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03.02.2007, 14:29 von gaby1958Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Lärmende Mieter
Hallo

ich habe folgendes Problem. In meinem Mietshaus,ich selbst wohne dort nicht,wohnt eine Familie,die anscheinend durch Lärm andere Familien vertreibt.
Hier die Vorgeschichte: Familie N.will ein Gartenhaus auf meinem Grundstück errichten und zwar dort,wo sich der Sandkasten befindet(war Auflage der Baugenehmigung),da die Kinder der Familie N. ihn nicht mehr benötigen. Ich willige in das Vorhaben nicht ein.Daraufhin sagt die Familie N. wenn ich nicht zustimmen würde ginge alles nur noch über den Mieterverein.Gesagt -getan. Jede Kleinigkeit,die man in einem Gespräch klären könnte geht über den Mieterverein.
Nun bekomme ich von dem Mieter,der im Juli 2006 die Wohnung unter Familie N. gemietet hat, die Kündigung, weil Familie N.nachts ab 23.00 Uhr Türen knallt,die Rolläden lautstark"knallen läßt",mit Stöckelschuhen in der Wohnung herum läuft. In der Mittagszeit werden die Fliesen lautstark abgesaugt,die Bohrmaschine benutzt usw.. Wäre alles nicht so schlimm,wenn die Familie,die unter Familie N.wohnt, nicht zwei kleine Kinder hätte,die Nachts schließlich schlafen sollen und jedesmal wenn oben der Radau wieder los geht,wach werden. Das gilt auch für den Mittagsschlaf. Gedanken mache ich mir als vermieter,weil das nicht der 1. Fall der Kündigung aus diesem Grunde ist. Die Vormieterrin der betroffenen Wohnung ist ,laut Aussage des Nochmieters aus eben diesem Grund ausgezogen(hat sie mir allerdings nicht gesagt).
Ich habe den Eindruck,dass Familie N.seid meiner Ablehnung in Bezug auf das Gartenhaus Terror in dem Haus betreibt. Die anderen Familie,die auf der anderen Hausseite wohnen und somit nicht direkt betroffen sind,sind dicke Freunde der Familie N..
Was kann ich tun um wieder Ruhe ins Haus zu bringen und nicht nochmals Mieter wegen dieser Ruhestörung zu verlieren.
Anmerkung: Mit Familie N. reden bringt mittlerweile nichts mehr.

MfG

Gaby
Alle 14 Antworten
05.02.2007, 09:10 von gaby1958
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Hallo SiSi

genau das werde ich tun. Mittlerweile habe ich allerdings mit dem Vormieter gesprochen,der mir nun sagte,das aus der Wohnung "normale Geräusche" gekommen wären. Nun habe ich das Problem wem ich glauben soll. Liegt es eventuell doch an den Kindern des "Nochmieters" die im Alter von einem Jahr (Zwillinge) oft weinen und bekanntlich weint eins weinen beide,oder hat Mieter N. dessen Kinder fast erwachesen sind vergessen, wie es ist ,wenn man kleine Kinder hat-oder ist es so,das Mieter N. seine Ruhe auf der Rasenfläche,auf der ja bekanntlich ein Sandksten steht,gefährdet sieht. Schwierige Situation-ich werde erst einmal in Ruhe abwarten und meine Augen und Ohren offen halten. "Krieg" mit meinen Mieter möchte ich wirklich nicht.

Gruß
Gaby
05.02.2007, 08:41 von SiSi
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"Ein kleiner Feind, dies lerne fein,
will durch Geduld ermüdet sein."

Gellert, Fabeln

Sammeln Sie! Dann haben Sie wenigsten das Gefühl etwas sinnvolles zu tun und lenken ihre Wut nicht auf ihren Magen, sondern auf eine konkrete Handlung. "Kommt Zeit, kommt Rat".

Liebe Grüße

SiSi
04.02.2007, 15:24 von Taliesin
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Hallo

Ihr könntet ja mal den Bock zum Gärtner machen.
Übertragt der Nervfamilie doch mal die Suche nach einem Mieter
Als Prämie ne halbe Monatsmiete oder so :-)

war so ne kleine Idee...

Gruß
Tali
04.02.2007, 15:06 von Cora
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Hallo

genau, der "Zerrüttungsgrund" wäre auch eine Möglichkeit, zumindest für die Zukunft, wenn man fleissig alles sammelt - wichtig auch die anstehende Kündigung der EG Mieter, diese sollten als Kündigungsgrund "nicht hinnehmbaren Lärm aus der oberen Wohnung" angeben.

Ein Steinchen nach dem anderen...

Gruß
04.02.2007, 13:25 von SiSi
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Hallo gabi1958,

ich denke auch, dass sie wenig Handlungsmöglichkeiten haben, solange die Mieter sich nicht wirklich "starke" Sachen zu Schulden kommen lassen. Denoch kann es nicht schaden alles sorgfältig schriftlich festzuhalten.

Aus diesem Grund und auch wegen der vorhandenen Lobby, die die Mieter im Hause haben, rate ich ihnen zur Vorsicht. Sonst haben Sie womöglich in Kürze einen "Mehrfrontenkrieg".

Liebe Grüße
SiSi
04.02.2007, 11:29 von SiSi
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Hallo,

falls Sie sich dazu entschließen wollen, gegen die Mieter anzugehen, würde ich auf jeden Fall vorher bei einem Vermieter oder Haus u. Grund-Verein eine Beratung suchen.

Eine Kündigung wegen "Hinderung der Verwertung" klingt zuerst recht vermieterfreundlich, aber die Einschränkungen machen diese Kündigungsmöglichkeit in der Praxis relativ bedeutungslos. Erfolgreiche Gründe können z.B. der geplante Verkauf des Hauses sein oder der Abriß eines nicht mehr sanierungsfähigen Altbaus.

Eine Kündigung wegen "Zerrüttung" könnten Sie ins Auge fassen, wenn Sie genügend Beweise gesammelt haben. Wenn Sie die Kündigung nur auf diesen Kündigungsgrund stützen wollen, ist eine besonders sorgfältige Begründung erforderlich. An einem einzigen Ereignis kann sich diese nicht festmachen lassen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mieter muß endgültig zerstört sein und setzt damit nicht mehr zumutbare Vorkommnisse oder Angriffe von seitens des Mieters voraus.

Liebe Grüße
SiSi
04.02.2007, 09:35 von gaby1958
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Hallo

"bei solchen Mietern wachsen mir Hörner"

mir auch !!!B isher habe ich mich in keiner Weise zu den Vorfällen geäußert da ich im Allgemeinen den Standpunkt vertrete,daß Mieter ihre Streitigkeiten untereinander ausmachen sollen. In diesem Fall bin ich allerdings die Leidtragende. Ich habe bereits mehrfach Gespräche mit dem Haus und Grund geführt,die mir versicherten,wenn sie eine Lösung wüßten den Mieter los zu werden,würden sie alles daran setzen mir zu helfen.Den aktuellen Fall kennen sie noch nicht,den werde ich am Montag mit ihnen besprechen,aber ich habe wenig Hoffnung auf wirkliche Hilfe.

Gruß und einen schönen Sonntag

Gaby
04.02.2007, 00:00 von Cora
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Fällt mir gerade ein: es gibt doch einen § Verhinderung an der wirtschaftlichen Verwertung oder ähnlich.

Man sollte versuchen, dass in der Kündigung explizit der Grund (Lärm zu Unzeiten....) aufgeführt wird, vielleicht kann man zu gegebener Zeit damit etwas anfangen.

Ich würde als nächste Mieter vielleicht ein paar Musiker einziehen lassen
03.02.2007, 23:57 von Cora
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Hallo

bei solchen Mietern wachsen mir Hörner



da sollte man mal mit härteren Bandagen kämpfen, alles dokumentieren und auf Abmahnung mit ggf. Kündigung hinarbeiten.

Grrrrr

Gruß
03.02.2007, 21:13 von CMAX_65
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Hallo gaby1958,

Zitat:
Dieses "Grüppchen" wohnt seit 20 Jahren dort und bilden eine eingeschworene Gemeinschaft,in die auch kein neuer Mieter hereinkommt(6 Familienhaus). Die ganze Problematik ist also nicht einfach.


