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16.12.2007, 18:20 von MichaNRWProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|merkwürdige Wasserverbräuche....
Hallo liebe Forumsnutzer,

ich habe eine kleine Verständnisfrage.

Ich habe seit 6 Wochen für alle Wasserverbrauchsstellen
neu geeichte Wasseruhren installiert. Heute habe
ich mal die Verbräuche abgelesen und verglichen.

Merkwürdig ist, dass laut der Hauptwasseruhr von den Stadtwerken insgesamt 21 m3 Wasser verbraucht wurden.

Die Summe aller Nebenzähler ergibt aber weniger Verbrauch,
in 6 Wochen fast 1 m3 weniger.

Die Wasseruhr von den Stadtwerken ist vor ca. 2 Jahren neu eingebaut worden.

Eine kaputte Wasserleitung kann es auch nicht sein, da alle Nebenwasseruhren im Keller eingebaut sind und die Leitungen bis dahin auf Putz gelegt sind. Ein Loch hätte ich gesehen ;-)

Meine Frage: Habt Ihr auch solche Abweichungen obwohl alle Zähler geeicht sind? Muß ich jetzt die Kosten für ca. 8,5 m3 Wasserverbrauch im Jahr tragen obwohl ich nichts verbraucht habe (ich wohne nicht im Objekt)?

Bringt es was die Stadtwerke oder den Hersteller meiner Nebenwasserzähler anzuschreiben,
vielleicht liegt das ja an den Zählertoleranzen?

Viele Grüße, Michael

Alle 5 Antworten
19.12.2007, 21:27 von MichaNRW
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Hallo Rita,

vielen Dank für den Link.
In dem Informationsblatt stehen auch Hinweise
zur richtigen Abrechnung, werde ich nächstes Jahr
auch so umsetzen.

PS 1: Es gibt auch einen Wasserzähler für
die Wasserhähne im Garten.

PS 2: 20 % Zählerdifferenzen sind schon nicht wenig
17.12.2007, 10:27 von maralena
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Hallo Micha,

andere Möglichkeit: es gibt wahrscheinlich keinen Nebenzähler für Allgemeinwasser (Aussen, Waschbecken i.d. Waschküche) - da im Winter aussen nicht verbraucht wird, könnte es sich also bei dem 1 m3 durchaus um Allgemeinwasser handeln.

Für Allg-Wasser braucht man ja dann keinen Zähler, da hier schlicht Gesamtverbrauch Wasserwerke abzüglich der Summe aller Nebenstellen ergibt.

Ich habe Allg.-Wasser als gesonderten Posten in meinen NK-Abrechnungen ausgewiesen.

Gruß

Mara
17.12.2007, 09:00 von Rita
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Zitat:
Muß ich jetzt die Kosten für ca. 8,5 m3 Wasserverbrauch im Jahr tragen obwohl ich nichts verbraucht habe (ich wohne nicht im Objekt)?

Nein

Zitat:
Bringt es was die Stadtwerke oder den Hersteller meiner Nebenwasserzähler anzuschreiben,

Nein - bei so geringen Differenzen 20 <> 21 m² = unter 20 %) dürfte kein Fehler der Messgeräte vorliegen.

Die "großen" Zähler messen durch andere Bauart, Typ und Einbaulage wesentlich genauer als die "kleinen" Unterzähler.
Zudem sind in der Summe sind alleine schon durch die Toleranzgrenzen (Eichfehlergrenze, Verkehrsfehlergrenze) bis zu 20% Abweichung "normal" (10% Hauptzähler + 10% Unterzähler).

Dazu gibt's z.B. von Minol ein nettes Merkblatt:
http://www.kga-kreuztal.de/pdf/Wassermessung_2.pdf

"Wohnungswasserzähler sind in der Regel Trockenläufer mit Magnetkupplung (links).
Die Hauptzähler der Wasserversorgungsunternehmen sind dagegen Nassläufer (rechts). Nassläufer sind genauer, können aber in Wohnungen nicht eingesetzt werden, weil durch Lichteinfall (Sonne) eine Algenbildung im Schauglas nicht vermeidbar wäre. Diese Lichteinwirkung wird bei Hauswasserzählern durch einen abdunkelnden Schutzdeckel verhindert."

"Je nach Typ und Einbaulage beginnen Wohnungswasserzähler erst ab einem Durchfluss vom 12 Litern pro Stunde zu zählen. Wenn der Wohnungswasserzähler aus leitungstechnischen Gründen senkrecht eingebaut werden musste, beginnt eine Messung erst ab 20 Litern Durchfluss in der Stunde. Der konstruktiv und technisch wesentlich aufwendigere und damit auch relativ teure Hauptzähler, der zur Gesamtwassererfassung verwendet wird, läuft dagegen schon bei einem Durchfluss von 7 Litern pro Stunde an. Während auf einenWohnungswasserzähler gerade mal zwei oder drei Zapfstellen mit Kleinstdurchflüssen einwirken, ist es beim Hauswasserzähler dagegen die Summe aller Zapfstellen des Hauses.
Vereinfacht gesagt erfassen Wohnungswasserzähler kleinste Wassermengen nicht, wogegen der Hauswasserzähler darauf reagiert."

zur unterschiedlichen Einbaulage:
"Bei vertikalem Einbau der Wohnungswasserzähler liegt die
Flügelradachse horizontal. Dadurch ist die Anlaufempfindlichkeit um ein paar Prozent geringer, als bei dem fast immer horizontal eingebauten Hauptzähler."

Hi Mike,

das dürften Zählertoleranzen sein (die hier allerdings ziemlich groß ausfallen, aber wer weiß, wie es über ein Jahr betrachtet aussieht).

Die Jahresdifferenz wird prozentual auf die Verbräuche der einzelnen Zähler umgelegt.

16.12.2007, 18:31 von Cora
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Hallo

öhm...auf die Idee, die Zahlen der einzelnen Uhren mit dem des Hauptzählers zu vergleichen, bin ich überhaupt noch nicht gekommen. Muss ich mal vergleichen.

Würde die Stadtwerke mal fragen wie sie sich die Differenz erklären.
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