> zur Übersicht Forum
26.11.2007, 13:48 von SommerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieter insolvent-was darf der Insolvenzverw.wissen
Liebe Vermieters,
einer meiner Mieter hat PrivatInso mit Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt. Jetzt schreibt der Insolvenzverwalter, er wolle den aktuellen Stand der Mietkaution erfahren und die BK-Abrechnungen der letzten Jahre (die es ja faktisch nicht gibt weil ja eben Inklusivmieten).

Ich nehme mal an, es besteht ein Rechtsanspruch auf diese Auskunft. Nur macht mir das natürlich erheblich Arbeit da ich die Informationen zusammentragen muß - darf ich das dem Anwalt in Rechnung stellen?

Wer weiß mehr dazu?

S.
Alle 6 Antworten
28.11.2007, 00:05 von gafo
Profil ansehen
Hallo Bilbo,

Zitat:
Nein ! Eine Kündigung ist nur ausgeschlossen, soweit sie sich auf Mietrückstände vor der Insolvenz oder die Insolvenz an sich begründet. (§ 112 InsO)


Im Zusammenhang mit der Möglichkeit, die der Inso-Verwalter hat (die letzten Mieten zurückholen, die per Lastschrift geflossen sind), sieht es etwas anders aus.

Der Vermieter mußte in der Vergangenheit gar nichts davon wissen, dass der Mieter ins Privatinsolvenzverfahren gehen wird, denn die Miete hat er pünktlich erhalten.
Holt der Inso-Verwalter nun nach Eröffnung des Inso-Verfahrens die Mieten zurück, entstehen Mietrückstände, die vorher gar nicht da waren.

Der Vermieter hat aber nicht die Möglichkeit seinem Mieter "rückwirkend" zu kündigen, denn nun ist das Inso-Verfahren eröffnet.
Sicherlich wird der Inso-Verwalter darauf achten, dass die Miete nach Eröffnung des Inso-Verfahrens pünktlich fließt, um eine Kündigung zu vereiteln.

Der Vermieter wird seines Kündigungsrechtes beraubt - jedenfalls bei Mieteinzug per Lastschrift.
Gleiches gilt für alle anderen Lastschriften (Strom, Versicherungen, Monatskarte, etc.)

Gruß
gaby
27.11.2007, 08:09 von Bilbo
Profil ansehen
"Gleichzeitig ist der Mieter nach Eröffnung des Privatinsolvenzverfahrens unkündbar, auch wenn Mietrückstände bestehen."

Nein ! Eine Kündigung ist nur ausgeschlossen, soweit sie sich auf Mietrückstände vor der Insolvenz oder die Insolvenz an sich begründet. (§ 112 InsO)

Sollte der Mieter aber während der Insolvenz neue Mietschulden anhäufen oder sich andere Gründe ergeben, kann selbstverständlich gekündigt werden.
27.11.2007, 02:12 von gafo
Profil ansehen
Hallo Sommer,

hoffentlich hast Du die Miete nicht im Lastschriftverfahren beim Mieter eingezogen, denn dann kann der Inso-Verwalter rückwirkend die Mieten zurückholen. Bei Daueraufträgen oder Überweisungen geht das nicht.

Gleichzeitig ist der Mieter nach Eröffnung des Privatinsolvenzverfahrens unkündbar, auch wenn Mietrückstände bestehen.

Schick, näh.

Gruß
gaby

26.11.2007, 16:49 von chum
Profil ansehen
Sie sollten schriftlich mitteilen, dass Inklusivmiete und den aktuellen Kautionsstand (geleistet als z.B. Bürgschaft, Sparbuch....)

Rechnung erstellen lohnt sich nicht, macht viel mehr Arbeit als das Sie Nutzen davon haben. Einfach irgendwo notieren, dass beim künfitgen Auszug Porto... von der Kaution abzuziehen sind.
.......................................................
Wie von cavalier bereits vorgegriffen;
die Kaution ist Bestandteil des MV und zur Absicherung des VMs, viele Insolvenzverwalter wollen diese - unerlaubter Weise - in die Insolvenzmasse einfliessen lassen.
26.11.2007, 16:33 von cavalier
Profil ansehen
Hallo S.

Zitat:
Stand der Mietkaution

Hierüber darf der Insolvenzverwalter nicht verfügen.

Zitat:
BK-Abrechnungen der letzten Jahre

Ich vermute, dass er sich hier Guthaben erhofft.

Zitat:
darf ich das dem Anwalt in Rechnung stellen?

ja, aber du wirst kein Geld sehen.
26.11.2007, 14:32 von Cora
Profil ansehen
Hallo Sommer

wenn inklusiv wozu dann Abrechnung?
Und Kautionsstand? Einfach kopieren und hinschicken.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter