> zur Übersicht Forum
08.09.2007, 10:12 von prinzregentProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Info: Bundesweite Mieterhöhungen drohen
falls von Interesse für euch, es geht um die Schönheitsreparaturen. Ich gebs mal rein:

"Hunderttausenden Mietern in Deutschland droht eine Mieterhöhung. Schuld daran sind die ungültigen Renovierungsklauseln in vielen Mietverträgen. Jetzt müssen viele Mieter zwar nicht mehr den Pinsel schwingen, dafür sollen sie per Mieterhöhung zur Kasse gebeten werden können, urteilte jüngst das OLG Karlsruhe.

Mieterhöhungen drohen genau den hunderttausenden Mietern in Deutschland, die der Bundesgerichtshof (BGH) erst vor einiger Zeit von der Renovierungspflicht befreit hatte, berichtet das Immobilienportal immowelt.de. Nur kurz währte die ungetrübte Freude, dass das oberste Gericht manche gängige Schönheitsrenovierungs-Klauseln in Mietverträgen für komplett ungültig erklärt hat. Das hatte zur Folge, dass nicht mehr die Mieter, sondern die Vermieter für Maler- und Tapezierarbeiten zuständig sind.

Diesen mieterfreundlichen Zustand könnte das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe beenden, sofern der BGH dessen aktuelles Urteil in der Revision bestätigt (Az.: 7 U186/06): Wegen der ungültigen Klausel könne der Vermieter eine höhere Miete verlangen, urteilten die Oberlandesrichter. Sie argumentieren, die Preisangaben in Mietspiegeln beruhten darauf, dass die Mieter für die Schönheitsrenovierungen zuständig seien. Wenn dies wegen der gekippten Klauseln nicht der Fall sei, könne der Vermieter die Höhe des für Schönheitsrenovierungen vorgesehenen Mietanteils als Ausgleich auf die Miete aufschlagen.

Bei der Höhe dieses Anteils ziehen die Richter eine Rechtsverordnung heran, in der die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Wohnraum geregelt ist. Demnach könne die Miete um rund 70 Cent pro Quadratmeter und Monat erhöht werden. Sollte der BGH diese Auffassung teilen, könnte dies manchen Mietern teuer zu stehen kommen."

Quelle: gemopa und dann http://www.finanzblog24.net
Alle 5 Antworten
09.09.2007, 12:05 von Mortinghale
Profil ansehen
Hi Sommer,

ich würde auch keine ausschließlich darauf begründete Mieterhöhung machen, sondern den "Zuschlag"

dabei

Zitat:
dann lieber den Mietpreisspiegel ausreizen


berücksichtigen.

09.09.2007, 11:30 von Sommer
Profil ansehen
Nachteil ist aber: der Mieter muß der Mieterhöhung zustimmen UND er bekommt es damit quasi schriftlich, daß er nichts renovieren muß. Wenn ich also Pech habe, lehnt der Mieter ab, macht von seinem Kündigungsrecht Gebrauch UND zerlegt mir noch zusätzlich die Wohnung.

Besten Dank - dann lieber den Mietpreisspiegel ausreizen und davon etwas zurücklegen für den Fall, daß der Mieter seinen Vertrag prüfen läßt und das Chaos hinterläßt...und sich freuen, wenn der Mieter trotz ungültiger Klauseln etwas an der Wohnung macht (was man dann aber natürlich unbeanstandet übernehmen muß sofern kein Schadensersatz begründet ist).

S.
08.09.2007, 16:12 von dunkelROOT
Profil ansehen
Zitat:
so schenke ich mir das "Renovierungsklauseltheater


Mache ich auch So!
Tapeten runter Türen & Decke neu gestrichen und gut ist es!

dR
08.09.2007, 10:58 von CMAX_65
Profil ansehen
Hallo,

bin gespannt, wie das Thema weitergeht !

Ich selbst vermiete, wenn es der Markt zulässt, unrenoviert so schenke ich mir das "Renovierungsklauseltheater".

MFG
08.09.2007, 10:24 von Mortinghale
Profil ansehen
Hat jemand, der sich an einen Vertrag, der er selbst abgeschlossen hat, nicht halten will, etwas anderes verdient ?

Um nicht jede Glaubwürdigkeit zu verlieren, kann der BGH doch nur zustimmen.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter