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10.03.2008, 10:39 von villaportaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|ME nach Modernisierungserhöhung
Hallo Liebes Forum,

folgende Frage habe ich:

Ich möchte eine normale, im Rahmen des Mietspiegel liegende Mieterhöhung aussprechen. Die Wohnungsmiete liegt deutlich unter dem Mietspiegel, unter der Marktmiete sowieso.
An die Wohnung wurde im Winter 05 ein Balkon angebaut und die Miete entsprechend der Kosten per Mod-Umlage erhöht.

Kann ich jetzt trotzdem eine normale Mieterhöhung ( 20 % alle 3 Jahre innerhalb Mietspiegel) aussprechen oder muss ich warten bis Jan 09?

Danke für Eure Antworten,

Viele Grüsse

Villaporta

Alle 15 Antworten
12.03.2008, 10:25 von Mortinghale
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Solange sie weiter gezahlt werden, ist es doch egal, wann die "Modernisierungsumlagen" angefangen haben.

Es empfiehlt sich eben, die Mieten bereits vor der Modernisierung auf das maximale Maß anzuheben.
Dann kommt die Modernisierung anschließend hinzu und für die nächsten Jahre "herrscht erstmal Ruhe".

12.03.2008, 09:44 von villaporta
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Danke nochmal für Deine Antwort, Mortinghale.

Es muss doch aber eine zeitlichen Rahmen geben, es kann doch nicht sein, dass für normale ME jahre zurückliegende Mod-Umlagen herangezogen werden??

Viele Grüsse

Villaporta
11.03.2008, 17:26 von Mortinghale
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Das hast Du jetzt mißverstanden.
Was Du da ansprichst, ist ein weiteres Problem.

Also, nach Aussage des H&G-Anwalts fällt nach der normalen Mieterhöhung die "Modernisierungsumlage" ersatzlos weg, da ja die Wohnung nach dem aktuellen (modernisierten) Zustand bewertet wird.

Die weitere Frage wäre dann, ob die Kappungsgrenze nur aus der reinen Altmiete berechnet wird, oder ob die Altmiete hierzu um die "Modernisierungsumlage" erst einmal erhöht wird.

11.03.2008, 13:22 von villaporta
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Trotzdem verstehe ich nicht, warum die Mod-ME zum Erhöhungsspielraum der Kappungsgenze gerechnet werden kann. Mit meine ME bliebe Ich ja sowieso unter dem Mietspiegel.

Viele Grüsse

Villaporta
11.03.2008, 08:28 von Mortinghale
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Irgendwann ist doch eine Mod-Umlage mal erledigt.

Eigentlich nicht. Der Mieter "zahlt ja nicht ab"; er hat durch die Modernisierung einen zusätzlichen Wohnwert, der auf Dauer besteht.

Ist das eine Theorie von Mietervereinsanwälten?

Auskunft vom H&G-Anwalt auf entsprechende Nachfrage.

11.03.2008, 07:10 von villaporta
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Davon habe ich noch nie etwas gehört. Ist das eine Theorie von Mietervereinsanwälten? Gibt es da Fristen, Irgendwann ist doch eine Mod-Umlage mal erledigt.

Viele Grüsse

Villaporta
10.03.2008, 22:25 von Mortinghale
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Es gibt da die (anwaltlich vertretene) Theorie, daß die Modernisierungserhöhung in der nächsten normalen Mieterhöhung "aufgeht". D.h. Du hättest dann anschließend 20 € weniger Miete als jetzt.

10.03.2008, 22:15 von villaporta
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Hallo Zusammen,

danke für die Antworten, die noch gekommen sind!

Also, die Mod-Erhöhung war 45 Euro. Der Mieter zahlt jetzt 273 Euro Kalt für ca. 45 qm.

Die maximale Mieterhöhung liegt bei ca. 25 Euro wg Begrenzung durch den Mietspiegel. (Würde ich die Wohnung neu vermieten, wäre ohne Probleme 360 kalt zu erzielen.)

S.-Hammer: Nach 20 % hatte ich gefragt wg. der Kumulierbarkeit mit Mod-Erhöhung oder nicht.

Mortinghale: Was meinst Du damit? Die Mod-Erhöhung ist per 01.01.07 ausgesprochen worden.

Viele Grüsse

Villaporta
10.03.2008, 17:37 von Mortinghale
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@Villaporta

Und was passiert anschließend mit Deiner Modernisierungserhöhung ?

Wie hoch war die eigentlich ?

10.03.2008, 16:12 von RMHV
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villaporta » 10.03.08 10:39 «
... An die Wohnung wurde im Winter 05 ein Balkon angebaut und die Miete entsprechend der Kosten per Mod-Umlage erhöht.

Kann ich jetzt trotzdem eine normale Mieterhöhung ( 20 % alle 3 Jahre innerhalb Mietspiegel) aussprechen oder muss ich warten bis Jan 09?

Eine Mieterhöhung nach § 559 BGB (Modernisierung) steht einer Mieterhöhung nach § 558 BGB (ortsübliche Vergleichsmiete) nicht entgegen. Es gibt keine Fristen, die wegen einer Modernisierung einzuhalten wären.
10.03.2008, 12:55 von Sledge_Hammer
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ME von 20 %, i. e. hier 25,oo Euro, vorschlagen.


25€ = 20 % ---- = er zahlt derzeit 125 € ??

Für eine Wohnung ?

wo ich mal eine Wohnung aus mehreren Zimmern voraussetze, ansonsten wäre es ja ein Zimmer.

Das ist ja ein Witz oder 2 x Tanken...

Gruß S. Hammer
10.03.2008, 11:47 von villaporta
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Danke für Eure Antworten!

Da wir ein sehr gutes Verhältnis zu dem Mieter haben und dem Mieter durchaus bewusst ist, dass die Wohnung das Doppelte kosten würde, wenn er heute eine MV unterschreiben würde, wollte ich ihn eigentlich ansprechen und ihm eine ME von 20 %, i. e. hier 25,oo Euro, vorschlagen.

Das tue ich aber dann doch lieber mit der Sichheit, dass ich rechtlich auf der sicheren Seite bin.

Wenn ich eine Anwalt das machen lasse, kostet das einen HAufen Geld und bringt Misstrauen ins nette Mietverhältnis. ME per Anwalt mach ich schon, aber eher nur bei Stressmietern.

Danke und viele Grüss

Villaporta

10.03.2008, 11:36 von Mortinghale
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Laß die Mieterhöhung durch einen Anwalt machen.

Die Frage ist nämlich, was anschließend mit Deiner Modernisierungserhöhung passiert.

10.03.2008, 10:50 von Melanie
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Kann ich jetzt trotzdem eine normale Mieterhöhung ( 20 % alle 3 Jahre innerhalb Mietspiegel) aussprechen oder muss ich warten bis Jan 09?

An die Wohnung wurde im Winter 05 ein Balkon angebaut
Wie kommst Du eigentlich auf Januar 09?
Du brauchst nicht alle 3 Jahre um 20% erhöhen, die 20% in 3 Jahren sind nur die Obergrenze die nicht überschritten werden darf.
Du kannst genausogut jedes Jahr um z.B. 6% erhöhen.....hauptsache in 3 aufeinanderfolgenden Jahren steigt die Erhöhung zusammengerechnet nicht über 20%....
10.03.2008, 10:44 von Melanie
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Huhu,
§ 558
Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete(1) Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden. Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 werden nicht berücksichtigt.


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