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17.09.2015, 13:18 von HGanserProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieter nach Zwangsräumung unbekannt verzogen
Hallo,
unser Mieter ist am Abend vor dem eigentlichen Termin der Zwangsräumung abgehauen, hat nur Schlüssel in der Wohnung zurückgelassen, anstonsten alles so hinterlassen, als wenn er gleich wieder einziehen würde. Teilweise liegen Klamotten rum, stehen Schuhe im Flur, der Kühlschrank war noch voll, Waschmaschine u. Fahrrad hat er einfach stehenlassen, hat sich nach 16 Jahren Mietzeit nicht einmal verabschiedet. Es steht noch eine Güteverhandlung aus, die ursprünglich am 08.10.2015 stattfinden sollte, wurde jedoch vom Gericht jetzt um 1 Tag auf den 09.10.2015 verschoben (wir hatten mit dem vorläufigen Vollstreckungsbescheid/Versäumnisurteil des Mieters) die Zwangsräumung beauftragt, (Berliner Räumung). Jetzt haben wir folgendes Problem. Das Gericht konnte die Mitteilung des neuen Gerichtstermin dem Mieter nicht zustellen, da keiner weiß, wohin er gezogen ist, bzw. lt. Gerichtsvollzieher wohnt er jetzt bei einem Freund, da die Gemeinde ihm als Hartz IV -Empfänger (hat 15 Jahre nicht gearbeitet) keine Wohnung bzw. Unterkunft bereitgestellt hat. Wenn bis zum 25.09.2015 keine Info kommt, wohin die Post geschickt werden kann, wird der Termin verschoben und wir warten weiterhin auf unser endgültiges Urteil. Nun meine Frage, kann das GEricht den Termin immer wieder verschieben, bzw. wie oft, nur weil der Mieter nirgendwo angemeldet ist, das kann ja nicht sein!! Wir bleiben schon auf den Kosten sitzen, die durch die Zwangsräumung entstanden sind, müßte eigentlich der Mieter zahlen, dann hat er uns die Wohnung total verdreckt und eingeräuchert (starker Raucher, hat 15 Jahre keine Fenster und Badewanne u.Küchenfliesen geputzt )hinterlassen, beim Mieter ist nichts zu holen, da e sowieso kein Geld hat. Wir müssen jetzt als Vermieter für´alles geradestehen und dazu och ständig warten, bis wir endlilch das endgültige Räumungsurteil bekommen. So sind die Gesetze leider in Deutschland. Ich verstehe auch andererseits die Gemeinde nicht, daß für den Mieter, der mind. 16 Jahr dort Bürger war, keine Bleibe gefunden wird, wenigstens eine Obdachlosen-Unterkunft. Da bekommen die Flüchtlinge eher eine Wohnung, als ein langjähriger Bürger einer Gemeinde.
Alle 4 Antworten
15.10.2015, 11:43 von HGanser
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Hallo, der Gerichtsvollzieher hat leider auch keine weiteren Angaben zum jetzigen Wohnort, er hat ihn auch gar nie gesehen, hat nur den handschriftlichen Brief des Mieters bekommen, indem steht, daß er jetzt bei einem Freund wohnt, in welchem Ort , weiß man auch nicht. Wir haben ihn jetzt schon mehrmals in Gröbenzell gesehen, ganz in unserer Nähe. Es gibt einige Pensionen in Gröbenzell, darin werden Obdachlose untergebracht. Er treibt sich immer in den Bushaltehäuschen oder daneben rum, bleibt aber stehen und geht nicht weg, sodaß man ihm auch nicht folgen kann, wohin er geht. Mal ist er total angetrunken mit Bierflasche in der Hand, mal hat er die Flaschen in der Plastiktüte und trägt sie mit sich rum. Inzwischen ist der Termin für die Güteverhandlung geplatzt, die ihm die Nachricht des neuen Termins nicht mitgeteilt werden kann. Ist die Gemeinde denn nicht verpflichtet, uns die Obdachlosenunterkunft mitzuteilen, falls ihm diese von der Gemeinde vermittelt wurde? Hier geht es ja um wichtige Briefe vom Gericht. Vielen Dank für Ihre Auskunft.
14.10.2015, 08:15 von MickiW
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Guten Tag. Einerseits gebe ich Ihnen vollkommen recht. Ich finde, dass man pauschal aber nicht sagen kann, ich lasse jetzt gar keine Mieter mehr rein.
Gibt es denn schon was Neues bei Ihnen? Haben Sie die Wohnanschrift des ehemaligen Mieters gefunden?
Sie haben geschrieben, dass ein Gerichtsvollzieher Ihnen gesagt hat, dass er bei einem Freund wohne, weiß der denn nicht mehr?
Beste Grüße und viele Nerven.
24.09.2015, 11:31 von HGanser
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Hallo, danke für die nette Antwort. Es gibt leider noch nichts Neues, ich habe den Mieter zwar diese Woche morgens um 6.10 Uhr bei uns an der Bushaltestelle total betrunken und rauchend stehen gesehen, woher er kam und wohin er dann ging habe ich nicht mitbekommen, da ich ja gerade auf dem Weg zur S-Bahn war, um in die Arbeit zu kommen. Unsereiner arbeitet ja, aber solche Leute leben ja absichtlich nur auf Staatskosten, ist ja einfacher morgen erst betrunken heimzukommen, den ganzen Tag zu schlafen und abends um 7.50 Uhr täglich zum Einkaufen zu fahren , um "flüssige Nahrung " (Bier-natürlich Augustiner Bier, das täuerste Bier, man hat es ja). Anscheinend haben solche Leute immer noch zuviel Geld, denn Rauchen und Trinken ist ja auch relativ teuer, aber Miete und andere Schulden dem Vermieter zurückzahlen, dafür hat man dann natürlich kein Geld!!! Kein Wunder, wenn immer mehr Wohnungen leer bleiben, auf Kosten der ehrlichen Mieter, da man als Vermieter ja mit solchen Leuten nur Ärger hat.
21.09.2015, 19:57 von mrmartins85
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Krass, das klingt ziemlich übel, muss ich sagen. Das ist halt immer wieder das Problem, dass man mit viel Pech haben kann. Tut mir leid für euch. Ich drücke die Daumen, dass es voran geht. Gibt`s schon Neuigkeiten?
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