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14.11.2007, 13:09 von PHILLIKAUFProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kündigung im Zweifamilienhaus
Hallo, wir wollen eine Zweifamilienhaus verkaufen, das wir nicht selbst bewohnen. Der letzte verbliebene Mieter in einer Wohnung, sagt allen Interessenten bei den Besichtigungen durch den Makler, das er auf keinen Fall auszieht und das der potentielle Käufer sich schon einmal auf was gefasst machen kann.
Ich denke Kündigung durch uns ist nicht drin, da wir ja selnst nicht dort wohnen. Also nur Abmahnung schreiben und auf Besserung hoffen. Oder hat eine andere Idee?
Alle 15 Antworten
23.01.2008, 13:13 von johanni
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Zitat:
Unfaßbar, dieses Urteil - letztlich kann damit jeder Mieter jede Räumung auf unbestimmte Zeit aussetzen...er setzt sich an das Fenster und droht einfach, sich rauszuwerfen.


Dieses Urteil ( Urteilsbegründung) zeigt doch auf, wie geschickt ein Mieter mit Hilfe von Ärzten und Psychogehilfen
" seine Rechtsmittel" einlegen kann. Hier werden die Gutachten nicht angezweifelt!! Ganz unahängig, wie diese zustande kommen.

Wie können Gutachter "ins Gerhin" schauen?? Für mich haben diese Leute selber "einen Schatten"!!

Aber die gerichte machen es sich leicht, Gutachten liegen vor und damit sind die Richter aus dem Schneider!! Obs recht ist, zählt hier gar nicht!!

Man muß hier unterscheiden zwischen Gerechtigkeit und Rechtsempfinden!!
Leider!!

Johanni
23.01.2008, 12:39 von Sommer
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Unfaßbar, dieses Urteil - letztlich kann damit jeder Mieter jede Räumung auf unbestimmte Zeit aussetzen...er setzt sich an das Fenster und droht einfach, sich rauszuwerfen.
Und dann müssen alle gehen und den weiter Schulden machen lassen obwohl er weiterhin Auto fährt und am normalen Leben teilnimmt...KLeinkinder werfen sich ja auch immer auf den Boden und schreien wenn sie was wollen; offenbar ein ähnliches Prinzip.

Dann soll der Staat doch solchen Menschen einfach zwei Bewacher an die Seite stellen, der sie die ganze Zeit vom Selbstmord abhält...aber daß nun der Vermieter wieder der Dumme ist...

S.
22.01.2008, 18:22 von Mortinghale
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Ist doch klar, daß sowohl die Gerichte als auch die betroffenen Familien auf Zeit spielen.

Die wollen auch nicht erst umziehen, 3 Monate später stirbt die Oma und schon haben sie eine zu große Wohnung (die sie sich durch Wegfall der Rente auch garnicht mehr leisten können).

Wer von uns würde es anders machen ?

22.01.2008, 17:55 von johanni
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Hallo Gerdi,

es kann/wird einem so richtig " gruselig" werden, wenn man das Urteil liest.

Bei so viel Rechtswissen, wie die Mieterin trotz der doch bescheinigten Kkrankheit und damit Durhsetzungskraft besitzt,
muss man an den Ärzten und Psychoheinis doch zweifeln

Und wegen diesem Urteil verstehe ich auch nicht immer die Aussage:

Zitat:
Hier kommt doch wie schon geschildert das Sonderkündigungsrecht nach § 573 a Abs. 1 BGB in Betracht.


Sicherlich könnte man meinen, dass der § 1 BGB greifen könnte, nur vor Gericht sieht es doch oftmals ganz anders aus.

Vielleicht ein kleiner, winziger Trost, bei dem hohen Lebensalter ist doch der Zeitfaktor gegeben, wenn´s überhaupt ein Trost sein kann!

Johanni
22.01.2008, 17:33 von gerdi
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hallo cavalier!

klagen mussten wir, da widerspruch eingelegt wurde. einen noch etwas dramatischeren fall zu §573a findest du unter lexetius.com/2005,1648
nicht aufregen, nur wundern!

gruß gerdi
22.01.2008, 16:55 von cavalier
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Hallo gerdi,

ich verstehe jetz nicht, warum du klagen mußt.

Hier kommt doch wie schon geschildert das Sonderkündigungsrecht nach § 573 a Abs. 1 BGB in Betracht.

