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28.06.2007, 14:30 von LieserlProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kündigung wg. Eigenbedarf
Folgende Situation:
In einem Haus mit 3 Wohnungen bewohne ich als Eigentümerin eine 100qm-Wohnung im EG. Die 2. Wohnung, ebenfalls 100qm liegt im 1.Stock und ist an eine Familie mit 2 Kinder vermietet. Die 3.Wohnung, ein 35qm-Appartement liegt im Anbau über der Garage und ist ebenfalls an eine Einzelperson vermietet. Da mir die Wohnung einfach viel zu groß ist, habe ich mir überlegt, an die Garage anzubauen ( dann wäre jeweils eine Garage pro Wohnung vorhanden ) und somit das 35qm Appartement auf eine ca. 70-80qm-Wohnung zu vergrößern. Dazu müsste ich aber dem Mieter kündigen. Ist hier eine Kündigung wg. Eigenbedarf angebracht - zumal meine jetzige Wohnung an eine Familie zu vermieten wäre?
Gruß - Lieserl
Alle 21 Antworten
29.06.2007, 10:28 von polline
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Zitat:
Au, jetzt musssch echt ofpassen, sonst wirste noch syphatisch!!!!


Sorry
Korrekt: symphatisch (drehst mir sonst noch n Strick draus!)
29.06.2007, 10:18 von polline
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@ AR

Zitat:
ja, nich. Wäre doch furchtbar.


Na wenn Du das sagst! Schön, wusst gar nicht, dass Du auch mal zu `Schnerzchen`aufgelegt bist.

Au, jetzt musssch echt ofpassen, sonst wirste noch syphatisch!!!!
29.06.2007, 10:13 von ADele
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Hallo Lieserl,
ich würde mich an Deiner Stelle auf alle Fälle von einem Rechtsanwalt beraten lassen und ihm die Angelegenheit übergeben.
Als Nichtjurist wird man meist wie der letzte A.... beim Gericht behandelt. Wie ich meine letzte Räumungsklage beim Amtsgericht einbringen wollte wurde mir gesagt: Was sie haben keinen Termin? so geht das nicht! und der dafür zuständige Sachbearbeiter ist zur Zeit im Urlaub, rufen sie in einer Woche wieder an.
Ich wohne sehr weit von meinem Haus entfernt und für die jetzt eingebrachte Eigenbedarfskündigung muß ich hundert Gründe angeben.
Als Vermieter muß man irrsinig zäh sei, sonst geht man unter!

Viele Grüße Adele
29.06.2007, 10:12 von Augenroll
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Zitat:
Hach, wenn diese Zwänge nicht wären, ne?


ja, nich. Wäre doch furchtbar.
29.06.2007, 10:10 von polline
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@ AR

Zitat:
Ist mir doch egal.

Aber ich wollte es sagen!


Ja, genau, hätt`s fast vergessen, Du musst ja zu allem was sagen

Hach, wenn diese Zwänge nicht wären, ne?
29.06.2007, 10:04 von Augenroll
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@polline,
Zitat:
Wer wollte das denn jetzt wissen?

Ist mir doch egal.

Aber ich wollte es sagen!
29.06.2007, 09:59 von polline
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@ AR

Zitat:
Bei mir (auch Mieter) ist es jetzt schon soweit.

*totlach*


Wer wollte das denn jetzt wissen?
29.06.2007, 09:45 von Augenroll
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Zitat:
sonst machst Du Dich unter Umständen beim Mieter unglaubwürdig und der lacht sich nur noch schlapp.


Bei mir (auch Mieter) ist es jetzt schon soweit.

*totlach*
29.06.2007, 09:41 von polline
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Guten Morgen Lieserl!

Du musst aufpassen, dass es nicht zu viele Mahnungen werden, ohne dass eine Kündigung folgt, sonst machst Du Dich unter Umständen beim Mieter unglaubwürdig und der lacht sich nur noch schlapp.

Also, ich hoff für Dich, Dich, dass Du schnellsten Anlass für eine allerletzte Abmahnung hast und dann nix wie kündigen.
Vielleicht ist die letzte Abmahnung aber noch nicht zu lang her, dann würd ich beim nächsten Vergehen sofort Kündigung aussprechen!

