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20.03.2008, 18:22 von PfaelzerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieter stellt mir Hotel in Rechnung
Werte Kollegen,

die Zentrale Heizungsanlage steht bei mir unterm Dach, also ganz hoch oben (25m vom Ok Straße), was ich nicht mehr machen würde, denn die Heizung stellt sich immer aus, sobald zu wenig Wasser im System ist. Wenn die Heizung im Keller steht, würde Sie weiter laufen u. nur die oberste Etage friert.
Im Feb. war das der Fall. Natürlich war es Freitagabend, als die Heizung ausfiehl, ich war nicht zu erreichen.
Obwohl ein Mieter auch mit der Klimaanlage heizen konnte, ist er mit seiner "Flamme" ins Hotel u. hat mir die Kosten 100,- von der letzen Miete in Abzug gebracht, weil er kein warmes Wasser hatte. Obwohl ich diesem widersprach, ist die gesetzte Frist der Nachzahlung ausgeblieben.
Frage 1: Soll ich einen Mahnbescheid beantragen?(Hab ich angedroht)
Frage 2: Darf ein Mieter ins Hotel ziehen, nur weil fürs Wochenende mal Warmwasser ausfällt u. mir die Kosten in Rechnung stellen?

Danke, für Infos, u. schöne Ostern, wünscht Pfaelzer aus Köln
Alle 9 Antworten
21.03.2008, 22:09 von Mieterliebe
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Technisch lässt sich das Problem gut lösen!!

Selbsttätige Befüllung einbauen lassen.

Hier kann allerdings die Gefahr bestehen, dass wenn ein Heizkörper oder Rohr bricht die Heizungsanlage munter weiter befüllt wird. Aber ich denke hier wird es auch was technisches geben, was die Durchflußmenge begrenzen kann.

Habe auch in einem Haus die Anlage unterm Dach juche - kannte die Problematik!!! Habe die Befüllung einbauen lassen, seit dem kein Problem mehr. Kann ich also nur empfehlen.

Zu den Hotelkosten ist zu sagen, dass nicht eingenommene Miete auch nicht versteuert werden muss.

Befüllung einbauen, dann ist das Problem aus der Welt - oder einen Hausmeister beauftragen, der regelmäßig den Wasserdruck prüft - dumm nur, wenn die Mieter selber die Heizkörper lüften und nicht nachgefüllt wird.

Grüße und schöne Ostern
Mieterliebe
21.03.2008, 18:11 von Gicoba
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Dennoch denke ich, dass man zunächst "ein Auge zudrücken kann bei Kleinbeträgen" aber immer dann beim nächsten Mal Konsequenz zeigen muss nach dem Motto:
Lieber Mieter, dieses eine mal Kulanz ........dann § XYZ, wer die Musik bestellt, bezahlt etc.
So habe ich das bisher gehandhabt und bin damit in aller Regel gut gefahren und so ist normalerweise auch Nachahmern ein Riegel vorgeschoben ("dem VM kann man alles erzählen").

So habe ich das früher auch gehandhabt, bin damit aber leider einige Male kräftig hereingefallen nach dem Motto: "Man gibt den kleinen Finger und die ganze Hand +++++ wird genommen".
Daher bin ich wohl ein bisschen energischer geworden in solchen Sachen. Gebranntes Kind scheut halt das Feuer.
21.03.2008, 16:33 von CMAX_65
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Hi,

Ein Betrag von 100 € lohnt für sich allein genommen den Aufwand einer Klage sicher nicht. Man wird allerdigns nach relativ kurzer Zeit feststellen, dass der Verzicht auf rechtliche Schritte den Mieter in der Überzeugung bestärkt, dass er nur "sein gutes Recht" in Anspruch genommen hätte und dass er - ich pauschaliere hier vorsätzlich - im Haus damit protzen wird, es dem Vermieter gezeigt zu haben. Dies wird dazu führen, dass ein derartiges Verhalten Kreise zieht. Dann wird es nicht mehr um einmalig 100 € gehen.

Das Problem der Kulanz bzw. ob man auf seinem Recht besteht hat man natürlich immer.

Dennoch denke ich, dass man zunächst "ein Auge zudrücken kann bei Kleinbeträgen" aber immer dann beim nächsten Mal Konsequenz zeigen muss nach dem Motto:

Lieber Mieter, dieses eine mal Kulanz ........dann § XYZ, wer die Musik bestellt, bezahlt etc.

So habe ich das bisher gehandhabt und bin damit in aller Regel gut gefahren und so ist normalerweise auch Nachahmern ein Riegel vorgeschoben ("dem VM kann man alles erzählen").

MFG
21.03.2008, 16:16 von RMHV
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Gicoba » 21.03.08 13:35 «
Ausbuchen, fertig.
Für 100,-- EUR lohnt sich der Streß nicht.


Ich würde trotzdem erst mal anmahnen und Zahlung fordern. Die sollen doch merken, dass man sich sowas nicht gefallen lässt, sonst ziehen die bei jeder Kleinigkeit ins Hotel auf Vermieters Kosten.

Dem ist zuzustimmen...
Ein Betrag von 100 € lohnt für sich allein genommen den Aufwand einer Klage sicher nicht. Man wird allerdigns nach relativ kurzer Zeit feststellen, dass der Verzicht auf rechtliche Schritte den Mieter in der Überzeugung bestärkt, dass er nur "sein gutes Recht" in Anspruch genommen hätte und dass er - ich pauschaliere hier vorsätzlich - im Haus damit protzen wird, es dem Vermieter gezeigt zu haben. Dies wird dazu führen, dass ein derartiges Verhalten Kreise zieht. Dann wird es nicht mehr um einmalig 100 € gehen.
21.03.2008, 13:35 von Gicoba
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Ausbuchen, fertig.
Für 100,-- EUR lohnt sich der Streß nicht.

Ich würde trotzdem erst mal anmahnen und Zahlung fordern. Die sollen doch merken, dass man sich sowas nicht gefallen lässt, sonst ziehen die bei jeder Kleinigkeit ins Hotel auf Vermieters Kosten.
21.03.2008, 12:36 von cavalier
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dass ich die Kosten "aus Kulanzgründen" übernehme
und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.
21.03.2008, 12:29 von Cora
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Hallo

ist natürlich schon unverschämt ins Hotel zu ziehen.

Andererseits, mach dir wegen 100 € keinen Stress, obwohl ärgerlich wie immer wenn die Mieter machen was sie wollen.

Ich würde dem Mieter mitteilen, dass ich die Kosten "aus Kulanzgründen" übernehme, aber unter Vorbehalt und zukünftig solche "Spielchen" nicht mitmache.
21.03.2008, 10:53 von cavalier
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hat mir die Kosten 100,- von der letzen Miete in Abzug gebracht,
Ausbuchen, fertig.

Für 100,-- EUR lohnt sich der Streß nicht.
20.03.2008, 20:15 von Sommer
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Halte ich für überzogen sofern es nun nicht gerade ein schlotternd-kalter Tag war UND z.B. keine Chance auf alternative Heizung/Heizungsnotdienst o.ä. bestanden hätte. Würde ich mit Mahnbescheid kontern - ob sich dann aber eine Klage lohnt? Letztlich hätte er auch mindern können; muß man gegenrechnen ob das aufgeht...

S.
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