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10.08.2007, 23:27 von FranceskaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mal ne Frage an Euch VM bez. Nebenkostenabrechnung
Anfang Juli kam meine Nachbarin etwas entrüstet zu mir, wegen ihrer Nebenkostenabrechnung. Da fragte ich sie, wann sie sie denn bekommen hätte. Mitte Juni, sagte sie mir.

Also rief ich bei der Hausverwaltung an und fragte nach meiner Rechnung. Die fragten mich, ob ich Mieter oder Eigentümer wäre. Ich sagte Mieter. Da meinten die, ich soll mich an meinen VM wenden, denn die Hausverwaltung hätte die Nebenkostenabrechnungen (abgelesen wurde am 8.12.2006), schon Ende März, an die Eigentümer geschickt. Also schon drei Monate, vor meinem Anruf bei denen.

Also rief ich meinen VM an. Der sagte mir, die Rechnung müsste wohl zu seinen Eltern gegangen sein (welche die wahren VM sind, doch er ist mein Ansprechpartner), er würde sich darum kümmern. Vor drei Wochen schrieb ich ihm einen Brief (weil er mir seit Wohnungsübergabe, noch das Ableseprotokoll der Heizungen vor meinem Einzug schuldet und die eine Jalousie ist kaputt), indem ich auch wieder nach der Nebenkostenabrechnung fragte. Kein Wort bis heute gehört von ihm.

Kann es sein, man will sie mir nicht geben? Meine Nachbarin zahlt für 65 qm (61 qm Wohnfläche), 100 Euro Umlagen. Ich zahle für 65 qm (53 qm Wohnfläche und 12 qm Balkon), sage und schreibe 230 Euro Umlagen pro Monat. Bei Vertragsabschluss sagte meine Anwältin, das wäre sehr hoch, doch man sollte in Ruhe, die erste Abrechnung abwarten.

Wie gesagt, meine Nachbarin zahlt pro Monat 100 Euro und wohnt genauso lange hier, wie ich. Nachzahlen musste sie 200 Euro. Macht einen Gesamtverbrauch an Nebenkosten bei ihr (15.5.06 - 8.12.06), runden wir mal auf den 31.12.06 auf, von 750 Umlagen + 200 Euro Nachzahlung = 950 Euro. Ich selbst habe an Nebenkosten schon für diese Zeit, 1725 Euro bezahlt. Das könnte ja bedeuten, dass ich vielleicht 800 Euro zurück bekommen könnte (habe im Vergleich zu ihr, eine Waschmaschine in der Wohnung und eine Geschirrspülmaschine).

Die Heizung wurde ofiziell, am 8.12.06 abgelesen. Da sie seit zwei Jahren nicht mehr abgelesen wurde, gab es einen Gesamtverbrauch, von 154 Einheiten. Ich könnte höchstens 1-2 davon seit Einzug verbraucht haben, da ich wegen dem heißen Sommer, erst Ende Okt. anfing zu heizen und dann auch nur im Bad (1/2 Std. am Tag) und im Wohnzimmer. Deswegen ist mir das Protokoll der Vorablesung (was im Übergabeprotokoll auch vom VM vermerkt wurde), sehr wichtig. Habe vor 10 Tagen mit Freunden eine momentane Ablesung gemacht und seit dem 08.12.2006, bis heute, habe ich gerade mal eine Heizungseinheit im Wohnzimmer verbraucht.

Schon im Mietvertrag, ist er finanziell bei Kleinreparaturen, so hoch hinaus geschossen, dass er noch nicht weiß, dass diese Klausel ungültig ist. Ich muss keine Kleinreparaturen bezahlen. Per Gesetz (AG Braunschweig), darf eine einzelne Kleinreparatur die 100 Euro zzgl. gesetz. MwSt nicht überschreiten. Er legte die Festsumme mit 160 Euro pro Reparatur fest. Außerdem steht auch keine Festsumme in Euros pro Jahr (max. 200 - 300 Euro), in der Klausel.

Auch bei der Kaution, einmal Kaution in bar und dann eine Kaution in Schatzbriefen, gings hoch hinaus. Erst als die Briefe fest lagen, bekam ich nach zwei Monaten, die Barkaution zurück.

