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04.07.2007, 17:11 von dontpanicProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieterbund mal wieder? Oder WEG-Verwaltung?
Hallo,

ein VM Kollege hat folgendes Problemchen:

Die WEG-Verwaltung weist in der Jahresabrechnung den Versicherungsbeitrag für die Haftpflicht aus. Soweit so gut.

Er übernimmt den Beitrag in die BK-Abrechnung für den Mieter.

Mieterbund lässt sich den Versicherungsvertrag zeigen und findet den Paasus: "Zusätzlich erhalten Sie kostenlos eine Mietausfallversicherung für den Fall, dass die Wohnung für die Dauer der Reparatur unbewohnbar wird."

Das war natürlich ein gefundenes Fressen für den Mieterbund. der sagt jetzt diese Mietausfallversicherung ist nicht umlegbar, aber der Mieter zahlt sie mit obwohl diese extra als kostenlos angegeben wird. Es liegt eine Mischkalkulation vor und die Kosten müssen einzeln dargestellt und herausgerechnet werden. Punkt aus.

Der VM wendet sich an die WEG-Verwaltung und sagt diese möge bitte eine solche Abrechnung von der Versicherung verlangen damit er gegenüber seinem Mieter richtig abrechnen kann.

Die Verwaltung sagt jedoch, dass sie nach Teilungserklärung abrechnen und dies nicht machen werden.

Und nun..?

Gruß,
dp
Alle 46 Antworten
06.07.2007, 22:48 von Mortinghale
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Wenn der Mieter aufgrund des Schadens weniger oder gar keine Miete zahlt, wird diese Ausfalldifferenz ersetzt.

06.07.2007, 22:41 von FM_24
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Hallo,

das ist ja ein tolles Thema.

Mietausfall hin und her.
Es ist doch schließlich auch mitversichert, dass der Mieter beispielsweise nach einem Brand in eine gleichwertige Wohnung zieht und diese Kosten ersetzt bekommt. Übergangsweise werden ja sogar Hotelkosten übernommen nach dem Schadensfall.

Ist das denn jetzt eine konkrete Mietausfallversicherung für VM, der zusätzlich zum Schadensersatzanspruch des Mieters Mietausfall erhält oder ist der Mietausfall dazu bestimmt um nur Schadensersatzansprüche des Mieters abzudecken????

Na, wer weiß da näher Bescheid? Vielleicht löst sich das Problem dann von gaaaaanz alleine.

06.07.2007, 15:25 von Augenroll
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Zitat:
Ein Beleg ist ein Dokument und damit Beweis genug.

das ist richtig:

1. es ist ein Originaldokument.
2. Die Angaben und vor allem genannten Zahlen stimmen alle und sind plausibel.

Denn es gibt auch viel Gemauschel der Hausverwaltungen, Reinigungsfirmen, Hausmeisterdiensten und Lieferanten untereinander. Denn man kennt sich ja.

Das aufzudecken ist manchmal gar nicht so einfach, und es gibt nur Originaldokumente, nicht wahr?
06.07.2007, 11:36 von Dernie
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Ein Beleg ist ein Dokument und damit Beweis genug.

Somit muß der Mieter beweisen, daß das Dokument falsch (gefälscht?) ist!
06.07.2007, 11:33 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
genau so muss es gemacht werden.


also ich finde der Vorschlag von dp ist durchaus noch ausbaufähig. Wie wäre es denn mit 32 Notaren, schliesslich muss man schon darauf achten, dass die Verwaltungskosten noch ein bischen in die Höhe getrieben werden !!!

Ich hoffe, nun ist auch der Troll zufrieden

MFG
06.07.2007, 11:30 von Melanie
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Zitat:
Leider ist der Mieter inzwischen versorben

Nun hopp an die Erbensuche!
06.07.2007, 11:25 von johanni
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Hallo dp,

genau so muss es gemacht werden.



Johanni
06.07.2007, 11:20 von dontpanic
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Hallo,

ich fertige meine BK-Abrechnung grundsätzlich nur im Beisein von 16 Notaren an. Je Bundesland ein Notar. Anschließend lasse ich sie von 3 unabhängigen Wirtschaftsprüfern kontrollieren. Sämtliche Belege werden notariell beglaubigt und in 5 facher Kopie beigefügt. 3 von diesen Kopien werden zusätzlich vom Bundespräsidenten beglaubigt. Der Haushaltsausschuss der EG prüft die gesammte BK-Abrechnung auf Plausibilität und leitet sie anschließend an das Europaparlament, wo sie dann in diversen Ausschüssen abgesegnet wird. Das letze OK kommt dann noch vom europäischen Gerichtshof, wo die Abrechnung in Absprache mit dem Bundesvervassungsgericht auf diskriminierende Textpassagen geprüft wird.

Die Abrechnung für 1968 erwarte ich in den nächsten Wochen aus Karlruhe zurück. Leider ist der Mieter inzwischen versorben...

Gruß,
dp
06.07.2007, 11:17 von dedl
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Moin Mel,

Zitat:
Das tue ich als VM doch

na na, was ist das denn für ein Deutsch?

korrektes (Nord-)deutsch , siehe http://tinyurl.com/24286k.
Zitat:
Wenn der Mieter bestimmte Belege für nicht korrekt hält


muß er sich erst einmal dahingehend äußern, was ihm an den Belegen nicht gefällt.

06.07.2007, 10:55 von Augenroll
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Zitat:
Das tue ich als VM doch: Ich lege die Abrechnung vor, halte die Belege einsichtsbereit und bestätige die Korrektheit der Abrechnung durch meine Unterschrift(!). Wenn der M all das anzweifelt, mich also des Betruges verdächtigt, muß er das beweisen! So, und nur so, wird ein Schuh draus. Wo sind wir denn?

Ihre Unterschrift beweist doch gar nichts!

Wenn der Mieter bestimmte Belege für nicht korrekt hält, müssen Sie nachweisen, dass diese korrekt sind.
06.07.2007, 10:52 von Melanie
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Zitat:
Das tue ich als VM doch

na na, was ist das denn für ein Deutsch?
Zitat:
Wo sind wir denn?

Leider in Deutschland
06.07.2007, 10:49 von dedl
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Zitat:
Der Vermieter muss beweisen, dass seine Abrechnung korrekt ist.

Das tue ich als VM doch: Ich lege die Abrechnung vor, halte die Belege einsichtsbereit und bestätige die Korrektheit der Abrechnung durch meine Unterschrift(!). Wenn der M all das anzweifelt, mich also des Betruges verdächtigt, muß er das beweisen! So, und nur so, wird ein Schuh draus. Wo sind wir denn?
06.07.2007, 10:27 von Augenroll
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Zitat:
Genau wie jeder Verdächtige beweisen muß, daß er unschuldig ist.

Das hat mit BK Abrechnungen nichts zu tun.

Versuchen Sie beim Thema BK/HK nicht wieder die Beweislast zu verkehren. Das lassen die Gerichte auch nicht durchgehen.
06.07.2007, 10:25 von Mortinghale
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Zitat:
Der Vermieter muss beweisen, dass seine Abrechnung korrekt ist.


Genau wie jeder Verdächtige beweisen muß, daß er unschuldig ist.

Wo leben wir denn schließlich.

06.07.2007, 09:58 von Augenroll
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Zitat:
Es muss doch der Beweis erbracht werden, dass jede 2. Abrechnung falsch ist.

Laut BGB trägt der Vermieter alle Lasten der Immobilie und erhält dafür die Miete.

Ganz einfacher Grundsatz eigentlich. Möchte der Vermieter BK/HK umlegen, so muß der Vermieter das detailliert beweisen. Das heißt im Klartext: Der Vermieter muss beweisen, dass seine Abrechnung korrekt ist. Nicht: Der Mieter muss beweisen dass die Abrechnung falsch ist.

Bitte mal drüber nachdenken!
05.07.2007, 15:32 von Mortinghale
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Zitat:
Vielmehr sah sich der Mieterverein in seiner Verzweiflung schon genötigt, offensichtlich zutreffende Positionen zu beanstanden. Es muss doch der Beweis erbracht werden, dass jede 2. Abrechnung falsch ist.


Und, was noch viel wichtiger ist, das Mitglied muß für mindestens noch ein weiteres Jahr im Verein gehalten werden (Beitrag !).

Wenn einem Mieter mehrfach hintereinander die Richtigkeit der Abrechnungen bestätigt wird, liegt es ja nahe, das er wieder austritt.

05.07.2007, 14:38 von johanni
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Zitat:
Eine glaubhafte Begründung veranlasst einen Mieterverein noch lange nicht zur Feststellung, dass der Abrechnungsposten in Ordnung ist. Vielmehr sah sich der Mieterverein in seiner Verzweiflung schon genötigt, offensichtlich zutreffende Positionen zu beanstanden. Es muss doch der Beweis erbracht werden, dass jede 2. Abrechnung falsch ist.


Köstlich kommentiert

Zitat:
Zu einer Vereinbarung gehören jeweils 2 Parteien. Ich bin mir sicher, dass die Hausverwaltung den Auftrag gerne übernehmen würde... allerdings, und genau da könnte das Problem auftreten, gegen Vergütung


Und hier sehe ich das Sparen an der falschen Stelle

Johanni
05.07.2007, 14:27 von RMHV
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Zitat:
johanni » 05.07.07 10:52 «

Warum wird nicht ganz einfach eine schriflitche Bestätigung der Versicherung eingeholt, dass die genannte Zusatzleistung kostenfrei( was ich bezweifle, dass dieses auch so ist z.B. Mischkalkulation )ist und mit o Euro in der Beitragszahlung ausgewiesen ist?


Weil der Mietausfall eben - Mortinghale hat es mehrfach geschrieben - ein Teil des Gesamtschadens nach einem Feuer- Sturm- oder Leitungswasserschaden ist. Es gibt also keinerlei Grund, sich vom Mieterverein schikanieren zu lassen...

Zitat:

Dann hat der Verein eine glaubhafte Begründung vorliegen. Er kann( muß) dann seinem Mitglied bestätigen, dass alles seine Ordnung hat.


Eine glaubhafte Begründung veranlasst einen Mieterverein noch lange nicht zur Feststellung, dass der Abrechnungsposten in Ordnung ist. Vielmehr sah sich der Mieterverein in seiner Verzweiflung schon genötigt, offensichtlich zutreffende Positionen zu beanstanden. Es muss doch der Beweis erbracht werden, dass jede 2. Abrechnung falsch ist.

Zitat:

Warum wurde mit der Hausverwaltung nicht eine weitergehende Vereinbarung geshclossen, dass diese auch die Abrechnungen für die Mieter der Eigentümer fertigt? Natürlich gehen diese Kosten zu Lasten der Eigentümer, diese müßten sich dann aber nicht mehr um die Einzelabrechnungen mit ihren Mietern kümmern!


Zu einer Vereinbarung gehören jeweils 2 Parteien. Ich bin mir sicher, dass die Hausverwaltung den Auftrag gerne übernehmen würde... allerdings, und genau da könnte das Problem auftreten, gegen Vergütung.
05.07.2007, 10:52 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Freunde,

wir drehen uns im Kreis.


Warum wird nicht ganz einfach eine schriflitche Bestätigung der Versicherung eingeholt, dass die genannte Zusatzleistung kostenfrei( was ich bezweifle, dass dieses auch so ist z.B. Mischkalkulation )ist und mit o Euro in der Beitragszahlung ausgewiesen ist?

Dann hat der Verein eine glaubhafte Begründung vorliegen. Er kann( muß) dann seinem Mitglied bestätigen, dass alles seine Ordnung hat.

Warum wurde mit der Hausverwaltung nicht eine weitergehende Vereinbarung geshclossen, dass diese auch die Abrechnungen für die Mieter der Eigentümer fertigt? Natürlich gehen diese Kosten zu Lasten der Eigentümer, diese müßten sich dann aber nicht mehr um die Einzelabrechnungen mit ihren Mietern kümmern!

Johanni
05.07.2007, 10:38 von Mortinghale
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Freunde,

wir drehen uns im Kreis.

Wenn wir die Formulierung in dem Urteil rein wörtlich nehmen, ist eine Gebäudeversicherung als Reparaturversicherung überhaupt nicht umlegbar.

Der "Mietausfall" ist notwendigerweise zu qualifizieren.

05.07.2007, 10:36 von dontpanic
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Zitat:
ist mal so wieder eine typische Korinthenkackerei !
Richtig, und es dient nur dazu, die BK-Abrechnung in Frage zu stellen!

Gruß,
dp
05.07.2007, 10:36 von dontpanic
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Zitat:
Bei der Versicherung Deines Kollegen handelt es sich vielleicht um eine Reparaturkostenversicherung?

Nein
05.07.2007, 10:34 von dontpanic
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Zitat:
müßte doch in der Versicherungspolice stehen, dass Mietausfall nur im Schadenfall gezahlt wird !

Ja, aber es bleibt Mietausfall.

Gruß,
dp
05.07.2007, 10:21 von Mortinghale
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Auch eine Gebäudeversicherung ist irgendwie eine Reparaturkostenversicherung.

Sie deckt halt nur bestimmte Schadensursachen ab; z.B. Feuer.

Wenn also ein Brandschaden wieder behoben wird, gehören auch dadurch eingetretene Mietausfälle zum Gesamtschaden.

Entweder ist eine Gebäudevericherung also umlegbar oder sie ist es nicht (was hat schließlich der Mieter mit der Bude des Vermieters zu tun); innerhalb des Schadenes kann dann keine weitere Qualifizierung stattfinden.

05.07.2007, 10:08 von Melanie
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Zitat:
Zusätzlich erhalten Sie kostenlos eine Mietausfallversicherung für den Fall, dass die Wohnung für die Dauer der Reparatur unbewohnbar wird."



Das hab ich im WEB gefunden:
Zitat:

13. Kosten der Sach- und Haftpfichtversicherungskosten

Hierzu gehören ausschließlich Gebäuderversicherungen gegen Feuer, Sturm. Wasserschäden, Glasversicherung und Haftpflichtversicherung bezüglich Gebäude, Aufzug und Öltank.
Unzulässig ist dagegen die Umlage von Kosten für Rechtsschutzversicherung des Vermieters und eine Mietausfall- oder Reparaturkostenversicherung!



Bei der Versicherung Deines Kollegen handelt es sich vielleicht um eine Reparaturkostenversicherung?

05.07.2007, 10:07 von CMAX_65
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Hallo,

ist mal so wieder eine typische Korinthenkackerei !

Mal angenommen es geht um 2-3 € pro Monat an umlegbaren Versicherungskosten und davon wiederum ist der Versicherungsanteil dieser spez.Vers.,wenn überhaupt, ein Bruchteil also wenige Cent (!).

1.

Nun kannn man natürlich darüber streiten, Gerichtsprozesse führen und Kosten ohne Ende produzieren.

2.

Oder, die Versicherung soll den Anteil berechnen, oder einfach streichen aus dem Leistungskatalog und die Sache ist beendet.

3.

Wenn quantifizierbar, also der Anteil berechnet werden kann, dann trägt der VM die wenigen Cent selbst.

Ist aber dann im Gegenzug daran interessiert die Miete zu erhöhen und/oder bei Kleinigkeiten und Wünschen des Mieters äusserst bürokratisch und genau vorzugehen (auch im cent-bereich)

Wie hätten Sie es denn gern ???

Würde einfach mal unverbindlich mit dem Mieter sprechen, wenn er die paar cent verweigert !!!

MFG
05.07.2007, 10:00 von Jobo
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müßte doch in der Versicherungspolice stehen, dass Mietausfall nur im Schadenfall gezahlt wird !
Jobo
05.07.2007, 09:09 von dontpanic
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Hallo,

Zitat:
Als Teil einer Gesamtschadensversicherung ist sie auch umlagefähig.
Ist genau diese Tatsache irgendwo festgehalten? Gesetzestext oder so?

Gruß,
dp
04.07.2007, 22:40 von Mortinghale
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Hallo dontpanic,

die hier angesprochene Versicherung deckt Mietausfälle als Teil eines Gesamt(-Gebäude-)schadens (und nur in diesem Zusammenhang) ab. Sie ist damit keine klassische Mietausfallversicherung für Leerstandzeiten.

Als Teil einer Gesamtschadensversicherung ist sie auch umlagefähig.

04.07.2007, 21:55 von dontpanic
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Hallo Mortingale,

Zitat:
Hat er nicht (siehe oben).

Welchen Beitrag meinst du jetzt genau?

Gruß,
dp
04.07.2007, 21:10 von Mortinghale
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Zitat:
Er hat nach dem Gesetz Recht


Hat er nicht (siehe oben).

Ich würde das durchziehen.

(Bin mit dem Mieterverein schon mal wegen 2,96 DM pro Monat vor Gericht gewesen; habe da absolut keine Hemmungen)

04.07.2007, 21:01 von dontpanic
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Hallo,

Zitat:
Ich würde vom Versicherer/Hausverwalter verlangen, dass dies geändert wird.
Genau das macht die Verwaltung nicht. Sie weigern sich.

Zitat:
Was sagen die anderen Eigentümer dazu?
Die wissen es nicht. Und solange sie dieses Problem mit ihren Mietern nicht haben...

Zitat:
Das ist doch nur eine Position aus dem Leistungskatalog der Versicherung für den Schadensfall. Warum wird das als Mietausfallversicherung bezeichnet ?
Weil sie im Schadensfall den Mietausfall ersetzen.

Zitat:
Ich denke es ist die Wohngebäude VS nicht die Haftpflicht - ein sog. Komplettpaket - i.d.R. meistens billiger od. eben kostenfreies Extra.
Kann sein, ich habe es nur gestern Abend bei der ETV von meinem Tischnachbaren erfahren, der mir sein Leid geklagt hat.

Der Mieter will sich nicht einigen. Er hat doch einen wunderbaren Grund seine Betriebskosten zu zahlen. Der Anteil der Mietausfallversicherung wird im Centbereich liegen, aber selbst wenn der VM 10,- anbietet stellt sich der Mieter quer. Er hat nach dem Gesetz Recht. Eine Mietausfallversicherung darf nicht auf den Mieter umgelegt werden!

Und die Verwaltung sagt sie stellt die Abrechnung nicht um und wird auch nicht mit der Versicherung sprechen um die Police umzugestalten. Es ist Pech des VM und er müsse das schon selber mit dem Mieter regeln.

Gruß,
dp

04.07.2007, 20:54 von Mortinghale
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Also Gebäudeversicherung vorsichtshalber auch nicht absetzen (ist ja schließlich eine Reparaturversicherung).

04.07.2007, 20:39 von Fixfeier
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Tscha Mortinghale,

deswegen auch "kopfschüttel". Du kennst doch das Problem.

Der MB hängt sich an dem Thema auf und der Eigentümer steht anschließend vor der Frage klär ichs bei Gericht? Lohnt sich das? Das alles bei dem wahrscheinlich geringen Kostenanteil am Haftpflichversicherungsbeitrag ...

Das ist wie bei der Frage zur Personenberechnung von neulich, Prozess lohnte einfach nicht.

Gruß
04.07.2007, 20:31 von Mortinghale
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Damit ist doch eindeutig Mietausfall durch normalen Leerstand gemeint.

04.07.2007, 20:28 von Fixfeier
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Hallo,

ich gehe davon aus, es geht um den gleichen Sachverhalt mit dem sich auch ein Aufsatz aus meiner Datenbank befasst:

Zitat:
... Entscheidung des AG Berlin-Mitte (Urteil v. 31.10.2001, 18 C 259/01, NZM 2002, 523). Die dort aufgestellten Grundsätze sollten unbedingt beachtet werden.