Auch gilt zu beachten, dass die Zeiträume zw. den Abmahnungen nicht zu lang sind (z.B. Jahre). Hab das selber durch.
Dann greift das ganze nämlich nicht mehr und Du mußt von vorn beginnen.

Ich denke aber auch, die Idee mit einer Mieterhöhung, wie Cora schon schrieb, ist ganz gut, wenn irgendwie möglich.

Gruß Polline
28.06.2007, 19:37 von Lieserl
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die erste Mahnung erfolgte wg. der schlechten Zahlungsmoral (verspätete bis gar keine Zahlung), die zweite Mahnung ebenfalls und zusätzlich wg. der verwahrlosten Wohnung u. der Nichteinhaltung des Hausdienstes und die dritte Abmahnung erfolgte in erster Linie wegen der verwahrlosten Wohnung. Dieser Mieter schafft es einfach nicht, einen Dauerauftrag für die Miete anzulegen und sich an die einfachsten Regeln zu halten! Bisher dachte ich immer, Ordnung, Sauberkeit sowie Zuverlässigkeit sind selbstverständlich.... Das Ganze geht jetzt schon fast über drei Jahre so! Ist ziemlich mühsam und zermürbend! Gruß - Lieserl
28.06.2007, 19:20 von ADele
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Zitat:
Ständig verspätete Mietzahlungen können auch für eine fristlose Kündigung reichen.




wenn der Mieter nicht freiwillig auszieht und es zu einer Räumungsklage kommt, entscheidet der Richter eher gegen den Vermieter.

Viele Grüße
Adele
28.06.2007, 18:15 von Mortinghale
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Zitat:
irgendwann reicht es evtl. für eine fristgerechte Kündigung.


Ständig verspätete Mietzahlungen können auch für eine fristlose Kündigung reichen.

28.06.2007, 16:32 von CMAX_65
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Hallo Lieserl,

Zitat:
Wieviel Abmahnungen braucht man denn für eine ordentliche Kündigung? Habe bereits die 3. Abmahnung geschrieben!


...kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt auch auf die Gründe an bzw. wie gravierend ein Sachverhalt ist.

Wegen was waren denn die ersten 3 Abmahnungen erfolgt ???

MFG
28.06.2007, 16:24 von Lieserl
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Wieviel Abmahnungen braucht man denn für eine ordentliche Kündigung? Habe bereits die 3. Abmahnung geschrieben!
Gruß - Lieserl
28.06.2007, 16:23 von Cora
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Hallo

wie dir die anderen schon geschrieben haben:

das
Zitat:
zugemüllte Wohnung u. obendrein megaschlechter Zahler


könnte dein Ansatzpunkt sein.
Kündigen kann man auch bei permanent verspäteter Mietzahlung, da müssen nicht unbedingt 2 MM auflaufen.

D.h. für dich: du musst jetzt jede verspätete Mietzahlung anmahnen und nach einigen eine Abmahnung aussprechen, das sammelst du und irgendwann reicht es evtl. für eine fristgerechte Kündigung.

Vielleicht kannst du die Miete erhöhen, so dass der Mieter allein deswegen eine eigene Kündigung in Betracht zieht?

Versuch dein Glück.

Gruß
28.06.2007, 16:22 von Lieserl
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Danke CMAX_65 und Polline - den laaaaangen Atem wünsch ich mir auch und hoffe, dass ich diesbezügl. ein Quentchen Glück hab! Vielen Dank für Eure Anmerkungen! Grüße - Lieserl
28.06.2007, 16:02 von polline
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(zugemüllte Wohnung u. obendrein megaschlechter Zahler)

Wenigstens hast Du da schonmal einen Ansatzpunkt.

Wie CMAX schon sagte, immer fleißig Mahnen, Beweise sammeln, alles schriftlich machen.......usw.

Wünsch Dir einen laaaaaaaangen Atem!!!
Und bloß nicht verzweifeln, vielleicht geht er ja auch mal von selber!?

Polline
28.06.2007, 15:50 von CMAX_65
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Hallo Lieserl,

Zitat:
zugemüllte Wohnung u. obendrein megaschlechter Zahler


da hilft nur die "Ochsentour".

Nach und nach Abmahnungen sammeln, Schriftlich (!) und gerichtsfest zugestellt (!), irgendwann, wenn mehrere Abmahnungen zusammen sind, ordentlich kündigen.

Wünsche viel Ausdauer !

