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24.09.2007, 07:56 von Dina_1Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kündigung & der Lebenspartner
Hallo zusammen,

Ich habe meine Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt.

Mieterverein:
„Im Auftrage unseres Mietgliedes legen wir Widerspruch gegen die von Ihnen getätigte Kündigung ein. Der Widerspruch wird damit begründet, dass der Lebenspartner unserer Partei erwerbsunfähig ist aufgrund bestehender Krankheit.

Der Lebenspartner ist aber kein Vertragspartner von mir!
Ich habe mit ihm kein Mietvertrag abgeschlossen.

Wie soll ich darauf reagieren?

Danke und Gruß
Dina
Alle 7 Antworten
24.09.2007, 15:14 von Augenroll
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Zitat:
Aber das hängt natürlich auch von Deinen Eigenbedarfsgründen ab...



Die hier ja wohl überhaupt noch nicht beleuchtet wurden....
24.09.2007, 14:37 von Sommer
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Zitat:
Sie gehen Hier scheinbar äußerst moralisch fragwürdig gegen Kranke vor. Ich wünsche Ihnen härtesten Gegenwind!!!


Quark, woher weisst DU nicht, daß der nur einen Schnupfen hat??

Dina, der soll seine Krankheit mit hieb- und stichfesten Attesten nachweisen in denen u.a. auch festgehalten wird ob er transportfähig ist.

Wenn er die Atteste beibringen kann und diese nicht fragwürdige Freundschaftsdienste befreundeter Ärzte sind, dann würde ich mir auch sehr überlegen, hier auf Konfrontation zu fahren. Aber das hängt natürlich auch von Deinen Eigenbedarfsgründen ab...

S.
24.09.2007, 10:50 von Augenroll
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Zitat:
"Eine Krankheit des Leenspartners des Mieters kan also durchaus ein Härtegrund sein"


Ja natürlich, was dachten Sie denn, sind Härtegründe???

Zitat:
Auch dann, wenn der Lebenspartner kein Vertragspartner von mir ist?


Ja natürlich, denn er hat seinen Lebensmittelpunkt doch in Ihrer Wohnung. Dazu braucht er doch keinen Vertrag mit Ihnen. Es genügt sein Wohnrecht als Lebenspartner Ihrer Mieterin.

Sie gehen Hier scheinbar äußerst moralisch fragwürdig gegen Kranke vor. Ich wünsche Ihnen härtesten Gegenwind!!!

24.09.2007, 10:24 von Dina_1
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"Eine Krankheit des Leenspartners des Mieters kan also durchaus ein Härtegrund sein"

Auch dann, wenn der Lebenspartner kein Vertragspartner von mir ist?
Er hat den Mietvertrag nicht unterschrieben und hat auch keine Vertragsverpflichtungen übernommen!

Wie würdet ihr den Mieterverein Zurückschreiben?

Danke & Gruß
Dina
24.09.2007, 09:22 von RMHV
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Zitat:
Dina_1 » 24.09.07 07:56 «
Mieterverein:
„Im Auftrage unseres Mietgliedes legen wir Widerspruch gegen die von Ihnen getätigte Kündigung ein. Der Widerspruch wird damit begründet, dass der Lebenspartner unserer Partei erwerbsunfähig ist aufgrund bestehender Krankheit.

Der Lebenspartner ist aber kein Vertragspartner von mir!
Ich habe mit ihm kein Mietvertrag abgeschlossen.



Grundsätzlich kann der Mieter nach § 574 Abs. 1 Satz 1 BGB der Kündigung widersprechen und Fortsezung verlagen, "wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für den Mieter, seine Familie oder einen anderen Angehörigen seines Haushalts eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist".

Eine Krankheit des Leenspartners des Mieters kan also durchaus ein Härtegrund sein. Allerdings ist die hier wiedergegebene dürre Begründung des Widerspuchs sicher nicht ausreichend. Der Mieter wird schon ausführlicher darlegen müssen, warum ein Wohnungswechsel durch die angebliche Krankheit des Lebenspartners für ihn eine nicht zu rechtfertigende Härte sein sollte.

Wurde der Mieter mit der Kündigung auf Formen und Fristen des Widerspruchsrechts hingewiesen. Sollte man sich mit der weiteren Bearbeitung des Widerspruchs Zeit lassen bis zum Ablauf der Wderspruchsfrist.
Der Widerspruch des Mieters wäre dann zunächst zurückzuweisen. Zieht der Mieter zum Ende der Kündigungsfrist nicht aus, wird eine Räumungsklage erforderlich sein.
Im Räumungsrechtsstreit wird dann über die Interessenabwägung entschieden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass zu Gunsten des Vermieters nur Aspekte berücksichtigt werden, die bereits im Kündigungsschreiben genannt sind.
Spekulationen über den Ausgang eines Verfahren sind ohne Kenntnis sämtliche Umstände des Einzelfalls völlig sinnlos.
24.09.2007, 09:12 von Sommer
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Genau: Ist Dir dieser Lebenspartner bekannt also ist der Mieter seiner mietvertraglichen Pflicht zur Meldung nachgekommen (zumindest ist das in den meisten MVs so geregelt)?
Ist er dort melderechtlich bekannt? Ein Meldestellenauszug ist da sehr hilfreich...

Ansonsten geh damit zum RA, das ist immer haarig. Hängt ja auch von Deinen Gründen ab da Deine Gründe gegen die der Mieter abgewägt werden.

S.
24.09.2007, 08:25 von JollyJumper
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Mietervereine bellen immer.
Ob sie beißen musst Du prüfen.
Ist Deine Mieterin schon immer Mitglied im Mieterverein?
Hat sie dort Rechtschutz oder ist sie Neumitglied und darf zunächst alles aus eigener Tasche zahlen.
Das heißt nicht das der MV trotzdem zunächst die (wie geschehen) Vertretung übernimmt.
Bei einem Widerspruch wird zunächst mal alles ins Feld geworfen, was eventuell Potenzial hat.
Das durch Gegenargumente zu widerlegen ist die Aufgabe die jetzt als nächstes für Dich, vorzugsweise für Deinen Anwalt ansteht!
Wenn der Lebenspartner nicht Vertrgaspartner ist um so besser.
Schwerer wiegt hier möglichweise die Krankheit, wenn dem LG des Mieters/der Mieterin ein Umzug nicht zuzumuten ist.
Ist der Lebenspartner überhaupt in der Wohnung gemeldet und das nicht erst seit ein paar Tagen?

Gruß JJ
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