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23.02.2007, 09:06 von Manfred1Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Instandhaltung oder Wartung
Hallo zusammen.

Ein Nachtspeicherboiler, verbaucht wegen der Sommer/Winterzeit-Umstellung derzeit 1 Stunde Tagstrom statt den günstigeren Nachtstrom. Die Umstellung der Uhr am Boiler ist nur durch ein Serviceunternehmen möglich. Wer zahlt das nun?
Der Mieter muß gem. Mietvertrag für die Wartung des Gerätes selbst aufkommen. Dies ist jedoch m.W. nur bis zu einer Höchstgrenze möglich (Parallelen zu Kleinstreparaturen).

Die Mieterseite behauptet nun, die Uhrumstellung sei weder Instandhaltung noch Wartung. Er sieht sich nicht in der Kostenpflicht, da für ihn Mehrkosten von über 100 % für Strom entstehen und daher der Vermieter die Kosten zu tragen habe.

Wie seht Ihr das?
Alle 16 Antworten
24.02.2007, 11:34 von Rita
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Abgesehen von der Technikfrage:

Zitat:
Die Mieterseite behauptet nun, die Uhrumstellung sei weder Instandhaltung noch Wartung.

Sehe ich hier auch eher falsch eingeordnet, aber die BetrkVO führt explizit weitere Begriffe auf:
4. die Kosten
a) des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage, hierzu gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstroms, die Kosten der Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft, der Reinigung der Anlage und des Betriebsraums, die Kosten der Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung sowie die Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung und Aufteilung
oder Gleiches unter b) c) d) bzw. 5. 6.
http://www.gesetze-im-internet.de/betrkv/__2.html
M.E. gehören die Kosten der Zeiteinstellung ganz klar zu den umlagefähigen Betriebskosten gemäß Betriebskostenverordnung.
Welchen Unterbegriff man dafür wählt ist doch völlig schnurz.

Will der Mieter die paar Cent Strom sparen, dann fallen eben einige Euro Bedienungs-/Einstellungskosten an.
Manchmal wird "Geiz ist Geil" eben teuer ...

Hallo

Was ich an der Sache nicht so ganz verstehe.
Der Doppeltarifzähler wird mittels Impuls vom Energieversorger vom Haupt in den Nachttarif geschaltet. Die Nachtspeicheröfen bekommen bei uns nur dann Strom, wenn Nachttarif aktiv ist. Die Stromversorgung wird ebenfalls vom Rundsteuerempfänger geschaltet. Wie ist es denn in dem Haus geregelt?

Von der technischen Seite wäre es interessant zu wissen, wie lange der Boiler braucht, um seinen Inhalt auf die Solltemperatur zu bringen.
Wir hatten auch mal einen Boiler für unser Badezimmer. Der brauchte, sagen wir mal 4 Stunden, um das Wasser zu erhitzen. Hätten wir den Boiler um 23 Uhr geladen, wäre das Wasser um etwa 3 Uhr heiß. Wer badet um die Zeit? Danach wäre der Boiler immer wieder angesprungen, um die Temperatur zu halten, völlig unnötig.
Deswegen haben wir den Bolier mittels Schaltuhr um etwa 1:30 Uhr eingeschaltet. Das Wasser ist also um etwa 5:30 heiß, früh genug, um noch mit dem niedrigen Tarif geladen zu werden. Wie wäre die Idee?

Es gilt also herauszufinden, wie lange der Boiler überhaupt braucht, um auf Temperatur zu kommen und dann die Uhr auf den jeweiligen Zeitpunkt einzustellen. (aber ich wiederhole mich, sorry)

Gruß
Tali
23.02.2007, 11:59 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Klar, das Gerät läuft dann suboptimal.... Aber ist für den Mieter wahrscheinlich immer noch günstiger als ihn zwei mal im Jahr mit den Handwerkerrechnungen zu belasten.

Aber eine entsprechend angepasste Steuerung ist natürlich das Sinnigste.



Auf Dauer gesehen mit Sicherheit.

Wir haben einige Heizanlagen nachrüsten lassen.
23.02.2007, 11:53 von pbsenn
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Klar, das Gerät läuft dann suboptimal.... Aber ist für den Mieter wahrscheinlich immer noch günstiger als ihn zwei mal im Jahr mit den Handwerkerrechnungen zu belasten.

Aber eine entsprechend angepasste Steuerung ist natürlich das Sinnigste.

Gruß

Torsten
23.02.2007, 11:52 von MarieP
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Hallo Torsten

War mir schon klar was du meinst.
Trotzdem fehlt dann eine Std.

Es gibt Zeitmesser die auf Sommer- und Winterzeit programmiert sind. Also nachfragen ob der Einbau möglich ist und gut ist.
23.02.2007, 11:50 von pbsenn
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Zitat:
Würde bei der Zeitumeinstellung immer wieder um eine Std gehen.
Beim Monteur nachfragen inwieweit es machbar ist einen anderen Zeitmesser zu installieren.


