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30.11.2007, 19:30 von dbzworldProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kündigung->Frage
Hallo Allerseits,
wir haben vor 4 Jahren einen Zweifamilienhaus gekauft,
worin bereits eine alte Dame wohnte.
Nun möchten wir die Wohnung über uns, selbst nutzen, da unser ältester Sohn dort einziehen wird. Wir haben genau vor einem Jahr also Dezember 2006 eine Kündigung geschrieben, dass das Mietverhältnis zum 31.12.2007 endet,
nach Eigenbedarfsklausel §573 Abs.2 Ziff. 2 für Familienangehörige oder Angehörige eines Haushalts.
Somit hätte sie beziehungsweise ihre Tochter ein Jahr Zeit, einen Altersheim zu organisieren. Doch ihre Tochter versucht sich immer herauszureden dass sie noch nichts gefunden hätte. Sie haben noch 1 Monat, was soll ich machen, soll ich nochmal schriftlich den letzten Monat ankündigen, damit ich etwas schriftliches in der Hand habe?
Wäre über Tipps und Anregungen sehr erfreut.
vielen dank
Alle 12 Antworten
02.12.2007, 00:31 von dbzworld
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ja die Tochter will sie zu Hause leider nicht aufnehmen....naja
02.12.2007, 00:30 von Gicoba
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Viele Gründe bleiben da nicht bei der ZFH-Kündigung, aber..... Die muss ja erst mal ausgesprochen werden und da würde ich erst den RA fragen, ob das möglich ist.
01.12.2007, 23:24 von Mortinghale
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Zitat:
ob man nach einer Eigenbedarfskündigung so einfach die ZfH-Kündigung hinterher schieben kann, bezweifle ich


Das kann man sogar kombinieren. Wird allerdings nicht empfohlen.

Das mit den "Härtegründen" meinte ich auf diesen Fall bezogen.
Wenn die nächste Station ohnehin das Altersheim ist, werden da nicht viele Gründe bleiben.

01.12.2007, 17:50 von dbzworld
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vielen dank erstmal für die Antworten, werde nochmal der Mieterin am Montag den Schreiben geben, falls keine Reaktion kommt werde ich einen Rechtsanwalt aufsuchen, habe ja Rechtschutz von daher...
vielen dank an alle!
01.12.2007, 16:15 von Gicoba
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Lt. § 574 Abs. 2 BGB ist eine Härte dann gegeben, wenn angemesseener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht zu beschaffen ist.

Härtefälle sind z.B.:
Schwangerschaft (wird wohl im vorliegenden Fall nicht gegeben sein)
Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzwohnraum für eine kinderreiche Familie,
Krankheit, wenn diese den Mieter hindert auf der Suche nach Ersatzwohnraum,
Krankheit, wenn ein Umzug nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit des Mieters hätte,
wenn ein Umzug erforderlich wäre, weil der Ersatzwohnraum des Mieters (das neue Eigenheim) erst in einigen Monaten zur Verfügung steht,
Hohes Alter und Krankheit sowie Verwurzelung im Umfeld,
Schwierigkeiten beim Schulbesuch der Kinder, insbesondere kurz nach der Einschulung,
Prüfungsvorbereitungen etc.

Meine Messinomaden sind nicht damit durchgekommen, sogar vorzeitig ausgezogen.

@dbzworld:
Einen Anwalt würde ich mir an Deiner Stelle auf jeden Fall nehmen, denn ob man nach einer Eigenbedarfskündigung so einfach die ZfH-Kündigung hinterher schieben kann, bezweifle ich. Da ist ein Anwalt im Zweifelsfall die günstigere Lösung.
30.11.2007, 21:41 von Mortinghale
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Zweifamilienhaus.

Der Fortsetzung des Mietverhältnisses mußt Du natürlich auf jeden Fall widersprechen.

Aber Du solltest auch einen Anwalt konsultieren, um überprüfen zu lassen, ob es Sinn macht, mit Deiner Eigenbedarfskündigung vor Gericht zu gehen.
Gerade bei Eigenbedarfskündigungen kann man viel falsch machen und dann würdest Du ggfs. noch mehr Zeit verlieren.

30.11.2007, 21:20 von dbzworld
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ich habe aus einem anderen Forum folgenden Tipp bekommen:
Zitat:
"an deiner Stelle noch mal schreiben und darauf hinweisen das du bei der Fortsetzung des Mietverhältnisses durch den Mieter einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses nach § 545 BGB widersprechen tätest."

ist das eine gute Idee?

und was heißt denn eigentlich dieses ZFH? die Abkürzung?
30.11.2007, 21:19 von Mortinghale
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Liebe Anne,

im vorliegenden Fall wären es wohl 12 + 3 gewesen.

Was sollen das denn für Härtefälle sein ?

30.11.2007, 20:45 von Gicoba
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Das stimmt nicht ganz Morthingale. In bestimmten Härtefällen kann der Mieter Widerspruch gegen diese Kündigung einlegen.

Aber diese Kündigung wäre auf jeden Fall günstiger gewesen, da die Kündigungsfrist nur 3 Monate + weitere 3 Monate wegen ZFH-Kündigung = 6 Monate gewesen wäre.
Meine Mieter sind mit ihren "Härte"fallgründen nicht durchgekommen und mussten ausziehen

Den Kündigungstext hab ich noch gespeichert. Wer ihn braucht? PN
30.11.2007, 20:31 von Mortinghale
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Wenn Du selbst mit im Haus wohnst, kannst Du dem Mieter ohne Angabe von Gründen kündigen. Der Mieter kann gegen diese Kündigung auch nichts unternehmen.
Lediglich die Kündigungsfrist verlängert sich um 3 Monate.

30.11.2007, 20:19 von dbzworld
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was bedeutet denn ZFH-Kündigung?
30.11.2007, 20:05 von Mortinghale
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Mit ein bisschen Pech hast Du unnützerweise ein Jahr "in den Wind geschossen".

Warum hast Du denn keine ZFH-Kündigung gemacht ?
Die drei Monate wären doch noch drin gewesen.

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