ich wollte eigentlich gerne wissen, wie andere in solchen Fällen verfahren. DAS Schreiben war selbstverständlich juristisch geprüft mit allen Vorgaben und Einhaltung jeglicher gesetzlichen Fristen etc pp. Und nein, ich bin nicht froh, wenn er seine Miete zahlt und bin ruhig, das ist nicht meine Art, denn er wird bevozugt dadurch behandelt und irgendwie ist es mein Recht eine angepasste Miete zu verlangen, wenn keine anderen Absprachen getroffen werden. Danke also nochmal:-)
14.03.2008, 10:41 von johanni
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Hier ein Muster aus www.vermieternetz.de

An: Eheleute/Herrn/Frau

...................................

...................................

...................................

...................................

(Ort/Datum)

Einvernehmliche Mieterhöhung

Ort des Mietobjekts Vermietername Mietername Mietvertrag vom

Sehr geehrte Frau ....................,

sehr geehrter Herr ...................,

wenn ich mich heute mit einem Mieterhöhungsvorschlag an Sie wende, so liegt dies daran, dass sich Ihre Miete trotz gestiegener Kosten und Mietpreissteigerungen in der Vergangenheit nicht geändert hat.

Der Netto-Mietzins für Ihre Wohnung beträgt seit dem ............................ monatlich unverändert .................... Euro. Dies ergibt bei ........... m2 einen Mietzins von ........... Euro/m2.

Dies entspricht allerdings schon seit einiger Zeit nicht mehr dem Mietzins vergleichbarer Wohnungen. Die ortsübliche Miete, auf die der Vermieter nach § 558 BGB einen gesetzlichen Anspruch hat, liegt für Ihre Wohnung schon seit geraumer Zeit bei mindestens .................... Euro/m2, so dass nunmehr leider eine Mietzinsanhebung notwendig wird.

Ich schlage Ihnen deshalb eine Anhebung der Netto-Miete um .................... Euro auf .................... Euro monatlich vor, beginnend ab dem ......................, und bitte Sie, mir binnen 14 Tagen Ihre Zustimmung zu diesem neuen Mietpreis auf dem beigefügten Doppel zu bestätigen.

Die Höhe der neben der Miete zu entrichtenden weiteren Zahlungen (wie z.B. Betriebskosten, Garage usw.) wird hiervon nicht berührt. Sie sind neben der Miete in der bisherigen Höhe weiter zu entrichten.

Ich würde mich freuen, wenn wir die Angelegenheit auf diese Weise schnell und unkompliziert erledigen könnten, und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

.........................................
(Vermieter)

PS: Bitte denken Sie daran, Ihren Dauerauftrag rechtzeitig bei Ihrer Bank zu ändern.

...................

EINVERSTÄNDNIS

Ich/wir erkläre(n) entsprechend obigem Schreiben mein/unser Einverständnis zur Mietzinserhöhung.

.........................................
(Ort/Datum)

.........................................
(Mieter)

Johanni
14.03.2008, 08:56 von Mortinghale
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Susiii,

natürlich, ob es überhaupt berechtigt ist (nach ortsüblicher Vergleichsmiete und so).

13.03.2008, 18:54 von Mortinghale
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kann man abwägen ob man klagen will und damit das Mietverhältnis nachhaltig verschlechtert

Wie süüüüüß.

Wenn das Erhöhungsverlangen formell und materiell ok ist, mußt Du klagen.

Ansonsten brauchst Du nie wieder eine Erhöhung versuchen (auch nicht bei den anderen Mietern).

13.03.2008, 13:04 von det11
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Dummbabbler
13.03.2008, 12:58 von andreasM
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Zahlen muss derjenige der verliert !

Also der Vermieter!

AM
13.03.2008, 11:41 von CMAX_65
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Hi,

Wie Endu und JJ sagen erstmal prüfen, ob die Mieterhöhung korrekt begründet ist. Es gibt formale Vorausssetzungen und auch sog. materielle V. (Begründung der Miethöhe, je nachdem ob Vergleichswohnungen, Mietspiegel etc.)

Erst wenn das "wasserdicht" ist, sind weitere Überlegungen richtig !

Nach dem Gesetz ist vorgesehen, dass bei Ablehnung der ME und/oder Nichtreaktion des M der VM 3 Monate Zeit hat zu klagen.

Tut er dann nichts (innerhalb der 3 M.) ist die Mieterhöhung hinfällig, es muss dann wieder eine neue ME erstellt werden mit neuen Fristen etc.

Dann ist folgendes zu überlegen:

Wenn sie weit unterhalb des ortsüblichen Vergleichsmiete liegen z.B. Vergleichsmiete € 8,00 pro m² Ihre Miete € 5,00 pro m² dann würde ich auf jeden Fall erhöhen.

Allein schon deswegen, weil ja auch die Kappungsgrenze 20% gilt. Jede ME die verschoben wird, "verschiebt sich in die Zukunft". D.h. das Problem (mangelnde Rentabilität=geringe Instandhaltung)wird lediglich vertagt und nicht gelöst !

Wenn die Miethöhe knapp unter oder bei der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt können persönliche oder sonstige Gründe dazu führen von einer Mieterhöhung abzusehen.

Grundsätzlich bin ich aber der Meinung keine überhöhten aber sehr wohl marktübliche Mieten/Vergleichsmieten zu verlangen. Kommt natürlich immer auf den lokalen Markt an und natürlich auch auf den Zustand der Immobilie !

Darüberhinaus kann bei uneinsichtigen Mietern (immmer voraussgesetzt, die ME ist inhaltlich und formal korrekt) auch durchaus angedeutet werden, dass ein Mietprozess sehr teuer werden kann, also auch ein Prozessrisiko bestehet.

Je nachdem, welcher Richter dies bearbeitet, kann dann noch ein (Mietwert-)Gutachten bestellt werden, so dass ein eventueller Prozess locker € 2.000,00 Gesamtkosten verursachen kann.

Zahlen muss derjenige der verliert !

MFG

13.03.2008, 10:45 von andreasM
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Wie verhält man sich am besten weiter?

Nun Sie können den für Sie teuren Weg der Klage gehen! Aber am Ende werden Sie vermutlich scheitern und haben nichts davon. Ich rate Ihnen das ganz zu vergessen, es bringt Ihnen nur Ärger und unnötige Kosten. Seien Sie doch fröhlich, wenn der Mieter wie im Mietvertrag vereinbart seine Miete zahlt. Was wollen Sie mehr?

AM
13.03.2008, 10:08 von JollyJumper
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obgleich sie berechtigt ist
Ich gehe mal davon aus, dass die Mieterhöhung im Rahem der gesetzlichen Möglichkeiten (BGB) erstellt wurde und auch formal richtig ist.
Wenn es dann so ist und der Mieter diese ablehnt (ich hoffe die Ablehnung ist schriftlich erfolgt) musst Du die zustimmung auf dem Klageweg erstreiten.
Gleich klagen finde ich etwas übertrieben.Was willst Du sonst machen. Nochmal lieb "BITTE,BITTE" sagen!

Dann darf der Mieter zusätzlich die Gerichtskosten und Deine Amwaltskosten bezahlen!

Gruß JJ

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13.03.2008, 09:59 von Endu
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Vielleicht war das Erhöhungsbegehren doch nicht so stichhaltig und gut begründet?

Wenn doch dann sollte man vielleicht mit dem Mieter das Gespräch suchen, gute Argumente sollten ja dann vorliegen. Wenn dann auch keine Einigung kann man abwägen ob man klagen will und damit das Mietverhältnis nachhaltig verschlechtert oder eben nicht.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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