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29.03.2007, 18:14 von StefanusProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kündigung der Wohngebäudeversicherung
Hallo,

unser Verwalter der kleinen Wohnanlage (6 Wohneinheiten) hat uns heute mitgeteilt, das unsere Wohngebäudeversicherung (R+V) von ihrem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch macht und die Versicherung zum 26.04. Kündigt.
Der Verwalter schreibt weiter, dass er sich um eine neue Versicherung bemüht, man ihn aber Informieren soll, wenn man Kontakt zu einer bestimmten Versicherung hat bzw. möchte.

Nun meine Frage:
Könnte ich meine Eigentumswohnung auch selbst Versichern oder muß die ganze Anlage von einer Versicherung versichert werden?
Stefanus
Alle 31 Antworten
03.05.2007, 19:19 von Kasperkopf
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Hallo Stefanus,

Zitat:
Was würdet Ihr an meiner Stelle tun ??
Zitat:

Den Hörer in die Hand nehmen, den Verwalter anrufen und fragen, was nun los ist!!!!

Gruss Kasperkopf
03.05.2007, 17:52 von Augenroll
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Sorry, bei Ihrem Problem habe ich leider momentan keinen Ratschlag.
03.05.2007, 16:03 von Stefanus
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Was würdet Ihr an meiner Stelle tun ??
28.04.2007, 08:33 von Stefanus
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Jetzt haben wir schon Samstag - die Versicherung ist seit Donnerstag gekündigt und ich habe nichts mehr von unserem Hausverwalter gehört!
Auf schriftliche Anfrage kam bisher keine Antwort!
Ist das nicht ein Kündigungsgrund für einen Verwalter ?
23.04.2007, 11:27 von Augenroll
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Zitat:
Das ist zwar noch lange kein Beweis, aber Vermutungen darf man doch äußern, oder ?
Ich habe ja nicht behauptet das es so ist, sondern das es nach außen halt so aussieht!

Genau dieses Munkeln ist aber üble Nachrede. Wenn sie behaupten "Es ist so!" ist das bereits Verleumdung.
23.04.2007, 11:21 von Stefanus
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Genau in den beiden Wohnungen wurden Schäden durch die Versicherung reguliert. Die beiden Eigentümer verstehen sich prächtig mit dem Verwalter, auch wenn jetzt die Vers. kündigt!
Das ist zwar noch lange kein Beweis, aber Vermutungen darf man doch äußern, oder ?
Ich habe ja nicht behauptet das es so ist, sondern das es nach außen halt so aussieht!

23.04.2007, 11:16 von Augenroll
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Zitat:
Es hat den Anschein, dass der Verwalter mit einigen (2) Wohnungseigentümern gemeinsame Sache macht,

Mit unbewiesenen Behauptungen sollte man sehr vorsichtig sein (üble Nachrede!).
23.04.2007, 11:11 von Stefanus
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Keiner hat ihn dazu aufgefordert diese Schäden der Versicherung zu melden - zumindest ist uns nichts darüber bekannt.
Jedenfalls gab es keinen Beschluss dazu in den Eigentümerversammlungen!
Es hat den Anschein, dass der Verwalter mit einigen (2) Wohnungseigentümern gemeinsame Sache macht, lässt sich aber nur schwer beweisen.
Klar ist auch, das genau diese beiden Eigentümer sich hüten werden, etwas gegen den Verwalter zu sagen....
Ein dritter Eigentümer ist der eher ängstliche Typ und will sich aus allem raushalten (obwohl es uns ja alle betrifft)
Eine verdammt schwierige Situation .... und die Frist läuft Donnerstag ab!


23.04.2007, 10:59 von Augenroll
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Zitat:
Aus diesem Grund rate ich immer den WEG's nicht jeden Schaden auf Teufel komm raus so hinzubiegen, damit er auch von der Versicherung bezahlt wird. Lieber mal einen Schaden selbst bezahlen aber dafür einen dauerhaften Versicherungsschutz genießen.

Sehe ich auch so, die Versicherung nur in Anspruch nehmen, wenn mal ein "richtiger" Schaden passiert ist. Sonst lohnt sich manchmal auch der Aufwand für den Vers-nehmer kaum.
23.04.2007, 09:55 von Kasperkopf
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Hallo Stefanus,

Zitat:
Kündigungsgrund der Versicherung waren jedoch einige Vorschäden die reguliert wurden.
Diese hat der Verwalter etwas vorschnell regulieren lassen, obwohl noch nicht abschließend vor Gericht geklärt ist, ob es sich um Baumängel handelt, die unter die Gewährleistung fallen könnten.

Tja, das sieht nicht gut für Euch aus! Keine Versicherung ist auf ein schadenträchtiges Haus scharf. Vor allem sind die ja auch nicht doof. Offenbar handelt es sich um ein relativ neues Haus. Wenn da schon einige Schäden - insbesondere im Leitungswasserbereich - angefallen sind, ist denen auch klar, dass da ein mauschelnder Verwalter am Werke ist. Und darauf haben sie noch weniger Lust.

Aus diesem Grund rate ich immer den WEG's nicht jeden Schaden auf Teufel komm raus so hinzubiegen, damit er auch von der Versicherung bezahlt wird. Lieber mal einen Schaden selbst bezahlen aber dafür einen dauerhaften Versicherungsschutz genießen.

Eventuell könnt Ihr den Verwalter schadensersatzpflichtig machen. Die Frage ist, auf wessen Veranlassung er die Baumängel über die Versicherung als Schäden abgerechnet hat.

Gruss Kasperkopf
23.04.2007, 09:46 von Stefanus
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Einen genauen Grund der Kündigung haben wir nicht bekommen, aber das Schreiben der R+V Versicherung indem sie nur davon Schreiben, von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch zu machen.
Kündigungsgrund der Versicherung waren jedoch einige Vorschäden die reguliert wurden.
Diese hat der Verwalter etwas vorschnell regulieren lassen, obwohl noch nicht abschließend vor Gericht geklärt ist, ob es sich um Baumängel handelt, die unter die Gewährleistung fallen könnten.

23.04.2007, 09:06 von Kasperkopf
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Hallo Stefanus,

kann es vielleicht sein, dass der Verwalter keine neue Versicherung findet, die bereit ist, das Risiko zu zeichnen? Wenn die R + V vom außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch gemacht hat, fallen mir spontan drei Gründe ein:

1. Es wurden bei Antragstellung falsche Angaben gemacht, z. B. Vorschäden wurden verschwiegen.
2. Es kam zu mehreren Schäden, die reguliert wurden.
3. Der Versicherungsbeitrag wurde nicht bezahlt.

Alle drei Gründe sind nicht gerade förderlich, einen neuen Vertrag abzuschließen, denn die Versicherer fragen immer nach dem Vorvertrag, von wem dieser gekündigt wurde und warum.

Jedenfalls empfehle ich Dir dringend, sofort den Verwalter gerichtsfest anzuschreiben und ihn zur Stellungnahme aufzufordern. Er soll Angaben darüber machen,

a) wann die Kündigung der R + V bei ihm eingegangen ist,
b) warum die R + V gekündigt hat,
c) wann und bei welchen Gesellschaften er zwecks Neuabschluss vorstellig geworden ist,
d) warum etwaige Gesellschaften den Neuabschluss verweigert haben.

Parallel dazu mal bei Deiner finanzierenden Bank anfragen. Die meisten Banken sind mit irgendwelchen Versicherungen verflochten (R + V = Volksbanken/Raiffeisenbanken, SV Versicherungen = Sparkassen, DBV = Commerzbanken) und vielleicht haben die Interesse am Abschluss der Gebäudeversicherung.

Gruss Kapserkopf
22.04.2007, 17:27 von Fixfeier
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Hallo Stefanus,

anstreben kannst du - ausführen nicht. Das kann nur die Eigentümerversammlung. Wenn dir durch das Verhalten deines Verwalters ein Schaden entsteht hast du einen Schadensersatzanspruch. Den hast du für dich alleine.

Gruß
22.04.2007, 12:04 von Stefanus
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Könnte diese Kündigung auch von mir alleine angestrebt werden ?
Die anderen Eigentümer halten sich entweder heraus, oder aus Angst sogar zum Verwalter.
Das ich ärger mit der Bank bekommen soll...
ich kann ja nichts dafür, dass der Verwalter eine Kündigung der Versicherung erhalten hat und schon gar nicht, dass er jetzt keine neue findet.
Wer weis ob er sich dafür genug eingesetzt hat bzw. Zeit investiert hat ?
Da er noch sehr stark Politisch engagiert und eingebunden ist bezweifle ich das.

21.04.2007, 22:18 von Fixfeier
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Hallo,

mal ganz von der Kleinigkeit abgesehen, dass bei einem Totalschaden alle Eigentümer ohne Besitz dastehen:

Es werden z.B. die Realgläubiger (=die Banken) bzgl. fehlendem Versicherungsschutz von der kündigenden Gesellschaft benachrichtigt, d.h. die Darlehensnehmer unter euch bekommen Ärger.

Wenn es ein Verwalter so weit kommen lässt, ohne mit den Eigentümern bei Zeiten die Konsequenzen zu klären und den weiteren Weg zu erarbeiten, ist das für mich ein Grund für eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund.

Allerdings führt das bedauerlicherweise häufig zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Soweit beschrieben würde ich das in dem Fall durchsetzen wollen!

Gruß
21.04.2007, 12:50 von Stefanus
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Mittlerweile sind ja einige Tage vergangen und es ist laut Verwalter noch keine neue Versicherung gefunden worden.
Die Kündigung wird am kommenden Donnerstag (26.04., 0.00Uhr) wirksam!
Was passiert eigentlich, wenn bis dahin keine neue Versicherung gefunden ist ?
07.04.2007, 11:34 von Rita
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@ Stefanus
Die Fragen sind doch m.E. bereits beantwortet bzw. um was genau geht es jetzt noch?

Das Folgende hat zwar nichts mit der eigentlichen Frage zu tun - aber gerade habe ich das getan, was ich schon immer mal tun wollte > den Tarif der angeblich so günstigen "Grundeigentümer-Versicherung VVaG" (Link siehe weiter oben) mit einer bestehenden Versicherung verglichen ...

Gleiche Grundaten (2-Fam.-Haus, Wert) - gleiche Vertragsbedingungen (nennt sich bei der Grundeigentümer-Versicherung: Tarif 60 SP/Sicherheitspaket)
Ergebnis - Jahresprämie Wasser+Sturm (inkl. 19% Versicherungssteuer)
314,90 € Grundeigentümer-Versicherung VVaG (als Mitglied: gleicher Beitrag)
166,53 € R+V - 2006 abgeschlossener Vertrag (nur rein zufällig der o.e. Versicherer)

Damit ist das Thema "Grundeigentümer-Versicherung VVaG wirklich günstig?" für mich endgültig abgehakt.
Ähnlich eklatante Preisunterschiede habe ich auch schon bei anderen Vergleichen festgestellt.
> Ich darf also mit meinem Versicherungsberater/-Vermittler zufrieden sein.

Bei der R+V habe ich noch andere Verträge/ebenso bei div. anderen Gesellschaften. Obwohl ich auch schon einige Schadensfälle hatte, kann ich bislang keine negativen Erfahrungen berichten > ich hoffe das bleibt so.
07.04.2007, 08:18 von Stefanus
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Es handelt sich um die Wohngebäudeversicherung eines 6 Familienhauses mit 6 Eigentumswohnungen.
02.04.2007, 11:47 von chum
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@Stefanus
Gehe davon aus der Verwalter meint die Wohn-Gebäude-Versicherung, welche nicht für eine WHG innerhalb eines MFHs gilt.

Weitere Info...http://www.grundvers.de
Hallo Kasperkopf,

tschuldige, aber wenn du meinen Beitrag ein Stück weiterliest findest du das:

Zitat:
Er soll vor einem Abschluss berichten was er erreicht hat.


Gruß
02.04.2007, 09:06 von Kasperkopf
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Hallo Fixfeier,

Zitat:
Zunächst einmal sollte man den Verwalter mal seine Arbeit tun lassen.

Dein Vertrauen ehrt Dich. Aber: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ich würde dem Verwalter genau auf die Finger schauen, wenn es um den Neuabschluss der Versicherung geht. Hier habe ich leider schon oft erlebt, dass Verwalter gerne mal Vorschäden unter den Tisch fallen lassen, um bei einer bestimmten Gesellschaft einen Vertrag abschließen zu können oder der Vertrag wird einem "Geschäftspartner" zugeschanzt, ohne dass ein vernünftiger Preis-/Leistungsvergleich stattfindet. Oder noch schlimmer: Wichtige Vertragsbestandteile werden "vergessen", z. B. das Elementarrisiko oder bei Häusern mit Ölheizung die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung.

Daher empfehle ich, dass der Verwalter vor Neuabschluss mehrere Angebote mit Leistungsbeschreibung vorlegen soll.

Gruss Kasperkopf
31.03.2007, 08:56 von Michelle
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@ stefanus

zu deiner Frage, die Eigentumswohnung selbst zu versichern, bezweifle ich, dass dies sinnvoll ist. Ich kenne mich zwar nicht sonderlich mit Eigentumsgemeinschaften aus, aber da die Wohngebäudeversicherung auch Sturm- und Elementarschäden enthält, müsstest du bei einem Sturmschaden vermutlich deinen Teil aus eigener Tasche zahlen. Für die Wohnung selbst eignet sich wohl eher eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung.