Habe ein komisches Gefühl hier. Ihr schreibt oft von Mietnomaden, doch gibt es auch unter VM schwarze Schafe. Daher möchte ich die VM hier um Rat und eventuell Tat fragen. Miete überweise ich selbstverständlich jeden Monat pünktlich.

Eigentlich sollte mir das egal sein, denn wenn die Abrechnung bis zum 08.12.07, nicht bei mir ankommt, kann ich die Rückzahlung der Nebenkosten für 2006 zurückfordern, wenn ich mich an das Gesetz recht erinnere.

Franceska
Alle 21 Antworten
14.08.2007, 12:55 von MarieP
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Hallo Franceska

Dies kannst du aber deinen VM nicht anlasten, wenn du ihn nicht informierst.
Du kannst nicht auf der einen Seite sagen, ich mache selbst und dich gelichzeitig beschweren. Wie soll dein VM tätig werden, wenn du ihn nicht über Mängel informierst!?

Ich denke auch nicht, dass das jetzt dein Problem ist.
14.08.2007, 12:44 von Franceska
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Hallo MarieP,

als ich eingezogen bin, haben zwei Steckdosen und ein Lichtschalter im Wohnzimmer gefehlt. Außerdem funktionerte der Lichtschalter im Flur nicht weil sich rausstellte, die Kabel waren verdreht. Ich bestellte dafür einen Elektriker. Der Sohn meines Vermieters sagte mir, ich soll es reparieren lassen und seinem Vater die Rechnung zuschicken. In der Zwischenzeit, ist auch das Ventil an der Heizung im Bad kaputt gegangen und das kleine Sieb am Wasserhahn, musste ersetzt werden. Ich habe die Kosten getragen und sie meinem VM nicht in Rechnung gestellt. Da bin ich nicht kleinlich, denn ich versuche immer, mit meinem VM gut auszukommen, doch nachdem was sich von seiten meines VM so langsam summiert, hört das "Nett sein" bei mir auch irgendwann mal auf.

Der Laminatboden in der gesamten Wohnung ist schief. Teile meiner Schränke und meine Kommode, stehen dementsprechend auch schief. Die Leisten an der Wand trennten sich schon teilweise, weil diese Teile sich ja nicht umbiegen lassen. Ein Freund von mir hat hier schon einige Korrekturen gemacht auch, was die Farbe an den Wänden und eine Leiste unten an der Wohnungstür angeht. Für mich selbstverständlich, dies auf meine Kosten zu machen.
14.08.2007, 12:32 von MarieP
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Hallo Franceska

Beruf dich nicht auf ein AG bei der Klausel.

Der Bundesgerichtshof hatte in seinem Urteil vom 6.5.1992 VIII ZR 129/91 bereits einen Betrag von 75 Euro anerkannt. Aufgrund der Kostensteigerungsrate hat das Amtsgericht Braunschweig einen Betrag von 100 Euro pro Reparatur für wirksam anerkannt Urteil v. 29.3.2005 - 116 C 196/GE.

Zitat:
Schon garnicht, wenn der Vermieter bei meinem Einzug, etwas reparieren musste, was durch den Auszug des Vormieters, kaputt gegangen ist.


vollkommen korrekt!

Zitat:
Im Vergleich zu ihm bin ich nämlich nicht kleinlich. Habe seine Mängel hier auf meine Kosten repariert (104 Euro) und auch wenn sein Sohn mich gebeten hatte, die Rechnung dann an seinen Vater zu schicken, habe ich die Kosten selber getragen.



versteh ich das jetzt richtig - du sollst 2mal bezahlen oder hast du den Betrag zurück erhalten vom VM und jetzt wieder belastet bekommen durch die Abrechnung!?

14.08.2007, 12:18 von Franceska
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@ MarieP: Vielen Danke!

Hab die Rechnung nochmal durchwühlt und Du hattest Recht. Auf einer Seite, wo die Einheiten als Gesamtzahl angegeben werden, steht in () ein V, was unten auf der Rechnung als "Geschätzt, weil keine verwertbare Ablesung vorlag", erklärt wird.

Freu mich schon auf den Anwaltstermin. Nichts gegen alle Vermieter (mein guter Freund schwärmt von seinem), doch mir war von Anfang an klar, dass mein Vermieter ein kleiner Geldsüchtiger ist.