Warum wurde es nicht angewendet?
22.01.2008, 16:03 von gerdi
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hallo!
zunächst mal danke für schnelle kommentare! räumungsklage wurde abgewiesen, da im haushalt der mieter eine 96-jährige oma wohnt, der ein umzug nicht mehr zuzumuten ist. wir selbst haben allerdings auch einen härtefall, behinderten sohn, der aus der klinik nachhause geholt werden sollte, was derzeit nicht möglich ist, da die kleine Wohnung dafür absolut ungeeignet ist.laut richter und gutachter ist unser sohn in der klinik gut versorgt und die oma ein gereatrisches problem, das sich in absehbarer zeit lösen wird.auch dies ist eine kurzfassung, wir kämpfen einfach weiter.

liebe grüße

gerdi
22.01.2008, 12:35 von JollyJumper
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Hallo gerdi,
kannst Du das genauer erläutern warum ihr verloren habt (Siehe auch Hinweis zu §573 von cavalier)

Gruß JJ
22.01.2008, 12:24 von cavalier
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Hallo gerdi,

was ist mit dem Kündigungsrecht bei Zweifamilienhaus?

Zitat:
Kündigen Sie einem Mieter, der mit Ihnen im Zweifamilienhaus lebt, brauchen Sie dafür keinen Kündigungsgrund. Allerdings hat die Sache auch einen Haken: Sie haben eine längere Kündigungsfrist: Die normale Kündigungsfrist von mindestens 3 bis maximal 9 Monaten (je nachdem wie lange Ihr Mietverhältnis bestand) plus 3 Zusatzmonate (§ 573 a Abs. 1 BGB).
22.01.2008, 12:16 von gerdi
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hallo zusammen!

wir sind so käufer eines zweifamilienhauses!!haben objekt im sept. 2005 gekauft mit mündl. zusage, dass verbleibende mietpartei auszieht. haben ordentlich gekündigt, haben diverse alternativobjekte angeboten,bis hin zur kostenübernahme von makler und umzug. hat alles nichts geholfen, haben räumungsklage eingereicht und verloren und leben seit dem im krieg. kennen mitlerweile diverse rechtsanwälte, richter und gerichtsvollzieher, werden zwangsläufig langsam zu juristen ohne titel und versuchen unseren humor zu behalten.

dies ist die kurzfassung und wer das deutsche mietrecht kennt, der wird nie vermieter!
15.11.2007, 11:51 von PHILLIKAUF
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Hallo, vielen Dank für die Antworten, wir haben erst einmal eine Abmahnung geschrieben.

Gruss PHILLIKAUF
14.11.2007, 19:08 von kathi2007
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"sagt allen Interessenten bei den Besichtigungen durch den Makler, dass er auf keinen Fall auszieht und das der potentielle Käufer sich schon einmal auf was gefasst machen kann."
... wenn das fast der O-Ton des Mieters ist, dann besteht sicherlich Schadenersatzanspruch und Abmahnung und so.
Macht der Mieter die potentiellen Käufer allerdings nur darauf aufmerksam, dass er nicht gewillt ist auszuziehen und bereit wäre sich gegen eine Kündigung zu wehren, so sagt er nur die Wahrheit. Handelt es sich bei den potentiellen Käufern um Leute, die abreissen wollen und auf ein grosses Grundstück mit einem Zweifamilienhaus eine Reihenhaussiedlung erstellen wollen, ist so ein Mieter ein Problem.
(hier in der Gegend mit sehr hohen Grundstückspreisen fallen leider gerade sehr viele schöne alte Ein/oder Zweifamilienhäuser mit riesigen schönen alten Gärten der Erbengeneration zum Opfer)
Sollte ich Recht haben, dann kannst du Abmahnung vergessen und es bleiben nur zwei Möglichkeiten:
1. wirklich selber einziehen, aber dass muss nachweisbar sein und wenn das Haus dann kurz nach der Kündigung/Auszug veräussert wird und der Mieter das mitbekommt --> Ärger!!!
2. Jeder ist käuflich!!! :-)))
14.11.2007, 16:16 von Mortinghale
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Ein Mieter, der Interessenten durch "Miesmachen" des Objekts vertreibt, macht sich damit schadensersatzpflichtig.

Selbst eine Unterlassungsverfügung ist möglich.

14.11.2007, 14:01 von Mortinghale
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Wenn der Käufer erst in die freie Wohnung eingezogen ist, kann sich der Mieter erstmal auf etwas gefaßt machen.

Natürlich abmahnen mit Schadensersatzandrohung.

14.11.2007, 13:49 von cavalier
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Hallo PHILLIKAUF

Zitat:
Oder hat eine andere Idee?

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