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12.03.2008, 00:49 von Stefan_71Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieter übergibt Wohnung nicht!!
Hallo,

ich bitte um ein paar Tips von Euch.

ich hatte eine Mieterin, der ich nun nach ständigen Problemen zum 31.01.08 die Wohnung gekündigt hatte. Sie hat die Kündigung zunächst auch akzeptiert und wohnt nun lt. Aussage des Haumeisters schon seit Wochen nicht mehr in der Wohnung. Allerdins fand bis heute keine Wohnungsübergabe, keine Schlüsselübergabe usw. statt.

Anfangs hat sie den Termin zweimal verschoben, beim dritten Termin ist sie ohne Angabe von Gründen nicht erschienen. Daraufhin hat sich mein Anwalt bei ihr gemeldet, worauf sie diesem mitgteilt hat, dass sie mir den Termin per SMS abgesagt hätte, weil sie sich im Krankenhaus befunden hätte, was selbstverständlich gelogen war. Mein Anwalt hat draufhin einen weiteren Termin mit ihr vereinbart, den sie wiederum nicht wahrgenommen hat. Als ich vor der verschlossenen Tür stand, versuchte ich sie anzurufen, sie drückte das Gespräch weg und schaltete das Handy aus. Später kam eine SMS in der sie mir lapidar mitteilte, dass sie keine Zeit hat, wiel sie in der Arbeit ist.

Was kann ich jetzt unternehmen, dass ich möglichst schnell an die Schlüssel komme? Eine Räumungsklage würde ja Monate dauern. Da sie die Wohnung nicht mehr benutzt, Klingelschild und Briefkastennamensschild entfernt hat, und auch eine neue Adresse hat, kann man davon ausgehen, dass sie Wohnung endgültig verlassen hat.

Jeder weitere Versuch einen normalen Übergabetermin zu vereinbaren sehe ich als sinnlos an, da sie diese Termine vorsätzlich nicht wahrnimmt.

Ich würde gerne strafrechtlich gegen sie vorgehen - eine normale Räumnungsklage dauert mir zu lang, andereseits denke ich dass nur massiver Druck bei ihr etwas bewirkt.

Hat jemand Erfahrung was man in einer solchen Situation unternehmen kann?

Danke und Grüße

Stefan
Alle 23 Antworten
13.03.2008, 14:00 von Sledge_Hammer
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Und der Fall dass man ach so überrascht und unvorhergesehen eine Immobilie kauft ist wohl eher der Einzelfall

@ DET ,
gibt es, ich muß mich outen :-)

Eigentlich wollte ich was anderes kaufen auf der Versteigerung, aber man kommt in einen Rausch und will die Versteigerung nicht ohne Objekt verlassen.

Für unbesehen und unbesichtigt, hatte ich noch Glück :-)

Gruß S.Hammer

PS. suche noch Wald nahe Berlin !
13.03.2008, 13:49 von Cora
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Vermieter nehmen Geld ein durch Vermietungen, somit sind sie Geschäftsleute. Ein Geschäftsmann der sich nicht infomiert und sein Geschäft nicht beherrscht ist selbst schuld.


auf so einen Quatsch zu antworten lohnt nicht
13.03.2008, 13:07 von det11
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Mieter geben Geld aus durch Mietungen, somit sind sie Geschäftsleute. Ein Geschäftsmann der sich nicht infomiert und sein Geschäft nicht beherrscht ist selbst schuld.

Niemand auf dieser Welt zwingt jemanden dazu ein Objekt zu mieten. Das steht jedem frei. Also wie gesagt nicht jammern, wem es nicht passt kann sich jederzeit eine Immobilie kaufen. Auch wenn es mit dem Kauf nicht gleich klappt, wer sagt denn dass dann gemietet werden muss. Dann bleibt man halt ne Zeit lobdachlos bis der Kauf über die Bühne ist.
Und der Fall dass man ach so überrascht und unvorhergesehen eine Immobilie kauft ist wohl eher der Einzelfall. Die meisten wissen doch schon weit vorher was sie mal zu erwarten haben im Fall der Fälle. Nur der genaue Zeipunkt ist nicht bekannt. Also bitte!!!
13.03.2008, 12:43 von Uli78
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Hallo,

Du hast eine Möglichkeit. Du kannst deine Mieterin auf Nutzungsausfall verklagen. Der Nutzungsausfall gilt bis zum Tag der Rückgabe der Wohnung. Die Frage ist natüulich, ob Du das Geld bekommst. Auch solch eine Vorgehensweise kann sehr langwierig sein.

Viel Glück
13.03.2008, 09:52 von Endu
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Vermieter nehmen Geld ein durch Vermietungen, somit sind sie Geschäftsleute. Ein Geschäftsmann der sich nicht infomiert und sein Geschäft nicht beherrscht ist selbst schuld.

Niemand auf dieser Welt zwingt jemanden dazu ein Objekt zu vermieten. Das steht jedem frei. Also wie gesagt nicht jammern, wem es nicht passt kann sich jederzeit von seiner (auch geerbten) Immobilie trennen. Auch wenn es mit dem Verkauf nicht gleich klappt, wer sagt denn dass dann vermietet werden muss. Dann lässt man halt die Bude ne Zeit leer stehen bis der Verkauf über die Bühne ist. Aber nein bei vielen ist die Verlockung auf die Kohle halt doch zu gross. Und der Fall dass man ach so überrascht und unvorhergesehen eine Immobilie erbt ist wohl eher der Einzelfall. Die meisten wissen doch schon weit vorher was sie mal zu erwarten haben im Fall der Fälle. Nur der genaue Zeipunkt ist nicht bekannt. Also bitte.

13.03.2008, 08:37 von Sommer
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Nun man muss vielleicht auch mal berücksichtigen das Vermieten ein Geschäft ist. Davon ausgehend ist ein Vermieter ein Geschäftsmann (Profi) und ein Mieter ist ein Kunde (Laie) bzw. Verbraucher.

Beides schlichtweg falsch.

Wer ein Mietshaus bewusst kauft, bei dem mag das stimmen - der hat sich bewusst für das "Geschäft" entschieden und will das als Geldanlage nutzen. Diese Person hat vorher überlegt, durchgerechnet, nachgedacht und hat womöglich einen Verwalter an der Hand.

Wer aber - wie viele "Kleinvermieter" in D. - durch z.B. Erben an so ein Objekt gerät, wird erst mal ins kalte Wasser gestoßen. Er kann sich entscheiden, ob er innerhalb Nullzeit zum versierten Immobilienverwalter mutiert, das Objekt an einen Verwalter übergibt (ohne auch nur ansatzweise Maßstäbe zur Bewertung des Verwalters noch der Wirtschaftlichkeit zu haben) oder die Sache verkauft (ebenfalls ohne Ahnung über den Markt).

Es ist ein Hohn zu behaupten, daß solche Eigentümer nun plötzlich ein "Profi" ist. Diese Leute fallen dann als erste auf Nomaden rein und werden um Tausende geschädigt. Friß, Vogel oder stirb lautet die Devise!

Daher ist und bleibt das Mietrecht per se ungerecht. Es berücksichtigt nicht, daß es grundsätzlich beiden Seiten - also auch dem angeblich ach-so-ahnungslosen Kunden offensteht, sich über Anwälte, Foren und Co. Beratung und Wissen einzuholen.

Heutzutage mieten doch noch immer mehr Leute als vermieten - also alles voll mit wissenden Kunden! Diese per definitionem zum schutzwürdigen Gut zu verklären DAS finde ich lächerlich.

S.
13.03.2008, 07:34 von Endu
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Ein derartig ungerechtes "Recht" gibt es in keinem anderen Bereich - eine zum Nachteil des Vermieters abweichende Vereinbarung ist nämlich sehr wohl wirksam!


