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20.10.2007, 19:15 von petraleinProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|kaution zurück zahlen, bin aber sauer auf mieter
hallo leute, ich habe mich über meine mieter sehr geärgert, weil sie sich nicht an eine mündliche vereinbarung gehalten haben.ich habe daher die nebenkostenabrechnung und die kaution noch nicht abgerechnet, obwohl das mietverhältnis bereits am 30.11.06 beendet wurde. jetzt hat der ehemalige mieter mir rechtliche schritte angedroht, wenn ich nicht bald zahle. ich habe zurückgeschrieben, dass ich erst zahle, wenn mir eine klage zugestellt wird. danach zahle ich sofort, aber die haben anwalts- und gerichtskosten am hals und das gönne ich denen. ich hatte auch kosten,weil sie sich nicht an die mündliche vereinbarung gehalten haben. die summe ziehe ich ihnen zusätzlich noch von der kaution ab. die mieter beziehen sich zwar auf ein schriftliches abnahmeprotokoll, in dem ich eine ordnungsgemäße wohnungsübergabe bestätige. stimmt zwar, aber dennoch hätten sie eine nachbesserung des farbanstrichs vornehmen können. ich kann doch nichts dafür, dass der nachmieter den farbanstrich nicht akzeptiert.der mieter aber meint, dass er die ihm entstandenen anwalts- und gerichtskosten mir in rechnung stellen kann, da die forderung der kaution unbestritten sei. ist das richtig so? er ist doch der kläger, muss er wenn ich zwischenzeitlich zahle nicht seine kosten, die ihm entstanden sind nicht auch selber tragen?? wie seht ihr das? gruss petralein
Alle 28 Antworten
14.11.2007, 14:39 von timm
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Habe gerade ein Urteil zu der Frist gefunden:

Amtsgericht Ahrensburg, Az 46 C 943/06, 5.1.2007

Der Vermieter muss zeitnahl - sobald er objektiv dazu in der Lage ist - über die Kaution abrechnen.
In der Praxis dürften das die von "ich" erwähten 3 bis 6 Monate sein.

Gruß

tim.

12.11.2007, 16:47 von Augenroll
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Hallo Der_Vermieter,

Zitat:
Ich kann doch als Vermieter nicht sagen, nur weil ich mich über meine Mieter ärgere, ärgere ich den halt auch etwas.


Die Erfahrung lehrt leider, dass es aber so ist!
12.11.2007, 11:47 von Der_Vermieter
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Hallo,

also das ganze ist doch irgenwie nicht ganz ernst gemeint, oder? Ich kann doch als Vermieter nicht sagen, nur weil ich mich über meine Mieter ärgere, ärgere ich den halt auch etwas. Also ieb Petra, dieser Schuss geht voll nach hinten, und nachher Ärgern sie sich noch, denn wenn Sie ggfs. noch Nebenkosten nachbezahlt bekämem würden sie diesen Anspruch am Ende des auf den Auszug des Mieters folgeden Kalenderjahres verlieren.
Die Kosten für Anwälte, Gerichte, etc. zahlen sie bei der Sachlage sowieso, also sieht das für mich alles so aus, als ob Sie sich hinterher noch mehr Ärgern.

TIP: Sache schnell klären, klappe halten und hoffen das der Mieter zufrieden ist und nicht weiter unternimmt.
10.11.2007, 17:01 von Peter_Pan
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An Ihrer Stelle würde ich schleunigst die Mietkautions incl. Verzinsung zurückzahlen! Es ist ein Irrtum zu glauben, daß bei einer Klageschriftzustellung der Antragsteller, also der Ex-Mieter, alle zu erwartenden Kosten zu tragen hat.Zivilrechtlich entscheidet das Gericht immer nach Auslöser und Verursacher, bzw. in den meisten Fällen wird ein Vergleich geschlossen. Sie werden bei einem Vergleich immer den Kürzeren ziehen, abgesehen von den nervlichen Belastungen, die ein Prozeß mit sich bringt.
Existieren von einer streitigen Angelegenheit eine schriftliche Ausformulierung und eine mündliche Absprache, gewinnt (fast) immer die schriftliche. Der Mieter ist gem. Übergabeprotokoll hier im Vorteil. Ihre Dummheit, wenn Sie eine entsprechende Formulierung im Protokoll auf Nachbesserung bzw. wer die Kosten für was trägt, nicht übernehmen.Im übrigen muß ein Mieter, wenn er die angemieteten Wohnräume verläßt nicht "automatisch" die Räume streichen. Dies ergibt sich nach billigem Ermessen, bzw. danach ob es notwenig erscheint.

