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09.12.2006, 18:23 von DschoekiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Maklercourtage
Ich habe mal eine Frage.

In der Zeitung wurde ein ETW angeboten. Ich habe angerufen, und mir wurden von einer Person A die Daten der Wohnung mitgeteilt. Mit dem Hausmeister habe ich die Wohnung besichtigt. Nach der Besichtigung habe ich die Person A wieder angerufen. Er teilte mir mit, er sei Makler ( konnte man an der Anzeige in der Zeitung nicht erkennen ) und wollte 5% Courtage haben ( wäre natürlich auch ohne Rechnung möglich - was ich natürlich sofort ablehnte ). Ich habe auch niemals den "Makler" gesehen, geschweige denn einen Maklervertrag unterschrieben. Nun habe ich Kontakt mit dem VK der ETW und wir haben uns auf einen Preis geeinigt.

Nun meine Fragen:
1) Ist die Courtage fällig ( nach Notarvertrag ) ?
2) Der VK hat einen Maklervertrag nur bis zum 31.12.06. Was ist wenn ich die ETW erst dann kaufe ?
Alle 19 Antworten
11.12.2006, 21:31 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Hallo,

du verschenkst 500 Euro...

Gruß,
dp



Zitat:
Also meinst Du gar an den Makler gar nichts zahlen....




sehe ich auch so.

11.12.2006, 19:06 von Dschoeki
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Also meinst Du gar an den Makler gar nichts zahlen....

Dem VK wäre es egal. Der Makler hat nicht mal meine Adresse. Er hat nur meine Telefonnummer - er kann damit zwar meine Adresse rausbekommen..... vielleicht sollte ich es wirklich darauf ankommen lassen...
11.12.2006, 18:04 von dontpanic
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Hallo,

du verschenkst 500 Euro...

Gruß,
dp
11.12.2006, 17:44 von Dschoeki
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Hallo

Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Der Makler hatte mir erst in unserem 2. Gespräch gesagt das er Makler sei. Und das auch nur auf meine Frage hin. Bis zu dem Moment bin ich davon ausgegangen, dass er der VK der ETW ist. Aber als er plötzlich vom VK sprach, habe ich ihn nach seiner Funktion gefragt. Da sagte er er sei Makler und bekomme 5 % Courtage. Das ginge natürlich auch ohne Rechnung. ( hahaha ).
Er steht weder in den Gelben Seiten, noch im Telefonbuch.

Egal wie die Sache jetzt ausgeht, werde ich dem FinAmt mal einen Tipp geben.

Ich bin jetzt mit dem VK einig geworden über den Kaufpreis. Dem "Makler" werde ich nun die Pauschale von 500 € anbieten. Natürlich nur gegen Rechnung mit MwSt. Wenn er nicht einverstanden ist, wird es eben nichts mit dem Kauf ( der VK wird sich freuen - ich bin der einzige Interessent ).

11.12.2006, 10:53 von Rita
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@ Dschoeki
Hast du dir den Artikel mal durchgelesen?

M.E. spricht die Rechtslage in Zusammenhang mit Angebot/Verhalten des Maklers klar zu deinen Gunsten.
Da es hier um viel Geld gehen kann, würde ich dir raten, vorsichtshalber nochmal einen Anwaltsrat einzuholen.

Ansonsten:
Ein Makler muss zwar nicht Mitglied im Bundesverband sein, die achten aber auch darauf, dass kein unseriöses Nichtmitglied ihr Nest beschmutzt.
http://www.ivd.net/html/0/172/rubrik/135.html
10.12.2006, 23:04 von nebelhoernchen
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Hallo Dschoeki

Ich würd hier nichts bezahlen, wenn deine Angaben stimmen.

Nicht nur dass in der Anzeige nicht auf die Vermittlung durch Makler hingewiesen wurde.
Der Makler hätte spätestens bei deinen 1. Anruf sich als Makler erkennen zu geben müssen.

Nebelhörnchen
10.12.2006, 22:18 von MarieP
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Hallo

Wenn aus der Immo-amzeige nicht eindeutig hervor geht, dass die Courtage vom Käufer zu entrichten ist, hat der nette Makler Pech gehabt.
Schau auch mal hier nach - zwar Vermietung - aber brauchbar.
LG Dortmund, Urteil vom 23.1.2002
AZ.: 17 S 212/01

Sachverhalt:

Mit einer falschen Immobilien-Anzeige brachte sich ein Makler um seine Provision. dIE Anzeige las sich wie folgt:

Miete 2.200 Euro + NK + Courtage

Der Makler fand auch tatsächlich einen viel versprechenden Mietinteressenten. Wenig später kam es dann zum Mietvertragsabschluss.

Dabei übergab ihm der Makler einen Umschlag mit seiner Rechnung. Von der Provision sah der Makler allerdings keinen Cent!

Nach Ansicht des Gerichts war zwischen dem Mieter und dem Makler kein Maklervertrag zustande gekommen. Aus dem Text der Anzeige ging nämlich nicht hervor, wem der Mieter die Provision zahlen sollte.

Weil aus dem Anzeigentext nicht klar hervorging, wer Vertragspartner des Mieters ist, schied die Anzeige als Grundlage für den Provisionsanspruch des Maklers nach § 652 Abs. 1 BGB aus.

-----
Zeig dem Herrn Makler die nette Kehrseite. 5 % kann er knicken.
10.12.2006, 21:58 von FM_24
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Hallo,

also meine recherche hat ergeben, dass auch nach dem Wettbewerbsrecht die Courtage-Forderung hätte angegeben werden müssen.

Daher sehe ich das verhalten als Taschenspieler-Trick und die Courtage ist nicht berechtigt.

Gruß

Jürgen

10.12.2006, 18:28 von Cora
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Hallo,

so sehe ich das auch.
Als Interessent muss man erkennen können ob eine Anzeige privat oder von einem Makler ist. Lässt der Makler den entsprechenden Hinweis weg, macht er sich m.E. sogar "strafbar".

Also: zahlen: nix.
10.12.2006, 17:25 von cavalier
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Hallo Dschoeki

Dschoeki schrieb:
Er teilte mir mit, er sei Makler ( konnte man an der Anzeige in der Zeitung nicht erkennen )

Zitat:
Was müssen Immobilienmakler beachten?

Immobilienmakler sind an bestimmte Richtlinien für Ihre Werbung gebunden. Aus den Texten muss hervorgehen, dass es sich um gewerbliche Inserenten handelt und deshalb gilt: Immobilienmakler müssen in ihren Kleinanzeigen/Anzeigen ihre Firma angeben. Dabei muss in Hinsicht auf die Schreibweise auf die entsprechende Gesetze geachtet werden. Keine Chiffre-Anzeigen (nur unter der zusätzlichen Nennung des Firmennamens)

Zitat:
Das Wohnungsvermittlungsgesetz verpflichtet den Wohnungsvermittler, Wohnräume nur dann anzubieten, wenn er dazu von dem Berechtigten einen Auftrag erhalten hat.
Bietet er öffentlich, /z.B. per Inserat) Wohnraum an, muss er folgendes beachten:
Der Wohnungsvermittler darf nur unter Angabe seines Namens und seiner Bezeichnung als Wohnungsvermittler Wohnräume anbieten.
Er muss den Mietpreis nennen.
Er muss angeben, ob Nebenleistungen besonders zu vergüten sind.


Nach Aussage von Dschoeki ist das hier mißachtet worden
10.12.2006, 17:11 von Dschoeki
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Der VK hat dem Makler einen Auftrag erteilt. Der läuft bis zum 31.12.06. Der VK sitzt allerdings ca 600 KM entfernt und wußte nicht was für eine "Blitzbirne" der Makler ist. VK ist schon stinksauer weil der Makler falschen Kaufpreis nennt und keine Zeitungsinserate mehr schaltet.
10.12.2006, 16:59 von Clausy
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Hallo Dschoeki!

Zahlen und freundlich sein, die Zahlungsverpflichtung ergibt sich allein durch den Nachweis der Wohnung. Allerdings kenne ich da nur 3,3% Courtage.

Gruß Clausy
10.12.2006, 16:53 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Ich möchte nur mal wissen, was passiert wenn ich die Wohnung jetzt kaufe, mit dem VK bin ich jetzt soweit handelseinig
.

Was sagt denn Verkäufer, hat er dem Makler überhaupt einen Verkaufsauftrag erteilt?? Wenn nein, brauchst Du nicht einen Cent an diesen" Makler" zahlen.

Ausserdem kann ein Courtageanspruch nicht entstehen, wenn eine Anzeige ohne den Himweiss, dass es sich um einen Makler handelt, beansprucht werden.

Wenn Du außerdem auch kein Expose von diesem erhalten hast, wie will er denn seinen Courtageanspruch begründen??

Alles nur der Sturm im Wasserglas, zahle nichts und schliesse dem Kaufvertrag mit dem Verkäufer ab.

Wirst sehen, dann wird vom Makler auch nichts mehr kommen.

LG Johanni
10.12.2006, 11:11 von Dschoeki
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@ Rita

PN ist unterwegs.
10.12.2006, 11:09 von Rita
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Der Makler muss nicht nur beweisen, dass er seine Tätigkeit, für die er seine Provision haben will, erfüllt hat - sondern auch dass ein Maklervertrag zustande gekommen ist.

M.E. ist hier kein Maklervertrag zustande gekommen.

Die Frage dabei ist, ob der Makler beweisen kann (z.B. durch's Inserat oder anderweitig), dass du darüber informiert warst, dass durch seine Tätigkeit (kann auch nur in der Benennung des Objektes liegen) ein Provisionsanspruch seinerseits entsteht ... und du sein Angebot "angenommen" hast.

Ich habe mir mal einen sehr interessanten Artikel aus "Immobilien Praxis & Recht" 4/2001 aufgehoben, der genau diese Frage behandelt.
Wenn du magst, gerne PN mit deiner Email-Adresse, dann schicke ich dir den Artikel. Ob allerdings zwischenzeitlich anderslautende Urteile ergangen sind bzw. ob dein Sachverhalt exakt den dort genannten Beispielen entspricht, kann ich dir nicht sagen.

Erwähnt sind dazu u.A.
- LG Coburg, Urteil vom 20.11.2000, Az 21 O 115/00
- OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 11.05.2000, Az 5 U 208/97

10.12.2006, 11:06 von Dschoeki
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@ Cora

Ich finde diesen "Makler" auch echt komisch. Im Telefonbuch steht er nicht. Ich möchte nur mal wissen, was passiert wenn ich die Wohnung jetzt kaufe, mit dem VK bin ich jetzt soweit handelseinig.
Der Makler wird das bestimmt erfahren, er hat "gute Kontakte" ( Hausmeister) in der Anlage.
09.12.2006, 22:59 von Cora
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Hallo

ein Makler muss so inserieren, dass die Anzeige als Makler-Angebot erkenntlich ist, ansonsten kann man ihn belangen.
Und nur die Adresse rausgeben ist auch nicht das Gelbe vom Ei, hier sollte schon ein Expose an den Interessenten gegeben werden.

Kein seriöser Makler nennt am Telefon die Adresse des Objektes bevor nicht die Vereinbarung über die Courtage draussen ist.
Außerdem muss der "Makler" bereits beim 1. Kontakt darauf hinweisen, dass eine Courtage bezahlt werden muss.

Zweifelhaft ist natürlich auch die Aussage "ohne Rechnung"!!!

Weiß der "Makler" eigentlich was ein boshafter Interessent mit einer solchen Aussage alles machen kann???

Außerdem: wer sagt denn, dass diese Person wirklich "Makler" ist?

In diesem Fall würde ich es darauf ankommen lassen, ehrlich.
09.12.2006, 19:43 von Dschoeki
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Der "Makler" hat mir nur die Adresse der ETW genannt. Um alles andere habe ich mich selbst gekümmert. Ich habe kein Expose bekommen, ich habe nichts unterschrieben....

Bevor ich jetzt hier von anderen Maklern "Prügel" beziehe lasse ich mich lieber nicht weiter über den Berufsstand des Maklers aus

Ich habe dem Makler schon eine Pauschale von 500 € vorgeschlagen. Erst sagte er, dann aber nur ohne Rechnung, jetzt will er wieder die volle Summe ( ca.4500 €) haben.

Ohne Rechnung kommt für mich aber überhaupt nicht in Frage, weil ich die Rechnungen für meine Gewinn/Verlust Rechnung fürs FinAmt brauche

Ich bin jetzt mit dem VK beim Preis einig geworden und habe ihm gesagt wenn es jetzt am Makler scheitert, dann springe ich als Käufer eben ab. Mehr als 500 € ist der Makler nicht wert. Selbst der VK sagt, das sei schon zuviel für die mangelhafte Leistung des Maklers. Der VK hat auch nur Ärger mit dem Makler.
09.12.2006, 18:55 von Hansjuergen
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Die Courtage muß m.E. vom Käufer gezahlt werden.
Der Käufer (Sie) ist aufgrund der Angaben vom Makler zu dem Objekt gekommen.
Ein Kauf erst in 2007 begründet ebenfalls einen Anspruch des Maklers, da der Kaufvertrag in angemessener Zeit nach dem Hinweis des Maklers zustande gekommen ist.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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