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30.05.2007, 11:34 von andreasbProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kündigung auf Grund "Nichtheizen" der Wo
Hallo,
seit 1996 habe ich eine 54 qm Wohnung an einen allein stehenden Mann vermietet. Mittlerweile ist dieser Mieter ohne Arbeit und Bezieher des ALG II. Die Miete kommt bisher pünktlich, allerdings hat der kommunale Energieversorger zum wiederholten Mal den Stromzähler wegen zu hoher Aussenstände des Mieters abgeklemmt. Nach deren Auskunft ist mit einer baldigen Entsperrung eben wegen der hohen Aussenstände nicht zu rechnen. Eine Beheizung (lt. Vertrag ist ja für eine ausreichende Beheizung zu sorgen) ist mit der vorhandenen Etagenheizung im Moment und voraussichtlich auch im Winterhalbjahr nicht möglich. Dies ergibt sich daraus, dass der Vermieter mir in einem persönlichen Gespräch ohne Zeugen angab, die Wohnung tatsächlich finanziell nicht mehr unterhalten zu können. Ich befürchte nun bei einem weiteren Fortbestand des Mietverhältnisses, dass irgendwann die Bausubstanz beschädigt wird und ich auf den Kosten hängen bleibe, mal ganz abgesehen davon dass in der Wohnung auch kein Warmwasser (Hygiene und Sauberkeit) vorhanden ist.
Rechtfertigen diese Umstände eine Kündigung, möglicherweise eine fristlose Kündigung ? Und wenn ja auch während der Nichtheizperiode ?
Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

mfG Andreas B.
Alle 3 Antworten
30.05.2007, 17:42 von Cora
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Hallo

ich denke auch, dass hier ein Hilfsangebot nötig wäre. Muss doch möglich sein da eine Lösung zu finden. Mit dem Mieter ggf. zusammen zum Amt würde ich gut finden, da weiß man auch gleich was Sache ist.

Ggf. mit den Stadtwerken sprechen ob Ratenzahlung möglich ist.

Gruß
30.05.2007, 12:25 von Jutetuetchen
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Hallo,

schliesse kich den Worten von CMAX an.

Einen Kündigungsgrund sehe ich bisher auch nicht.

Du schreibst der Mieter habe gesagt er könne sich die Whg. finanziell nicht mehr erlauben.

Was ist der Mieter für ein Mensch ?

Vielleicht kannst Du ihm Deine Hilfe anbieten und versuchen mit den Stadtwerken eine Lösung zu finden (ratenzahlungen) oder mit ihm zur ARGE gehen und da mal gemeinsam vorsprechen ob die einen "Kredit geben" den er dann monatl. von der Hilfe abgezogen bekommt....

Wir hatten auch mal in dieser Hinsicht einen Mieter der eigentlich vollkommen überfordert war was solche Sachen anging - allerdings auch bei der ARGE seine Ansprüche die er nun mal wirklich hatte durchzusetzen und den haben wir dann unsere Hilfe angeboten und haben ihn zu einem Termin bei der ARGE begleitet und konnten so gemeinsam eine Lösung finden.

LG
30.05.2007, 12:05 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Eine Beheizung (lt. Vertrag ist ja für eine ausreichende Beheizung zu sorgen) ist mit der vorhandenen Etagenheizung im Moment und voraussichtlich auch im Winterhalbjahr nicht möglich


Strom, ??? Gas ???

Zitat:
Rechtfertigen diese Umstände eine Kündigung, möglicherweise eine fristlose Kündigung ? Und wenn ja auch während der Nichtheizperiode ?


glaube ich kaum, da eine konkrete Gefährdung vorliegen muss.

Wenn überhaupt, dann im tiefsten Winter !

Ich würde versuchen dies der Arge zu schildern und sie zu drängen den Kunden "einzubestellen". Eventuell Schuldnerberatung informieren oder mit dem Energieversorger und der Arge sprechen.

Angemessene Warmmiete muss/sollte die Arge übernehmen, sie kann kein Interesse an Obdachlosigkeit haben, da dies sicher mit höheren Kosten verbunden wäre !

MFG
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