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11.01.2007, 18:26 von AugenrollProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mieter Geld für Auszug anbieten?
Oft möchten Vermieter aus unterschiedlichsten Gründen ihre Mieter loswerden.

Dann werden Rechtsanwälte beauftragt, langwierige Prozesse geführt, fadenscheinige Gründe gesucht und dergleichen. Das kostet alles einen Haufen Geld, Zeit und Nerven. Vor dem Richter muss man sich dann doch oft vergleichen.

Warum bieten Vermieter eigentlich ihren Mietern so ungern Aufhebungsverträge mit einem goldenen Handschlag an?

Nach dem Motto: "Hier, nimm die 5000€, aber morgen bist du weg!!"

Ich vermute, es steckt haufenweise falscher Stolz und jede Menge Dünkel dahinter.
Alle 7 Antworten
12.01.2007, 10:05 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Wenn man lieber leerstehen lässt, stellt sich die Frage ja nicht. Allerdings ist Leerstand (aus Übervorsichtigkeit) auch keine Lösung.


- kurzfristig kann das durchaus eine Lösung sein, langfristig natürlich nicht !

Zitat:
Das Wortspiel Mietnomade = Made finde ich übrigens geschmacklos, unsachlich und wenig originell (es wird ja auch bei Mietfactoring Krefeld aufgeführt und soll dort offenbar als verkaufsförderndes Element an die niedrigsten Instinkte appelieren).


- was soll daran geschmacklos sein ?

Eine Made bedient sich an seinem Wirt (-stier), lebt gewissermassen auf dessen Kosten.

Ein sogenannter Mietnomade macht es nicht anders, er bescheißt den VM, in der Regel auch das Arbeitsamt und weitere Institutionen und lebt auf kosten der Allgemeinheit !

Was allerdings mit dem Begriff Mietnomade gemeint ist ist sicherlich nicht Made sondern MIET-(NOMADE). Einer der "umherwandert" und systematisch alle bescheißt, die ihm gutgläubig eine Leistung zur verfügung stellen.

Aus welchem Grund sollte so jemand Nachsicht in seinem Handeln erhalten. Schließlich ist unser Rechtssystem sehr fragwürdig.

- wenn ich ein Kaugummi (Wert € 1,00) stehle, erfolgt Anzeige wegen Ladendiebstahls und wird von Amts wegen ermittelt.

- wird ein VM privat beschissen (Wert u.U. € 30.000,00) interessiert das keine Sau, da kein öffentliches Interssse vorliegt.

Zitat:
Das finde ich eben zu rigoros und engstirnig. Dieser Weg stellt sicher eine erzieherische Maßnahme gegenüber der Mieterschaft dar, aber ist es das wirklich wert?


das muss jeder selbst entscheiden, das hängt auch sehr von den Umständen ab !!!

MFG
12.01.2007, 10:05 von Melanie
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ich nochmal,
ich könnte mir sowas vorstellen wenn es sich um einen jahrelang vertragstreuen Mieter handelt den ich aus berechtigtem Eigenbedarf raushaben wöllte...
Um die Sache etwas zu beschleunigen.....jedoch sicher keine 5000€!
Made war übrigend kein Wortspiel von Mietnomade, sonder ich assoziierte es mit der Made im Speck der ich noch zusätzlich Specknachschub liefern würde....
12.01.2007, 07:34 von Augenroll
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@Melanie:
Zitat:
...stattdessen ihre Mietwohnung lieber leerstehen lassen....statt sich ne Made in die Wohnung zu holen von der man sich dann noch für z.B. 5000€ freikaufen muß...


Wenn man lieber leerstehen lässt, stellt sich die Frage ja nicht. Allerdings ist Leerstand (aus Übervorsichtigkeit) auch keine Lösung.

Das Wortspiel Mietnomade = Made finde ich übrigens geschmacklos, unsachlich und wenig originell (es wird ja auch bei Mietfactoring Krefeld aufgeführt und soll dort offenbar als verkaufsförderndes Element an die niedrigsten Instinkte appelieren).

Zitat:
...das ich dann als VM dazu gezwungen werde zwischen Pest oder Cholera zu wählen...



Es ginge vielmehr um eine pragmatische stressfreie Lösung, um aus der bereits vorhandenen, wie auch immer entstandenen, Misere rauszukommen.

@ChristophL:

Zitat:
Ich würde einen Mieter nie Geld anbieten, damit er aus der Wohnung zieht. Da gehe ich schon lieber den rechtlichen Weg.



Das finde ich eben zu rigoros und engstirnig. Dieser Weg stellt sicher eine erzieherische Maßnahme gegenüber der Mieterschaft dar, aber ist es das wirklich wert?

Hat man einem (vorsätzlich handelnden) Mietnomaden einen Vertrag gegeben oder wurde anderweitig vom Mieter übervorteilt, so kann man sich schon persönlich angegriffen fühlen. Oder man ärgert sich über sich selbst, weil man etwas falsch gemacht hat.

Aber diese (durchaus menschlichen) Gefühle verstellen einem den Blick auf eine optimale Entscheidungsfindung.
11.01.2007, 23:06 von ChristophL
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Ich würde einen Mieter nie Geld anbieten, damit er aus der Wohnung zieht. Da gehe ich schon lieber den rechtlichen Weg.

Gruß Christoph
11.01.2007, 20:35 von MarieP
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Hallo

seh ich genauso wie Melanie. VM sein heißt nicht gleich Geld im Übermaß zu haben.

Die Aussage von CMAX ist auch vollkommen korrekt.

Wenn das so wie von @augenroll beschrieben gemacht werden soll, leben VM nicht nur am Existenzminimun, sondern können sich gleich einen Platz unter der Brücke suchen.
Das ist schont dann die Nerven und den Geldbeutel und bedeutet Zeit ohne Ende.
11.01.2007, 20:28 von Melanie
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Vielleicht weil VM wie z.B. ich keine 5000€ über haben, weil sie z.B. Kredite bedienen müssen, und stattdessen ihre Mietwohnung lieber leerstehen lassen....statt sich ne Made in die Wohnung zu holen von der man sich dann noch für z.B. 5000€ freikaufen muß...freikaufen deshalb weil man ihn wenn er vertragstreu wäre wohl nicht raushaben wöllte.....
Meine Meinung!
Soll ich die Vertragsuntreue auch noch belohnen???
Wenns hart auf hart kommt (Räumungsklage...) kann ich zur Not immer noch abwägen...ist aber schon sch....das ich dann als VM dazu gezwungen werde zwischen Pest oder Cholera zu wählen...
11.01.2007, 19:12 von CMAX_65
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Hallo,

ein "Abfindung" kann im Zweifel tatsächlich die nervenschonendere und preiswertere Alternative für den VM sein.

ABER - nicht wegen jedem pillepalle € 5.000,00 oder weil der Mieter mit der Wimper zuckt.

Ganz so einfach kann es nicht sein die "5.000,00" kann u.U. eine Jahresmiete oder mehr bedeuten. Als VM hat man nichts zu verschenken.

Am besten auf den Einzelfall flexibel reagieren, Patentempfehlungen gibt es da nicht, da jeder Mensch (Mieter!) anders gestrickt ist.

MFG
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