MFG
28.06.2007, 15:41 von Lieserl
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Also muss ich warten, bis der Mieter evtl. irgendwann mal selber auszieht oder wie könnte man das sonst noch hinkriegen?
Mir selber ist die Wohnung einfach zu groß, für eine kleine Familie wäre sie ideal. Und - natürlich, zugegebenermaßen mit dem Hintergedanken, den mehr als schlechten Mieter in dem Appartement (zugemüllte Wohnung u. obendrein megaschlechter Zahler) irgendwie rauszukriegen, wären das für mich 2 Fliegen mit einer Klappe gewesen. Schade...
Gruß - Lieserl
28.06.2007, 15:24 von polline
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Hallo Lieserl!

Zitat:
Eigenbedarf

Der Eigenbedarf des Eigentümers an einer vermieteten Wohnung gilt grundsätzlich als berechtigtes Interesse des Vermieters.

Eigenbedarf liegt vor, wenn der Vermieter die Wohnung für sich selbst, für eine zu seinem Hausstand gehörende Person, oder einen Familienangehörigen benötigt. Der Eigenbedarf an anderen, als zu Wohnzwecken dienenden Räumen ist ausgeschlossen.

Familienangehörige, die zu o.g. Kreis gehören sind Eltern, Kinder, Geschwister oder Enkel.

Der Vermieter muss vernünftige und nachvollziehbare Gründe nachweisen können, um seinen Wunsch nach Eigenbedarf an der Wohnung durchzusetzen.

Beispiele: Der Vermieter muss aus gesundheitlichen Gründen in eine Erdgeschosswohnung ziehen, die Trennung von Eheleuten, der Vermieter möchte die pflegebedürftige Mutter in das Haus aufnehmen, beruflich bedingter Wohnungswechsel des Eigentümers.

Der persönliche Wunsch des Vermieters in der noch vermieteten Wohnung zu leben reicht allein nicht aus, um Eigenbedarf geltend zu machen. Auch wenn im selben Haus eine andere vergleichbare Wohnung leer steht, wird eine Eigenbedarfskündigung nicht durchzusetzen sein. Und: Ist in dem Haus eine andere, für den Mieter geeignete Wohnung frei geworden, muss der Vermieter dem Mieter diese Wohnung als Ersatzwohnung anbieten!

Wie bei jeder Kündigung eines Mietverhältnisses muss auch die Eigenbedarfskündigung schriftlich erfolgen. Die Gründe für den Eigenbedarf müssen hierbei angegeben werden und für den betroffenen Mieter nachvollziehbar sein, d.h. der Vermieter muß den konkreten Sachverhalt erläutern, der zur Kündigung des Mieters führt. Die Kündigung selbst kann nur fristgerecht, also mit den nach dem Gesetz geltenden Kündigungsfristen, erfolgen.

Achtung : Täuscht der Vermieter Eigenbedarf als Kündigungsgrund nur vor, macht er sich gegenüber dem Mieter schadenersatzpflichtig.
Der Mieter kann dann u. U. vom Vermieter die Umzugskosten, die höhere Miete für die neue Wohnung, Renovierungskosten und evtl. gezahlte Maklerprovisionen verlangen.



Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du eine Eigenbedarfskündigung durch bekommst, wenn Du nur angibst, dass Dir die Wohnung zu groß ist.

Vielleicht könnte es klappen, wenn Du nachweisen könntest, dass Du finanziell nicht in der Lage bist, die ständig steigenden Betriebskosten für eine so große Wohnung weiter zu tragen und Du u.U. damit in d. finanz. Ruin getrieben würdest.

Aber bestimmt gibts Experten hier, die schonmal Erfahrung damit machen durften, o. mehr drüber wissen.

Schwierig wirds mit Sicherheit!

Gruß Polline
28.06.2007, 15:18 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Ist hier eine Kündigung wg. Eigenbedarf angebracht


....kann ich mir nicht vorstellen. Wenn sie begründet Eigenbedarf hätten, z.B. haben zu dritt eine Wohnung auf 60 m² und wollen in eine 100m² Wohnung, diese kündigen sie dann.

Was sie wollen ist eine wie auch immer geartetet bauliche Änderung / Erweiterung ihres Anwesens und die ist kein Eigenbedarfsproblem, bzw. ein Eigenbedarfsgrund sehe ich hier nicht !

MFG
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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