Nun man muss vielleicht auch mal berücksichtigen das Vermieten ein Geschäft ist. Davon ausgehend ist ein Vermieter ein Geschäftsmann (Profi) und ein Mieter ist ein Kunde (Laie) bzw. Verbraucher. Das Verbraucherrechte meist die vermeintlich Schwächeren schützen ist eigentlich ziemlich normal und nicht nur im Mietrecht so. Ein Problem bei diesem Geschäft ist oft dass der Vermieter eben kein Geschäftsmann bzw Profi ist, sondern sich hier sehr viele Leute tummeln die von "ihrem" eigentlichen Geschäft keine Ahnung haben und meinen sie könnten sich gegenüber ihrem Mieter aufführen wie die Axt im Walde. Auch hier ist es wohl normal dass man das Heim und die Wohnung mehr schützen muss.

Also bitte regt euch nicht auf, niemand auf dieser Welt zwingt euch zu vermieten. Auch sind die Gesetze nicht erst gestern gemacht worden. Wer sich vorher informiert hat und einem diese Gesetze nicht passen muss sich halt anders orientieren. Ist in der Geschäftwelt eigentlich ein normaler Vorgang bevor man viel Geld investiert. Hinterher dann über diese Gesetze zu jammern finde ich ziemlich lächerlich.

Dass es auch bei den Mietern schwarze Schafe gibt die diese Situation schamlos ausnutzen ist auch mir klar und finde das genauso wenig ok. Aber in Anbetracht der grossen Zahl von zweifelhaften Vermietern finde ich die Gesetze so wie sie heute sind völlig ok. Im Gegenteil in manchen einzelnen Bereichen sollten diese noch mehr das Heim des Mieter schützen!

12.03.2008, 19:43 von Cora
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eine zum Nachteil des Vermieters abweichende Vereinbarung ist nämlich sehr wohl wirksam!

schon putzig, nicht?!
12.03.2008, 19:32 von Sommer
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Ist mir schon klar dass euch VM das nicht passt, aber so ist das Leben nun mal.

Nicht das "Leben" sondern ein einseitig zum Schutz der Mieter ausgerichtetes Mietrecht in Deutschland - wo gibt es sonst Paragraphen, die allesamt mit den Worten enden

Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

Ein derartig ungerechtes "Recht" gibt es in keinem anderen Bereich - eine zum Nachteil des Vermieters abweichende Vereinbarung ist nämlich sehr wohl wirksam!

S.
12.03.2008, 18:08 von frischebrise
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Hallo,

Da sie die Wohnung nicht mehr benutzt, Klingelschild und Briefkastennamensschild entfernt hat, und auch eine neue Adresse hat, kann man davon ausgehen, dass sie Wohnung endgültig verlassen hat.


Als eine Aufgabe wäre die Übergabe zu werten. Auch konkludent die Schlüssel im Briefkasten des VM.
Sofern die Miete weiter eingeht - oder Nutzungsentschädigung - wird VM wohl an einer Räumungsklsge nicht vorbeikommen.

Der VM hat einen Anspruch seine Mietsache zurückzuerhalten,
sofern die Kündigung rechtswirksam war. Klage auf Herausgabe erheben. RA sollte das wissen.

12.03.2008, 17:27 von Cora
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Hallo

in Anbetracht dessen, dass Mieter "alles machen können" und der Vermieter immer nur nach Recht und Gesetz handeln "darf", wobei ihm auch rechtmäßig verankerte Mietrechte noch abgesprochen werden, würde ich es machen wie Sommer vorgeschlagen hat.

Ansonsten läufst du noch monatelang hinter her.
12.03.2008, 13:24 von Sommer
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Tür öffnen (lassen), neuen Zylinder einbauen, umschauen. Wenn offenbar geräumt, dann ist doch alles in Butter - die Mieterin hat die Schlüssel offenbar doch übergeben (leider nur eben bis auf die Haustür- und sonstigen Schlüssel...z.B. per Einwurf in den Briefkasten).
Wenn noch voll gekramt, dann eben auf Notstand berufen, Zettel an Tür mit der Bitte, sich doch beim Vermieter zu melden.

Das ist zwar alles angreifbar aber was nützt es, wenn Du monatelang klagst, Recht bekommst und die Kosten von der Mieterin dann eintreiben mußt?

Kostet Geld und Nerven, kriegst Du eh meist nicht wieder...und ne Kaution gibt es wohl auch nicht angesichts des Interesses der Mieterin, die Wohnung zurückzugeben....vielleicht ist sie auch nen Messi oder hat die Wohnung vollkommen zerkloppt so daß sie sie nicht zeigen mag...

