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14.12.2007, 06:58 von HiobProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Kamin
Frage:
Ich habe an einem Schornstein in meinem Haus Sanierungsarbeiten durchgeführt, müsste dem Mieter sagen das er leider für zwei Wochen nicht heizen kann, mit dem Kamin.
Ich habe ja in allen Wohnungen Nachtspeicherheizung und die Kamine habe ich aus freien Stücken eingebaut.
Nun möchte mir der Mieter die zwei Wochen die er nicht heizen könnte berechnen, kann er das da ja die Nachtspeicherheizung ansich als Heizung diehnt und nicht der Kamin.
Es gibt nichts schriftliches wo drinsteht das er überhaupt den Schornstein nutzen darf, bzw. kann ich Ihm die Benutzung untersagen?
Alle 18 Antworten
14.12.2007, 17:02 von Augenroll
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Zitat:
Mehr als die ausgeurteilten 5 % wird sich bei Ausfall einer (eigentlich überflüssigen) Zusatzheizung nicht herausholen lassen.


Würde auch ich als angemessen empfinden.
14.12.2007, 16:58 von Mortinghale
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Mehr als die ausgeurteilten 5 % wird sich bei Ausfall einer (eigentlich überflüssigen) Zusatzheizung nicht herausholen lassen.

Ich halte es eher für wahrscheinlich, daß das Gericht das mit einem Heizungsausfall im Sommer vergleicht.

14.12.2007, 16:57 von Apfelkuchen
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Ist doch klar.

MM = 0 %
14.12.2007, 16:55 von Augenroll
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Hmmm, LG? 1987? Bin skeptisch.

Immerhin sind wir uns ja offenbar einig, dass MM möglich ist. Dann gilt es ja nur noch die Höhe zu diskutieren.
14.12.2007, 16:52 von Mortinghale
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Wenn einmal reichen würde, hätte ich das doch nicht geschrieben, oder ?

Aber na ja, mein gutes Herz ....

LG Karlsruhe v. 10.7.1987 9 S 66/87, WuM 1987, 382

14.12.2007, 16:42 von Augenroll
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Zitat:
"Vor Gericht gehen" muß man auch, wenn man verklagt wird.

Sicher, aber das muss dann der VM anleiern.

Zitat:
Sag bloß, es gibt Minderungsurteile, die Dir nicht bekannt sind.


Na ja klar, sonst würde ich doch nicht nach 'ner Quelle fragen.

Zitat:
Erst mich beleidigen...


Wo denn, hab ich doch gar nicht.

Zitat:
Sag erstmal "Bitte, bitte".


hab doch geschrieben:

Zitat:
Bitte Quelle nennen!


Reicht denn einmal nicht?

14.12.2007, 16:35 von Apfelkuchen
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Zitat:
(Bitte mit Adresse und Bildern!).


Träum weiter Troll
14.12.2007, 16:10 von Mortinghale
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"Vor Gericht gehen" muß man auch, wenn man verklagt wird.

Sag bloß, es gibt Minderungsurteile, die Dir nicht bekannt sind.

Erst mich beleidigen und dann Quellinformationen haben wollen ...

Sag erstmal "Bitte, bitte".

14.12.2007, 16:02 von Augenroll
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Zitat:
Aufgrund zwanzig Jahre alter Rechtsprechung könnte der Mieter bei einem offenen Kamin im Wohnzimmer vielleicht 2,5 % verlangen.


Bitte Quelle nennen!

Zitat:
Als Mieter würde ich damit nicht vor Gericht gehen,...

Braucht er doch gar nicht,denn er behält die Minderungssumme von den laufenden Zahlungen zurück.
14.12.2007, 16:00 von Mortinghale
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Aufgrund zwanzig Jahre alter Rechtsprechung könnte der Mieter bei einem offenen Kamin im Wohnzimmer vielleicht 2,5 % verlangen.

Andererseits ist die Heizversorgung weiterhin sichergestellt, die erforderlichen Mindesttemperaturen werden weiterhin erreicht.

Als Mieter würde ich damit nicht vor Gericht gehen, als Vermieter würde ich dem Mieter ein Sternchen auf die Akte kleben (obwohl ich es vermutlich ohnehin nicht vergessen würde).



