> zur Übersicht Forum
Alle 14 Antworten
21.06.2007, 17:58 von Cora
Profil ansehen
Hallo

mein RA riet mir deshalb davon ab, weil seiner Meinung nach nichts bei rum kommt, außer weiteren Kosten.
Und da ich mich in den letzten 4 Jahren ständig mit zwei Mietern vor Gericht herumgeschlagen habe, und obwohl eindeutig beweisbar, dass ich Recht hatte, wurde erst nach Berufung ein Vergleich vom LG vorgeschlagen (und das nach 2 1/2 Jahren).
Lacht sich ein Richter tot wenn ich komme und will auf Einhaltung MV bestehen,der vor Einzug gekündigt wurde.

Und Kosten bei Leerstand, damit meine ich die fehlende Miete, die nicht kommt.

Gruß

PS. Was ich vor Gericht erlebt habe ist die reinste Posse, da kommt das wahre Leben nicht mit
21.06.2007, 16:42 von Melanie
Profil ansehen
Zitat:
Natürlich hat man 3 Monate Zeit neue Mieter zu suchen. Aber die können dann, bei Einhaltung ihrer Kündigungsfrist, erst am 01.10. einziehen.

Hat man das nicht immer, wenn der der Mieter am 3. Werktag zum übernächsten Monat kündigt!
Unabhängig ob vor oder nach Beginn des MV?
Denk mal genau nach
21.06.2007, 16:39 von Melanie
Profil ansehen
Zitat:
Darum gefällt mir der Vorschlag von cora

leider ist das Leben aber kein Wunschkonzert
21.06.2007, 16:38 von Anita
Profil ansehen
Mal angenommen Interessent A unterschreibt Ende Mai den Mietvertrag UND kündigt ihn aber am 3. Werktag des Monat Juni gleich wieder, fristgerecht zum 31.08. Soweit, für den Mieter jedenfalls, korrekt.

Natürlich hat man 3 Monate Zeit neue Mieter zu suchen. Aber die können dann, bei Einhaltung ihrer Kündigungsfrist, erst am 01.10. einziehen.

Also ist 1 Monat Leerstand vorprogrammiert.

Darum gefällt mir der Vorschlag von cora

Zitat:
Dann sollte man generell festhalten, dass innerhalb 14 Tagen nach Abschluß der MV gekündigt werden kann und danach der Mieter entsprechende Kosten übernehmen muss, entweder 1 MM o.ä.

21.06.2007, 16:25 von Melanie
Profil ansehen
Zitat:
Kosten für Leerstand, neue Inserate, Telefon, meine Zeit - ist ja peanuts

Kosten für Leerstand selbst Schuld!
Neue Inserate sind sowieso fällig (sehe sogar eine größere Chance einen Interessenten aus den alten Anzeigen zu finden, als wenn Küfrist erst nach Mietbeginn zu laufen begänne)
21.06.2007, 16:14 von Melanie
Profil ansehen
Zitat:
Mein RA riet mir in beiden Fällen davon ab auf Erfüllung des MV zu bestehen bzw. zu klagen

Wieso?
Wenn MV unterschrieben war und gekündigt wurde?!
Man muß ja nicht klagen, Mahnbescheid genügt!
Anders sähe es aus wenn MV noch nicht unterschrieben war!
Die Miete die zwischen Kündigungsfrist ab Mietbeginn fällig ist, ist doch unstrittig!
Keine Ahnung was Dein RA da für Bedenken hat (oder waren es ALG- oder Hartz4-Empfänger.....DANN wäre der Einwand verständlich!)
21.06.2007, 16:10 von Cora
Profil ansehen
Hallo

weil ich schon 2 x so einen Fall hatte.

Wohnung 1 stand 3 Monate leer, Mieter gefunden, der aber erst zum übernächsten Monat einziehen wollte = 5 Monate Leerstand.
2 weiteren Mietern abgesagt.
Nach 3 Wochen kam der Mieter und kündigte den Vertrag, einfach so, er hatte eine passendere Wohnung gefunden.

Also neue Suche. Nach insgesamt 7 Monaten Leerstand wurde neu vermietet.

Wohnung 2 stand 1 Monat leer, Mieterin gefunden, ebenfalls erst zum übernächsten Monat, also 3 Monate Leerstand.
Diese kündigte bereits nach 8 Tagen, weil sie doch lieber mit ihrem Freund zusammen ziehen wollte.

Insgesamt stand diese Wohnung dann 8 Monate leer.

Mein RA riet mir in beiden Fällen davon ab auf Erfüllung des MV zu bestehen bzw. zu klagen, Aussichten gleich 0.
Da habe ich es zähneknirschend hingenommen.

Kosten für Leerstand, neue Inserate, TElefon, meine Zeit - ist ja peanuts
21.06.2007, 15:53 von Melanie
Profil ansehen
Zitat:
In dem zu entscheidenden Fall hatten die Mieter bereits mit Schreiben vom 30.10.2001 zum nächstmöglichen Termin gekündigt. Mietbeginn sollte der 1.1.2002 sein. Unter Zugrundelegung der Dreimonatsfrist war das Mietverhältnis daher zum Ende des Monats Januar 2002 beendet.


Na und?
3 Monatsfrist wurde doch eingehalten!Daher verstehe ich den Einwand nicht:
Zitat:
da hat man nach langer Suche und Leerstand einen Mieter gefunden bzw. sich für einen entschieden. Der macht MV und kommt nach 2 Wochen und kündigt diesen.
Alle anderen Interessenten sind weg bzw. eingeschnappt, dass sie die Wohnung nicht bekommen haben und man fängt von vorn an, wieder Leerstand.


Man hat doch 3 MOnate Zeit neue Mieter zu suchen, nix anderes als ob der Mieter erst ab Mietbeginn kündigen würde.....ab Kündigung 3 Monate!
Ist doch egal ob vor Mietbeginn oder danach!
Wo ist mein Denkfehler?
21.06.2007, 15:41 von Anita
Profil ansehen
Hallo,

klar ein "erzwungenes Mietverhältnis" kann und wird nicht gut gehen bzw. von Dauer sein.

Aber was cora schreibt

Zitat:
Hallo

da hat man nach langer Suche und Leerstand einen Mieter gefunden bzw. sich für einen entschieden. Der macht MV und kommt nach 2 Wochen und kündigt diesen.
Alle anderen Interessenten sind weg bzw. eingeschnappt, dass sie die Wohnung nicht bekommen haben und man fängt von vorn an, wieder Leerstand.

Ich persönlich finde das Urteil nicht so prickelnd, denn der Vermieter ist wieder der Gelackmeierte und der Mieter fein raus.
Dann sollte man generell festhalten, dass innerhalb 14 Tagen nach Abschluß der MV gekündigt werden kann und danach der Mieter entsprechende Kosten übernehmen muss, entweder 1 MM o.ä.

Gruß


ist mir wie aus der Seele gesprochen.

Gruß Anita

21.06.2007, 15:10 von Cora
Profil ansehen
Hallo

da hat man nach langer Suche und Leerstand einen Mieter gefunden bzw. sich für einen entschieden. Der macht MV und kommt nach 2 Wochen und kündigt diesen.
Alle anderen Interessenten sind weg bzw. eingeschnappt, dass sie die Wohnung nicht bekommen haben und man fängt von vorn an, wieder Leerstand.

Ich persönlich finde das Urteil nicht so prickelnd, denn der Vermieter ist wieder der Gelackmeierte und der Mieter fein raus.
Dann sollte man generell festhalten, dass innerhalb 14 Tagen nach Abschluß der MV gekündigt werden kann und danach der Mieter entsprechende Kosten übernehmen muss, entweder 1 MM o.ä.

Gruß
21.06.2007, 13:21 von Sommer
Profil ansehen
Ehrlich gesagt: Will man denn lieber jemanden zwingen, die Mietwohnung noch drei Monate länger in Beschlag zu nehmen damit er mehr Zeit hat, sich dort ungebührlich zu benehmen? Legitimes Urteil wie ich finde.

S.
21.06.2007, 08:31 von Jutetuetchen
Profil ansehen
Hallo Anita,

ich bin auch der Meinung wie Mara.

Und wie schon gesagt wurde - wenn jemand nicht einziehen möchte (aus welchem Grund auch immer) wird es vermutlich besser sein ihn ziehen zu lassen - genauso wenn ihm einfällt nach kurzer Zeit wieder auszuziehen (hier ist auch zu überlegen dass Leute aus beruflichen , persönlichen etc. Gründen umziehen müssen)- also von irgendwelchen "Bindungen" in solche Richtungen halte ich rein gar nichts .....

Ausserdem denke ich, selbst wenn Du die Passagen aufnimmst in Deinen MVs - das Gericht würde Dir vermutlich dazu im Falle des Falles was anderes erzählen.

Aber Du musst wissen ob Du es machen willst und später bzw. im Falle des Falles auch durchsetzen kannst - was ich nicht vermute.Papier ist sehr geduldig

LG

21.06.2007, 08:10 von maralena
Profil ansehen
Hallo Anita,

ich glaube nicht, dass diese Formulierungen das Geringste ändern würde.

Du kannst einfach nicht vermeiden, dass Mieter - unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist - nach kurzer Zeit ausziehen oder gar nicht erst einziehen.

Die einzige vertragliche Regelung, die Sinn macht, um das zu vermeiden ist mE nach nur ein Zeitmietvertrag. Und hier ist die Frage, ob sich dieser in Deiner Region durchsetzen lässt.

Solange der Mieter die gesetzliche Kündigungsfrist einhält kannst Du nichts machen - darauf würde ich jedoch bestehen, da Du ansonsten die hieraus entstehenden Verluste trägst (Vertrag ist Vertrag - wann dieser gekündigt wird, ist vollkommen irrelevant).

Und mir wäre es ehrlich gesagt lieber, jemand ziehtgar nicht erst ein, als nach einem knappen Jahr dann wieder aus - jeder Umzug ist dem Zustand der Wohnung nicht gerade zuträglich.

Gruß
Mara
21.06.2007, 08:10 von pbsenn
Profil ansehen
Hallo Anita,

ob nun Mietverhältnis oder Mietvertrag ist in meinen Augen völlig wurscht. Wenn dieses Urteil sich durchsetzt, wird keine Regelung im MV die Möglichkeit der Kündigung des Vertrages vor Vertragbeginn kippen.

Meiner Meinung nach auch zu Recht. Ich finde das Urteil angemessen. Aber das ist halt persönliche Meinung.

Gruß

Torsten
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter