> zur Übersicht Forum
30.10.2007, 13:55 von LemameProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Mängelanzeige?
Hallo,

meine Mieterin ist nun ausgezogen. Heut hab ich dann nochmals Post vom ihrem Anwalt bekommen, daß sie die Oktobermiete und auch die Abwasserentsorgungsrechung nicht bezahlen (50% Mietminderung f. Sept. und Okt).
Nun meine Fragen:
1. Ist eine Mängelanzeige Vorraussetzung für eine Mietminderung?
Wenn ja, wo steht das?

2. Im Mietvertrag steht in einem § der Hinweis: Mängel an der Mietsache sind SOFORT dem Vermieter zu melden.Anhand der mir vorliegenden Schreiben (vom Anwalt und der Mieterin) geht eindeutig hervor, daß der angebliche Mangel schon seit "mehreren Monaten" bekannt sei. Die Mängelmeldung kam aber erst am 4.10.

3. Bei der Wohnungsabnhame war von dem angeblichen Mangel übrigens nichts zu sehen. Wohnungszustand wurde von mir mit Zeugen aufgenommen und auch fotografiert.
Vermute ich richitg, wenn mir jetzt als einzige Möglichkeit noch der Mahnbescheid bleibt, sowie ein Gutachten, welches belegt, das kein Mangel vorliegt?

Da ich vermute, daß die Dame das bei allen Vermietern so macht (Letzte Miete aus irgendwelchen Gründen nicht bezahlen) hab ich eigentlich keine Lust sie streßfrei davonkommen zu lassen.

Vielen Dank für trollfreie Antworten
Grüße Lemame
Alle 18 Antworten
13.11.2007, 09:25 von Lilibeth
Profil ansehen

Zitat:
Und wie soll das angebliche Mängelschreiben zugestellt worden sein? Was sagt er denn dazu?



diese FRage wird ihnen von meinem AW gestellt. Bin mal gespannt wie sie sich äussern. Bis jetzt haben sie sich nie zu einem Schreiben meines AW geäussert.
13.11.2007, 09:22 von Lilibeth
Profil ansehen

Zitat:
ich dachte das mit Ihren Mietern wäre längst ausgestanden, da Ihr Schwager doch das Haus kaufen wollte?

Was ist denn daraus geworden?



noch gehört es mir !!!!!!!! und will die Miete und zwar ganz !!!

Noch ist es in meiner Hand und bleibt es auch bis Dezember !!!

Und danach werde ich hier weiter die Fragen stellen , für meinen Schwager !!!Falls es da noch welche gibt
13.11.2007, 09:11 von Sommer
Profil ansehen
@ Lilibeth

Und wie soll das angebliche Mängelschreiben zugestellt worden sein? Was sagt er denn dazu?

S.
13.11.2007, 08:09 von Augenroll
Profil ansehen
Hallo Lillibeth,

ich dachte das mit Ihren Mietern wäre längst ausgestanden, da Ihr Schwager doch das Haus kaufen wollte?

Was ist denn daraus geworden?
12.11.2007, 22:08 von Lilibeth
Profil ansehen
Zitat:
der Mieter hat auch bestimmt eine Kopie dieses Schreibens für Dich.




und diese angebliche Kopie war noch nicht mal unterschrieben , war mit in dem Brief gepackt wo drinn stand , das sie pauschal 320,00 € einbehalten. Dieses Schreiben sah ich da zum ersten mal !!!
12.11.2007, 21:04 von Sommer
Profil ansehen
Zitat:
ist das so richtig??


Natürlich, grundsätzlich ja. Allerdings ist da natürlich noch die Möglichkeit, daß der Mieter behauptet, er habe die Anzeige persönlich im Beisein eines Zeugen (eben der gute Freund von nebenan) in den Kasten des Vermieters gesteckt. Und das ist eben immer glaubhafter als wenn man als Vermieter dann versucht, einen Zeugen zu bringen, der gerade beim Leeren des Kastens dabei gewesen sei und da sei eben nichts drin gewesen.

Also: Fordere Deinen Mieter auf, die ordentliche Zustellung des Schreibens nachzuweisen; der Mieter hat auch bestimmt eine Kopie dieses Schreibens für Dich.

S.
12.11.2007, 19:30 von Lilibeth
Profil ansehen
und wenn er behauptet er habe diese Mängelanzeige durch Boten z.B. Sohn ,Tochter ,Ehemann persönlich in den Briefkasten gesteckt ??

habe das hier gerade gefunden

1. Mängelanzeige und Mahnung können in einem Schreiben erfolgen.
2. Sowohl die Anzeige als auch die Mahnung muss der Mieter nachweisen können; also: Einschreiben mit Rückschein!

ist das so richtig??

habe solch ein Schreiben nie bekommen !!!
12.11.2007, 19:24 von RMHV
Profil ansehen
Zitat:
Lilibeth » 12.11.07 17:43 «
und was ist wenn der Mieter behauptet er habe eine Mängelanzeige dem Vermieter geschickt und dieser hat aber keine bekommen ??



Ist das so schwer? Dann wird auf Zahlung der ausstehenden Beträge geklagt für die Zeit bis zum Eingang der Mängelanzeige bzw. genauer bis zum Nachweis der Kenntnis des Vermieters von dem Mangel.
Im Verfahren wird der Mieter dann behaupten, er hätte die Mängel angezeigt und wird für diese Behauptung auch Beweis antreten müssen. Kann er das nicht, ist der Ausgang des Verfahrens vorgezeichnet.

Nachzulesen in § 536c BGB...
12.11.2007, 17:43 von Lilibeth
Profil ansehen

Zitat:
Ein Mangel ist da zu um behoben zu werden und nicht, mit dem Mangel zu leben und die Miete zu mindern.
Das heißt: Mangel anzeigen - Abhilfe fordern - Frist setzen - ansonsten Mietminderung.




und was ist wenn der Mieter behauptet er habe eine Mängelanzeige dem Vermieter geschickt und dieser hat aber keine bekommen ??

Der Mieter mindert einfach die Miete und behauptet der VM hat sich nicht gekümmert ,so wie es bei mir momentan der Fall ist ??
12.11.2007, 16:33 von Augenroll
Profil ansehen
Hallo Peter-Pan,

Zitat:
Mängel an der Mietsache sind dem Vermieter unverzüglich anzuzeigen, damit der Vermieter a) in Kenntnis der Mängelrüge ist und b) Gelegenheit zur Reaktion und zum Handeln hat.

Eine verzögerte Mängelanzeige führt zur Verschlechterung des ursprünglichen Zustandes, sodaß hier der Vermieter vom Mieter Schadensersatz verlangen kann.


Hat aber nichts mit der Mietminderung zu tun. Die Miete kann per Gesetz unmittelbar mit Eintritt des Schadens gemindert werden. Es braucht nicht gewartet werden, bis der VM sich zu einer Beseitigung bequemt. Unabhängig davon muss natürlich der Mangel sofort angezeigt werden.

Zitat:
Also nicht verrückt machen lassen!! Die Mieterin blufft, weils zur Zeit chic ist, Vermieter zu tyrannisieren.


Unsachliche Aussage aus reiner Provokation! Daher auf solchen Quatsch bitte nicht reagiern, dient lediglich als Frustabbau des Schreibers.

12.11.2007, 13:30 von Lemame
Profil ansehen
Hallo,

habe nun, nach Rücksprache mit meinem RA, Mahnbescheid erlassen. Mal schauen wie es weitergeht.

Danke für die Antworten!

Grüße Lemame
10.11.2007, 16:14 von RMHV
Profil ansehen
Zitat:
Lemame » 30.10.07 13:55 «
1. Ist eine Mängelanzeige Vorraussetzung für eine Mietminderung?
Wenn ja, wo steht das?
§ 536c Abs. 2 Satz 2 BGB

Zitat:

2. Im Mietvertrag steht in einem § der Hinweis: Mängel an der Mietsache sind SOFORT dem Vermieter zu melden.Anhand der mir vorliegenden Schreiben (vom Anwalt und der Mieterin) geht eindeutig hervor, daß der angebliche Mangel schon seit "mehreren Monaten" bekannt sei. Die Mängelmeldung kam aber erst am 4.10.

Hier liegt eine Pflichtverletzung vor, die Schadenersatzanspüche des Vermieters auslösen kann hinsichtlich einer weiteren Verschlechterung der Mietsache. Auf das Minderungsrecht hat dies allerdings keinen weiteren Einfluss.

Zitat:

3. Bei der Wohnungsabnhame war von dem angeblichen Mangel übrigens nichts zu sehen. Wohnungszustand wurde von mir mit Zeugen aufgenommen und auch fotografiert.
Vermute ich richitg, wenn mir jetzt als einzige Möglichkeit noch der Mahnbescheid bleibt, sowie ein Gutachten, welches belegt, das kein Mangel vorliegt?

Es ist nicht Sache des Vermieters, die Mängelfreiheit zu beweisen. Der Mieter hat Mängel nicht nur anzuzeigen, sondern im Streitfall auch zu beweisen. Seine Behauptung allein wird dazu nicht ausreichen. Daran ändert auch ein Anwaltsschreiben nichts. Die Beweislast des Mieters ergibt sich aus dem normalen Ablauf eines Zivilprozesses: wer ein Recht für sich in Anspruch nehmen will, muss beweisen, dass die Voraussetzungen dafür vorliegen. Voraussetzung für Minderung ist ein Mangel und die Anzeige des Mangels.
Ob ein Gutachten erforderlich ist, wird von der Art der behaupteten Mängel abhängen.

Zitat:

Da ich vermute, daß die Dame das bei allen Vermietern so macht (Letzte Miete aus irgendwelchen Gründen nicht bezahlen) hab ich eigentlich keine Lust sie streßfrei davonkommen zu lassen.



Na dann... wer hält dich davon ab, auf Zahlung zu klagen?
Nach der Sachverhaltsdarstellung wird die Minderung für September bei einer Mängelanzeige am 04.10. zum Selbstläufer.
Wie weit eine Minderung für Oktober möglich ist, wird dann das Gericht nach Würdigung der vorlgelegten Beweise entscheiden.
Verfahrenskosten werden nach dem Ausgang des Verfahrens getragen. Der Verlierer zahlt alles.
10.11.2007, 15:34 von Peter_Pan
Profil ansehen
Hallo,

Mängel an der Mietsache sind dem Vermieter unverzüglich anzuzeigen, damit der Vermieter a) in Kenntnis der Mängelrüge ist und b) Gelegenheit zur Reaktion und zum Handeln hat.

Eine verzögerte Mängelanzeige führt zur Verschlechterung des ursprünglichen Zustandes, sodaß hier der Vermieter vom Mieter Schadensersatz verlangen kann.

Also nicht verrückt machen lassen!! Die Mieterin blufft, weils zur Zeit chic ist, Vermieter zu tyrannisieren.
30.10.2007, 17:05 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
kleine Korrektur: angemessene Frist setzen



Über Angemessenheit lässt sich ja stets trefflich streiten.
30.10.2007, 17:04 von Dernie
Profil ansehen
@Cora:

kleine Korrektur: angemessene Frist setzen

Gruß,
Dernie
30.10.2007, 16:46 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
generell darf nicht gemindert werden, ohne vorher vm die möglichkeit zu geben den mangel zu beseitigen... oder sehe ich das falsch?


Das sehen Sie tatsächlich falsch.

Die Miete ist per Gesetz von genau dem Zeitpunkt an gemindert, wenn die Beeinträchtigung eintritt.

Gleichwohl, aber unabhängig davon muss der Mieter den Schaden umgehend mitteilen.

Es ist üblich, die Miete tageweise zu mindern. Das Gesetz lässt sogar eine stundengenaue Mietminderung zu.

30.10.2007, 14:50 von Cora
Profil ansehen
Zitat:
oder sehe ich das falsch?


das siehst du richtig.

Ein Mangel ist da zu um behoben zu werden und nicht, mit dem Mangel zu leben und die Miete zu mindern.
Das heißt: Mangel anzeigen - Abhilfe fordern - Frist setzen - ansonsten Mietminderung.

Ist der Mangel innerhalb der Zeit behoben keine Mietminderung möglich, ansonsten so lange bis Mangel erledigt ist.

Wobei noch festzustellen wäre, wer den Mangel verursacht hat - muss nicht immer Schuld des Vermieters sein.
30.10.2007, 14:37 von giffi
Profil ansehen
generell darf nicht gemindert werden, ohne vorher vm die möglichkeit zu geben den mangel zu beseitigen... oder sehe ich das falsch?
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter