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10.01.2008, 08:05 von HiobProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kündigungsfrist
Hallo,
habe bei mir einen neuen Mieter drin, machte zu Anfang einen korrekten und solvenen Eindruck aber nach Unterschrift des Mietvertrages ist die Hölle los.
Nur noch Querreleien auch gegenüber den anderen Mietern.
Droht mir mit Mietminderung weil er angeblich die wohnung nicht über 16 Grad, komisch der Vormieter war mit dem Kamin in der Wohnung zufrieden und hatte zwei kleinkinder, da würde ich ja verstehen, er hatte sich aber nie beschwert oder Andeutungen gemacht.
Ich war öfters bei ihm in der Wohnung da waren immer über 25Grad gewesen.
Was kann ich machen?
Kündigungsfristen sind bei mir 2 Monate, aber ich habe bei mir eine Klausel drin das bei Einzug erstmalig von beiden Seiten nach 3 Monaten gekündigt werden kann, wie kann ich das umgehen weil dieses mobbing gegenüber den anderen Mietparteien ist nicht mehr zu akzeptieren.
noch eine Frage: er hat eine Lebensgefährtin die ist bei bekannt wie ein bunter Hund, aber ein ganz großer.
na ja, egal wie jetzt Sie hat vorher sozialhilfe bezogen wo anders gewohnt, jetzt sind die Zusammengezogen ich glaube nicht das Sozialamt darüber bescheid weiß, drum frage ich hat es mich zu interessieren wer da wie mit drin wohnt, weil untervermieten darf er laut Mietvertrag nicht.

Achso, allen noch ein gesundes neues Jahr!!!!
Alle 5 Antworten
10.01.2008, 18:39 von CMAX_65
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Hi,

Vertrag ist formlos möglich.

Wesentliche Punkte müssern vereinbart sein und ganz wichtig eventuelle Abfindung erst nach Auszug bezahlen, wenn alles ok und sonst keine BK oder sonstige Kosten/Schäden offen, z.B.

Zitat:
Mietaufhebungsvertrag

In Deutschland bestehen rund 25 Millionen Mietverträge, das heißt Millionen von Menschen sind vom Mietrecht betroffen. Fast 90 Prozent der Mietverhältnisse verlaufen konfliktfrei und ohne Probleme. Nur in 10 Prozent der Fälle treten Schwierigkeiten zwischen Mietern und Vermietern auf.

Wie trennen sich Mieter und Vermieter einvernehmlich?
Mit dem sogenannten Mietaufhebungsvertrag vereinbaren Mieter und Vermieter die Beendigung eines Mietverhältnisses und die entsprechenden Bedingungen.
Ein Mietaufhebungsvertrag kann jederzeit geschlossen werden. Beide Parteien müssen jedoch mit der Beendigung einverstanden sein. Für den Mieter kann ein derartiger Vertrag zum Beispiel interessant sein, wenn ihm die mindestens drei Monate der Kündigungsfrist eines unbefristeten Mietverhältnisses zu lang sind.

Mietaufhebungsverträge sind formlos gültig. Eine Formularklausel, wonach "Änderungen und Ergänzungen des Mietvertrags der Schriftform" bedürfen, erstreckt sich nicht auf die Aufhebung des Mietvertrags. Ein Mietaufhebungsvertrag muss also nicht in schriftlicher Form vorliegen. Auch bei schriftlich abgeschlossenen Mietverträgen ist ein mündlich vereinbarter Aufhebungsvertrag gültig. Trotzdem ist eine schriftliche Vereinbarung der Aufhebungsverträge aus Beweisgründen wichtig.

Folgende Punkte gehören in Aufhebungsverträge:

Ablauf der Mietdauer: Wann genau endet der Mietvertrag? Das konkrete Datum muss festgelegt sein.

Betriebsnebenkosten und Miete: Aus dem Mietaufhebungsvertrag muss sich eindeutig ergeben, ob bis zur Beendigung der Mietvertrages die bisherige Miete plus Betriebsnebenkosten zu bezahlen ist.

Reparaturen und Renovierungen: In welchem Umfang sind Schönheitsreparaturen oder Renovierungen auszuführen?
Formschreiben: Ein Muster eines Mietaufhebungsvertrages finden Sie auf ummelden.de.


Vertragspartner des Mietaufhebungsvertrags sind diejenigen Personen, die auch den Mietvertrag unterschrieben haben. Befinden sich auf Mieter- oder Vermieterseite mehrere Personen, wie beispielsweise Eheleute oder Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft, müssen alle Personen der einvernehmlichen Aufhebung des Vertrags zustimmen.

Gut zu wissen: Falls Sie unaufgefordert Besuch vom Vermieter erhalten und dabei in Ihrer Wohnung einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, gilt das Haustürwiderrufsgesetz (HTWG). Hat der Vermieter Sie schriftlich auf Ihr Widerrufsrecht hingewiesen, können Sie Ihre Unterschrift innerhalb einer Woche widerrufen (§ 1 Abs. 1). Hat er Sie nicht oder nur mündlich unterrichtet, liegt ein Verstoß gegen das HTWG vor, und Sie können jederzeit widerrufen.

Ein Mietaufhebungsvertrag kann auch durch schlüssiges Verhalten zu Stande kommen. Diesbezüglich stellen die Gerichte allerdings strenge Anforderungen. In der unwirksamen Kündigung eines Mietverhältnisses kann allenfalls dann ein Angebot zum Abschluss eines Mietaufhebungsvertrags gesehen werden, wenn der Kündigung selbst entnommen werden kann, dass mit einer Stellungnahme des Empfängers gerechnet wird oder wenn dies den beiderseitigen Interessen entspricht.

