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05.01.2011, 21:48 von KrimpiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Katalytofen in Mietwohnung erlaubt ?
Hallo und Guten Abend,
nun zu meinem ersten Beitrag !
Wir vermieten seit Sommer 2010 das Haus meiner Schwiegermutter und haben nach einiger Zeit einen Mieter finden können.
Nachdem nun die Heizperiode begonnen hatte, beschwerte sich der Mieter zunächst nur über Kleinigkeiten nun aber über Feuchtigkeit in der Wohnung. Ich bin kein Fachmann, daher haben wir nun vergangenen Montag eine Termin vor Ort mit unserem Heizungsbauer und einem Gutachter vereinbart.

Hier das vorläufige Ergebnis.
Der Mieter hat im Wohn- und Schlafzimmer in den Ecken feuchte Stellen und Ansätze von Schimmelbildung.
Im Wohnzimmer steht ein Katalytofen, der offensichtlich auch in anderen Räumen aufgestellt wurde. Der Gutachter hat gemessen (73% rel. Feuchte) und hat dann einen Datenlogger aufgestellt. Ergebnis, es wird unzureichend gelüftet und kaum geheizt.

Meine Frage(n) nun.
Rechtfertigt die Aufstellung des K-Ofens eine fristlose Kündigung ?
Ist die Nutzung eines solchen Ofens in Wohngebäuden gesetzlich verboten ?

Für Antworten und auch gern weitere Einschätzungen schonmal vielen Dank im voraus.

MFG
Krimpi
Alle 1 Antworten
08.01.2011, 11:43 von Gilhorn
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Katalytöfen sind nicht zum Heizen in geschlossenen Räumen geeignet, es sei denn, sie sind am Kamin angeschlossen, über den die giftigen Abgase entweichen können. Zudem entziehen die Öfen dem Raum den zur Verbrennung benötigten Sauerstoff. Wenn nicht ausreichend gelüftet wird, droht Vergiftungs- und Erstickungsgefahr.
Leider gibt es kein Gesetz, welches den Betrieb in geschlossenen Räumen verbietet.

Wenn der Gutachter bescheinigt, dass die Räume nicht ausreichend gelüftet werden, besteht die Möglichkeit, den Mieter wegen der fehlenden Lüftung abzumahnen. Weiter könnte man dann kontrollieren, ob sich das Lüftungsverhalten bessert. Falls nicht, könnte man eine außerordentliche Kündigung nach erfolgloser Abmahnung in Erwägung ziehen und wegen der Schimmelschäden Schadenersatz geltend machen. Aber sicherheitshalber einen Fachanwalt mit ins Boot nehmen.

Ein Punkt wäre dabei noch zu berücksichtigen, dass bei der Verbrennung von Propangas Kohlenstoffdioxid und Wasser entsteht. Der in den Abgasen enthaltende Wasserdampf begünstigt natürlich die Schimmelbildung. Vielleicht wäre dies ein Punkt, im Zuge der Abmahnung, dem Mieter den Betrieb des Ofens unter Androhung von Schadenersatzansprüchen, zu untersagen.
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