14.12.2007, 15:53 von Augenroll
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Zitat:
In welcher Höhe denn ?


das hängt speziell von dem Einzelfall ab. Um das besser einschätzen zu können, sind detailliertere Infos nötig (Bitte mit Adresse und Bildern!).
14.12.2007, 15:44 von Mortinghale
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Zitat:
Trotzdem ist der Mieter zur Minderung berechtigt.



In welcher Höhe denn ?

14.12.2007, 15:31 von Augenroll
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Zitat:
Für die Sanierung gibts ja bestimmt einen wichtigen Grund


Trotzdem ist der Mieter zur Minderung berechtigt.

Zitat:
Ihr Mieter hätte nur Minderungsrecht, wenn es gar keine Heizalternative gäbe.


Das ist schlichtweg falsch, den das Vorhandensein eines nutzbaren Kamins stellt einen erheblichen Wohnwert dar, den der Mieter mit Zahlung von 100% Grundmiete mit abgilt.

Nicht umsonst ist ja ein Kamin auch ein wohnwerterhöhendes Merkmal laut Mietspiegel, was eine höhere Vergleichsmiete ergibt.
14.12.2007, 15:26 von hausproblem
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Sie sollten schriftlich jeglicher Minderungsabsichten widersprechen.
Für die Sanierung gibts ja bestimmt einen wichtigen Grund, welches im Endeffekt auch dem Mieter zugute kommt, den Sie angeben sollten und schreiben welchen Vorteil es für den Mieter hat. (falls kein triftiger Grund, lassen Sie sicht etwas einfallen. Sie haben ja bestimmt nicht in dieser Witterung die Sanierungsarbeiten in Auftrag gegeben um Ihre Mieter zu ärgern)

Ihr Mieter hätte nur Minderungsrecht, wenn es gar keine Heizalternative gäbe.
14.12.2007, 15:06 von Augenroll
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Zitat:
Steht dort als zugesicherte Eigenschaft ein benutzbarer Kamin?


Das ist egal. Es kommt lediglich darauf an, ob der Kamin jemals benutzbar war.

Wenn der Kamin sogar bereits nutzbar war, als der Mieter den Vertrag unterschrieb ist der Mieter zur Mietminderung für die 14 Tage berechtigt.
14.12.2007, 09:51 von frischebrise
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Hallo,

ergänzend zu Sommer wird es jedoch schwerer, wenn der Mieter die mit der Betreibung des Kamins notwendigen Kehr und Prüfgebühren - meines Wissens, im erleichterten Verfahren - alle 2 Jahre übernommen hat und dieses im MV. steht.

Wenn der Kamin nur als Dekoration und bei Vermietung da war, keine zugesicherte Eigenschaft des Beheizens oder Mitheizens gegeben ist oder entsprechend nichts im MV. steht, dürfte der M. auch keine Ansprüche geltend machen.

Aber jedes Gericht in Deutschland kann Einzelfallbezogen anders Entscheiden.
14.12.2007, 09:12 von Lilibeth
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Zitat:
Ich habe an einem Schornstein in meinem Haus Sanierungsarbeiten durchgeführt, müsste dem Mieter sagen das er leider für zwei Wochen nicht heizen kann, mit dem Kamin.



der Mieter sollte froh sein wenn sich der VM kümmert.

Glaube kaum das er Dir eine Rechnung stellen darf.

Der gute Mieter ist natürlich sauer das er den teuren Strom zahlen muß .

Nur noch eine Frage : konnten sie Sanierungsarbeiten nicht schon vor der Heizperiode durchgeführt werden ?? oder war es erst jetzt eine Dringlichkeit ???
14.12.2007, 09:00 von Sommer
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Was sagt denn der Mietvertrag?
Steht dort als zugesicherte Eigenschaft ein benutzbarer Kamin?
Nur die bloße Existenz eines Kamins oder Ofens bedeutet nicht - sofern eine andere, flächenabdeckende Heizung vorhanden ist - daß der Mieter automatisch den Anspruch auf die Nutzung hat (wenn eben nicht explizit so erwähnt).

Also nachlesen und je nach Mietvertrag entsprechend vorgehen...

S.
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