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02.03.2007, 17:02 von RenateProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieter pflegt den Garten nicht!
Hallo,

mein Mieter pflegt nun seit Jahren den Garten nicht. Laut Mietvertrag ist Gartenpflege von ihm vereinbart und er zieht auch brav die 40 EUR dafür von der Mietzahlung ab.

Nach mehreren Abmahnungen hat er den Garten umgegraben aber nicht neu gesäat.....also war nur noch Acker da. Habe dann eine Gartenfirma beauftrag den Rasen neu zu gestalten und nun auch zu pflegen. Gleichzeitig habe ich dem Mieter die Gartenpflege gekündigt. (Er hat in 4 Jahren vielleicht 10 mal den Rasen gemäht, es sah wirklich wie im Urwald aus.) Nun schaut jedenfalls alles wieder bestens aus, außer das mein Mieter weiterhin die 40 EUR von der Miete abzieht, mit der Begründung das die Gartenpflege bestandteil des Mietvt ist und wenn ich halt nen Gärtner bestelle dass meine Sache ist.

Lustig, er hat nun ja keine Arbeit mehr im Garten, meint aber er würde die Gartenarbeit ausführen, was natürlich nicht sder Fall ist.

Den Gärtner kann ich auf alle anderen Mieter in den BK umlegen, bei meinem (Garten Mieter) wurde damals die Umlage der Gartenkosten gestrichen da er sie ja ausführen sollte.

Was habe ich für eine Chance um an mein Recht zu kommen? Klagen wg den 40 EUR? Eigentlich besteht ja eine Pflichtverletzung des Mietvt, evtl Kündigung des gesamten Mietvt?
Alle 3 Antworten
05.03.2007, 07:44 von pbsenn
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Hallo Renate,

ist denn im MV überhaupt vereinbart, was unter Gartenpflege zu verstehen ist? Soweit ich weiß, ist, sofern die Gartenpflege nicht näher bestimmt ist, dem Mieter recht freie Hand gelassen, was er unter Gartenpflege versteht.

Bezogen auf Treppenhausreinigung kenne ich es, dass wenn ein Mieter diese nicht durchführt, sie jedoch vertraglich auf ihn übertragen ist, kann ich nicht ohne weiteres eine Hausreinigungsfirma beauftragen. Ich muss den Mieter abmahnen und zur Reinigung auffordern. Erst wenn diese Frist verstrichen ist, kann für den einen Fall eine Hausreinigungsfirma mit der Reinigung des Treppenhauses beauftragen (die Kosten würde ich aus Vereinfachungsgründen dann in die BK-Abrechnung nehmen, anstatt per Einzelrechnung einzufordern). Das generelle "Recht" des Mieters, die Reinigung selbst durchzuführen ist ihm für die Zukunft damit jedoch nicht genommen. Entsprechend würde ich das mit der Gartenarbeit (sofern sie denn vertraglich korrekt vereinbart ist) sehen. Für den einmaligen Fall wäre das Durchführen der Gartenarbeiten durch eine Fachfirma in Ordnung. Jedoch nicht für die weitere Zukunft.

In dem bisherigen Vorgehen von dir sehe ich eine nicht gesetzeskonforme Teilkündigung des MV.

Gruß

Torsten
03.03.2007, 16:23 von peter98
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Meines Erachtens sollten durch die verschiedenen Abmahnungen die Grundlage geschaffen worden sein, die Tätigkeit durch eine Fachfirma ausführen zu lassen.
Wenn eine Fachfirma mit der Pflege des Gartens beauftragt wurde, kann der Mieter nicht behaupten, dass er den Garten pflegt.

Die Gartenpflege war zwar Bestandteil seines Mietvertrages ist aber durch die schlechte Ausführung von einer Fachfirma übernommen worden, so dass keine Grundlage seinerseits für einen Abzug der Miete mehr besteht.

Dies würde ich ihm schriftlich noch einmal deutlich mitteilen. Wenn er dann immer noch auf seinen Standpunkt beharrt eben einen Mahnbescheid über die jeweils abgezogenen 40,-- Euro (dürfte dann ja auch eine größere Summe sein) zustellen lassen. Wenn er widerspricht und die Sache vor Gericht geht, dürfte er mit seiner Argumentation wenig Chancen haben.

02.03.2007, 17:26 von CMAX_65
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Hallo Renate,

was genau ist denn vereinbart ?

Gartenpflege allgemein zu vereinbaren ist zu unbestimmt und kann alles mögliche oder auch nicht bedeuten.

- Und dann sieht es schlecht mit Ihren Forderungen aus !

Wie ist die Vereinbarung bezüglich der € 40,00. Was / wie genau ist der Text im MV ???

MFG
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