1. Zunächst ging es um die Position " Versicherungen ". Die Betriebskostenabrechnung enthielt diesen Posten ohne Trennung oder Erläuterung, um welche Versicherungsarten es sich handelte. Sie wurde deshalb vom Gericht nicht anerkannt. Denn der Mieter ist nach Nr. 13 der Anlage 3 zu § 27 der II. Berechnungsverordnung nur zur Umlage von Sach- und Haftpflichtversicherungen berechtigt. Hierzu gehören namentlich die Kosten der Versicherung des Gebäudes gegen Feuer-, Sturm- und Wasserschäden, der Glasversicherung, der Haftpflichtversicherung für das Gebäude, den Öltank und den Aufzug. Nicht umfasst sind hingegen etwa die Kosten für eine Rechtsschutz-, Mietausfall - oder Reparaturversicherung. Nach Ansicht des Gerichts wäre es daher erforderlich gewesen, entweder pauschal anzugeben, dass nur Kosten für Sach- und Haftpflichtversicherung abgerechnet sind oder die versicherten Risiken im Einzelnen aufzuzählen.


Daraus kann man dann doch wunderbar eine Reklamation herleiten.

Gruß
04.07.2007, 19:49 von Melanie
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*ups* Morti, ich glaub Du hast Recht
04.07.2007, 19:45 von Mortinghale
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Liebe Melanie,

das habe ich damit nicht gemeint. Es geht nicht darum, daß nichtumlegbare Anteile kostenfrei sind, sondern darum, daß auch die Mietausfälle zum Gesamtschaden gehören.

04.07.2007, 19:41 von Melanie
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Zitat:
So ganz verstehe ich die Problematik immer noch nicht. Die Versicherung tritt doch nur im Schadensfall ein, um Mietausfälle (von den uU auch der Mieter profitiert) abzudecken. Und diese Ausfälle gehören nun einmal zum Gesamtschaden.


Vielleicht mit folgendem Vergleich zu begründen:
Es wird Vertrag mit Hausmeister geschlossen (oberste Preisgrenze)....und im Vertrag steht mit drin:
Kostenfrei übernehme ich zusätzlich noch ihre Hausverwaltung nebenbei!
04.07.2007, 19:36 von Mortinghale
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So ganz verstehe ich die Problematik immer noch nicht. Die Versicherung tritt doch nur im Schadensfall ein, um Mietausfälle (von den uU auch der Mieter profitiert) abzudecken. Und diese Ausfälle gehören nun einmal zum Gesamtschaden.

04.07.2007, 19:15 von Fixfeier
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Hallo,

also es findet sich doch immer wieder was wo sich der MB dran aufhängen kann. *heftig kopfschüttel* Nun ist es die kostenlose Mitversicherung des Mietausfalles.

Es war noch alle Zeit üblich, dass die Versicherer in unserem Land ihren Policen Versicherungsbedingungen (VGB) zu Grunde legen mussten, die vom Bundesaufsichtsamt zuvor ausdrücklich genehmigt waren. Diese VGB sind zwar von Zeit zu Zeit modernisiert worden, waren dann aber, wegen des erheblichen Aufwandes bei der Entwicklung und Genehmigung, jeweils bei den verschiedenen Versicherern weitgehend gleich.

Und so ist ein solcher Vertrag nun mal als Komplettpaket zu verstehen.

Ich meine zwar gelesen zu haben, dass diese Praxis durch EU Vorgaben inzwischen etwas aufgeweicht wurde (hier mag Diega näheres zu sagen wenn er mal wieder Zeit hat), aber die meisten Verträge bestehen eben immer noch auf der Basis solcher VGB. Das waren glaube ich jedenfalls zuletzt die "VGB2000". Und zwar bei der Gebäudeversicherung und nicht der Haftpflichtversicherung.

Z.B. die VGB2000 haben einen § 3 und da steht folgendes:

Zitat:
§ 3 Versicherter Mietausfall
1. Der Versicherer ersetzt

a)den Mietausfall einschließlich fortlaufender Mietnebenkosten, wenn Mieter von Wohnräumen infolge eines Versicherungsfalles berechtigt sind, die Zahlung der Miete ganz oder teilweise zu verweigern,

b)den ortsüblichen Mietwert von Wohnräumen, die der Versicherungsnehmer selbst bewohnt und die infolge eines Versicherungsfalles unbenutzbar geworden sind, falls dem Versicherungsnehmer die Beschränkung auf einen benutzbar gebliebenen Teil der Wohnung nicht zugemutet werden kann.

2. Mietausfall oder Mietwert werden bis zu dem Zeitpunkt ersetzt, in dem die Wohnung wieder benutzbar ist, höchstens jedoch für x Monate seit dem Eintritt des Versicherungsfalles. Mietausfall oder Mietwert werden nur insoweit ersetzt, wie der Versicherungsnehmer die mögliche Wiederbenutzung nicht schuldhaft verzögert.

3. Für gewerblich genutzte Räume kann die Versicherung des Mietausfalles oder des ortsüblichen Mietwertes vereinbart werden.


Ich weiß zwar aktuell nicht, wie sich das mit den VGB inzwischen weiterentwickelte. Jedenfalls sollte mal jeder Vermieter dieser Runde nachsehen, ob er nicht genau an der oder einer anderen passenden Stelle seiner VGB auch eine derartige Klausel im Vertrag hat.

Ich denke, es wäre der größte Fehler auf eine solche kostenlose Zusage zu verzichten nur um ohne Probleme seine Nebenkostenumlage hinzubekommen. Das ist nach den VGB Spielregeln m.E. auch gar nicht hinzubekommen. Es wird vermutlich auch nicht gelingen, die Gesellschaften dazu zu bewegen ihre diesbezügliche Kalkulation offen zu legen. Die Einzelrisiken sind für solche Fälle meines Wissens gar nicht kalkuliert.

Vielmehr sollte man dafür entweder eine Vereinbarung im Mietvertrag haben oder sich anschließend mit M einigen. Also hier abfragen was MB vorschlägt, aushandeln und sich irgendwo einigen.

Das hat nämlich nichts mit dem Versicherer und auch nichts mit der WEG-Verwaltung zu tun. Es ist schlicht eine Entwicklung aus der Rechtsprechung zum Mietrecht.

Gruß
04.07.2007, 19:03 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Zusätzlich erhalten Sie kostenlos eine Mietausfallversicherung für den Fall, dass die Wohnung für die Dauer der Reparatur unbewohnbar wird."



Ich denke es ist die Wohngebäude VS nicht die Haftpflicht - ein sog. Komplettpaket - i.d.R. meistens billiger od. eben kostenfreies Extra.
Da auch als kostenfrei ausgewiesen - sprech mit deM VS-Vertreter - der kann aufzeigen ob es sich um eine Mishkalkulation handelt oder nicht - der kann auch aufzeigen was die VS ohne diesen Zusatz kosten würde. Das ganze an den Mieterbund.
Wenn der VM nicht mit dem VS-Vertreter reden kann - da nicht Auftraggeber - eben über die HV versuchen.
04.07.2007, 17:40 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Zusätzlich erhalten Sie kostenlos eine Mietausfallversicherung für den Fall, dass die Wohnung für die Dauer der Reparatur unbewohnbar wird."


Finde ich nicht eriös, was hat eine solche Versicherung mit einer Haftpflichtversicherung zu tun?

Es gibt keine kostenlose Versicherung, wer so argumentiert, rechtfertigt u.U.nur seine höheren Prämien.

In diesem Fall gebe ich dem Verein leider .....

Johanni
04.07.2007, 17:35 von Mortinghale
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Das ist doch nur eine Position aus dem Leistungskatalog der Versicherung für den Schadensfall. Warum wird das als Mietausfallversicherung bezeichnet ?

04.07.2007, 17:33 von maralena
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Hallo,

auch wenn beide Positionen deutlich getrennt ausgewiesen sind (selbst wenn z ZT mit 0,00 Euro) ist das trotzdem denkbar ungünstig - ich habe ja auch eine getrennte Rechtschutz und Gebäude, selbst wenn es sich um das gleiche Objekt und den gleichen Versicherer handelt.

Das muss ja gleich Skepsis hervorrufen.

Ich würde vom Versicherer/Hausverwalter verlangen, dass dies geändert wird.

Was sagen die anderen Eigentümer dazu?

Gruß
Mara
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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