Generell ist der Abschluss eines Mietaufhebungsvertrags durch schlüssiges Verhalten die Ausnahme. Insbesondere auch allgemeine Erklärungen und Unmutsäußerungen werden von den Gerichten nicht dahingehend gewertet, dass sich Mieter bzw. Vermieter rechtlich binden wollen. So stellt die Ankündigung des Mieters, er werde umziehen, kein Angebot auf Abschluss eines Mietaufhebungs-vertrags dar. Gleiches gilt, wenn der Vermieter anlässlich eines Streits mit dem Mieter erklärt, es sei ihm recht, wenn dieser ausziehe.

Hinweis: Wenn der Vermieter die Auszugsbestätigung für das Einwohnermeldeamt unterschreibt, wird angenommen, dass ein stillschweigender Mietaufhebungsvertrag abgeschlossen wurde.

Es kommt in der Praxis immer wieder vor, dass der Mieter vorzeitig auszieht und dem Vermieter die Haus- und Wohnungsschlüssel zuschickt. Darin kann unter Umständen ein Angebot zum Abschluss eines Mietaufhebungsvertrags gesehen werden. Die Entgegennahme der Schlüssel stellt allerdings für sich allein noch keine stillschweigende Annahme dar. Einen besonderen Fall bildet in diesem Zusammenhang die Weitervermietung der Wohnung nach dem vorzeitigen Auszug des Mieters. Wenn der Vermieter daraufhin die Wohnung erneut vermietet, kann dies rechtlich zwei unterschiedliche Bedeutungen haben: Einerseits kann darin zum Ausdruck kommen, dass das Mietverhältnis mit dem bisherigen Mieter endgültig beendet werden soll. Andererseits kann die Vermietung auch deshalb erfolgen, weil der Mietausfall gering gehalten werden soll, ohne den bisherigen Vermieter aus seiner Haftung zu entlassen.

Tipp: Weitere Informationen zum Thema Mietrecht finden Sie in unserem Special „Kündigung von Mietverträgen“ und auf ummelden.de. Empfehlenswert zum Thema Miet-Rechtsschutz ist das Versicherungsportal Ansahl. Ein Vergleich der Angebote lohnt sich.


Quelle: http://www.umzugsratgeber.net/special_aufhebungsvertraege.htm
Danke für die schnelle Antwort.

Aufhebungsvertrag bei Mietern,leider hatte ich noch nicht das Vergnügen, bis jetzt könnte man sich immer gütlich einigen.
Wie gehe ich vor?
Wie wäre der Vertrag aufgesetzt?

Ich hoffe es gibt auch noch andere kostengünstigere Alternativen, den harten Weg gehen, würde ich zwar anders verstehen, was ich machen würde aber na ja, als Vermieter sitzt eh immer am kürzeren Hebel.
ABER, man sieht sich immer zweimal im Leben, bis jetzt hat das immer hingehauen.

Danke im Vorraus an alle User!!
10.01.2008, 10:22 von maralena
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Hallo Hiob,

ich kann CMAX nur voll zustimmen: fahr bei seiner alten Adresse vorbei und frage nach den Kontaktdaten des Vor-Vermieters.

Ich habe das auch vor vier Wochen zum ersten Mal im Leben gemacht, weil ich auch mit jemandem, der eigentlich sehr ruhig und ausgeglichen erschien, jetzt nur noch Scherereien habe und er den anderen Mietern das Leben zu Hölle macht.

Beim ehemaligen Vermieter kannst Du zumindest erfahren, welche "Tour" Dein Mieter fährt, damit Du weißt, wie Du ihm begegnen musst.

Ich hatte gehofft, dass sich in meinem Falle herausstellen würde, dass das alles nicht so schlimm ist und vielleicht wirklich nur alles durch eine kleine Zankerei ausgelöst wurde, die beizulegen ist, aber es hat sich leider herausgestellt, dass der "zankapfel" die anderen Mieter auch schon vorher im wahrsten Sinne des Wortes "krank" gemacht hat - und natürlich den VM.

Ich denke mir, da musste Dir nix mehr vormachen und musst wohl leider mit der "harten Tour" durch bevor größerer Schaden entsteht.

Da helfen wohl nur noch klare Ansagen....

Gruß
Mara
10.01.2008, 10:04 von CMAX_65
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Hi,

ich würde zunächst die Voradresse/Vorvermieter kontaktieren und mich erkundigen, wen Sie da vor sich haben.

Je nach dem was dabei heraus kommt, können sie besser abschätzen, welche Strategie erfolgversprechend ist.

Aufhebungsvertrag oder Erbsenzählerei auf Dauer (Mietminderung, Abmahnung, Mahnbescheid etc. auf die Dauer unerquicklich!)

mit anderen Worten die harte oder die weiche Tour !

Viel Glück !

MFG
10.01.2008, 09:49 von nass01
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Zitat:
Kündigungsfristen sind bei mir 2 Monate, aber ich habe bei mir eine Klausel drin das bei Einzug erstmalig von beiden Seiten nach 3 Monaten gekündigt werden kann, wie kann ich das umgehen weil dieses mobbing gegenüber den anderen Mietparteien ist nicht mehr zu akzeptieren.


Ich sage mal diplomatisch: Mit der Klausel darfst Du dir den Popo abputzen.
Selbst mit einer ordentlichen Kündigung von 3 Monaten wirst Du den Mieter nicht los.
Da ist nur was mit einem gegenseitigen Mietaufhebungsvertrag zu machen und als Anreiz für denen Mieter wird dich der Aufhebungsvertrag noch richtig Geld kosten.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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