Ihre Rückzahlungsverweigerung ist aussichtslos.
09.11.2007, 11:42 von Augenroll
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Zitat:
für zu erwartende Betriebskosten-Nachzahlungen mag er dann noch einen Rest von der Kaution einbehalten (angesichts der derzeitigen Preisentwicklung sollte er diesen Rest auch durchaus großzügig schätzen).



Diese Abrechnung hat dann aber auch zu erfolgen und die "Kautionsreste" sind dann auch auszuzahlen! (natürlich auch verzinst!)
09.11.2007, 11:35 von Mortinghale
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Hi Timm,

das ist keine starre Frist, wurde aus Urteilen "entwickelt".
Kann auch länger oder kürzer sein, je nach Einzelfall.

Beginn ist auf jeden Fall das Mietende.

09.11.2007, 11:34 von Ich
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Fällig wird die Kautions-Rückzahlung noch nicht unmittelbar mit dem Ende des Mietvertrags oder der Rückgabe der Wohnung. Es gibt auch keine starren Fristen für die Abrechnung einer Mietkaution nach Mietende. Jedoch sollte der Vermieter regelmäßig in der Lage sein, innerhalb von drei bis sechs Monaten nach Rückgabe eventuelle Ansprüche wegen Verschlechterung der Mietsache, unterlassener Schönheitsreparaturen etc. zu beziffern, und auf dieser Grundlage zumindest eine Teilabrechnung vorzunehmen; für zu erwartende Betriebskosten-Nachzahlungen mag er dann noch einen Rest von der Kaution einbehalten (angesichts der derzeitigen Preisentwicklung sollte er diesen Rest auch durchaus großzügig schätzen).

09.11.2007, 11:21 von Augenroll
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Zitat:
hier wurde zwei mal erwähnt, dass man die Mietsicherheit innerhalb von sechs Monaten abrechnen muss.

Ist das eine gesetzliche Frist (starr) oder aus Urteilen abgeleitet?
Ab wann gilt - Auszug oder Mietende?

Für Hinweise wäre ich dankbar.


Der VM darf nicht einfach so die Kaution behalten, die gehört ja dem Mieter!
09.11.2007, 11:07 von timm
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Hallo,

hier wurde zwei mal erwähnt, dass man die Mietsicherheit innerhalb von sechs Monaten abrechnen muss.

Ist das eine gesetzliche Frist (starr) oder aus Urteilen abgeleitet?
Ab wann gilt - Auszug oder Mietende?

Für Hinweise wäre ich dankbar.
Gruß
Tim.
24.10.2007, 00:06 von Ruhrpoettin
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Das verstehe ich auch nicht Petralein. Ich mache das immer so, dass ich mit dem Mieter, der mitten in der Zeit auszieht,eine Vereinbarung treffe. Die Kaution wird ausgezahlt, wenn alles ok ist und ich behalte 100 oder max.200 € zurück gegen Quittung, die dann für eventuelle Nachzahlungen der BK zur Verfügung stehen. Den Rest bekommt er dann von mir überwiesen.

Man muss doch nicht extra Streit suchen. Es gibt doch sowieso schon echte Probleme.
23.10.2007, 16:45 von Augenroll
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Hallo Abfallkuchen,
Zitat:
Ich beklage mich auch wegen der Qualität deiner Beiträge.


Dann jammern Sie mal nicht rum, zumindest solange nicht, wie Sie schlechtere Qualität liefern.
23.10.2007, 11:28 von Mortinghale
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Also, was denn nun ?

Zitat:
Der Mieter hat hier, wie bereits erläutert, ja gar kein Prozess- und Kostenrisiko.


Zitat:
Nicht auf einen Vergleich einlassen!


Und das ist noch nicht einmal der einzige Punkt.

23.10.2007, 08:50 von Apfelkuchen
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Zitat:
Schon aus erzieherischen Gründen muss man hier einfach klagen!


Ich beklage mich auch wegen der Qualität deiner Beiträge. Die werden immer schlechter.
23.10.2007, 08:16 von Augenroll
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Grundsätzlich muss man erstmal die Geschichte so annehmen, wie sie hier geschrieben wurde.

