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01.06.2007, 10:23 von skdProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieter verlangt Umzugskosten
Ich habe meinem Mieter ordentlich gekündigt zum 30.4. wegen Eigenbedarf. Habe ihm noch 2 Monate länger gewährt, weil er bis dahin erst eine neue Wohnung hätte.
Sein Mietvertrag ist unbefristet und er hatte ihn, noch mit meinem Vater abgeschlossen.
Jetzt verlangt er von mir, dass ich ihm Umzugskosten in Höhe von 1250,-- Euro zahlen soll, den Umzug sollen 2 proffesionelle Möbelpacker in ihrer !Freizeit! machen.

Meine Frage, darf er mir Umzugskosten anlasten?? Ich habe von sowas noch nie gehört und mir scheint es für offensichtliche Schwarzarbeit auch sehr hoch angesetzt.

Danke für die Hilfe

SKD
Alle 14 Antworten
01.06.2007, 19:25 von skd
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Hallo Gartenfan,
also der Widerspruch hat schon stattgefunden, da ich ihn auch bei meiner ordentlichen Kündigung darauf aufmerksam machte. Er bezog ich auf eine "besondere Härte" wegen verfrühtem Auszug, wie bereits erwähnt.
Ich habe ordentlich Widersprochen und gut ist, außerdem wohnt er ja sowieso schon einen Monat länger als gekündigt und diesen Monat muß es nun fertig sein.

Ich hab ihm geschrieben, dass er Ersparnis hatte von 4300 Euro, was in keiner Relation mit seiner Forderung steht und jeder weiteren Diskusion entbehrt.

VG Silvia
01.06.2007, 18:39 von Gartenfan
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Hi,

interessant wär nun, ob nicht heute oder morgen oder Montag
der Widerspruch gegen die Kündigung eingeht. Immerhin könnte
man bei einer Eigenbedarfskündigung von einer um 3 Monate
verlängerten Kündigungsfrist ausgehen. Und man könnte davon
ausgehen, dass der M in einem solchen Fall bis spätestens
2 Monate vor Kündigung widersprechen kann. Aber wie gesagt,
spannend werden die kommenden Tage. Wenn ich nicht völlig falsch
liege.

Gartenfan
01.06.2007, 17:55 von Cora
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Hallo

er hat Mietnachlass bekommen und dafür die Wohnung so eingerichtet wie er wollte - also, was will er noch?

Wie Melanie schon schrieb, entweder Sie zahlen eine geringe Summe oder er soll alles schön mitnehmen.

Umzugskosten würde ich auch keine zahlen, warum auch.
Schließlich zieht er nicht vor der Zeit aus, da keine im MV angegeben.

Gruß
01.06.2007, 17:21 von Mortinghale
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@Jutetuetchen

Nur als vorsorgliche Anmerkung:

Zitat:
dann hättest Du sicher gerne eine ordentliche Quittung für das Finanzamt damit Du die Kosten absetzen kannst


Das ist grundsätzlich nicht absetzbar.

01.06.2007, 16:50 von Melanie
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Zitat:
(Aber er hält halt an den 5 Jahren fest!)


Ich würd ihn fragen wenn er seiner Frau zur Silberhochzeit ne Weltreise verspricht, ob er sich dann nicht auch vorher von seiner Frau trennen dürfte, oder ob das eine Garantie für 25Jahre Ehe wäre???
01.06.2007, 16:44 von skd
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Also,
das mit der Kündigung hat er akzeptiert, mit der Begründung wegen Eigenbedarf hab ich reichlich Material zusammengetragen, darum ging es ja nicht. Er wusste das ja auch, dass das auf ihn zukommen könnte. (Aber er hält halt an den 5 Jahren fest!)

Er meinte es wäre eine besondere Härte für ihn, frühzeitig umzuziehen, da er selbst noch irgenwo eine Geldanlage hat aber noch nicht dran kommt um sich selbst eine Wohnung zu kaufen, sondern erst nächstes Jahr. Daher würden vermehrte Kosten auf ihn zukommen, die ich jetzt tragen soll. Quasi 2 x umziehen.

Hab ich auch schon abgelehnt, er meinte ich hätte mündlich bei einem Gespräch zugesagt, nichts festgehalten wohlgemerkt, er solle eben mal eine Aufstellung machen und wir würden sehen.

Aber an den Mietnachlass hatte er nicht gedacht und hat es auch zugegeben, und alleine hierdurch hat er schon mehr gespart, als er ausgegeben hat.

Aber die zwei Monate die er noch wohnen durfte, musste er auch zahlen, da hab ich nichts nachgelassen.

@ robertst - Achja, ob du den Umzug bezahlen sollst steht im Urteil drin.

In welchem Urteil steht das??
01.06.2007, 15:45 von Jutetuetchen
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Hallöli,

ahst Du Dir das mal im Netz genau durchgelesen wie das ist mit Eigenbedarfskündigung und was dafür alles vorliegen muss ?

Ich selbst habe mich noch nicht wirklich damit befassen müssen aber ich habe schon vieles mitbekommen was letztendlich dann doch Ärger gegeben hat.

Mein Tipp - Google doch nochmal ganz genau nach und lese Dir alles nochmal ganz genau durch - ich kann mir schon gut vorstellen dass Du das alles ohne Anwalt machen möchtets (würde ich auch vorzeihen) aber man sollte dafür wirklich alle Infos haben um auf der ganz sicheren Seite zu sein.

LG
01.06.2007, 15:04 von robertst
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Zitat:
verlangen kann ein Mieter so ziemlich alles


... dazu fällt mir eine Geschichte ein. Ein Mieter A wurde von einem Mieter X angeschwärzt. 2005.