Das würde ja bedeuten in der Konsequenz dass Sie langfristig nur 3 Wohnungen vermieten können, falls ich das richtig verstanden habe.

Wenn das so ist, würde ich mir intensive Gedanken machen wie man Familie N in die Schranken weisen kann. Eventuell Mieterhöhungen, Abmahnungen oder die härtere Variante Studenten, die Ihrerseits eine Entmietung versuchen ???

(An alle die aufschreien bei dem Vorschlag, dies ist nur eine Re-Aktion auf das Verhalten der Familie N., zumindest so wird es beschrieben)

Schwer einen Rat zu geben, wünsche viel Durchhaltevermögen !

MFG
03.02.2007, 19:43 von gaby1958
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Hallo SiSi

leider habe ich keine Versicherung. Ein Protokoll gibt es bereits,der "Nochmieter" hat auch bereits mit den Leuten gesprochen-vergeblich. Leider werden sie auch nicht ausziehen,da sie mit zwei anderen Mietparteien,die auf der anderen Hausseite wohnen und somit auch nicht betroffen sind,eine feste Gemeinschaft gebildet. Dieses "Grüppchen" wohnt seit 20 Jahren dort und bilden eine eingeschworene Gemeinschaft,in die auch kein neuer Mieter hereinkommt(6 Familienhaus). Die ganze Problematik ist also nicht einfach.

Mit freundlichen Grüssen

Gaby
03.02.2007, 19:25 von SiSi
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Hallo gaby 1958,

Haben Sie einen Vermieter-Rechtsschutz?

Protokolle anfertigen - soweit überhaupt möglich, sprich nachvollziehbar. Suchen Sie den Kontakt zu dan anderen betroffenen Mietern und bitten Sie diese ihnen ihre Beschwerden schriftlich mitzuteilen (zwecks Beweiskraft). Sollten andere Mieter wegen dieser Leute kündigen, bitten Sie die Mieter dies im Kündigungsschreiben deutlich hervorzuhenben. Alle Vorkommnisse möglichst genau dokumentieren, für den Fall dass die Herrschaften nicht irgendwann von selbst gehen und eine Konfrontation unausweichlich wird.

Vielleicht könnten Sie es noch mit einer Mieterhöhung versuchen oder, wenn Sie genügend gesammelt haben, eine Abmahnung schreiben. Nach einigen Abmahnungen dann eine Abmahnung mit Androhung zur Kündigung usw.

Die Gefahr, dass dann die Lage eskaliert ist aber ziemlich groß und sie sollten sich fragen, ob sie sich das antun wollen, bzw. müssen. Auch finanziell gesehen. Daher die Frage nach der Versicherung.

Liebe Grüße

SiSi

03.02.2007, 16:33 von CMAX_65
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Hallo gaby1958,

schlechte Karten. Sieht nicht gut aus.

Was momentan bleibt, ist vielleicht die jetzt kündigenden Mieter aufzufordern, soweit wie möglich Lärmprotokolle zu erstellen.

Falls bei einer Neuvermietung das Theater weiter geht, dass Sie die Familie N rechtswirksam abmahnen können.

Hört sich nach einer langwierigen Geschichte an, möglicherweise ist eine Trennung mit der Familie N anzustreben, die geht allerdings nur wenn sie finanziell motiviert wird ???

Sie sagen ja selbst:

Zitat:
Anmerkung: Mit Familie N. reden bringt mittlerweile nichts mehr.


Also wird Familie N immer Recht haben und irgendwann das Haus entmieten.

Das kann für Sie sehr teuer werden, deswegen würde ich an Ihrer Stelle möglicherweise eine Abfindung anbieten.

Pauschale Ratschläge sind allerdings sehr schwierig, da ich nicht alle Umstände kenne!

Viel Glück !

MFG
03.02.2007, 14:39 von romina_power
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da kannst du leider garnichts machen. umgangsformen und rücksichtsnahme kannst du nicht per gesetz einfordern. lediglich einen hinweis, dass ab 22:00 Uhr die Nachruhe gilt, aber das dürfte in dem fall auch nicht erfolgreich sein. du kannst nur hoffen, dass die bald ausziehen.

gruss romina
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