Angenommen der Nachtstrom beginnt um 22:00 Uhr Sommerzeit

Wenn Winterzeit = 23:00 Uhr
und Sommerzeit = 22:00 Uhr

Dann programmiere ich die Nachtstromspeicherheizung standardmäßig auf Speicherung ab 23:00 Uhr Winterzeit und habe somit die Hauptbelastung für Winter- und Sommerzeit im Nachttarif.

Kann man darüber nicht die ständigen Umstellungen verhindern?

Gruß

Torsten
23.02.2007, 11:35 von frischebrise
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Hallo,

die Betriebsbereitstellung hat der VM sicherzustellen.
Die individuellen Einstellungen könnten der Wartung zuzurechnen sein.

Der Aufwand und der Nutzen für die Umstellung sollte wirtschaftlich vertretbar sein.

23.02.2007, 11:34 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Wartung ja, wenn regelmäßig.



nu ja, regelmäßig wird es ja nun gemacht.
Wichtig ist, das dies meitvertraglich vereinbart ist.

Zitat:
Aber warum nicht einmalig das Gerät einstellen, dass es egal ob Winter- oder Sommerzeit immer den Strom innerhalb des Nachttarifes abgreift?



Würde bei der Zeitumeinstellung immer wieder um eine Std gehen.
Beim Monteur nachfragen inwieweit es machbar ist einen anderen Zeitmesser zu installieren.
23.02.2007, 11:28 von pbsenn
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Wartung ja, wenn regelmäßig.

Aber warum nicht einmalig das Gerät einstellen, dass es egal ob Winter- oder Sommerzeit immer den Strom innerhalb des Nachttarifes abgreift?

Gruß

Torsten
23.02.2007, 11:17 von MarieP
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Hallo

Wartung und Reinigung von Warmwassergeräten wie Elektroboilern.

Gehört zu den Wartungskosten gem. BetriebskostenV
Das Gesetz versteht unter Wartung das regelmäßige Prüfen der Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit.
Muss im Rahmen dessen die Anlage durch eine Fachkraft neu eingestellt werden, zählt auch das noch zur Wartung.

23.02.2007, 11:09 von Bernd
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Blödes Gerät!!!
Nur um die Zeit umzustellen kommt einer 2x im Jahr raus.

Da dies ja immer wieder gemacht werden muß um das korrekte Funktionieren des Gerätes zu erhalten ist es doch wie eine Wartung???
Andereseits wenn es kaputt ist, aber ist es kaputt nur weil es in D eine Sommerzeit gibt? ist es eine Reperatur.

Mnh, Ein Teufelskreis....

Ich denke das man sich da trefflich drüber streiten kann.
Perfektes Fressen für den Mieterverein.
Hat jemand Zugang zu einer Urteilssammlung und kann das Schlagwort Sommerzeit umstellkosten mal eingeben?
Evtl. gib es ja schon was darüber.
23.02.2007, 11:01 von cavalier
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Hallo Manfred1,

Zitat:
Ein Nachtspeicherboiler, verbaucht wegen der Sommer/Winterzeit-Umstellung derzeit 1 Stunde Tagstrom statt den günstigeren Nachtstrom

Entschuldigung bei der Stromersparnis kann es sich doch nur um Cent-Beträge handeln. Da lohnt doch keine Umstellung durch eine Service-Kraft. Überlege einmal, was allein die Anfahrtkosten betragen.
23.02.2007, 10:47 von Culik
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Hallo

nach meiner Ansicht Instandhaltung

Wartung nach DIN 31051 lediglich sind Maßnahmen zur Bewahrung des Sollzustands

Instandhaltung geht es weiter und umfasst Bewahrung und Wiederherstellung des Sollzustands, sowie Feststellung des Ist-Zustands
bei einer Uhrumstellung wird also der Soll-Zustand wiederhergestellt (Nutzung des NT)

Vielleicht hilfts weiter

Culik
23.02.2007, 10:02 von pbsenn
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Angesichts der Tatsache, dass diese Einstellung nun einmalig geändert werden soll (nämlich so, dass die Sommer-Winterzeit-Problematik aus der Welt ist), sehe ich es so, dass die Kosten beim Vermieter hängen bleiben.

Fänd ich als Mieter auch nicht gut, wenn mir eine Wohnung mit Nachtspeicherheizung angeboten wird und ich dann den doch teureren Tagtarif berappen soll.

Gruß

Torsten
23.02.2007, 09:52 von Manfred1
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Die eigentliche Frage ist wohl nicht richtig durchgekommen:

Sind diese kosten nun Instandhaltungs- oder Wartungsarbeiten?
23.02.2007, 09:16 von Augenroll
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Für BK/HK ist der Vermieter voll beweispflichtig!
Sie müssen dem Mieter nachweisen, dass die Kosten umlegbar sind. Der Mieter braucht lediglich die Kosten ohne Begründung ablehnen.

Oder versuchen Sie hier etwa durch die Hintertür die Beweislast umzukehren??
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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