Durch Zufall sah der Mieter den anderen in einer Kneipe. Von hinten wurde A ihm erst auf den Kopf geschlagen und dann wurde er krankenhausreif geprügelt.

2007 wurde der Mieter X freigesprochen.

Begründung: Es konnte nicht bewiesen werden, dass X den A geschlagen hat, weil DER SCHLAG VON HINTEN KAM. Niemand konnte klar sagen, wer geschlagen hat.

Achja, ob du den Umzug bezahlen sollst steht im Urteil drin.

Du hast gekündigt und als erstes mal 2 Monate nachgelassen. 1. Fehler. Jetzt will er 1.200 Euro haben. Zahlst du die, kommt eine neue Forderung. Ich würde die Zahlung ablehnen. Am besten gar nicht reagieren.

Hast du schriftlich dass er auszieht ??? Wenn ja, hat er verminderten Kündigungsschutz.
01.06.2007, 14:28 von Melanie
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Zitat:
dass er die Miete aus diesem Grund auch innerhalb der nächsten 5 Jahre nicht erhöhen würde.


Das ist aber noch lange kein Kündigungsverzicht!
Er hat der Kündigung ansich aber nicht widersprochen?
Wegen der Einbauten:
Entweder sie zahlen ihm nen kleinen Obolus, oder wenn sie das nicht wollen er soll den Ursprungszustand wiederherstellen!
Über die Einbauten gibt es wohl keine Verzichtserklärung auf Ursprungszustand, oder?

01.06.2007, 14:08 von skd
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Vielen Dank für die vielen positiven Beiträge,

also der Mietvertrag wurde am 1.10.2003 abgeschlossen auf unbestimmte Zeit. Gekündigt habe ich ihm im 16.1.07 zum 30.4.07 und eben kullanter weise um 2 Monate verlängert, da er ja für diesen Zeitraum erst eine neue Wohnung hatte.

Voraus ging, dass mein Vater ihm 10% seiner verlangten Miete nachgelassen hatte, dass der Mieter selbst die Wohnung so gestaltet, wie er möchte. Und hat ihm zugesagt, dass er die Miete aus diesem Grund auch innerhalb der nächsten 5 Jahre nicht erhöhen würde.

Zwischenzeitlich hat mir mein Vater die Wohnung überschrieben, die über einer Firma liegt. Der Mann wohnt nun alleine in 140 qm, und wir haben 2 Kinder in einer 110 qm Wohnung mit einem 13 qm Kinderzimmer für BEIDE Kinder. Daher Eigenbedarf.

Jetzt geht der Mieter immer von diesen 5 Jahren aus, die nirgends festgehalten wurden, nein, im Vertrag steht sogar nur, dass die Miete bis 01.11.06 nicht verändert wird.

Aber dass er die Umzugskosten möchte, ist ja noch nicht alles, er will noch anteilig die Kosten, die er für Holzdecken und Steckdosen und solche Dinge ausgegeben hat. Sogar im Bad hat er neue Bodenfliesen legen lassen und ich weiß nicht, ob das wirklich nötig war.

Er wohnt nun 43 Monate drin, statt 60 (5 J.) von denen er ausgeht und rechnet mir das prozentual auf und kommt auf 2.110,68 Euro

Gegenanzeige von mir, er hat ja monatlich 100 Euro gespart und wenn ich das auf 43 Monate hochrechne, hat der 4300 Euro zur Verfügung, bzw. aufgrund des Mietnachlasses meines Vaters, gespart!

Ich möchte einfach auf der sicheren Seite sein, da ich ihm ja bereits geschrieben habe, dass ich nicht bereit bin, die Umzugskosten zu zahlen, kam er dann noch mit den restlichen Dingen an, angeblich wegen vorzeitigem Umzug.

Ich würde das alles auch gerne ohne Anwalt regeln, es sind ja nur noch 4 Wochen und in 6 Wochen kommt schon meine neue Küche, wenn er bis da nicht raus ist.......

Danke Silv
01.06.2007, 12:00 von Jutetuetchen
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Zitat:
Also Beginn Mietverhältnis - Kündigung wegen Eigenbedarf.

Dies kann ausschlaggebend sein.



Gerade bei Eigenbedarf - da ist einiges zu beachten wenn man eine Kündigung wegen Eigenbedarf ausspricht... geht es um eine Eigentumswohnung , Haus oder "normale" Mietwohnung ??

Bist Du jetzt der Eigentümer und seit wann ??

Sollte die Kündigung den Fristen entsprechen dann soll der Mieter bitteschön auf seine Kosten die Möbelpacker antanzen lassen. Und wenn er die Taler nicht hat selber schleppen.

(Freizeit ? - Möbelpacker?? - 1250,00 Euro ??? -> hallloooooo Schwarzarbeit ?!?!?!

Selbst wenn Du bezahlen müsstest aus welchem Grund auch immer (z.B. weil nicht "fristgerecht gekündigt" - dann hättest Du sicher gerne eine ordentliche Quittung für das Finanzamt damit Du die Kosten absetzen kannst - schliesslich sollst Du ja auch die Kosten aus Deinem Geldsäckle bezahlen)

LG
01.06.2007, 11:48 von MarieP
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01.06.2007, 10:38 von dunkelROOT
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Klar kann er das Verlangen. Ich mein verlangen kann ein Mieter so ziemlich alles, nur beudete das nicht, dass Du das auch zahlen musst.

Also ich würde das einfach ignorieren und dem Mann einen guten Umzug wünschen.

dR
01.06.2007, 10:37 von Mortinghale
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Zitat:
Meine Frage, darf er mir Umzugskosten anlasten??


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