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28.05.2008, 22:48 von WackeldiniProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieter im Zahlungsrückstand. Lohnt eine Klage aus Kostengründen?
Hallo liebe Forumsnutzer,
ich habe mal eine Frage. Ich habe eine Wohnung vermietet. Meine Mieter zahlen die Miete nur Anteilig. D.h. sie müßten 640 Euro gesamt Mietkosten bezahlen. Sie zahlen jedoch nur 510 Euro. Die Kaltmiete beträgt 390 Euro. Ich würde nun gerne eine Räumungsklage anstrengen, da meine Mieter inzwischen mit 2 Monatsmieten in Verzug geraten sind, da sie die Miete ja nicht volständig zahlen. Meine Frage ist nun: Wie setzt sich er Streitwert bei einem Anwalt zusammen? Aus der Jahrenettomiete, sprich 4680 Euro oder aus dem Mietrückstand, also 1290 Euro? Kann ich des weiteren die Prozesskosten von der Steuer absetzen?
Wäre für euro Meinungen sehr dankbar, da ich nicht weiß was für Kosten bei einem Prozess auf mich zukämen und ich keine Vermieter-RS habe.
Alle 5 Antworten
01.06.2008, 00:40 von Lillibeth
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Meine Mieter zahlen weniger Miete, weil sie angeblich kein Geld haben und in die Privatinsolvenz gegangen sind
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Das ist das alleinige Problem der Mieter.
Am besten ist wenn du einen Anwalt einschaltest und er das für dich regelt.
Du könntest auch ein Inkassobüro beauftragen und die fehlenden Beträge eintreiben lassen.
Mahne die Mieter noch einmal ab mit der Aufforderung die fehlenden Beträge bis .....zu zahlen und schreibe gleich das Du sonst ein Inkassobüró beauftragen wirst.

Falls sie in die privatinsolvenz gegangen sind,dürfen sie eigentlich keine neuen Schulden machen.

Das alles bekommst du besser über einen Anwalt raus.Diese Kosten solltest Du nicht scheuen.(Kannst von der Steuer absetzen).
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Was ist aber, wenn ich sie herausklagen möchte, weil sie mit über 2 Monatsmieten in Verzug sind,
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das wird leider nicht so einfach sein.Zahlen die Mieter die fehlende Miete nach,ist die Kündigung und Klage hinfällig.

die Gerichts-und Anwaltskosten muß aber der Beklagte tragen.

du kannst übrigens die Kosten für den Anwalt für das Mahnschreiben und auch die Verzugszinsen den Mietern auferlegen.
01.06.2008, 00:19 von Wackeldini
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Meine Mieter zahlen weniger Miete, weil sie angeblich kein Geld haben und in die Privatinsolvenz gegangen sind. Die ursprünglich vereinbarte Miete inkl. Umlagen war mal 510 Euro, dann mußte ich aber die Nebenkosten auf Grund der hohen Nebenkostennachzahlung und weil noch einen weitere Person hinzugekommen war erhöhen und sie sollten 640 Euro bezahlen, was sie allerdings nicht tun. Wenn ich nun das Geld einfordere, welches sie mir schulden, dann gehe ich einfach mal von einem Streitwert in Höhe der fehlenden 1290 Euro aus. Was ist aber, wenn ich sie herausklagen möchte, weil sie mit über 2 Monatsmieten in Verzug sind, ist dann nicht der Streitwert 1 Jahrenettokalmiete? Außerdem noch eine Frage: Wenn meine Mieter in der Privatinsolvenz sind und dieses auch schon gerichtlich durch ist, dann dürfen sie doch eigentlich keinen neuen Schulden machen, solange sie in der Wohlverhaltensphase sind oder?
30.05.2008, 12:53 von Lillibeth
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Hallöchen

erst mal: hast Du diesbezüglich die Mieter schriftlich "abgemahnt"?

haben die Mieter mitgeteilt warum sie weniger Miete zahlen??

falls sie eine Mietminderung geltend gemacht haben ,sollte erst überprüft werden ob diese gerechtfertigt ist.
Ist diese ungerechtfertigt,mußt Du diese schriftlich "wiedersprechen"

am besten nimmst Du Dir einen Anwalt,dieser sollte Dir nicht zu teuer sein,falls Du dich im Recht siehst.

Die Kosten beziehen sich immer auf die einzuklagende Summe,also in Deinem Fall die 1290€

Warte nicht zu lange!!!
29.05.2008, 10:47 von CMAX_65
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Zitat:
Original geschrieben von Wackeldini
Hallo liebe Forumsnutzer,
ich habe mal eine Frage. Ich habe eine Wohnung vermietet. Meine Mieter zahlen die Miete nur Anteilig. D.h. sie müßten 640 Euro gesamt Mietkosten bezahlen. Sie zahlen jedoch nur 510 Euro. Die Kaltmiete beträgt 390 Euro. Ich würde nun gerne eine Räumungsklage anstrengen, da meine Mieter inzwischen mit 2 Monatsmieten in Verzug geraten sind, da sie die Miete ja nicht volständig zahlen. Meine Frage ist nun: Wie setzt sich er Streitwert bei einem Anwalt zusammen? Aus der Jahrenettomiete, sprich 4680 Euro oder aus dem Mietrückstand, also 1290 Euro? Kann ich des weiteren die Prozesskosten von der Steuer absetzen?
Wäre für euro Meinungen sehr dankbar, da ich nicht weiß was für Kosten bei einem Prozess auf mich zukämen und ich keine Vermieter-RS habe.

Sorry verstehe ich nicht.

Wenn der Mietrückstand bereits € 1290 ist, heisst dass, das die Miete ja bereits seit 10 Monaten "gemindert" wird, aus welchen Gründen auch immer.

Und Sie machen sich Gedanken über die Gerichtskosten ?????

Soll es denn so weiterlaufen ?????

Fakt ist, Sie müssen was tun und da sind die Kosten natürlich wichtig, aber das Nichtreagieren ist in jedem Fall teurer bzw. möglicherweise haben Sie durch Nichtreagieren die Minderung (?) womöglich akzeptiert !

Bitte um mehr Infos, weshalb die Miete nicht vollständig gezahlt wird, nur dann kann Ihnen ein vernünftiger Vorschlag gemacht werden, wie Sie dann vorgehen können !!!

MFG
29.05.2008, 09:48 von jstroisch
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Hallo Wackeldini,
natürlich müsste normalerweise der Mieter auch Deine Gerichtskosten tragen. Das Problem ist nur meistens, dass dort nichts zu holen ist. In jedem Fall: Du solltest nicht lange herumüberlegen, sondern sofort Deinen Anwalt mit den weiteren Schritten (Brief, gerichtlicher Mahnbescheid, (amtsgerichtliche Verhandlung) etc.) beauftragen. Denn je länger Du wartest, desto mehr Mietausfall hast Du. Ich finde persönlich die weiteren Kosten, die Dir durch die Einforderung entstehen, zweitrangig.

Übrigens gehört dieser Mietausfall zum normalen Vermieterrisiko. Es wird sogar in der Immobilienwertermittlung berücksichtigt. Du kannst alle Kosten, die Dir durch den Mietausfall entstehen, von der Steuer absetzen.

Jörg Stroisch
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