Kleinraparaturklausel: Amtsgericht Braunschweig hat die Summe pro Reparatur, auf 100 Euro zzgl. gestz. MwSt. festgelegt. Mein Vermieter hat sie auf 160 Euro festgelegt. Klausel ist somit unwirksam, nur weiß mein VM das noch nicht. Im Vergleich zu ihm bin ich nämlich nicht kleinlich. Habe seine Mängel hier auf meine Kosten repariert (104 Euro) und auch wenn sein Sohn mich gebeten hatte, die Rechnung dann an seinen Vater zu schicken, habe ich die Kosten selber getragen.

Dann die quasi doppelte Kaution.

Dann die Umlagenvorauszahlung auf 230 Euro im Monat.

Wenn ich alleine zu dem, was mir momentan zusteht, noch die Kosten, die er für die Rechnung abgezogen hat zuzähle, kann ich in Zukunft die Umlagenvorauszahlung, um locker 50 Euro im Monat mindern.

Habe vorhin mit dem Wohnungsamt telefoniert. Rechnungen haben mit Betriebskosten nichts am Hut und dürfen daher damit auch nicht verrechnet werden. Schon garnicht, wenn der Vermieter bei meinem Einzug, etwas reparieren musste, was durch den Auszug des Vormieters, kaputt gegangen ist.

@ johanni: Ja, der Sohn ist mein Ansprechpartner. Das hatte mir mein Vermieter beim Unterschreiben des Mietvertrages auch mitgeteilt.
14.08.2007, 12:17 von MarieP
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Hallo Johanni

Zitat:
Hallo Franceska,

für was? Die Reparatur des Waschmaschinenanschlusses, hat der Vermieter selbst in Auftrag gegeben.

Jetzt, 15 Monate später will er, dass ich sie bezahlte. Nein Danke

Ohne Vollmacht des Vaters darf/kann der Sohn keine verbindliche Erklärungen für seinen Vater Dir als Mietern geben.

Johanni



das ist korrekt - aber ich denke die Kuh ist vom Eis.
So wie Franceska es schildert ist es eine Instandsetzung die Sie nicht zu vertreten hat. Damit auch nicht vom VM gefordert werden kann
14.08.2007, 12:08 von johanni
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Hallo Franceska,

Zitat:
für was? Die Reparatur des Waschmaschinenanschlusses, hat der Vermieter selbst in Auftrag gegeben.

Jetzt, 15 Monate später will er, dass ich sie bezahlte. Nein Danke


Ohne Vollmacht des Vaters darf/kann der Sohn keine verbindliche Erklärungen für seinen Vater Dir als Mietern geben.

Johanni
14.08.2007, 12:04 von MarieP
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Hallo Franceska

Zitat:
Habe gerade mit der Heizungsablesungsfirma telefoniert. Auch ihm scheinen die Kosten zu hoch. Er hat jetzt von seiner Hauptfiliale, die Abrechnung verlangt. Da in den letzten zwei Jahren nicht abgelesen wurde sagte er mir, dass die Ablesung eigentlich nicht von Nutzen ist, weil diese Röhrchen nach 18 Monaten, keine genaue Messung der Heizkosten nachweisen können.

Es wurde im Mai 2006, eine Zwischenablesung gemacht. Da zeigte der Verbrauch im Wohnzimmer 40,0 Einheiten. Im Dez. wurden 73.4 Einheiten abgelesen. Ich denke auch für Deinen Geschmack wäre das zu hoch.



Liegt dir deine Heizkostenabrechnung der Abrechnungsfirma vor?
Wenn ja, schau nach ob geschätzt wurde.
Wenn geschätzt wurde versuch der Schätzung zu widersprechen.
Im übrigen braucht bzw. darf der Ablesedienst dir keine Auskuft geben, da du nicht der Vertragspartner des Unternehmen bist. Dies ist die Hausverwaltung im Namen der WEGem.

Nochmal - ich würd die Belegeinsicht im Kopie vom VM fordern, eben gegen Kostenerstattung. Erspar m.A. nach viel Stress.
14.08.2007, 11:18 von Franceska
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Hallo johanni,

für was? Die Reparatur des Waschmaschinenanschlusses, hat der Vermieter selbst in Auftrag gegeben.

Jetzt, 15 Monate später will er, dass ich sie bezahlte. Nein Danke!
14.08.2007, 11:06 von johanni
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Hallo Franceska,

hast Du eigentlich eine schriftliche Vollmacht lautend auf den Sohn vom Vermieter?

Johanni
14.08.2007, 10:56 von Franceska
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Hallo MarieP,

danke für Deine Antwort.

Bezüglich der Rechnung, wegen dem Waschmaschinenanschluss, so habe ich nichts verlegen lassen. Geht bei dem winzigen Bad auch nicht. Der Anschluss WAR vorhanden, doch das Teil, an dem Du den Schlauch befestigst, war weg. Es war lediglich nur noch das Loch in der Wand vorhanden und da es sich hier um eine Instandhaltung seitens des Vermieters handelt, habe ich dies nicht zu bezahlen. Hätte es keinen Anschluss gegeben und ich hätte ihn um einen gebeten, einen zu installieren, dann wäre mir bewusst gewesen, diese Rechnung zu begleichen.

Habe gerade mit der Heizungsablesungsfirma telefoniert. Auch ihm scheinen die Kosten zu hoch. Er hat jetzt von seiner Hauptfiliale, die Abrechnung verlangt. Da in den letzten zwei Jahren nicht abgelesen wurde sagte er mir, dass die Ablesung eigentlich nicht von Nutzen ist, weil diese Röhrchen nach 18 Monaten, keine genaue Messung der Heizkosten nachweisen können.

Es wurde im Mai 2006, eine Zwischenablesung gemacht. Da zeigte der Verbrauch im Wohnzimmer 40,0 Einheiten. Im Dez. wurden 73.4 Einheiten abgelesen. Ich denke auch für Deinen Geschmack wäre das zu hoch.

Der Heizungsableser wird sich das jetzt nochmal anschauen. Bis zum Termin beim Anwalt, müsste ich seine Einschätzung haben.
14.08.2007, 10:42 von MarieP
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Hallo Franceska

Irgendwie scheinst du es nicht verstehen zu wollen.
Bei 578,06 Euro Heizkosten - sind wieviel Grundkosten enthalten!?

Zitat:
Für 2005, musste ich in meiner alten Wohnung, für den Zeitraum 15. Jul - 31. Dez 2005, sage und schreibe 290 Euro an Heiz- und Warmwasserkosten bezahlen.



Das kannst zum Vegleich nehmen wenn du unbedingt möchtest - aber der Vergleich gibt keine Auskunft - zwei unterschiedliche Wohnungen.

Zitat:
Ich habe unter anderem, eine Heizkostenabrechnung von 2003/2004 hier liegen


und?

von wem - von welcher Wohnung - welche Gesamtkosten wurden umgelegt?

Zitat:
Als ich eingezogen bin, hat der Anschluss, für das Abflußrohr der Waschmaschine gefehlt. Er musste einen neuen Anschluss einbauen lassen und hat jetzt seine Rechnung, mit meinen Umlagen verrechnet. Sage und schreibe, 124,50 Euro.



Wenn hier für deine Waschmaschine irgendwo ein anderer Anschluß vorhanden ist, welchen du nicht nutzen wolltest od. willst - ist der VM hier im Recht, das er die Kosten von dir fordert. Sonst nicht.

Zitat:
204,75 Euro Grundbesitzabgaben


Hier ist meiner Ansicht die Grundsteuer gemeint. Diese Kosten sind umlagefähig wenn sie mietvertraglich vereinbart sind - außerdem sind sie belegbar.

Zitat:
Habe meine Rechtsschutzversicherung schon angerufen und werde mir einen Mietrechtanwalt später aussuchen.




Für den RA solltest du alle erforderlichen Unterlagen bereithalten. Fordere deinen VM zur Belegeinsicht in Kopie auf gegen Kostenerstattung.

Ich würd mir est mal alle erforderlichen Unterlagen besorgen.
Wenn dann Ungereimtheiten auftreten - kannst du tätig werden. So sind das nur Spekulationen.
14.08.2007, 08:55 von Franceska
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Zitat:
dafür wurde aber 2005/2006 bis in den Sommer geheizt.


Hallo MarieP. Das scheint es wohl zu sein, doch bin ich erst am 18.5.2006, hier eingezogen.

So letzte Nacht lag die Nebenkostenabrechnung im Briefkasten

Beine Befürchtungen sind wahr geworden. Von den insgesamt 1725 Euro, ja hier habt richtig gelesen, Umlagen, die ich innerhalb von 7,5 Monaten zahlen musste, möchte mein guter Vermieter, über 1400 Euro in seine Tasche stecken.

Geheizt habe ich zwischen Ende Okt. und dem 6 .Dez.2006. Dafür berechnet man mir sage und schreibe 21 Heizzeinheiten (Röhrchen mit Farbe). Das würde bedeuten, ich habe die ganzen 7,5 Monate, die Heizung Tag und Nacht angehabt. Auch bei schon existierenden 33 Grad Hitze in der Wohnung. Die Heizkosten belaufen sich auf 578,06 Euro. Ich habe unter anderem, eine Heizkostenabrechnung von 2003/2004 hier liegen. Da habe ich für das gesamte Jahr, 25 Einheiten verbraucht.

Für 2005, musste ich in meiner alten Wohnung, für den Zeitraum 15. Jul - 31. Dez 2005, sage und schreibe 290 Euro an Heiz- und Warmwasserkosten bezahlen.

Als ich eingezogen bin, hat der Anschluss, für das Abflußrohr der Waschmaschine gefehlt. Er musste einen neuen Anschluss einbauen lassen und hat jetzt seine Rechnung, mit meinen Umlagen verrechnet. Sage und schreibe, 124,50 Euro.

Also:

531,38 Euro umlagefähige Kosten
578,06 Euro Heizkosten
204,75 Euro Grundbesitzabgaben
124,50 Euro Rechnung für die Instandhaltung des WaMa-Anschlusses

1438,69 Euro insgesamt.

Habe meine Rechtsschutzversicherung schon angerufen und werde mir einen Mietrechtanwalt später aussuchen.
12.08.2007, 13:46 von MarieP
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Hallo Franceska

Zitat:
VM hat ja bis zu 12 Monaten, nach der Ablessung Zeit, die NK-Abrechnung dem Mieter zu geben. Also muss ich bis Dez., diesbezüglich warten. Ich kann ihn ja nicht heute anrufen und die Abrechnung fordern. Klar kann ich das, doch das Gesetz ist auf seiner Seite.


Nicht ganz korrekt. Der VM hat innerhalb von 12 Monaten nach Abrechnungszeitraumende die Abrechnung den M. zu übergeben. Das hat nix mit der Heizkostenablesung zu tun.

Zitat:
Es wurmt mich nur, denn immerhin liegt denen diese Abrechnung schon seit vier Monaten auf dem Tisch und die Hausverwaltung weigert sich, mir eine Abrechnung zu geben und das zurecht, was haben die denn damit zu tun, wenn ein Eigentümer die nicht abgibt.


Wenn es sich um eine Eigentümergemeinschaft handelt - hat die Hausgeldabrechnung der Verwaltung nix mit der Betriebskostenabrechnung des Vermieters zu tun. Wenn dein VM die Mietverwaltung nicht an die HV abgegeben hat, ist die HV auch nicht dein Ansprechpartner - sondern dein VM.

Zu den Heizkosten - deine Überlegung mag logisch sein - aber ganz so kannst du nicht rechnen. Selbst wenn du nur in einem Raum heizt - hast du die anteiligen Grundkosten zu tragen und 2006/2007 hatte zwar einen milden Winter - dafür wurde aber 2005/2006 bis in den Sommer geheizt.
Was meinst du mit einem oder zwei Strichen - ist die Anlage mit Verdunster ausgestattet? Wenn ja sind diese nicht einfach abzulesen. Für die Ablesung muss eigentlich das Röhrchen und die Skala herausgenommen werden.

Dies nur mal so.
Die Vorauszahlung auf Betriebskosten mit Heizung ist für 65 qm Wohnfläche hoch. Geh mal von 2,50 E pro qm/Wohnfläche und Monat aus = 162,50 E monatlich. Damit solltest du auf der sicheren Seite sein.
Nun kannst du pokern. Teil deinem VM mit, dass die Betriebskostenvorauszahlung augenscheinlich viel zu Hoch angesetzt ist und du diese ab Monat x auf ..... E herabsetzen wirst. Um diese Herabsetzung und Unfrieden zu vermeiden bittest du bis zum .... um Vorlage einer für den Laien nachvollziehbare und nachprüfbare Betriebskostenabrechnung für den Zeitraum .... bis .... - Vorsorglich kannst du ja schon um Belegeinsicht mit Zugang der Betriebskostenabrechnung bitten.
12.08.2007, 12:26 von Franceska
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Hallo CMax_65,

der VM hat ja bis zu 12 Monaten, nach der Ablessung Zeit, die NK-Abrechnung dem Mieter zu geben. Also muss ich bis Dez., diesbezüglich warten. Ich kann ihn ja nicht heute anrufen und die Abrechnung fordern. Klar kann ich das, doch das Gesetz ist auf seiner Seite.

Ich habe ja immerhin mit seinen Sohn (das Kind ist 53), schon zweimal diesbezüglich Kontakt aufgenommen. Vielleicht waren zuerst seine Eltern im Urlaub und als ich den Brief schickte er, denn ich weiß, dass er zu dieser Zeit immer für vier Wochen mit seinem Sohn weg ist und wir haben noch eine Woche Sommerferien.

Es wurmt mich nur, denn immerhin liegt denen diese Abrechnung schon seit vier Monaten auf dem Tisch und die Hausverwaltung weigert sich, mir eine Abrechnung zu geben und das zurecht, was haben die denn damit zu tun, wenn ein Eigentümer die nicht abgibt.

Was ich gemacht habe, ich habe am Freitag die Firma angemailt, die vor meinem Einzug, die Heizungen angeblich abgelesen haben sollte. Mal sehen, ob ich da was höre. Werde die morgen auch mal versuchen telefonisch zu erreichen, denn eine Kopie des Ablesens, kann man gut fälschen. Besonders wenn man den jetzigen Verbrauch weiß.

Es ist schon komisch, doch die NK kann ich erst mindern, wenn ich die Abrechnung vor mir habe.

Aber wie gesagt, im schlimmsten Fall, ab zum Anwalt. Neben der Mitgliedschaft im Mieterverein, habe ich vor 1,5 Jahren, auch meine RSV jetzt im Mietbereich.
12.08.2007, 10:05 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Tja, werde noch knapp vier Monate warten müssen ... seufzt


....aus welchem Grund ???

Zitat:
Naja, ich muss mich wohl bis Dez., gedulden und dann, wenn nichts passiert, geht die Sache weiter an meinen Anwalt.


Warum so ???

Wenn die Vorauszahlung tasächlich zu hoch ist und dafür spricht schon allein der Betrag, haben sie Anspruch auf eine angemessene Nebenkosten VZ (Gibts m.W. Urteile, weiss allerdings keine konkreten AZ).

Nochmal erstmal mit dem VM reden um ein Gespräch bitten.
Hat er nichts zu verbergen wird er reagieren und Einsicht geben.

Wenn nicht, würde ich an Ihrer Stelle mit Fristsetzung den VM auffordern entweder die Abrechnung vorzulegen oder ab dem 01.09.2007 die NK-VZ auf pauschal € 100,00 zu senken. Dann muss er reagieren.

Entweder ist dann seine Forderung berechtigt oder auch nicht !

Das wird sich ziemlich schnell zeigen !!!

Da müssen Sie nicht erst 4 M. abwarten, dass kann man auch sofort klären !!!

MFG


12.08.2007, 00:13 von Franceska
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Hallo Cora,

als erstes werde ich die NK-Abrechnung prüfen lassen und wenn ich wirklich eine anständige Summe zurück bekommen sollte, werde ich die NK senken. Per Gesetz ist es schon verboten, überhöhte Vorauszahlungen zu verlangen.

Tja, werde noch knapp vier Monate warten müssen ... seufzt.
11.08.2007, 23:35 von Cora
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Zitat:
wundert es mich nur, wieso man vier Monate lang eine Nebenkostenabrechnung bei sich hat und sie NICHT an den Mieter weitergibt.




das liegt doch auf der Hand: wenn der VM dir den größten Teil der Vorauszahlung zurückzahlen muss...mit fremden Geld lässt sich doch gut arbeiten

Die VZ ist total überhöht, ich würde spätestens nach Erhalt der NK und dem Ergebnis, die Zahlung kürzen.

Gruß
11.08.2007, 13:00 von Franceska
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Danke für Eure Antworten. Die Sache ist ja so, dass mein VM ein Jahr Zeit hat, bis er sie mir zustellen muss. Das Jahr wäre ja erst am 8.12.2007 vorbei. Trotzdem wundert es mich nur, wieso man vier Monate lang eine Nebenkostenabrechnung bei sich hat und sie NICHT an den Mieter weitergibt.

Naja, ich muss mich wohl bis Dez., gedulden und dann, wenn nichts passiert, geht die Sache weiter an meinen Anwalt. Bis jetzt war ich die nette liebe Mieterin, habe AUCH Kleinreparaturen gemacht und bezahlt, doch schaun wir mal.

Schönes WE an Euch
11.08.2007, 11:48 von prinzregent
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Zitat:
230 Euro Umlagen pro Monat


erscheint mir zu hoch.

Mündlich haben Sie ja schon versucht, und das übliche deutsche Spiel: PINGPONG kennengelernt. Es ist ja niemand zuständig.

Wunderbar.

ICH würde jetzt schriftlich anmahnen und/ oder - ganz ehrlich - eine Mietzahlung einstellen. Sie werden sich wundern wie wach und aktiv die plötzlich werden.

....

PINGPONG: Da kommt ne Anfrage, ICH schlage den Ball (= Anfrage) so weit weg wies geht, ICH bin eh nicht zuständig ...

Sehr geehrte Damen und Herren, auf meine Gespräche (mit xyz) am (Datum ) hat niemand reagiert. Ich bitte freundlich um die Abrechung der Nebenkosten zum 19.08.2007.

...Mieter

( und nebenbei würde ich September nicht bezahlen ) Das können Sie reinschreiben ( aber wozu drohen ?? ) oder besser aktiv machen.

es wird sein wie Shadow1977 schreibt:
Zitat:
Aber rechne eher mal mit einem Guthaben, wäre eine Nachzahlung der Fall, hätten sie sich wahrscheinlich längst gemeldet


1.800 Euro sind ne ganze Menge Geld - ei wo sind die geblieben?

( 250 Nebenkosten - 100 = 150 Differenz mal 12 = 1.800 Euro MauschiMauschi zinslos Kredit )

Wie sag ich immer: Der Klügere gibt solange nach, bis er verloren hat.
11.08.2007, 11:09 von Shadow1977
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Hi!
Fakt ist, dass die HV als "Auftraggeber" die Eigentümer als Ansprechpartner haben, entsprechend erhalten auch diese die Nebenkostenabrechnung, das ist korrekt (sofern nicht auch Mietverwaltung vereinbart worden ist).
Die Nebenkosten erscheinen auch mir sehr hoch, wundert mich, wie man für so eine kleine Wohnung sooo viel vorausbezahlt. Aber lieber so, als eine hohe Nachzahlung .
CMAX hat absolut Recht, erst das Gespräch nochmal suchen, sehr oft scheuen sich die Eigentümer davon, die Abrechnung für den Mieter zu machen, da es nicht deren "Fachgebiet" ist und sie es etwas vor sich herschieben. Aber rechne eher mal mit einem Guthaben, wäre eine Nachzahlung der Fall, hätten sie sich wahrscheinlich längst gemeldet .
11.08.2007, 09:33 von CMAX_65
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Hallo Franceska,

sie schreiben 53 m² Wohnfläche, zzgl. 12 m² Balkon der max. mit 50% = 6 m² angerechnet werden kann.

Fazit max. 59 m² und € 230,00 "Umlagen" (Was ist denn genau im MV vereinbart ?).
Dies erscheint mir schon sehr hoch.

Cirka € 3,89 pro m² ist locker 1 € teurer als der Mieterbund angibt, bei meinen Abrechnungen bewegen sich die NK/BK zwischen € 1,60 und knapp über € 2,00 (komplett incl. Heizkosten, exclusive Müll).

Ich würde da schon mal nachfragen und den VM um ein Gespräch bitten.

Hat dieser nichts zu verbergen, wird er die Abrechnung bzw. die Kosten erklären können.

Also erstmal das Gespräch suchen. Reagiert er gar nicht, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

MFG

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
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