> zur Übersicht Forum
16.08.2007, 09:58 von CMAX_65Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterbundpressekonferenz 15.08.07
Hi zur Info,

Zitat:
Maßnahmen: Kurzfristig, spätestens im Jahr 2008 müssen in einer neuen, fortgeschriebenen Energieeinsparverordnung die energetischen Anforderungen an Wohngebäude im Neubau und im Bestand erhöht werden:

Im Neubau und bei grundlegender energetischer Sanierung ist in einem ersten Schritt der maximale Wärmebedarf auf 90 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr zu reduzieren.

Ab 2012 muss hier ein maximaler Wärmebedarf von 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr gelten.

Für den Wohnungsbestand sind Maßnahmen zum Austausch von einfach verglasten Fenstern und veralteten Heizungsanlagen sowie Anforderungen an die Außendämmung festzuschreiben.

Bis zum Jahr 2020 sollen auch im Wohnungsbestand Niedrigenergiehausstandards erreicht werden, das heißt ein maximaler Wärmebedarf von 60 Kilowattstunden und ein Anteil erneuerbarer Energien von 20 Prozent.

Nachstromspeicherheizungen, zurzeit 6 Prozent der Heizungen, werden verboten.


und

Zitat:
Sanktionen: Zur Durchsetzung der energie- und klimapolitischen Zielsetzung werden Kontrollen und Sanktionen unverzichtbar sein. Der Deutsche Mieterbund schlägt ein abgestuftes Sanktionsmodell vor:

Kürzung der Heizkosten zum Beispiel jeweils um 5 Prozent, wenn entgegen den Vorgaben der Energieeinsparverordnung Wohnungen weiterhin mit einfach verglasten Fenstern und veralteten Heizungsanlagen ausgestattet sind und eine unzureichende Außendämmung vorliegt. Hier kann ein Übergangszeitraum beispielsweise bis 2013 eingeführt werden.

15 Prozent Heizkostenkürzung, wenn der vom Gesetzgeber vorgegebene energetische Standard bis zum Jahr 2020 nicht erreicht wird.

Beharrliche Verstöße gegen die Energieeinsparverordnung sind mit Bußgeldern zu ahnden.


Quelle: http://www.mieterbund.de/ Button Presse

Gibt es eigentlich auch Bussgelder für Gedankenmüll und verzapften Blödsinn des MB ???

Planwirtschaft und Gängelei der Eigentümer, Experimente mit dem sogenannten "Volkseigentum" hatten wir doch schon.

Oder irre ich mich da ???

Kann man eigentlich nicht aus der Geschichte lernen, oder müssen Deutsche immer von §§ "erschlagen" werden ???

Ein vernünftiger und langfristig denkender und wirtschaftender VM wird natürlich seine Objekte nach und nach modernisieren bzw. energetisch instandsetzen.

Dies erfordert schon allein der Markt, dies muss / bzw müssen Theoretiker bzw. "Schreibtischtäter" keineswegs vorschreiben !

MFG
Alle 18 Antworten
16.08.2007, 13:06 von zaunkoenig
Profil ansehen
Hallo,

Denkmalschutz und Niedrigenergie schließen sich nicht aus. Die Alternativen sind einfach nur nicht bekannt genug und die Bauunternehmen und Architekten für manche Dinge einfach nur zu dumm.

Was Neubauten angeht, so kann ohne erheblichen Mehraufwand ein Niedrigenergiehaus gebaut werden. Die Planung bedarf allerdings eines erfahrenen Architekten in diesem Bereich, da er auch die ökologischen Alternativen kennen muss und vor allem die entsprechenden Bezugsquellen.
Und momentan gibt es noch Zuschüsse ohne Ende.

Wer mal einen solchen Architekten und sein persönliches Wohndenkmal kennenlernen möchte, der kann ihn besuchen. Wer mal gucken möchte:

Heliotrop

Ich kann den Mann aus persönlicher Erfahrung empfehlen.

Zitat:
Zum Sanktionsvorschlag des Mieterbundes sollte man fordern,dass auch das Energieverhalten der Mieter kontrolliert und gegebenfalls sanktioniert gehört.


winter, minusgrade, mieter rennen im t-shirt + shorts rum, fenster stundenlang auf kippstellung, heizkörper in maximaler heizstellung und heizanlage läuft auf dauerbetrieb ....

aber der vermieter / eigentümer soll für energiesparen sorgen.

grüssle coba
16.08.2007, 12:36 von Melanie
Profil ansehen
Ich sehe ganz deutlich eine Vision:
Viele neue Fenster.....und viele Schimmelfälle weil das Lüftungsverhalten nicht angepaßt wird
16.08.2007, 12:27 von cavalier
Profil ansehen
Zitat:
Nein kann ich nicht
Wichtiger ist doch ,dass die Mieter trotz vieler Hinweise
gar nicht bereit sind ihr Verhalten bezüglich Energieeinsparung
zu verändern.


Zitat:
Zum Sanktionsvorschlag des Mieterbundes sollte man fordern,dass auch das Energieverhalten der Mieter kontrolliert und gegebenfalls sanktioniert gehört.

Richtig.

Aber viele ALGII-Empfänger juckt das nicht. Zahlt doch der Steuerzahler.

16.08.2007, 11:40 von Irm
Profil ansehen
Zum Sanktionsvorschlag des Mieterbundes sollte man fordern,dass auch das Energieverhalten der Mieter kontrolliert und gegebenfalls sanktioniert gehört.
Irm
16.08.2007, 11:13 von Irm
Profil ansehen
Nein kann ich nicht
Wichtiger ist doch ,dass die Mieter trotz vieler Hinweise
gar nicht bereit sind ihr Verhalten bezüglich Energieeinsparung
zu verändern.
Irm
16.08.2007, 11:01 von dedl
Profil ansehen
Zitat:
Bei ca 100qm Wohnfläche brauchen wir aber trotzdem nur für
ca 400-500 € Holz.

Das sagt gar nichts aus (außer vielleicht, daß Du eine preiswerte Quelle zum Holzkaufen hast). Kannst Du den Holzverbrauch in kWh/qm/a umrechnen? Das wäre interessant.
16.08.2007, 10:59 von Irm
Profil ansehen
Trolli
Beim Thema bleiben.
Irm
16.08.2007, 10:58 von Augenroll
Profil ansehen
@dedl,
Zitat:
Vor Neu-Vertragsabschluß, ja. Der Vertrag mit meinen Mietern besteht aber seit 17 Jahren, damals sahen die Bestimmungen etwas anders aus.



Wann haben Sie denn das Haus erworben bzw. geerbt?

Beim Kauf waren Ihnen die Verträge bekannt. Sie hätten auf den Kauf verzichten können.

Das Erbe hätten Sie auf Grund der Verträge auch ausschlagen können.
16.08.2007, 10:55 von Irm
Profil ansehen
In dem von uns gemieteten Bauernhaus Baujahr ca 1780 hat es teilweise noch einfachverglaste Fenster.
Bei ca 100qm Wohnfläche brauchen wir aber trotzdem nur für
ca 400-500 € Holz.
Unser Heizungstechniker meinte dass sowieso 60% des Heizverbrauchs Verbraucherabhängig seien.
Und diese 60% lassen sich sehr schwer beeinflussen.
Ich habe allen Mietern Tipps zum Energieeinsparen gegeben,
aber meine Mieter juckt das herzlich wenig.
Irm
16.08.2007, 10:53 von dedl
Profil ansehen
Zitat:
1. Diese Bestimmungen sind vor Vertragsabschluss jedem Vermieter bekannt.


Vor Neu-Vertragsabschluß, ja. Der Vertrag mit meinen Mietern besteht aber seit 17 Jahren, damals sahen die Bestimmungen etwas anders aus.
16.08.2007, 10:47 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:



Reißen Sie jedoch nicht alles aus dem Zusammenhang.
16.08.2007, 10:45 von cavalier
Profil ansehen
@Augenroll

Zitat:
Die Bestimmungen über die Kündigungsfristen, besonders die stark erschwerten Kündigungsmöglichkeiten des Vermieters sind ohne Frage asymmetrisch. Das habe ich nie bestritten.

16.08.2007, 10:42 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
Jetzt gestehen Sie endlich ein, dass das Mietrecht asymetrisch ist.


Die Bestimmungen über die Kündigungsfristen, besonders die stark erschwerten Kündigungsmöglichkeiten des Vermieters sind ohne Frage asymmetrisch. Das habe ich nie bestritten.

Allerdings ist es so:

1. Diese Bestimmungen sind vor Vertragsabschluss jedem Vermieter bekannt.

2. Diese Bestimmungen haben ihre Berechtigung und finden Ihren Ursprung schon im GG.
16.08.2007, 10:39 von dunkelROOT
Profil ansehen
Was der eine Troll Gabriel vorplabbert muss der nächste dumme Troll Mieterbund nachplabbern und der augenTroll dumm kommentieren!

dROOT
16.08.2007, 10:37 von cavalier
Profil ansehen
Zitat:
denn der einzige Vorteil einer Mietwohnung ist ja die moderate Kündigungsfrist. Tschüß und weg.

Jetzt gestehen Sie endlich ein, dass das Mietrecht asymetrisch ist.

In der Vergangenheit haben Sie das immer bestritten.

Toll!
16.08.2007, 10:31 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
mit solchen umbauforderungen werden dann, so meine sicht, zukünftig immer mehr leute auf umbau und renovierung verzichten, die häuser bleiben leerstehen und verfallen.



Oder die Mieter kaufen sich nach und nach selber energetisch vernünftig optimierte Häuser. Bzw. ziehen in modernisierte Häuser um.

Die Mieter werden langfristig eh mit den Füßen abstimmen, denn der einzige Vorteil einer Mietwohnung ist ja die moderate Kündigungsfrist. Tschüß und weg.
16.08.2007, 10:20 von Coba
Profil ansehen
ich denke einige baumassnahmen sind umsetzbar (z.B. fenster + heizungsanlage), aber alle gebäudetypen im lande an den baulichen standart eines neuen niegrigenergiehauses anzupassen erscheint mir persönlich unmöglich.

mir erscheint dies auch daher problematisch, wenn ich mit ansehe, dass aktuell der denkmalschutz massiv durch deutschland streift und gebäude (auch mietshäuser) unter denkmalschutz setzt.

ich habe (2005) eine unter denkmalschutz stehendes gebäude u.a. im fassadenbereich komplett sanieren lassen. die auflagen vom denkmalschutz waren "traumhaft", wären aber mit einer fassadenaussendämmung nicht in Einklang zu bringen gewesen, da man die erhaltung und den neuaufbau u.a. von schnörkeln und anderen zierden im fassadenbereich forderte (so wie das haus halt früher war).

mit solchen umbauforderungen werden dann, so meine sicht, zukünftig immer mehr leute auf umbau und renovierung verzichten, die häuser bleiben leerstehen und verfallen.

grüssle coba
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter