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25.02.2007, 12:01 von CMAX_65Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Lobbyarbeit und Meinungen zu H&G
Hallo zusammen,

Aus einem anderen Beitrag (Betriebskostenmarkblatt)
kam u.A. kritische Stimmen zu dem/den Haus und Grundeigentümerverein(en).

Zitat:
Hallo Sommer,

bis zu einem gewissen Grad kann ich Ihren Ärger über H&G durchaus verstehen.

Auch ich würde mir wünschen dass mehr Lobbyarbeit seitens H&G passiert. Allerdings - und da müssen sich alle VM an die Nase fassen - sind VM wesentlich weniger quantitativ organisiert, wie die entsprechenden Mieterverbände.

Je nach dem von wo die Zahlen kommen etwa VM 1:2 M. Dies bildet sich auch in der Vergangenheit in der politischen Meinungsbildung bzw. Gesetzgebung ab.

(Miet-)Gesetze und deren extreme mieterfreundlichen Auslegung basieren auf dem längst vergangenen Leitbild, dass ein Verkäufermarkt herrscht und dass der "kleine Mieter" ein schutzbedürftiges Wesen ist.

Dass längst im Bundesdurchschnitt ein Käufer/Mietermarkt herrscht, regional erhebliche Leerstände herrschen und der eine odere andere Mieter längst nicht nur erliche Absichten hat, wird anscheinend von der Gesetzgebung schlicht "vergessen". Nicht umsonst werben Sie ja auch für eine Änderung des Mietrechts, Protestnote......

Da in unserem ploitischen System eine langfristige Änderung aber nur über politische Mehrheiten geschehen kann bzw. überhaupt irgendetwas bewegt wird, ist es m. Meinung der falsche Weg sich innerhalb der "Vermieterschaft" noch zu zerstreiten und zu zersplittern in Kleingruppen, sondern sollte das Ziel sein sich noch mehr zu organisieren, damit zumindest in der Zukunft etwas mehr im Sinne der Vermieter passiert.

Davon mal abgesehen kann man bei einem Jahresbeitrag von ca. € 35-45 auch keine Wunder erwarten. Schliesslich kostet eine Rechtsanwaltserstberatung inzwischen € 170,00.

Wollte nur mal meine Sicht der Dinge darlegen !


Deswegen wollte ich das Thema mal zur Diskussion stellen und mich würde interessieren:

1) Wie stehen sie zu "meiner" Meinung ?
1) Wie ist Ihre Sicht der Dinge ?
2) Konkrete Verbesserungsvorschläge ?
3) Alternativen zu H&G, andere Vorschläge ?

Bin mal gespannt, wer antwortet und was so geantwortet wird !

Feuer Frei !

MFG
Alle 8 Antworten
26.02.2007, 08:46 von Augenroll
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Zu H&G kann ich nichts schreiben, da ich diesen Verein zu wenig kenne. auch in Rechtsstreitigkeiten, die ich für andere Mieter betreue, ist dieser Verein bisher bei mir nicht in Erscheinung getreten.

es ist aber so, wie auch mit anderen Vereinen (auch Mietervereinen): Sie werden von ihren Mitgliedern getragen, vielleicht sollten sich viele Vermieter mehr engagieren. Oder steht es noch gar nicht soooo schlecht, wie in diesem Forum immer wieder behauptet wird???

Zitat:
"Deutsche" sind Weltmeister im Motzen (only bad news are good news ! ....bringt Quote !), jedoch relativ sparsam mit der Einbringung konstruktiver Verbesserungsvorschläge.


CMAX, Sie haben allerdings vergessen zu erwähnen, dass Sie keine Ausnahme sind.
25.02.2007, 20:33 von CMAX_65
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Hallo ChristophL,

schön dass es auch mal eine positive Rückmeldung gibt. Es scheint tatsächlich so zu sein, das die Qualität und das Engagement von Verein zu Verein durchaus erheblich schwankt.

Umso wichtiger ist es meiner Überzeugung nach, wenn was falsch läuft bzw. der "Laden verstaubt" ist, dies auch zu benennen und nicht sich frustriert abzuwenden. Nur so, denke ich, kann sich (langfristig) auch was ändern.

"Deutsche" sind Weltmeister im Motzen (only bad news are good news ! ....bringt Quote !), jedoch relativ sparsam mit der Einbringung konstruktiver Verbesserungsvorschläge.

Und genau das wäre wichtig. HuG wie auch die Gesetzgebung ist halt nunmal ein schwerer Tanker.

Machen wir den Anfang !

In diesem Sinne einen schönen Abend !

MFG
25.02.2007, 19:22 von ChristophL
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Als ich Vermieter geworden, bin dachte ich mal ich sollte in den örtlichen H&G Verein reingehen. Nach einiger Zeit musste ich fesstellen, dass nichts passiert ist. Es gab keine Beratung, keine Hilfestellung nichts.

Dann habe ich mit einem Freund gesprochen der auch Vermieter ist, er meinte nur dass sein H&G Ortsverein super ist. Dann habe ich vor zwei Monaten gewechselt und ich muss sagen, supi!!
Freitag habe ich mal den Rechtsberatungsservice genutzt und alles hat bestens geklappt. Der RA hat sich alles angesehen und meinte dass alles Super wäre. Für meine Ex Mieter hatte er auch noch ein paar tips usw. Insgesamt hat sich der RA 1,5 Stunden für mich Zeit genommen.

Gruß Christoph
25.02.2007, 18:56 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Deshalb wäre es wichtig, dass der Gesetzgeber das im Moment vorherrschende Ungleichgewicht wieder in richtige Bahnen lenkt.


richtig, dazu muss allerdings der Gesetzgeber auch Kenntnis von Mißständen haben, wie z.B. im anderen Beitrag von rrutz / Mietnomadetum.

Dieses Problem wird bisher vom Mieterbund schlicht negiert, gibt`s also gar nicht ! Obwohl es sinnvoll wäre, wenn jeder vor seiner eigenen Haustüre kehrt !

Mieter wie Vermieter, schwarze Schafe gehören aus dem Verkehr gezogen !!! Und dies sind nur eine kleinen Minderheit auf beiden Seiten, die allerdings einen Kleinstvermieter u.U. in den Ruin treiben können.

Ist volkswirtschaftlich nicht besonders sinnvoll, weil dieser Kleinstvermieter zahlt dann auch keine Steuern mehr, wird u.U. selbst zum Sozialfall !!!

MFG
25.02.2007, 18:33 von Taliesin
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Moin

Ich denke mal, das hat mit der "demografischen Entwicklung" zu tun
Es wird sicherlich eher selten sein, dass ein 25jähriger eine Wohnung, respektive Haus vermieten wird, sondern eher Leute in "gesetzterem" Alter. Dementsprechend ist dann auch wohl das Hauptklientel des Vermietervereins und desgleichen auch die Interessen.
Hat wohl eher mit Deeskalation zu tun, damit die Schmerzen nach dem Rechtsstreit nicht so groß sind.

Gruß
Tali
25.02.2007, 18:28 von peter98
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Aufgrund der Tatsache, dass Haus- und Wohnungseigentümer doch meist älter sind ergibt sich daraus leider zwangsläufig im Schnitt auch ältere Mitglieder bei Haus und Grund.
Bei den Mietervereinen sieht dies schon ein wenig anders aus. Es ist eben einfacher mit 18 eine Wohnung zu mieten als zu kaufen.

Das Ungleichgewicht von Mietervereinen zu H&G-Vereinen ist eben das Spiegelbild der in Deutschland vorherrschenden Situation. Es gibt einfach mehr Mieter als Eigentümer und so wird der Mieterbund immer stärker sein, als der Eigentümerbund.

Da kann man Forderungen stellen wie man will, die größere Lobby wird da immer am längeren Hebel sitzen.

Deshalb wäre es wichtig, dass der Gesetzgeber das im Moment vorherrschende Ungleichgewicht wieder in richtige Bahnen lenkt.
25.02.2007, 17:50 von CMAX_65
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Hallo,

cora sagte,

Zitat:
M.E. machen sie zu schnell einen Rückzieher, haben keinen Biss und wenn der Gegener der Mieterbund ist, streichen sie zu schnell die Segel


kann schon sein und ist auch zum Teil mein Eindruck.

Schauen Sie sich doch mal um, wenn Jahresversammlungen sind, die Mehrzahl der Gäste/Eigentümer ist freundlich formuliert 60+, eher älter. Da bin ich eine absolute Ausnahme.

Ähnlich aggressiv sind dann die Forderungen. Ein bisschen "angestaubt".

Kann ich ja sogar bis zu einem gewissen Grad verstehen, vielleicht hätte ich mit 70-75 auch keinen Bock mehr mich aufzuregen, da gibt es sicherlich wichtigere Dinge.

Dieses etwas phlegmatische Verhalten, das liegt meines Erachtens z.T. auch an den Mitgliedern selbst.

Die müssen mehr fordern und nicht nur im Hintergrund schimpfen !!!

MFG
25.02.2007, 17:37 von Cora
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Hallo

meine Erfahrungen mit dem hiesigen H & G:

nette Leute, Anfragen werden in relativ kurzer Zeit beantwortet.
Hätte ich jedoch in so manchen Dingen auf H & G gehört, hätte ich im Endeffekt "alt" ausgesehen.

M.E. machen sie zu schnell einen Rückzieher, haben keinen Biss und wenn der Gegener der Mieterbund ist, streichen sie zu schnell die Segel.

Aber...wie schon gesagt, was will man bei einem Jahresbeitrag von rund 60 € erwarten?
Eigentlich eine kompetente Beratung

Gruß
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