Der Mieter hat hier, wie bereits erläutert, ja gar kein Prozess- und Kostenrisiko. Er kann seinen VM verklagen und dieser bezahlt dann die gesamten Anwalts- und Prozesskosten.(Nicht auf einen Vergleich einlassen!)

Wenn der VM diese nicht bezahlt, wird halt durch GV oder Kontopfändung oder gar ZV beim VM vollstreckt. Das geht halt seinen normalen Gang. Also, keine Angst davor!

Schon aus erzieherischen Gründen muss man hier einfach klagen!
23.10.2007, 07:33 von Endu
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Spielt dass eine Rolle ob der TE Vermieter oder Mieter ist?

Fakt ist jedenfalls dass wir es hier mal wieder mit einem super "professionellen" VM zu tun haben. In so einem Fall finde ich es wieder gut dass wir eine so mieterfreundliche Gesetzgebung haben!

Der Mieter soll dem VM verklagen und auch noch gleich seine Kosten mit allem drum und dran beim VM eintreiben. So ein dummes Verhalten muss dem VM soviel Schmerzen bereiten dass er sowas nie mehr macht. Am besten nie mehr vermietet.
22.10.2007, 15:40 von Augenroll
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gipsy = Chef-IM
22.10.2007, 11:33 von Jobo
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Zitat:
die mieter beziehen sich zwar auf ein schriftliches abnahmeprotokoll, in dem ich eine ordnungsgemäße wohnungsübergabe bestätige.


Gibt es da einen Grund die Kaution zurück zu halten, nein, denn das Abnahmeprotokoll hast du unterschrieben. Nun ist es Dein Problem wenn die Farben Deinem Nachmieter nicht gefallen.
Hast Du den ehemaligen Mieter diese angeblich mündliche Absprache schriftlich nachgereicht oder den Mieter schriftlich aufgefordert.
Gibt es außer den gesagten Gründen weitere warum Du die Kaution zurück hälst. Wenn nein, kann ich Deinem Mieter nur wünschen dass er seine Kaution einklagt und Du die Mehrkosten zu tragen hast.

Zitat:
...stimmt zwar, aber dennoch hätten sie eine nachbesserung des farbanstrichs vornehmen können. ich kann doch nichts dafür, dass der nachmieter den farbanstrich nicht akzeptiert.
Doch Du kannst was dafür, nämlich Du vermietest ja die Wohnung, oder hat der Mieter den Nachmieter gesucht und hat dieser zugesgt die Wohnung so zu übernehmen?

Zitat:
geld einzutreiben ist in deutschland nicht einfach!!!
vor allem wenn es einem nicht zu steht.

Jobo


21.10.2007, 12:29 von Gipsy
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Ähmmm, ja:

Hier

Gipsy
Zitat:
Der Beitrag war schon ernst gemeint, nur ist "Petralein" der Mieter.


meinst du?

Na, egal.
Jeder, der ein bisschen mit der Materie vertraut ist, weiß doch, dass, wenn man etwas zahlen muss und der Gegner einen RA einschaltet, der Schuldner im Endeffekt dessen Kosten zu tragen hat. Und bei einer Klage entstehen Kosten, Petralein, und die hast du dann an der Backe.

Außerdem würde ich mich als Mieter gar nicht so lange hinhalten lassen, denn NK und Kaution sind 2 Paar Schuhe.

Also, zahl aus und sei froh wenn noch kein RA im Spiel ist.
21.10.2007, 11:45 von Mortinghale
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@CMAX

Der Beitrag war schon ernst gemeint, nur ist "Petralein" der Mieter.



21.10.2007, 10:58 von CMAX_65
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Hi,

ich denke die Rechtslage ist ausführlich geschildert worden.

Falls der Beitrag ernstgemeint war, liegt es jetzt bei "petralein" die Konsequenzen daraus zu ziehen.

MFG
21.10.2007, 10:38 von stefan_nuernberg
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Da die Rückzahlung der Kaution längst fällig ist, befindest Du Dich in Verzug - also fallen alle dann entstehenden Kosten Dir zur Last. Mach es nicht noch schlimmer und überweise die Kaution. Jedes Tätigwerden eines Anwaltes (Anschreiben, Klageerhebung etc.) bezahlst DU und zwar auch dann, wenn Du sofort nach Klagezustellung überweist.

Du verminderst dann höchstens noch die Kosten, weil es eben keine Verhandlungsgebühr, Beweisgebühr etc. gibt, aber die eigentlichen Kosten für die Klage bleiben an Dir hängen.

Mit schönen Grüssen aus dem Frankenland

Stefan
21.10.2007, 10:28 von johanni
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Halo Petralein,

Zitat:
jetzt hat der ehemalige mieter mir rechtliche schritte angedroht, wenn ich nicht bald zahle. ich habe zurückgeschrieben, dass ich erst zahle, wenn mir eine klage zugestellt wird. danach zahle ich sofort, aber die haben anwalts- und gerichtskosten am hals und das gönne ich denen.


Und mit der Zustellung der Klage hast Du bei dem geshcilderten Sachverhalt garantiert auch die Kosten zu tragen.

Warum spendest Du nicht einfach einen Betrag und machst Dich mal mit dem Mietrecht vertraut?

Deine Unkenntnis, kanst Du doch dem Mieter nicht anlasten!
Und nun Kosten aufzurechnen, die Du selbst verursacht hast, nämlich, der neue Mieter wollte die Wandfarbe nicht akzeptieren, die Du selbst im Übernahmeprotokoll anerkannt hast!!??

Johanni
21.10.2007, 07:56 von Apfelkuchen
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Zitat:
aber die haben anwalts- und gerichtskosten am hals und das gönne ich denen


Die wirst Du dann zahlen dürfen.

Ich schließe mich meinen "Vorrednern" voll an. Du hast die ordnungsgemäße Übernahme der Wohnung schriftlich bestätigt. Mündliche Absprachen sind schwer beweisbar.

Mach die NK -Abrechnung schnell, zahl die Kaution aus und Ende.

Es erspart dir eine Menge Geld und Ärger.

(Mal sehen wie Montag unsere 2 Trolle auf dieses Thema anspringen )

20.10.2007, 20:59 von ettili
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Dein Problem wird vor allem das als i.O. befundene Übergabeprotokoll sein. Mündliche Absprachen sind doch kaum zu beweisen, oder war tatsächlich jemand (ausser Ehemann o.ä.) dabei, der das bezeugen würde???

Ansonsten denke ich auch, daß alles andere bereits geschrieben wurde, Kaution spätestens nach 6 Monaten fällig, NK hätten sicher auch schon längst berechnet worden sein...


LG
20.10.2007, 20:28 von petralein
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ich bin verärgert, dass die mieter zusagen nicht eingehalten haben. selbstverständlich weiss ich, dass ich die kaution zurück zahlen muss.

auf einen prozess lasse ich es auch nicht ankommen. kurz vorher werde ich auch zahlen, aber ich habe kosten gehabt und die sollen halt spüren, wie das ist, wenn man unnötige kosten hat. der mieter muss schließlich einen finanziellen aufwand betreiben, wenn er mich verklagen will und ich weiss, dass sie finanziell nich gut darstehen.

das ganze klingt gemein, aber die mieter haben sich mir gegenüber auch nicht fair verhalten.

geld einzutreiben ist in deutschland nicht einfach!!!

20.10.2007, 19:53 von Melanie
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hab keine Lust absatzlose unleserliche Textblöcke zu lesen, habs verucht, ist mir zu anstengend....
20.10.2007, 19:49 von CMAX_65
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Hi,

Zitat:
ich habe zurückgeschrieben, dass ich erst zahle, wenn mir eine klage zugestellt wird


....nicht besonders schlau, was bezwecken Sie ???

Normalerweise muss über eine Kaution binnen 6 Monaten abgerechnet werden. Wenn Mietende 30.11.06 war ist dies längst überfällig.

Auch die NK Abrechnung ist spät. am 30.11.07 fällig. Ich schätze mal da wird kein Richter allzuviel Verständnis haben.

Wenn Sie also eine Klage provozieren werden Ihnen die Kosten auferlegt. Basta !

Zitat:
abnahmeprotokoll, in dem ich eine ordnungsgemäße wohnungsübergabe bestätige


damit haben Sie keinerlei Ansprüche mehr.....

also schnellstens NK-Abrechung und Rückzahlung der Kaution.....

Ich kann mir nicht helfen das Ganze klingt nach einem fake "liebes petralein" !!!

MFG
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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