Wie der Name schon sagt: Bei der Wohngebäudevers. geht es größtenteils ums Gebäude, es sei denn du hast mal Wasserschaden durch Rohrbruch. Aber ich halte es für sinnvoll, wenn das Gebäude insgesamt versichert ist.

Gruß Michelle
30.03.2007, 18:19 von Fixfeier
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Hallo,

es ist in der jüngeren Vergangenheit gar nicht mal so selten, dass man von der Kündigung der Versicherungsverträge bei einer gewissen Schadenhäufigkeit seitens der Gesellschaften hört. Da tut sich auch keine Gesellschaft besonders hervor.

Die Schdenshöhe des Einzelfalles spielt auch nicht unbedingt eine Rolle. Wie gesagt, beurteilt wird vielmehr die Anzahl der Schäden.

Wenn ein Neuvertrag abgeschlossen wird ist man verpflichtet anzugeben wenn der letzte Vertrag vom Vorversicherer gekündigt wurde. Das sollte man auch brav tun, denn die neue Gesellschaft fragt bei der alten nach.

Es kann sein, dass ein Neuvertrag nur gegen Prämienaufschlag zu bekommen ist. Ich habe aber auch schon Fälle erlebt, wo der Neuabschluss trotz der Vorschäden zu einer günstigeren Prämie möglich war. Der Konkurenzkampf unter den Gesellschaften ist teilweise erheblich.

Zunächst einmal sollte man den Verwalter mal seine Arbeit tun lassen. Er soll vor einem Abschluss berichten was er erreicht hat. Dann kann man sich immer noch den Kopf zerbrechen warum gekündigt wurde. Ist ja mühsig.

Gruß

30.03.2007, 17:35 von regus
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Vermutlich sind der Versicherung die Kosten des/der Schäden zu hoch.
Kann schon sein, dass der VW zu oft die Vers in Anspruch nimmt.
30.03.2007, 14:48 von Stefanus
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Es kann gut sein, dass der Verwalter Schäden hat regulieren lassen, die auf Baumängel zurückzuführen sind, bzw. von der Eigentümergemeinschaft hätten bezahlt werden müssen.
Die Versicherung gab keine Gründe an, aber im Briefkopf steht drin, Schaden-nummer, Schadentag....
Wir werden der sache jetzt doch mal auf den Grund gehen...

29.03.2007, 22:05 von Michelle
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Mich würde mal interessieren, wieso die Versicherung ihrerseits gekündigt hat. Interview mal deinen Verwalter. Bin auch bei R+V und bestens zufrieden.

Wenn er nämlich Mist gebaut hat, was Versicherungsschäden angeht, versichert ihn kein Mensch mehr. Das spricht sich schneller rum bei den Konzernen, als man denkt
29.03.2007, 21:27 von Fixfeier
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Hallo Stefanus!

Zitat:
unser Verwalter der kleinen Wohnanlage (6 Wohneinheiten) hat uns heute mitgeteilt...


Diese Mitteilung ist nicht selbstverständlich, erfolgt normalerweise nicht und ist auch nicht Pflicht des Verwalters. Du musst eigentlich gar nichts unternehmen.

Der Verwalter einer Eigentümergemeinschaft ist dazu verpfichtet dafür zu sorgen, dass der rechtmäßige Versicherungsschutz fortbesteht. Ich unterstelle dabei, dass der Versicherungsschutz zu den Beschlüssen oder Vereinbarungen konform besteht.

Natürlich kannst du jederzeit versuchen einen günstigeren Versicherer zu finden.

Gruß
29.03.2007, 20:18 von ChristophL
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Ich würde mir einfach mal ein paar Angebote anfordern, nen Rabatt wird es bei 6 WE wohl geben..

Gruß Christoph
29.03.2007, 18:49 von Stefanus
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Ich nehme an, das sich der Verwalter auch um den rechtzeitigen Abschluss einer neuen Versicherung kümmern wird.
Das heißt ich brauche jetzt in diesem Falle erstmal nichts weiter zu unternehmen , oder ?
29.03.2007, 18:35 von Ulrich
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Die einzelne Wohnung zu versichern macht keinen Sinn, weil elementare Teil des Gebäudes nicht im Sondereigentum, sondern im Gemeinschaftseigentum stehen.
29.03.2007, 18:15 von Augenroll
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Es wird sicher Mengenrabatt geben.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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