S
12.03.2008, 12:33 von Endu
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Wenn ich ein Fahrzeug lease und bezahle keine Leasingraten, lässt es der Leasinggeber stilllegen. So ist das Leben.

Wir sind hier aber nicht bei einem geleasten Fahrzeug.

Ist mir schon klar dass euch VM das nicht passt, aber so ist das Leben nun mal.

Da könnt ihr noch so viele tolle Vergleiche anschleppen, das ändert trotzdem nichts an der Tatsache dass nicht bezahlen der Wohnungsmiete den Wohnungsmietvertrag nicht automatisch beendet. Dies kann lediglich ein berechtigter Kündigungsgrund für den VM sein. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber wem erzähle ich das?
12.03.2008, 12:20 von tommytulpe
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Nicht Miete zahlen beendet nicht automatisch den Mietvertrag, auch wenn das hier viele gerne hätten.

Wenn ich ein Fahrzeug lease und bezahle keine Leasingraten, lässt es der Leasinggeber stilllegen. So ist das Leben.
12.03.2008, 12:10 von Endu
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Dann zahlt sie auch noch weiter die Mieter ?

Nicht Miete zahlen beendet nicht automatisch den Mietvertrag, auch wenn das hier viele gerne hätten.
12.03.2008, 10:14 von Jobo
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Seit wann muss einer rechtsunwirksamen Kündigung widersprochen werden?
Dann zahlt sie auch noch weiter die Mieter ?
Das glaube ich wohl eher nicht.
Jobo
12.03.2008, 09:37 von Endu
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Sie hat der Kündigung doch nicht widersprochen und ist somit wirksam.

Seit wann muss einer rechtsunwirksamen Kündigung widersprochen werden? Der Mieter kann diese ohne darauf zu reagieren in den Mülleimer schmeissen.

Stillschweigen ist keine Einverständniserklärung!
12.03.2008, 09:19 von Sledge_Hammer
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ein gültiger Kündigungsgrund für einen VM ist.

Braucht man immer einen Kündigungsgrund ??

Das ist genau die Arbeitnehmerdenke, Verträge mit 3 Monaten Kündigungsfrist unterschreiben, eine Kündigung mit ebensolcher Frist bekommen, um dann eine Abfindung einzuklagen.

Mit welchem Recht beansprucht das jeder Müll oder Wachmann ???

(Berufsbezeichnung wurde willkürlich gewählt)

PS. Pförtner fehlt noch :-)
12.03.2008, 08:27 von cavalier
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Wusste gar nicht dass "ständige Probleme" ein gültiger Kündigungsgrund für einen VM ist
Sie hat der Kündigung doch nicht widersprochen und ist somit wirksam.
12.03.2008, 07:29 von Endu
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der ich nun nach ständigen Problemen zum 31.01.08 die Wohnung gekündigt hatte

Wusste gar nicht dass "ständige Probleme" ein gültiger Kündigungsgrund für einen VM ist.

Na wenn da mal nichts schiefgelaufen ist mit der Kündigung.
12.03.2008, 07:25 von Dernie
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Ich meine hier mal gelesen zu haben, daß durch das Entfernen der Tür- und Klingel- und Briefkastenschilder die Wohnung als aufgegeben angesehen werden kann.

Hmmm - oder habe ich Alzheimer.... ?

Gruß,
Dernie
12.03.2008, 07:05 von tommytulpe
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Ich höre bis hier das Wasser rauschen. Da ist doch bestimmt Gefahr in Verzug und Du musst in die Wohnung. Schadenminimierung. Weitere Gefahren abwenden, usw.
Und immer einen besser zwei Zeugen dabei haben.
12.03.2008, 06:55 von Susanne
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Wenn Du strafrechtliche vorgehen willst mal eine Frage:
Welches Verbrechen hat sie begangen?

Ist Deine Kündigung rechtlich sicher? Dein Anwalt sollte für die letzten 2 Monate erst mal Nutzungsausfallentschädigung verlangen, oder hat sie weiter Miete bezahlt?
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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