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27.05.2007, 16:47 von FranceskaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kombi Ceranfeld/Backofen
Frage im Namen einer Freundin:

Sie wohnt seit 10 Jahren in ihrer Wohnung. Beim Einzug hat die Vermieterin Ihr ein/en Ceranfeld/Backofen-Kombi in die Wohnung gestellt (also mitvermietet). Sie durfte sich das Teil selber aussuchen.

Jetzt 10 Jahre später, ist das Teil Schrottreif. Wer müsste ein neues Teil kaufen? Sie oder die Vermieterin.
Alle 10 Antworten
28.05.2007, 19:56 von frischebrise
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Hallo,

dedl schrieb:
geht es denn hier eigentlich um eine Einbauküche? Es gibt ja auch freistehende Geräte, wie sieht die Sache dann aus?

Sofern in einer İndividualergaenzung zum MV. klar die Nutzung dem M. übertragen, keinen zusaetzlichen Nutzen - durch eine erhöhte Miete - verlangt wird, die Reparaturklausel rechtswirksam vereinbart wurde und dem M. keine weiteren Lasten aufgebürdet wurden ( unangemessenene Benachteiligung ) dann könnte der VM frei und der M. in der Pflicht sein.

28.05.2007, 10:12 von peter98
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Zitat:
Solange das Gerät funktionstüchtig ist, besteht kein Anspruch auf Ersatz.


Ich sehe dies genauso wie Mortinghale.

Das gleiche Problem taucht doch immer wieder mit der 20 Jahre alten Badewanne auf, die noch einwandfrei zu benutzen ist, aber eben nicht mehr so toll aussieht.

Wenn der Herd allerdings seinen Geist - ohne Verschulden des Mieters - aufgegeben hat, sehe ich den Vermieter in der Pflicht für Ersatz zu sorgen (falls eine Reparatur nicht möglich oder unwirtschaftlich ist), wenn er tatsächlich "mitvermietet" wurde.

27.05.2007, 22:47 von Mortinghale
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Solange es sich nicht um ein "Willkommenspräsent" zum Einzug gehandelt hat, macht das keinen Unterschied.

27.05.2007, 22:24 von dedl
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Moin zusammen,

Zitat:
die Rechtsprechung geht klar davon aus,
dass die EBK bzw. Cerankochfeld mit der Mietsache verbunden ist.

geht es denn hier eigentlich um eine Einbauküche? Es gibt ja auch freistehende Geräte, wie sieht die Sache dann aus?
27.05.2007, 20:00 von Mortinghale
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Bei vernünftigem sachgerechten Gebrauch und entsprechender Pflege hält ein Herd/Backofen länger als 10 Jahre.

Was heißt schrottreif ? Solange das Gerät funktionstüchtig ist, besteht kein Anspruch auf Ersatz. Und wenn es das nicht mehr ist, besteht in erster Linie Anspruch auf Reparatur.

Ob das Teil zwischenzeitlich steuerlich abgeschrieben ist, ist vollkommen irrelevant.

27.05.2007, 19:54 von frischebrise
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Hallo,

die Rechtsprechung geht klar davon aus,
dass die EBK bzw. Cerankochfeld mit der Mietsache verbunden ist.
D.h. der Vermieter ist verpflichtet die Mietsache in vertragsgemaessen Zustand zu erhalten.
Entsprechend hat er dem M. ein funktionsfaehiges Ceranfeld zur Nutzung zu überlassen.

Der M. kann jedoch keinen Anspruch auf ein Neues Cerankochfeld herleiten. Der VM. kann also ein gebrauchtes aber funktionierendes beschaffen.

Weiterhin geht die Rechtsprechung davon aus, das AGB Klauseln im MV unwirksam sind, sofern Sie den M. unangemessen benachteiligen.

EBK gelten nach der Rechtsprechung als mit der Mietsache festverbunden und das ist die eigentliche Krux.

Selbst İndividual- MV in Bezug zu EBK wurden schon gekippt.

Bitte einmal googlen.

27.05.2007, 19:28 von Cora
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Hallo

hast nun immer noch nicht gesagt wer nun den neuen, schönen Herd kaufen darf.

Gruß
27.05.2007, 19:08 von taxpert
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Hallo cora!

Ob schrotreif oder nicht ist eher unerheblich. Fakt ist, dass, soweit mitvermietet, Abnutzung durch Miete abgegolten ist.

Ob der Herd noch funktionstüchtig ist spielt keine Rolle. Überlege dir einmal was der Herd noch Wert ist! Was würdest du persönlich ganz subjektiv für einen 10 Jahre alten Herd in "Normal"-Zustand an einen fremden Dritten zahlen?

Ich glaube, du würdest wohl auch nicht grade viel geben, auch wenn der Herd noch funktioniert, oder?
27.05.2007, 18:42 von Cora
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Hallo

wenn mitvermietet müsste der Vermieter für Ersatz sorgen - meiner Meinung nach.

Andererseits: wie kann so was nach 10 Jahren schrottreif sein?
Hatte meinen Herd über 20 Jahre.

Gruß
27.05.2007, 17:07 von taxpert
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Hallo Franceska!

Grundsätzlich ist eine Küche (besonders natürlich die E-Geräte!) abgeschrieben und damit wertlos. Wenn die Küche im Mietvertrag erwähnt wurde, ist die normale Gebrauchsnutzung mit der vereinbarten Miete abgegolten,

Wie es aber im Leben nun mal ist, K A N N man natürlich auch eine andere Meinung vertreten. Ich würde mich aber auf keine andere Rechtsauffassung einlassen.

taxpert
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